Deutsche Geschichte zum Anfassen.

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An einem Sonntag im vergangenen Herbst, das Wetter war so richtig usselig und schmuddelig und nicht geeignet für einen Waldspaziergang, hatte ich dennoch das Bedürfnis nach rauss! Also fuhren wir kurzer Hand ins nahegelegene Bonn um uns dort das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland anzusehen.haus der deutschen geschichte bonn was eigenes 1 haus der deutschen geschichte bonn was eigenes 2haus der deutschen geschichte bonn was eigenes 6haus der deutschen geschichte bonn was eigenes 4haus der deutschen geschichte bonn was eigenes 3haus der deutschen geschichte bonn was eigenes 5

Geschichte war in der Schule immer eines meiner Lieblingsfächer. Zu lernen oder noch besser zu sehen, wie die Menschen früher lebten hat mich schon immer fasziniert. Ich freue mich jede Woche auf den Freitagabend, denn dann laufen im WDR immer die schönsten Reportagen über das Rheinland, wie es früher einmal war. Im Haus der Deutschen Geschichte kam ich demnach voll auf meine Kosten. Viele gezeigte Exponate kenne ich nur aus dem Fernsehen, andere lösten in mir ein spontanes Ach! Guck! Das hatten wir früher auch mal! aus. Wie z.B. den alten Krups Mixer, die Aerobic-Schallplatte oder andere Alltagsgegenstände.

Seit 1986 sammelt die Stiftung Gegenstände und ganze Einrichtungen für das Gedächtnis unserer Gesellschaft. Besonders angetan war ich vom Originalmobilar des ersten Deutschen Bundestages, vom Lichtspielhaus aus den 50er Jahren, dem alten VW-Bulli und den Eisenbahnsalonwagen unserer Kanzler. Ein Highlight ist die original italienische Eisdiele, die von dem Eiskondior Angelo Giacomel 1955 in Hamburg eröffnet wurde. Als die Familie 1989 für immer zurück nach Italien kehrt und keinen Nachfolger für ihre Eisdiele findet, kommt der Aufruf aus dem Museum „Eiscafé, Eisdiele, Milchbar der fünfziger Jahre gesucht. Guter Originalzustand erwünscht.“ genau zur richtigen Zeit. Die Eisdiele wird von Hamburg nach Bonn gebracht und dient heute als Ausstellungsstück.

Für meine Kinder war der Besuch des Musuems ebenfalls ein Erlebnis, denn sie konnten Klappen öffnen, Hörer abnehmen, Schilder umdrehen. Verstanden, was da alles gezeigt wurde, haben sie jedoch (noch) nicht. Zumindest nicht der kleine Mann. Die Große sah die Bilder, las die Untertitel und stellte viele Fragen. Wenn sie älter sind, mehr verstehen oder Zusammenhänge schon gelernt haben, dann müssen wir diesen Ausflug auf jeden Fall wiederholen.

Liebe Grüße, Bine

Gesehenes
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12 Kommentare

  • Reply
    Sabrina
    7. Januar 2014 at 09:58

    Oh, das Museum sieht toll aus! Ein Gutschein auch ein tolles Geschenk! Leider ein bisschen weit entfernt von Bremen, für „mal eben hin“….

  • Reply
    Ute
    7. Januar 2014 at 10:41

    Deine Fotos machen Lust auch mal wieder dort hinzugehen! Ist bei mir mittlerweile auch schon wieder 10 Jahre her…
    Liebe Grüße
    Ute

  • Reply
    Birgit
    7. Januar 2014 at 10:45

    Ich als Bonnerin war im August 2013 mit meinem 14-jährigen Sohn erstmals im Haus der Geschichte (schäm). Ich war total begeistert. Mein Sohn, der mit der Klasse schon x-mal dort war entdeckt auch immer wieder was neues. Bei meinem nächsten Besuch werde ich meinen Fokkus auf die damalige DDR legen. Auch die Zusatzausstellung fand ich toll!

    Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

    Liebe Grüsse
    Birgit

  • Reply
    scrapkat
    7. Januar 2014 at 11:06

    Hallo Bine,
    deine Fotos machen richtig Lust da mal vorbei zu schau´n. Schade daß es zu weit weg ist von uns, um da mal eben nen Nachmittagsausflug draus zu machen….

    Gruß scrapkat

  • Reply
    Planet Hibbel
    7. Januar 2014 at 11:16

    Großartig. Das muss ich mir mal auf meine to-see-Liste mit den kids setzen. Danke für den Tipp. LG, Nadine

  • Reply
    Fee ist mein Name
    7. Januar 2014 at 11:17

    Ja, das würde mir wohl auch sehr gefallen…

  • Reply
    Just Tine
    7. Januar 2014 at 15:24

    Tolle Bilder, liebe Bine
    Das sieht interessant aus und so weit ist Bonn von uns auch nicht entfernt. Lesezeichen ist gesetzt. Danke.

    Liebste Grüße
    Tine

  • Reply
    Lindi Pekel
    7. Januar 2014 at 20:07

    das ist ein echt schönes ausflugs ziel wie es scheint…

  • Reply
    Julia
    7. Januar 2014 at 21:48

    Hallo Bine,

    Ich nag das Haus der Geschichte auch sehr. Und auch wenn ich schon mehrmals da gewesen bin, hab ich gerade durch deine Bilder wieder Lust darauf.

    LG
    Julia

  • Reply
    Midsommarflicka
    7. Januar 2014 at 23:38

    Oh, ich glaube, da war ich mit der Schule mal. Aber wenn ich mich recht erinnere, war uns das fotografieren damals verboten, was ich schade fand…
    Irgendwann muss ich da mal wieder hin!

    Lieben Gruß, Midsommarflicka

  • Reply
    Anika
    8. Januar 2014 at 08:01

    Ich war bisher nur einmal vor ca 15 Jahren mit der Schule im Haus der deutschen Geschichte und habe es seit ungefähr zwei Jahren auf meinen „will ich unbedingt mal hin“-Zettel stehen, aber irgendwie war bei mir bisher noch kein Tag verregnet und unverplant genug, um wirklich mal hinzufahren – obwohl Bonn von Düsseldorf aus ja fast ein Katzensprung ist. Dein Artikel hat mir nochmal richtig Lust darauf gemacht und ich werd zusehen, dass einer der nächsten verregneten Wochenendtage ein geschichträchtiger wird ;-)
    danke!

  • Reply
    Naomi {Fräulein Famos}
    11. Januar 2014 at 20:50

    Liebe Bine,
    was für ein schöner Bericht – mit dem du mich daran erinnert hast, dass ich eigentlich auch mal wieder dorthin muss bzw. will.

    Als ich vor ein paar Monaten nach Bonn zog, hatte ich mir vorgenommen, mir das Haus der Geschichte von vorne bis hinten anzusehen, wirklich jedes Exponat anzusehen und jede Tafel zu lesen. So habe ich bei meinem letzten Besuch auch angefangen, hab’s dann aber nur mit Ach und Krach bis zur Gründung der beiden deutschen Staaten geschafft. Dann konnte ich nicht mehr stehen. Auf der Suche nach Erholung hab ich dann, bevor ich schließlich im Kino landete :), den Museumsgarten entdeckt, von dem ich vorher gar nicht wusste, dass es ihn gibt. Interessant, die unterschiedlich angelegten Gärten – vom Selbstversorgergarten der Nachkriegsjahre über den schnieken Garten mit nierenförmigem Pool/Teich und Pergola bis hin zum nüchtern geometrischen Garten mit asiatischen Gewächsen. Wie nun die jeweiligen Vorlieben und „Trends“ mit den gesellschaftlichen Stimmungen, die ja wiederum maßgeblich von politischen Entwicklungen geprägt werden, zusammenhängen können – das ist es das, was mich an Geschichte immer wieder so fasziniert. Wie alles zusammenhängt, sich das große auf das kleine und das kleine auf das große auswirkt.

    Ach, ich glaube, ich fahre morgen hin. Sonntagsausflug – und willkommene Ablenkung von all dem Kram, den ich für die Uni noch machen müsste. Denn bei aller Geschichtsliebe tue ich mich mit der derzeit leider ausschließlich behandelten Antike entsetzlich schwer, da kann eine kleine Erinnerung an das, was mich eigentlich zu diesem Studium bewogen hat, nicht schaden. Ich danke dir für die Inspiration!

    Einen schönen Sonntag (und 12.) wünsche ich dir!
    Liebe Grüße, Naomi

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