Futtern wie bei Muttern, Herzhaftes, Kulinarisches

Die gute alte Rinderroulade oder iss‘ doch, was Du willst!

Ursprünglich diente die Frage Was koche ich heute, morgen, übermorgen? um herauszufinden, welches Gericht ich mal wieder meinen Lieben vorsetzen könnte. Heutzutage hat diese Frage eine ganze andere Dimension, finde ich, denn es geht kaum noch um das Gericht an sich, sondern um Inhaltsstoffe und Herkunft, um Nährwerte und Kalorien!

Ich würde behaupten, dass ich und damit wahrscheinlich viele meiner Leserinnen der Generation Pasta angehören. Während es in meinem Elternhaus, also als ich noch zu Hause wohnte, so in den 80ern und 90ern, verhältnismäßig selten Pasta zu essen gab (und erst Recht nicht Pasta mit Pesto, Salbei-Nuss-Butter, Scampis oder anderem exotischen Beiwerk), gibt es heute bei uns recht häufig Nudelgerichte. Gehacktes mit Nudeln war das Pasta Gericht meiner Kindheit oder, wenn es schnell gehen musste, Ravioli. Viel öfter gab es klassische Gerichte, die meist aus drei Komponenten bestanden. Fleisch, Gemüse, Beilage.rinderroulade was eigenes

Wenn ich heute sage: Es gibt Pasta, dann rufen die Low-Carb-Verfechter: Nein, keine Pasta! Das sind Kohlehydrate pur! Du musst Eiweiß zu Dir nehmen. Okayyy, dann gibt es eben Putenbrust mit knackigem Salat! Was? Putenbrust?, rufen die Vegetarier von der anderen Seite, Fleisch ist ja sowas von ungesund und überhaupt- wie kannst Du Tiere essen? Die armen Tiere. Öhm, naaa gut… dann vielleicht gratinierter Gemüseauflauf mit einer leichten Sahnesoße und geraspelten Käse?… oha, da habe ich aber nicht die Rechnung mit den Veganern gemacht, die, seit dieser Veganer-Guru durch die Medien tingelt, vehement veganes Essen verteidigen. Sahne? Käse? Milch? Pfui Spinne. Von den glutenfrei-Verfechtern will ich jetzt erst gar nicht reden.

Alles gut und schön, aber wenn ich hier mal ganz ehrlich sein darf… und ich darf das, denn das hier ist mein Blog-zu-Hause:

Diese wahnsinns Diskussionen oder dieser Diskussions-Wahnsinn rund ums Essen finde ich aktuell ziemlich ermüdend und geschmacklos! Ich möchte niemanden zu nahe treten, im Gegenteil! Ich find es bewundernswert, wenn jemand ein festes Ziel vor Augen hat, egal, ob es sich dabei um das Organisieren des Alltags, die Kindererziehung, um den Blog, um Sport oder eben die Ernährung dreht, aber ich meine auch: Jeder, wie er/sie mag! Macht, was ihr wollt! Werdet nach Eurer Façon und Eurem Speiseplan glücklich, aber richtet nicht über andere, die anders leben, erziehen, Sport treiben oder essen! Ich esse das, was ich mag und worauf ich Lust habe. Heute einen vegetarischen Gemüseauflauf mit Käse, morgen ein scharf angebratenes Stück Fleisch und übermorgen gibt es Pasta mit Erbsen und Seranoschinken. Schmeckt nämlich super gut.

Ich versuche abwechslungsreich zu kochen und zu essen. Ich mag Fisch, Fleisch, Obst, Gemüse, Joghurt, typisch deutsche Lebensmittel, besonders gerne italienische Rezepte, ich mag indisches Curry, argentinisches Steak und türkische Süßspeisen. Und neulich habe ich mir sogar einen fast-food-Burger reingezogen. Oh la la! Morgen fahre ich zum hiesigen Bauern und kaufe Wirsing aus der Region. So. 

Neulich habe ich Rinderrouladen gekocht und damit kommen wir zum eigentlichen Grund meines Postings :-) Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich Rinderrouladen gemacht! Die gab es früher des öfteren bei meinen Eltern und weil es hier schon so lange nichts mehr aus der Rubrik Futtern wie bei Muttern gab, sondern mehr Pasta oder köstlichen Chicorée-Auflauf, dachte ich: ich breche mal eine Lanze für die gute alte Rinderroulde mit Klößen und Kohlrabi. Ich hatte ziemlichen Respekt vor der Zubereitung, aber das war ja so einfach, ich weiss gar nicht, warum ich mich nicht schon viel eher getraut habe? Wer Lust drauf hat, hier das Rezept:

Zutaten für 4 Personen:

4 dünne Scheiben Rinderrouladen (am besten schon vom Metzger schön dünn klopfen lassen)
Salz & Pfeffer
4 TL Senf
4-8 dünne Scheiben geräucherten Speck
1 große Gewürzgurke
2 Zweibeln
1 EL Mehl
1-2 Möhre
2 Stangen Staudensellerie
4 EL Öl
2 EL Tomatenmark
1/8 Liter Rotwein
400 ml Rinderfond oder -brühe

1.) Die Rouladenscheiben leicht salzen und pfeffern, dünn mit Senf bestreichen und mit Speck belegen. Die Gurke längs in feine Streifen schneiden, eine Zwiebel ganz fein würfeln und beides auf den Speck verteilen. Dann die Rouladen aufrollen und mit Zahnstocher fixieren, oder ein Band darum wickeln, mit Mehl betäuben.
2.) Zweite Zwiebel, Möhren und Sellerie schälen, fein hacken.
3.) Im Schmortopf die Rouladen im Öl scharf anbraten und wieder heraus nehmen
4.) Nun das Gemüse hineingeben und bei mittlerer Hitze anbraten, Tomatenmark, Rotwein und Brühe dazu und alles einmal ordentlich aufkochen. Anschliessend die Rouladen wieder dazugeben.
5.) Das Ganze bei schwacher Hitze mit geschlossenem Deckel ungefähre eine Stunde köcheln… oder in den Ofen schieben und dort weiter brutzeln lassen.
6.) Kurz vor Schluss, wer mag, noch einmal die Rouladen rauss nehmen und einen Löffel Mehl in etwas Wasser einrühren und dann in die Soße geben. Dadurch wird diese etwas sämiger. Muss aber nicht sein.

Parallel den Kohlrabi und die Knödel kochen und dann heisst es Mahlzeit!- bei was auch immer ihr heute esst… low-carb, low-Fett, vegetarisch, veganisch, deftig, fettig,…. lasst es Euch auf jeden Fall schmecken!

Liebe Grüße, Bine

PS.: Kurz nachdem ich diesen Artikel hier schrieb, bin ich zufällig auf diesen (Sind wir nicht alle Andersesser) hier gestoßen und dann auf diesen (Heute gibt es Schichtsalat). Ich unterschreiben nicht alles, was meine Blog-Kollegen geschrieben haben, aber bei den meisten Aussagen kann ich nur noch ein Ausrufezeichen hinzufügen.

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37 Comment

  1. Reply
    Antje.
    10. Februar 2014 at 10:12

    Hallo liebe Bine,
    erstmal einen schönen Wochenstart dir!
    Ich liebe Pasta, bei mir gibts auch ganz ganz viel Nudeln in möglichen Variationen. Aber ich hatte am Wochenende auch riesigen Appetit auf Rinderroulade, die mag ich total gerne. Die wirds dann bei mir wahrscheinlich auch bald mal wieder geben. Mit feinen Thüringer Klößen und gutem Rotkraut. Hm, da läuft mir jetzt schon das Wasser im Mund zusammen!

    Liebe Grüße,

    Antje

  2. Reply
    Birgit
    10. Februar 2014 at 10:20

    Ich bin ganz deiner Meinung und unterschreib deinen Post voll und ganz!

    Liebe Grüsse
    Birgit

  3. Reply
    Stefanie Pichler
    10. Februar 2014 at 10:30

    Hallo Bine,
    Du hast mir ja sowas von aus der Seele gesprochen !!!!!!
    Ich halte es genau wie Du,Es wird gegessen, was schmeckt, und es ist von allem was dabei!
    Man kann es sich einfach nicht mehr anhören: iß dies nicht, kauf das nicht und von diesem lass sowieso die Finger!
    Ich bin auch für eine gesunde Mischkost, die schmecken (und ich meine wirklich schmecken!) soll!
    LG Steffi

  4. Reply
    Ute
    10. Februar 2014 at 10:35

    Lustig. Rinderrouladen hatten wir gestern;-) Und eigentlich ist das Rezept und auch die meisten Bratenrezepte, bei denen man immer glaubt, das sei eine Wissenschaft für sich, ganz einfach zuzubereiten.
    Und ansonsten unterschreibe ich es voll und ganz: Esst, was ihr mögt und möchtet! Allerdings bin ich auch fürs Augen aufhalten, was die Inhaltsstoffe und auch die Nachhaltigkeit von Lebensmitteln angeht;-)
    Liebe Grüße
    Ute
    PS: Bei uns tauschen wir den Kohlrabi lieber durch Rotkohl. Auch supereinfach selbst zu machen.

    1. Reply
      Bine
      10. Februar 2014 at 10:45

      Genau das hatte ich immer gedacht: eine Wissenschaft für sich, diese Braten! :-)
      Wie gerade schon auf Nina geantwortet: natürlich, Augen auf beim Einkaufen!
      GLG Bine
      Rotkohl ist auch seeehr lecker!

  5. Reply
    Nina
    10. Februar 2014 at 10:36

    Liebe Bine,
    Deine Gedanken kann ich sehr gut verstehen, bin ich doch ein Allesfresser und Fast-Alles-Möger. Da geht vom Döner bis zur veganen Kreation viel. Außerdem mag man sich als erwachsener Mensch nicht dauernd belehren oder anders von oben herab behandeln lassen.
    Problematisch wird für mich, und das ohne missionarischen Charakter bitte, dass einen manchmal das Gefühl beschleicht, alles ist verpestet und verseucht, voller Antibiotika, Hormone etc. und wenn das nicht, dann sind die Lebensbedingungen der Tiere, die dieses Nahrungsmittel möglich machen, so unwürdig, dass es einem hochkommt. Aber auch die Menschen, die etwas herstellen, werden teilweise gequält und da vergeht mir der Appetit.
    Wir (das kleine Volk und ich) passen unseren Speiseplan peu à peu an, nicht mit dem Brecheisen, sondern mit Bedacht. Es bleibt dabei: Vieles weiß man nicht und alles wüßte man am liebsten nicht.
    Deine Roulade jedenfalls sieht großartig aus, trau ich mich bis dato auch nicht heran und es gab sie schon viel zu lange nicht.
    Sei herzlich gegrüßt von Nina und genieße eine schöne Woche mit leckerem Essen und auch sonst so.

    1. Reply
      Bine
      10. Februar 2014 at 10:44

      Liebe Nina, da gebe ich Dir Recht… das hätte ich vielleicht noch schreiben müssen:
      ich bin ein Allesesser, aber natürlich versuche auch ich mit Bedacht Lebensmittel auszusuchen!
      Das ist klar wie Kloßbrühe :-) Und ja, manchmal dreht es mir den Magen um, wenn ich erfahre,
      dass dieses und jenes in unserem Essen ist und oftmals will ich es lieber nicht wissen!
      Genieße Du auch Deine Woche!
      GLG Bine

  6. Reply
    Jessica
    10. Februar 2014 at 10:53

    Recht hast du! Jeder so, wie er mag oder leben und leben lassen ;). Niemandem soll etwas aufgezwungen werden und „die“ einzig wahre, perfekte Ernährungsvariante gibt es einfach nicht *find*. Ich halte es da eher so wie du und liebe die Abwechslung – Klassiker aus der Kindheit genauso wie „neue“ Gerichte, mal Fleisch oder Hack, mal gemüselastig…….Deine Rouladen sehen auf jeden Fall verdammt lecker aus :).

    Liebe Grüße,
    Jessica

  7. Reply
    Petra
    10. Februar 2014 at 11:18

    Gut gebrüllt, Löwe! Sprichst mir aus der Seele.
    Den link zum Schichtsalat hätte ich beigefügt, wenn Du ihn nicht erwähnt hättest.
    Lustig: Näh(!)werte *grins* (dritte Zeile) Da sieht man mal wieder, wo noch der Focus liegt :-)
    liebe Grüße, Petra

    1. Reply
      Bine
      10. Februar 2014 at 11:58

      Nähwerte… gacker! Soll ich das jetzt ändern, oder nicht, Petra? :-)
      LG Bine

  8. Reply
    Fee ist mein Name
    10. Februar 2014 at 11:43

    Besonders schwierig an dieser Ernährungsdiskussion finde ich, dass viele Menschen nicht mehr mit Genuss essen können, sondern sich permanent Gedanken ums Essen machen. Das bildet (zumindest im Kleinen) viele Essstörungen aus. Und das finde ich extrem schwierig… In meine Rinderrouladensauce kommen übrigens Knollensellerie und Petersilienwurzel statt Staudensellerie. Ansonsten das Gleiche und auf jeden Fall sehr lecker…

    1. Reply
      Bine
      10. Februar 2014 at 11:58

      Da hast Du Recht, Fee! Wo bleibt da der Genuss, wenn ich
      mir zu viele Gedanken und womöglich einschlechtes Gewissen habe?
      LG Bine

  9. Reply
    Andrea
    10. Februar 2014 at 11:45

    Veganer-Guru? Warum kenne ich den nicht?
    Ich glaube ich kenne sowieso die falschen Leute. Noch nie hat jemand versucht, mich essenstechnisch zu missionieren. Frechheit! :D
    Bei uns gibt es, was wir mögen. Wenn es dann noch halbwegs ausgewogen ist, umso besser. Das Kind könnte nämlich auch schön jeden Tag Nudeln mit Hacksoße und Salat essen ;-)

    Ich finde sowieso: jeder, wie er mag!

    LG Andrea

  10. Reply
    Susanne
    10. Februar 2014 at 12:40

    Hallo Bine,

    sehr schön geschrieben und ich kann deine Ansicht voll und ganz nachvollziehen. Ich mag eigentlich auch fast alles essen, auch sehr gerne Fleisch. Eigentlich. Ginge mir nicht das unendliche Ausbeuten der zum Schlachten vorgesehenen Tiere und die massenhafte Tierhaltung wegen der gnadenlosen Profitgier der entsprechenden Unternehmen so richtig gegen den Strich. Erst neulich habe ich einen Bericht auf Arte gesehen, wonach in den allermeisten Betrieben so viel Antibiotika den Tieren verabreicht wird, dass das Fleisch schon massenhaft verseucht ist mit resistenten Keimen und das Risiko immer höher wird, sich daran MRSA-Infektionen zuzuziehen.

    Aber andererseits ist ja schon so gut wie jedes Lebensmittel voll mit irgendwelchen schädlichen Substanzen und trotzdem werden wir immer älter und älter.

    Daher möchte ich aus dem Ernährungsthema auch keinesfalls eine Religion machen, aber ich bin doch auch der Ansicht, dass jeder Mensch in unserer westlichen Welt, in der es alles im Überluss gibt doch ein bisschen mitdenken darf und muss. Ist ja auch schlimm, dass von den Krankenkassen haufenweise Ernährungstherapien bezahlt werden, aber wenn ich mal ein Loch im Zahn habe, darf ich schön selbst blechen.

    Auf jeden Fall hoffe ich, dass die Rouladen so lecker waren, wie sie aussehen!

    LG
    Susanne

    1. Reply
      Bine
      10. Februar 2014 at 13:55

      Ja, die Rouladen waren wirklich köstlich!
      Du hast völlig Recht: wir sollen und müssen mitdenken und mit Bedacht
      einkaufen, gerade weil es so viele Auswahlmöglichkeiten bei uns gibt!
      GLG Bine

  11. Reply
    HAMBURGissimo
    10. Februar 2014 at 13:10

    Du sprichst mir sooo aus der Seele!!! Danke dafür! :-)

    LG Andrea

    1. Reply
      Bine
      10. Februar 2014 at 13:52

      Dafür nicht! ;-)
      GLG Bine

  12. Reply
    stefi_licious :)
    10. Februar 2014 at 13:26

    was für ein schöner post! :)
    soll doch jeder essen, was ihm schmeckt. ich selbst gehöre zu den pescetariern – das sind die vegetarier, die noch fisch essen. und ich lebe mit einem alles-futterer zusammen, der aber, weil ich meistens koche, so gut wie kein fleisch serviert bekommt. er isst es dann mit hochgenuss ausser haus. ab und an mache ich ihm aber auch ein steak oder so. da muss ich mich zwar schon etwas zusammen reißen, weil ich das nicht so angenehm finde, aber wenn er das mag – warum nicht?
    was ich bei den ernährungsdiskussionen nicht mag, sind diese extremen einstellungen. damit kann ich nix anfangen. und leute, die mich zu einem essen bekehren wollen, gehen gar nicht. auf allen seiten ein bisschen toleranz für das gegenüber und schon haben alle spass. und das gilt ja nicht nur für’s essen, oder?
    herzliche grüße
    die frau s.

    1. Reply
      Bine
      10. Februar 2014 at 13:52

      Frau S., das stimmt alles und ich ziehe meinen Hut, dass Du Steak für den Liebsten
      brätst! Ehrlich! Meiner isst keinen Fisch. ;-) Also bekommt er auch keinen, aber ich
      verzichte nicht darauf. Ganz einfach.
      Toleranz ist das Stichwort!
      GLG Bine

    2. Reply
      Kathrin
      10. Februar 2014 at 16:56

      Da geht die Liebe tatsächlich durch den Magen ;) Finde ich toll, dass du deinem Mann ab und an ein Steak in die Pfanne haust und ihn nicht zum Pescetarier (das Wort landet nun in meiner Liste, denn ich kannte es noch nicht) umerziehst.

  13. Reply
    Sissi
    10. Februar 2014 at 14:11

    Was für ein klasse Post! Oft von mir gedacht aber nie geäußert. Die Ernährungstechnischen Posts sind mir auch schon öfters aufgefallen, wobei ich mich fragt was die eigentlich für Probleme haben mit dem Essen. Muss man jedem Trend folgen? Kann man nicht einfach ein Salamibrot essen weils einen glücklich macht? Meinst du der Storch fragt sich groß ob der Frosch gevespert werden will? Oder fragen wir die Weizen Ähre ob wir sie zermahlen dürfen?
    Ich hab mir in meinem Leben schon so viel Mist anhören müssen was ich essen darf und was nicht, das ich beim Einkaufen zeitweise hätte heulen können. Nein ich zwinge mich nicht mehr dazu Joghurt zu essen! Und wehe jemand fängt nochmal an vor mir über Roibuschtee zu philosophieren. Essen ist schön, Essen ist individuell, Essen macht Freude. Und ja ich mag Rouladen gefüllt mit Senf, Speck, Zwiebeln und Sauren Gurken!
    Ein Lob an die alte deutsche Hausmannskost.

    Gl genüssliche Grüsse von Sissi

  14. Reply
    papatya
    10. Februar 2014 at 14:26

    Hallo Bine,
    Ich finde es toll, dass du türkische Süßspeisen magst. Ich auch!!! Am liebsten esse ich Pistazien Baklava mit Kaffee schwarz. Lecker!
    Recht hast du. Jeder soll das kochen und essen was er mag. Punkt.
    Liebe Grüße
    Papatya

  15. Reply
    strickprinzessin
    10. Februar 2014 at 16:03

    Sehr schön,
    soll doch jeder essen was er will. Mancher hat leider das Pech gegen Gluten allergisch zu sein, was ich echt als nervig bezeichnen kann. Wenn dann noch das Ei dazukommt, kannste jede Kaffetafel knicken :(. Ziehmlich Spaßlos, deshalb dürfen aber alle um mich herum trotzdem noch Kuchen essen und wenn es bei uns zu Hause Pasta gibt, essen alle normal und ich eben Glutenfrei ;).
    hG Melanie

  16. Reply
    Kathrin
    10. Februar 2014 at 16:54

    Jeder kocht wie es ihm schmeckt ;) Dein Post spricht mir aus der Seele, denn diese Diskussion gibt es viel zu oft…ich koche gerne Pasta in allen Variationen, mag Gehacktes in jeder Soße und es wird irgendwie nie langweilig, denn das Gemüse und die Gewürze variieren doch arg ;) Und ganz manchmal koche ich mit Fleischersatz…nicht weil ich weniger Fleisch essen will, sondern weil Sojageschnetzteltes oder Bolognese aus Sojagranulat mir gut schmeckt.

    Rouladen hab ich noch nie gemacht, so etwas wünsch ich mir bei Muttern…denn besser als sie kann ich es sicher nicht.

    Dann koch mal schön weiter nach deinem Dünken und deinen Vorlieben. Manchmal sollte man einfach das tun, wie man es macht ohne groß darüber zu reden…denn andere machen es besser (meinen sie ;) )

    Liebe Grüsse
    Kathrin

  17. Reply
    arctopholos
    10. Februar 2014 at 17:50

    Hallo Bine,

    DANKE!!!

    Für die Rinderroulade nach altem Rezept und vor allem für Deine Worte!!!
    Es nervt wirklich, wenn andere einem vorschreiben wollen, was man essen soll. Ich möchte den Vegan-Vegetarier mal sehen, wenn ich sage, er solle sich doch mal ein ordentliches Stück Fleisch in die Pfanne hauen (was ich natürlich nie tun würde, weil mir egal ist, was er/sie isst). Das ordentliche, in die Pfanne gehauene Stück Fleisch bin dann vermutlich ich … ;o)

    Du hast sooo Recht, jeder sollte essen dürfen, was ihm schmeckt!!! Wer braucht schon Besserwisserprediger für alle Lebenslagen …
    Habe ich schon erwähnt, dass ich Rinderroulade liebe? Aber ich habe sie auch noch nie selbst gemacht. Nur meine Mutter früher … vermutlich nach dem gleichen Rezept … klingt zumindest so … :o))

    GLG
    Helga

  18. Reply
    Sabine
    10. Februar 2014 at 19:22

    Hihi! Bei den Kommentaren zu diesem „Lasst doch alle essen, was ihnen schmeckt“-Artikel zeigt sich dann aber doch, dass die meisten doch die eine oder andere Einschränkung machen, à la „… aber nur, wenn das Fleisch von einigermaßen artgerechten Tieren kommt“ oder „… aber nur, wenn nicht alles mit Pestiziden/Antibiotika verseucht ist“. Ein bisschen lustig ist das schon – aber auch ein bisschen traurig. Denn mir geht es ja genauso: Ich esse eigentlich mit Genuss, und zwar grundsätzlich erst mal alles. Aber mit der Zeit schleichen sich trotzdem immer mehr Einschränkungen ein: keine Gänsestopfleber, da Tierquälerei. Nur Biofleisch (Tierwohl und Nachhaltigkeit), und auch davon immer weniger – wegen Welthunger und Klima. Möglichst keine Schokolade aus Kakao, der mit Kindersklavenarbeit angebaut wurde … und so weiter und so fort.
    Vielleicht ist das „Problem“, dass wir einfach zu viel wissen. So richtig zurück zum unschuldigen Nur-Genießen können die meisten nicht. Und selbst bei denen, die’s können, gibt es dann doch immer welche, die scheel auf den Teller gucken und sagen: „So was isst du?“ Oder irgendeine fiese Dokumentation verdirbt dann doch den Appetit. Ich glaube, die wenigsten Menschen entkommen dem vollständig.
    Was ja nicht heißt, dass Genuss unmöglich wird. Die Rouladen sehen toll aus!

    1. Reply
      Sabine
      10. Februar 2014 at 20:01

      äh … „artgerecht gehaltenen Tieren“ meinte ich natürlich!

  19. Reply
    die.waschkueche
    10. Februar 2014 at 20:05

    Oute mich als TOTALER Rinderrouladenfan. Allerdings in der Variante mit Klößen und Rotkohl, ohne Gürkchen oder Hack innedrin. Zu dem anderen angesprochenen Thema … „Missionare“ jeglicher Coleur gabs ja immer schon. Einige sind/waren sehr erfolgreich mit der Verkündigung ihrer frohen Botschaft, andere eher weniger, aber eins ist gewiß, sie kommen und sie gehen auch wieder. ;)

    LG Doris

  20. Reply
    Brigitte Köhler
    10. Februar 2014 at 20:45

    Hallo Bine
    Wie scheinen der selben Altersklasse zu entspringen, den dein Kindheitserinnerung bezüglich Essen und die weitere Entwicklung decken sich mit meinen Erfahrungen :-). Ich stimme dir auch zu bei deinem Fazit.
    Schön bei dir „reinlesen zu können“. Ich mag deinen Schreibstil.
    Liebe Grüsse
    Brigitte

  21. Reply
    Dany
    10. Februar 2014 at 21:50

    Du spricht mir aus der Seele. Meine Tochter und ich ernähren uns hauptsächlich Vegetarisch. Aber nicht aus hundertprozentiger Überzeugung. Sondern weil wir unterhalb det Woche zu zweit sind und ich Fleisch nicht immer brauch und sie mag einfach nicht so gerne Fleisch. Nur Hähnchen in alle Variationen. Und sie versteht langsam was „Fleisch“ ist. Das macht sie im Moment sehr nachdenklich!
    Und an Rindsrouladen habe ich mich noch nie getraut… Die können nie so gut werden wie bei Oma. :) glg Dany

  22. Reply
    Carolin
    10. Februar 2014 at 22:22

    Da musste ich jetzt wirklich mal lachen: Rinderrouladen wollte ich schon immer mal machen. Hat sich aber irgendwie nie ergeben. Vor ca. 4 Wochen gab ich mich das erste Mal ran getraut. Ohne Rezept, ich koche meistens ohne Rezept, wenn ich etwas schon mal gegessen habe, versuche ich es einfach so. Jetzt war das ganze so lecker, dass wir das seit dem schon drei Mal gegessen haben, auch heute. Ich mach sie übrigens im Schnellkochtopf, für den ich mich auch seit einiger Zeit schwer begeistern kann und ich jahrelang ignoriert habe.
    Danke für den schönen Artikel

  23. Reply
    Iris Uhde
    11. Februar 2014 at 06:29

    Hallo!
    Ich finde deinen Beitrag toll. Aber wen du aus Stuttgart kommst,gehst du auch mit Rouladen nich von Pasta weg.Am besten mit selber gemachten Spätzle oder mit guten Nudeln,bei Feiern noch Kartoffelsalat(ohne Maijo) und Grünen Salat.. Das gilt auch für Braten und z.B Wieldgoulasch…
    Gruß Iris!

  24. Reply
    Ute
    11. Februar 2014 at 08:40

    :)
    Ich liebe Rinderrouladen und die sind (neben Gulasch) der Grund, dass ich einen Schnellkochtopf habe. Meine Mama hat beides nämlich auch im Schnellkochtopf zubereitet und ich habe Ihre Rezepte übernommen.
    Das Rezept für die Rouladen ist fast identisch mit Deinem – ich nehme mittlerweile allerdings keine Speckscheiben, sondern Schinkenwürfel. LECKER!

    Über Deine Worte bin ich sehr froh- fasst für mich zusammen, was mir oftmals so durch den Kopf geht, wenn ich in einigen Diskussionen querlese…

    Also, immer schön „Guten Appetit“ bei dem, was einem schmeckt!

  25. Reply
    Kathi
    11. Februar 2014 at 09:28

    Du sprichst mir aus der Seele! Es ist in der Tat ziemlich mühsam, wenn andere einem das Ultimative aufs Aug drücken wollen. Vor allem, weil ich mich dann gleich mal selbst hinterfrage. Obwohl ich fleißig dran bin, das zu ändern und mich da keinesfalls mehr beeinflussen lassen will … Weil allen kann man’s ohnehin nicht recht machen … :-)
    Und zu deinen Rindsrouladen: Find ich super, dass du das Rezept gepostet hast, weil ich schon seit drei Wochen überlege, mich da auch mal drüber zu trauen, ich aber immer dachte, es ist mir zu kompliziert. Mit deinem Rezept sollt’s aber auch ich schaffen! :-)) Danke! Lieben Gruß, Kathi

  26. Reply
    Theresa
    11. Februar 2014 at 12:09

    Liebe Bine,
    ich bin auch immer wieder fasziniert, wie hochemotional das Thema Essen ist und permanent diskutiert wird. Da finde ich einen Blogpost wie den deinen wunderbar erfrischend und bin ganz deiner Meinung!
    Rinderrouladen sind bei mir auch so ein typisches Kindheitsgericht – mit Thüringer Klößen und Rotkohl. Komisch, ich habe mich auch noch nie daran gewagt, sie einmal selbst zu kochen, es wird wohl Zeit!
    Liebe Grüße und vielen Dank, Theresa

  27. Reply
    Wonderful Pieces
    11. Februar 2014 at 20:25

    Hallo Bine,

    ich seh das genauso. Jeder soll doch das essen, was er mag und was er für richtig hält. Ich versuche auch möglichst abwechslungsreich zu kochen. Dennoch gehöre ich auch der „Generation Pasta“ an. Mein Vater dagegen isst am liebsten Kartoffeln als Beilage, das war eben früher so und es gab nicht viel anderes in der DDR. Unter der Woche gibt es bei uns auch oft schnelle Gerichte, aber am Wochenende dann auch oft ganz klassisch Fleisch, Beilage und Gemüse. Z. b. auch Rinderrouladen :-) Und ja, so schwer sind die wirklich nicht ;-)

    Dir einen schönen Abend! Lg Nicole

  28. Reply
    Conny
    7. April 2014 at 11:11

    Hi! :) Hm ich liebe Rindsrouladen und mache sie selbst auch gerne!! Erinnern einen so schön an die Kindheit!
    Liebe Grüße

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