heute bleibt die Küche kalt, Köln

korean barbecue.

Im Hochsommer, es waren ca. 28 Grad in Köln, waren wir mit Freunden zum gemeinsame Dinner verabredet. Nachdem wir im Frühjahr schon gemeinsam türkisch essen waren, stand diesmal auf dem Plan: laßt uns einen Abend in Korea verbringen, was wiederum zur Folge hatte, dass wir uns von da an vorgenommen hatten, uns zukünftig einmal durch die Welt zu futtern. Aber zurück zum koreanischen BBQ. Habt Ihr sowas schon einmal gegessen? Ich nicht und ich war höchst gespannt.

korean bbq meatingIn den Tisch eingelassen ist ein Grill, auf dem vor der Nase der Gäste das Fleisch gebraten wird. Zur Auswahl gab es „nur“ diverse Menüs, die alle aus rohem, teilweise mariniertem Fleisch, Salat, Reis und Gemüse bestehen. Zunächst brät man das ungewürzte Fleisch an, legt dieses dann auf ein Salatblatt, legt dazu verschiedene Gemüse (eingelegt, gewürzt, kalt) und Reis, gibt einen Klecks Soße darüber und rollt dann das Salatblatt zusammen und schiebt dieses in den Mund. Mit den Händen. Die Stäbchen dienen nur dem Belegen des Salatblattes. Danach wird das marinierte Fleisch gebraten.

korean bbq meating köln

korean bbq

Es erinnert ein wenig an Raclette essen, jedoch gibt es hier nicht die Unmengen an Soßen und Dips, die man auf deutschen Raclette-Tafeln findet und das Gemüse ist teilweise extrem scharf und eben „anders“ gewürzt. Kimchi gehört auf jeden koreanischen Tisch und schmeckt ziemlich gewöhnungsbedürftig. Obwohl ich die asiatische Küche (oder sagen wir besser : die asiatiasche Küche, die wir Deutschen hier als asiatische Küche kennen!) sehr mag, das koreanische BBQ findet keinen Platz auf meiner Liste der liebsten Gerichte.

Gegessen haben wir übrigens im Meat.ing (Hohe Pforte 9-11, Köln), ein nettes modernes Restaurant mit sehr freundlichem Personal. Solltet Ihr es einmal ausprobieren wollen, dann rate ich dazu, dies nicht im Hochsommer zu tun. Bei 28 Grad vor einem Tischgrill zu sitzen, treibt einem die Schweißperlen auf die Stirn. ;-)

Mittlerweile waren wir schon in Argentinien und wollen als nächstes nach Indien!

Liebe Grüße, Bine

You Might Also Like

was davor geschah
nächster Artikel

9 Comment

  1. Reply
    Planet Hibbel
    8. Oktober 2013 at 10:29

    Ich liebe koreanisch. Egal zu welcher Jahreszeit. Und in Kimchi könnte ich mich geradezu reinlegen ;). LG, Nadine

    1. Reply
      Bine
      8. Oktober 2013 at 10:51

      Frau Hibbel, ich bin schwer beindruckt ob ihrer Geschmacksnerven! ;-) Ich fand’s interessant und gut… aber so schnell muss ich das nicht nochmal essen.
      LG Bine

  2. Reply
    Ibu
    8. Oktober 2013 at 13:11

    Was eine tolle Idee sich einmal um die Welt zu futtern. Da wär ich SOFORT dabei. Leider scheitert es hier in der Provinz an der „Welt“, gastronomisch sind wir nicht so gut bestückt. Und der Freundeskreis ist leider essenstechnisch auch nicht wirklich experimentierfreudig *knarf*.
    lg,
    Ibu

  3. Reply
    Frau Mani
    8. Oktober 2013 at 13:59

    Liebe Bine,

    eine wirklich tolle Idee sich einmal um die Welt zu essen! Das könnte ich mir auch vorstellen – muss nur noch den Göttergatten zum Experimentieren überreden, denn essen an sich geht er sehr gerne!
    Wäre doch auch ein tolles Weihnachtsgeschenk an die Lieblingsschwester – eine „kulinarische Weltreise“ ein Jahr lang! Klingt echt abenteuerlich!
    Danke für diese Idee!

    Liebe Grüße vom Bodensee
    Frau Mani

  4. Reply
    eve-creative
    9. Oktober 2013 at 13:44

    Interessanter Beitrag. Koreanisch kenne ich gar nicht. Als Schweizerin kenne ich allerdings Raclette (geschmolzener Käse) und dieses wird doch ganz anders zubereitet. Ähnlich ist für mich „Fondue chinoise“, wo man Fleisch in Brühe kocht am Tisch und mit verschiedenen Sossen isst?
    Eveline

    1. Reply
      Bine
      9. Oktober 2013 at 14:34

      Eveline, Raclette wird in Deutschland ganz anders gegessen, als in der Schweiz ;-)

    2. Reply
      Keumjoo
      13. Oktober 2013 at 10:10

      Das ist der sogenannte Hotpot 火锅 (Feuertopf), den ich sehr liebe :) Beim Korean BBQ- Bulgogi (Feuerfleisch) wird nur das Fleisch gegrillt, beim Hotpot wird auch das Gemüse mitgekocht in der Brühe.

  5. Reply
    meat.ing | wearecity – Cologne
    18. Juni 2014 at 17:55

    […] was eigenes […]

  6. Reply
    Nika
    19. August 2015 at 16:42

    Liebe Bine,

    Seit ich das erste Mal in Korea war, mag ich koreanisches Essen sehr gerne. Okay, zugegeben: Kimchi und ich werden keine Freunde mehr, aber das koreanische BBQ ist einfach toll. Das meat.ing ist übrigens eine gute Wahl gewesen! Wir haben mittlerweile alle koreanischen Restaurants in Köln durch und finden, dieses ist mit Abstand das Beste. Wenn es mal schnell gehen soll, dann gehen wir auch schon mal ins Bibimbap am Zülpicher Platz (gehört ebenfalls der gleichen Familie), dort bekommt man dann ja die klassischen Speisen (ohne Grill).
    Wenn du mal indisch essen gehen magst, kann ich dir übrigens wärmstens das Indian Masala in Deutz empfehlen. Soooo lecker. Leider ist der Laden so klein, dass er immer direkt voll ist (wir gehen oft mittags dahin und müssen auf jeden Fall vor 12h da sein, sonst sind die Tische belegt).

    LG
    Nika

Schreibe einen Kommentar