Stille Momente.

Auf meiner Herbst To Do Liste steht stille Momente genießen. Ich habe mir durchaus etwas dabei gedacht. Aber, wenn ich mal ganz ehrlich bin… stille Momente sehen bei mir ungefähr so aus: ich koche mir eine Tasse Kaffee, brauche ein bisschen frische Luft, setze mich auf die Terrasse und denke Der Hasenstall müßte mal wieder sauber gemacht werden. Und das Gras ist ganz schön hoch. Oder: ich sitze im Auto vor dem Vereinsheim und warte auf das Kind und denke Och, kannste noch schnell die zwei Mails beantworten, wozu Du am Vormittag nicht gekommen bist. Oder: ich sitze im Schwimmbad in der Lobby, während das Kind lernt zu schwimmen und denke: schnell das Buch weiterlesen, jetzt, sofort, Du musst die Zeit nutzen. Und Wenn Du zu Hause bis, vergiß` nicht den Trockner anzuschmeißen und den Termin beim Zahnarzt, den willste schon seit einer Woche vereinbaren. Oder: ich habe einen Zeitpuffer zwischen diesem und jenem, setze mich in die Küche, möchte nur ganz in Ruhe Kaffee oder Tee trinken und beantworte 12 Mio. Fragen, die alle mit Mamaaaa anfangen.

stiller moment gedanken was eigenes fenster

Stille Momente…, in denen ich nur an das denke, was ich jetzt ganz schnell auf der Stelle machen muss/ soll/ kann und was ich gleich nach dem stillen Moment auf jeden Fall machen/ können/ müssen soll. Nix stiller Moment. Durchatmen, würde ich es eher bezeichnen. Oder hektisches Luftholen.

Also habe ich daraufhin, nach dem Mittagessen, das Buch bei Seite gelegt und habe nur da gesessen und gehorcht. Der Kühlschrank summte ganz leise vor sich hin. Die Küchenuhr wurde von Sekunde zu Sekunde lauter. Ganz weit weg das Geräusch von Autos. Und dann ein Flugzeug. Mehr nicht. Mein Blick, nicht auf die Seiten eines Buches oder mein Handy gerichtet, sondern geradeaus, auf die PomPoms, die jetzt am Fenster hängen und sich leicht im Wind hin und her bewegten.

Meine Gedanken: schön hier. So ruhig. So still. Ob ich darüber wohl schreiben soll? Ins Bauhaus wolltest Du noch fahren. Ach Mensch- nicht wieder planen! So ist das mit dem Kopf und den Gedanken. Sie machen, was sie wollen. Es geht nicht anders. Man kann dem Kopf nicht vorschreiben, was er wann denken soll. Gedanken kommen und gehen.  Was aber geht: : einfach mal da sitzen und abwarten, was da so kommt. Die Gedanken schweifen lassen und nicht erzwingen. Sie vielleicht ein bisschen sortieren und aufräumen, eventuell verwerfen.stiller moment was eigenes

Und dann hörte ich meine Füße scharren. Schön war’s, aber ich muss jetzt gehen!

Ich habe keine Zeit. Nie. Diesen Satz beanspruche nicht nur ich, auch viele meiner Freundinnen klagen über zu wenig Zeit. Dass dies nicht so ist, darüber haben schon viele kluge Menschen Artikel und ganze Bücher verfasst. Zeit ist da, aber sie ist meist verplant. Aus den Planungen und täglichen Erledigungen einmal auszubrechen, sich hinzusetzen und einfach gar nichts zu tun, dass machen wohl die wenigsten. Dabei tut es gut. Ich habe es am eigenen Leib erfahren. Diese wenigen Minuten eines stillen Momentes (und damit meine ich einen echten stillen Moment!) lassen mich runterkommen und entspannen. Ich kann nicht sagen, dass ich dann besonders kreative Gedanken habe- im Gegenteil. Die kreativsten Gedanken kommen mir beim Nähen. Besonders schön finde ich es übrigens, wenn man beim nichts tun mal ganz bewusst auf die Geräusche achtet, die einen umgeben. Das Ticken einer Uhr finde ich z.B. sehr beruhigend.

Von dem Buch Von der Kunst ein kreatives Leben zu führen bin ich übrigens ziemlich begeistert. Es hat mir schon eine Menge Denkanstöße gegeben. Vielleicht werde ich über den ein oder anderen hier noch schreiben. Zwei Sätze, die bei mir zum stillen Moment hängen geblieben sind: Stille auszuhalten verbessert die Konzentrationsfähigkeit und Kreativität ist eine stille Angelegenheit! Schön, oder?

In diesem Sinne- ich mache mir jetzt einen Kaffee, setze mich an den Küchentisch und tue nichts. So für 2-5 Minuten. Danach wird dann weiter durchgestartet. Und Ihr, Ihr nehmt Euch heute hoffentlich auch mal einige Minütchen Zeit, tut nichts, hört nur auf die Geräusche Eurer Umgebung und lasst Euch überraschen, welche Gedanken so kommen und gehen! Macht Ihr das?

Liebe Grüße, Bine

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35 Kommentare

  • Reply
    Stoffsymphonie
    18. Oktober 2013 at 09:13

    Wie gut ich das kenne!! :) Das tut wirklich mal gut zu hören, dass es auch Dir so geht. Ich denke nämlich manchmal ich bin einfach nur unfähig meine Leben zu timen. Vielleicht sollte ich Dein Buchtipp mal probieren! :)
    Klem
    Alice

    • Reply
      Bine
      18. Oktober 2013 at 18:08

      Ja, mir geht es ganz genau so! ;-))

  • Reply
    Joella
    18. Oktober 2013 at 09:20

    Stille Momente – Sehr schön geschrieben. Bringt es wirklich auf den Punkt.

    Schönes Wochenende – Joella
    von http://www.joellas-day.de

  • Reply
    soulsister
    18. Oktober 2013 at 09:36

    … oh wie wunderbar! Das hast Du wirklich auf den Punkt gebracht… Immer mal wieder nichts tun! Kein Multitasking beim Zähneputzen (Handtücher aufhängen, über den Spiegel wischen, Haargummis wegräumen…), sondern nur Zähne putzen…. brrr…brrr…brrr. Oder eben einfach nur dasitzen. Früher hätte ich das nicht gekonnt, heute liebe ich genau das. Danke, daß Du mich gerade eben daran erinnert hast. Ich gehe mir dann mal ’nen Kaffee kochen… herz – lichst soulsister

    • Reply
      Bine
      18. Oktober 2013 at 18:08

      *lach* – beim Zähneputzen über den Spiegel wischen… ich wische derweil meist über die Armaturen ;-))
      GLG Bine

  • Reply
    Frische Brise
    18. Oktober 2013 at 09:48

    Ja, ich mache das! Danke, dass Du mich daran erinnerst!

    So nutze ich also meinen stillen Moment, um Dir zu schreiben. Ich lese immer, immer, immer bei Dir mit, kommentiere aber vieeeel zu selten. Ich denke oft an Dich, besonders, wenn ich die U-Hefte meiner Kinder in der Hand habe ;-)
    Danke, dass es Dich im Bloggerland gibt!

    Viele Grüße aus Hamburg!

    • Reply
      Bine
      18. Oktober 2013 at 18:07

      Vielen lieben Dank, für Deinen netten Kommentar! Wie schön, dass Du immer mal wieder an mich denken musst und die U-Heft-Hüllen noch in Gebrauch sind!
      GLG Bine

  • Reply
    Jessica
    18. Oktober 2013 at 10:04

    Ich versuche es zumindest immer wieder, mir diese kleinen stillen Inseln zu schaffen (klappt allerdings nicht wirklich oft *g*), wo die doch so wichtig sind. Aber ich arbeite dran ;).

    Liebe Grüße,
    Jessica

  • Reply
    Dörthe
    18. Oktober 2013 at 10:12

    2 bis 5 Minuten, das hört sich gut an. Genieße es!
    Viele liebe Grüße, Dörthe

  • Reply
    Tobia | craftaliciousme
    18. Oktober 2013 at 10:17

    Stille Momente genießen mach ich auch viel zu wenig. Zur Zeit habe ich auch das Gefühl gehetzt zu sein, Tausend Dinge erledigen zu müssen und am Ende des Tages schafft man nichts. Der Kopf ist einfach nicht bei der Sache. Daher hab ich mir Dienstag eine Auszeit gegönnt und bin in den Botanischen Garten zum Fotografieren gefahren. Bei strömendem Regen. Und es war toll. Ich habe Dinge klarer gesehen, Kraft getankt und jetzt kann’s weitergehen. Danke für deine Artikel zu diesen Themen. Die mag ich besonders. Hab ein schönes Wochenende, Tobia

    • Reply
      Bine
      18. Oktober 2013 at 18:09

      Sehr gerne- und Dein Foto-Ausflug hört sich super gut an! GLG Bine

  • Reply
    Katja
    18. Oktober 2013 at 10:17

    Danke. Vielen Dank.
    Als ich gerade beim Wohnzimmer aufräumen gedachte, jetzt schaust du mal kurz, was es Neues gibt, hab ich deinen Post gesehen. Komm, den liest du jetzt noch schnell. Dann hab ich gelesen. Und gelesen. Und genossen. Ich war nicht nur froh, dass es anderen auch so geht, sondern ich hatte das Gefühl, von deiner Stille abzubekommen. (Deine Fotos haben einen wesentlichen Teil dazu beigetragen – sehr, sehr schön !!!!)
    Da saß ich nun, als ich fertig gelesen habe und lauschte. Im Radio lief leise Robbie Williams, die Standuhr tickte, sonst hörte ich nix. Es waren 15 Minuten (gefühlte) – in Wahrheit waren es wahrscheinlich 3. Aber da sieht man mal, wie viel Zeit ist, wenn man es bewusst wahrnimmt.
    Erst als mein Hund vor der Terrassentür gepienst hat, weil er rein wollte, war ich wieder hier. (Der hat wahrscheinlich gedacht, ich hab sie nicht alle an der Waffel – sitzt da und guckt….)

    Du hast Recht, so was kommt viel zu kurz im Alltag.
    Danke, für deine Erinnerung an das, was uns gut tut :)

    Ich wünsch Dir noch einen entspannten Tag (…. und Luftholen nicht vergessen;) !!)

    Liebe Grüße
    Katja

    • Reply
      Bine
      18. Oktober 2013 at 18:10

      Sehr sehr gerne, Katja!

  • Reply
    Andrea
    18. Oktober 2013 at 10:30

    Liebe Bine,
    vielen Dank für deine wunderschönen Worte. Genau zur richtigen Zeit. Ich werde mir heute nachmittag mal ein paar Minuten Ruhe geben.
    Liebe Grüße
    Andrea

  • Reply
    Goldengelchen
    18. Oktober 2013 at 11:25

    Liebe Bine,
    das ist ein richtig toller Beitrag, der mal zum nachdenken anregt!
    Viel zu oft macht man sich doch irgendwelche To Do Liste, schmiedet Pläne und überlegt über dieses oder jenes. Auch wenn man sich vornimmt, mal nichts zu tun.
    Ich würde eigentlich sagen, dass ich es ganz gut schaffe, auch mal Zeit für mich „ungenutzt“ zu nehmen, d.h. ohne spezifisch was zu machen. Doch oft bleibt ja ein schlechtes Gewissen und man denkt „eigentlich könnte ich jetzt viel besser xxx machen!“. Aber ob man das jetzt oder in 5min macht, davon geht die Welt nicht unter. Sich einfach mal 5min Zeit für sich nehmen, das sollte man viel öfter machen.
    Danke für den Gedankenstupser!
    Viele Grüße & ein schönes Wochenende!
    Goldengelchen

    • Reply
      Bine
      18. Oktober 2013 at 18:11

      In dem Buch steht: Stress bedeutet, dass man immer an einem anderen Ort sein will, als der, an dem man sich gerade befindet! Stimmt und ist doof. Lieber das hier und jetzt geniessen oder ordentlich nutzen!
      Gerne- für den Gedankenstupser! ;-)
      GLG Bine

  • Reply
    maulwurfshügelig
    18. Oktober 2013 at 12:13

    oh was für schöne bilder… die kunst ein kreatives leben zu führen begleitet mich auch gerade.

    und es stimmt. einfach mal den moment zu genießen… so wie er ist, ohne ihn krampfhaft mit sinn oder nutzen füllen zu wollen. gar nicht so einfach.

    liebe grüße und ein schönes wochenende,
    julia

  • Reply
    Bille
    18. Oktober 2013 at 13:36

    Liebe Bine,

    lustig, dass Du genau jetzt darüber schreibst! Ich habe mich in den letzten Tagen so endlos gehetzt gefühlt und dachte noch: dass muss dringend anders werden. Und dann dachte ich wieder: Ja aber später, ich muss noch das und hab ich schon dies und wo ist eigentlich jedes…. Furchtbar!

    Ich setz mich dann jetzt endlich mal in aller Ruhe mit einer schönen Tasse Matcha Tee ans Fenster und mach’s Dir nach! Danke für den Schubs. ;-)

    LG, Bille

    P.S.: Und beim nächsten Mal schreibe ich vielleicht einfach mal wieder in aller Stille einen handschriftlichen Brief. Darüber habe ich mir bei mir drüben auf dem Blog zuletzt Gedanken gemacht. Früher fand ich das jedenfalls immer seeeehr beruhigend und befreiend. ;-)

    • Reply
      Bine
      18. Oktober 2013 at 18:12

      Das habe ich, glaube ich, 1996 zum letzten Mal gemacht! :-/
      Dafür schreibe ich dann und wann Postkarten!
      GLG Bine

  • Reply
    lou
    18. Oktober 2013 at 13:38

    ich hatte so einen „stillen moment“ letztes jahr und er dauerte leider ca. 5 monate. auf der couch liegend und an die decke starrend. fast jeden tag, den ganzen tag. demnach empfinde ich es immer noch als befremdlich jetzt mal gar nichts zu machen. aber genieße es auch, das ich wieder so voller elan und tatendrang bin. diese stillen momente lege ich mir jetzt auf die minuten kurz vor dem einschlafen und denke darüber nach, wofür ich dankbar bin im leben. also selbst da, klappt das mit dem abschalten nicht so recht, ist aber trotzdem mein stiller moment am tag.

    • Reply
      Bine
      18. Oktober 2013 at 18:13

      Lou, ich freue mich, dass Du wieder voller Elan und Tatendrang bist!!!
      GLG Bine

  • Reply
    Bella
    18. Oktober 2013 at 14:11

    hach ja….das kommt mir dich sehr bekannt vor!!!! Ich trinke mal schnell einen Tee ;-))

    Gruß bella

  • Reply
    Jenny
    18. Oktober 2013 at 17:08

    Hallo Bine,

    Ich musste bei deinem Text einfach nur schmunzeln, weil ich die Situation nur zu gut kenne. Als kleiner (oder auch manchmal große) Hektiker laufe ich gerne durch die Gegend und würde gerne alles gleichzeitig planen und machen. So richtig stille Momente fallen mir richtig schwer. Ich muss mich dann dazu zwingen mich mal für 5 Minuten aufs Bett zu legen. Meistens gucke ich dann nach 2 Minuten auf die Uhr, ob es schon so weit ist und ich wieder aufstehen „darf“. Es fällt mir richtig schwer die 5 Minuten komplett auszuhalten. Aber dennoch brauche ich sie um einfach mal runterzukommen. Manchmal muss man sich zu seinem Glück halt zwingen ;-)

    In diesem Sinne wünsche ich dir ein ruhiges und entspanntes Wochenende.

    Liebe Grüße,
    Jenny

    • Reply
      Bine
      18. Oktober 2013 at 18:14

      Ja, genau: zum Glück zwingen! ;-)
      Dir auch ein schönes Wochenende! LG Bine

  • Reply
    olivia
    18. Oktober 2013 at 17:25

    hihi, ich musste grinsen, als ich Deinen Post las. Denn darin finde ich mich – wie auch gaaaanz viele andere – absolut wieder. Und das mit dem Ticken der Uhr empfinde ich übrigens genauso ;-)
    Ein schönes Wochenende mit hoffentlich einigen ruhigen Minuten (alles andere wäre verwerflich…),
    Olivia

  • Reply
    Alizeti
    18. Oktober 2013 at 18:40

    Stille Momente-sie sind viel zu selten. Besser gesagt, man nimmt sie sich viel zu selten. Aber dein Text hat mir Ansporn gegeben, möglichst oft solche stille Momente zu nehmen und zu geniessen. Besten Dank für diese super Worte!

    Liebe Grüsse Alizeti

  • Reply
    Lindi Pekel
    18. Oktober 2013 at 20:28

    einfach nur sitzen ist einfach nicht mein ding, leider manchmal… aber ich mache gerne was ruiges neben bei wie Stricken wen ich meien Ruhe will…
    Für jeden ist ruhe und entspannung ja doch was anderes…
    aber dein text ist wircklich sehr schön und weckt das verlangen nach entspanung

  • Reply
    Monika Neufeld
    19. Oktober 2013 at 08:34

    Wie gut kenne ich das, was du da beschreibst!
    Wenn mal Momente frei scheinen, dann macht der Kopf auch mir oft einen Strich durch die Rechnung, und das Gedankenkarrusell fängt an sich zu drehen, genau wie du es schilderst.
    Ich weiß, dass es mir selbst beim Yoga, bei der Entspannungsphase immer schwer fällt, den Kopf mal auszuschalten. Hilfreich finde ich da den Satz, die Gedanken auf eine Wolke zu setzen und weiterzuschicken.
    Irgendwann klappt das dann auch, nicht immer, aber immer öfter.;-)
    Und gut tut mir dann auch eine schöne Erinnerung in einen Rahmen zu bringen und sich diese dann aufzurufen, eine Situation, in der man megaentspannt war, sich total gut fühlte. Hört sich esoterischer an, als es ist!!;-)
    Bei mir ist das das Sitzen auf einem Mäuerchen in einer Taverne auf Mykonos, an einem sehr einsamen Strand und da auf’s Meer zu blicken.
    Echt, aktiviere ich diesen“Rahmen“ komme ich in gute Laune, werde entspannter, fühl mich einfach gut.
    Vielen Dank für deinen, sehr inspirierenden post.
    Liebe Grüsse und ruhige Momente,
    Wünscht dir,
    Monika

  • Reply
    Michaela
    19. Oktober 2013 at 12:14

    Liebe Bine,
    wie sehr Du mir aus der Seele sprichst. Ja solch stillen Momente sind so wichtig. Einfach mal stoppen und Einatmen und Ausatmen :). Ich wünsche Dir und deinen Lieben schöne Herbstferien.
    Liebe Grüße aus Lienen…
    Michaela

  • Reply
    Barbara
    20. Oktober 2013 at 02:10

    Liebe Bine,

    Ich lese jetzt nun tatsächlich schon fast zwei Jahre bei Dir mit und habe noch nie etwas kommentiert. Ich sollte mich was Schämen. Warum ich es heute tue? Im Englischen gibt es dafür eine Redewendung: You made my day!

    Mein Leben läuft gerade im Eiltempo und ich suche zunehmend verzweifelt nach einer Entschleunigung. Heute habe ich mich dann angeregt durch Dich mit einem Kaffee in der Hand 40 Minuten auf die Terrasse gesetzt und in einen Baum gestarrt. Und es hat so.gut.getan. Ich danke Dir für Deine Anregung dazu!
    Hab einen schönen Sonntag!
    Liebe Grüsse Barbara

  • Reply
    Juliane
    20. Oktober 2013 at 16:10

    Ja… wer kennt das nicht… Ich wills wieder lernen – das nichts tun. Aber mit meiner neuen „Nebenselbständigkeit“ gibts einfach immer was zu tun… Ich glaube, ich hole mir einen Kaffee und setz mich dafür kurz ans Fenster… Den Leuten zuschauen, wie sie durch den Regen spazieren…
    Herzlichst Juliane

  • Reply
    Katrin
    21. Oktober 2013 at 09:09

    Schöne Worte, Du hast sooooo recht! Lieben Gruß
    Katrin

  • Reply
    andrea
    21. Oktober 2013 at 20:31

    meinen stillen moment habe ich morgens, wenn alle kinder und der mann aus dem haus sind. dann koche ich mir einen kaffee und setzte mich entweder in die küche oder in meine wohnzimmer unnd trinke ganz gemütlich meine tasse aus….und geniesse die ruhe- bevor ich mit der arbeit loslege.
    lg, andrea

  • Reply
    SonntagsFräulein
    22. Oktober 2013 at 13:45

    Liebe Bine,
    das hast Du so schön geschrieben. Du Kunst die Stille auszuhalten und mal an gar nix zu denken :-) Sehr schön aber doch schwierig. Ich weiß gar nicht wann der Moment kam, als das „ständig Planen“ einsetzte, seit wann ich meine eigene ToDo-Liste ständig im Kopf abspule, meine Termine immer im Blick haben muss. Schon komisch, oder? Wir hatten am Wochenende zum ersten Mal seit 10 Jahren ein komplett kinderfreies Wochenende – nur für uns – alleine mit der Frage, was man dann eigentlich alles tun kann – konnte ich mich länglich beschäftigen. Am Ende haben wir am Sonntag wirklich einfach nichts getan und die Stille angenommen. Gar nicht kreativ, aber sehr schön :-)
    Sonnige Grüße
    Christine

  • Reply
    Nele/Tchibo Blog
    7. November 2013 at 17:44

    Liebe Bine,

    Man sollte sich immer Ruhepausen gönnen. Meine Strategie: Eine Kaffeepause einlegen und einfach ein bisschen tagträumen.

    Viele Grüße,

    Nele

  • Ich freue mich über Deinen Kommentar!