DIY: Macadamia Body Scrub

(Werbung) Heute geht es hier um ein Thema, welches ich auf waseigenes noch nie behandelt habe: Beautyprodukte (die früher mal Pflegeprodukte oder so hießen). Es heißt ja auch nicht mehr Mode oder Klamotten, sondern Fashion! Klamottenblogger würde sich auch komisch anhören. Ich lese Fashion- oder Beautyblogs selten bis gar nicht. Ich trage das, was mir gefällt, was mir beim Einkaufen… äh Shoppen! über den Weg läuft oder, wozu mich Freundinnen inspirieren. Beautyprodukte, bzw. Drogerien und Parfümerien üben jedoch eine große Anziehungskraft auf mich aus. Das könnte daran liegen, dass eine Gesichtscreme keine Konfektionsgröße hat und immer passt, was man von Jeans nicht behaupten kann.

Meistens kaufe ich dort aber doch das,  was ich immer kaufe; Standardprodukte: Gesichtscreme, Faltencreme (die Hoffnung stirbt zuletzt!), Shampoo und Duschgel. Hin und wieder muss es aber auch mal was Neues sein. Zum Beispiel ein Nagelhautpflegestift, der spätestens nach zwei Wochen spurlos verschwindet. Oder ein Haaröl, welches man ohne auszuwaschen, einfach in die Haare schmieren kann, wovon sie dann seidig und glänzend schön werden; das verschwindet irgendwann ganz hinten im Schrank.

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Oder Körpercremes, die dann monatelang im Badezimmer stehen, nach jedem Duschen kurz ins Visier genommen und dann doch ignoriert werden. Das Eincremen dauert mir immer zu lange und dann klebt man am ganzen Körper und danach klebt die Jeans an der Creme und die Hände sind glitschig. Nä! Vor einigen Wochen gab ich mir selbst einen Ruck und cremte mich von oben bis unten mit Kokoscreme ein, rannte danach fünf Minuten durch die Zimmer, bis alles eingezogen war, fühlte mich fantastisch und fuhr danach zum Rewe.

An der Wursttheke standen fünf Kunden, zwei ältere Damen und drei Herren. Ich lies gerade meinen Blick über das Angebot schweifen und überlegte, was es heute und morgen zu essen geben würde, als die Verkäuferin  quer über die Theke rief: „Wer riecht denn hier so lecker nach Kokos?“. Klar, dass sich die versammelte Kundschaft sofort zu mir drehte und mich anglotzte. Ich wäre am liebsten im Boden versunken wäre. Gott, war mir das peinlich! Ich hatte danach zwar eine nette Unterhaltung mit der Verkäuferin über duftende Körpercremes, aber seitdem steht die Kokoscreme im Badezimmer und wird nach jedem Duschgang ignoriert.

Den Effekt des Eincremens kann man aber nicht wegdiskutieren. Natürlich fühlt sich die Haut besser an, wenn sie ein bisschen Feuchtigkeit oder Öl oder sowas bekommt. Als ich vor einigen Tagen Australische Macadamias- die Königinnen der Nüsse–  zugeschickt bekam, erinnerte ich mich an ein ganz tolles Lavendelpeeling, welches ich vor zwei Jahren von meiner Freundin geschenkt bekam. Das ist mittlerweile leer, denn so ein Peeling ist genau das richtige für mich. Zack zack unter der Dusche damit der trockenen Haut was Gutes tun, abduschen, abtrocknen, anziehen, fertig!

Statt die köstlichen Macadamias in Kuchen, Törtchen oder zu einem herzhaften Gericht zu verarbeiten, machte ich daraus ein Peeling. Folgende Zutaten habe ich verwendet:

Macadamia Body Scrub:
Meersalz, ca. 100 g
Australische Macadamias, gekrümelt, ca 50 g
Honig
Öl

Zunächst habe ich die Macadamias in einen Frühstücksbeutel gesteckt und mit dem Nudelholz zerkleinert. Danach habe ich sie mit dem Salz gut vermischt und anschliessend abwechselnd Öl und Honig teelöffelweise hinzugefügt, bis eine feste, aber nicht zu matschige Masse entstanden ist.

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So ein Peeling hat den Vorteil, dass es zum einen die abgestorbenen Hautschüppchen abschleift und gleichzeitig, dank Öl, Honig und den vielen Fettsäuren, die die Nuss an sich schon mitbringt, schön weich macht. Statt Salz kann man auch Zucker verwenden. Das bietet sich an, wenn man z.B. kleine Risse in der Nagelhaut hat (wo war nochmal der Pflegestift?!). Wenn da Salz rein kommt, das tut weh!  Wer mag, fügt noch Aromaöle hinzu, damit das ganze duftet und riecht. Ich habe darauf verzichtet, weil ich ungern an der Wurstteheke nochmal im Rampenlicht stehen wollte.

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Als großer Nuss-Fan, musste ich mir beim Herstellen des Body Scrubs verbieten, nicht dauernd eine Nuss in den Mund zu schieben. Lecker, diese knackig zarten Nüsse. Aus den restlichen Macadamias möchte ich deswegen gerne etwas machen, was man essen kann. Cupcakes oder einen Kuchen. Habt Ihr dafür Rezeptideen?

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Wer die Königinnen der Nüsse lieber zum Peeling verarbeiten mag: auf meinem Pinterest Board habe ich noch viele weitere Körperpeeling-Ideen gesammelt. Zum Beispiel mit Kaffee oder Espresso, Limette oder Aprikose.

Ich wünsche Euch viel Freude beim Nachmachen und schrubbeln!
Liebe Grüße, Bine

PS: Den Namen hat diese Nuss übrigens vom deutschen Botaniker und Wissenschaftler Ferdinand von Müller, der sie 1857 fand, beschrieb und dokumentierte. Er benannte sie nach seinem Kollegen Dr. John MacAdam -> Macadamia. Man lernt ja nie aus! Wenn Ihr mehr über die Macadamia-Nuss erfahren möchtet schaut mal auf dem Blog von Australian Macadamias vorbei. Ich werde mich dort auch nochmal nach Rezepten umschauen.

Anleitung, D.I.Y.
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16 Kommentare

  • Reply
    Janina W
    27. Oktober 2015 at 07:48

    Hach schön geschrieben, ich bin da genauso gestrickt wie du ;-) Danke für die Anleitung des Peelings, das probiere ich gerne mal aus. Geht ja einfach und schnell, auch bei der Anwendung :-)

  • Reply
    Kathrin
    27. Oktober 2015 at 08:53

    Danke für den Lacher am frühen Morgen. Die Geschichte an der Wursttheke ist herrlich…aber die im Gegensatz zu Jeans immer passenden Cremes…ich kann nicht mehr :-D

    Mir gehts mit Cremes wie die. Das Warten, das babbische Gefühl…aber Peelings ab und an müssen sein.

    Werd mich glaub ich tatsächlich mal an dein Rezept wagen…und zwar mit Zucker statt Salz, ich brauch auch nen Nagelhautpflegestift ;)

    Liebe Grüße

  • Reply
    Luzerne
    27. Oktober 2015 at 09:29

    Ich liebe Creme :-) und im Gegensatz zu dir liebe ich sie auch am Körper, und besonders wenn sie lange danach noch gut riecht.
    Würdest du mir vielleicht verraten was das für eine Kokoscreme war, die du da benutzt hattest?
    Viele Grüße,
    Luzerne

    • Reply
      Bine [waseigenes]
      27. Oktober 2015 at 10:55

      Klaro: Bale Bodycream Kokos & Vanille. Riecht lecker, aber auch sehr intensiv! :-)

  • Reply
    Kindderachtziger
    27. Oktober 2015 at 09:40

    Hallo Sabine,

    bei deiner Kokos-Geschichte musste ich wahrlich schmunzeln, auch wenn ich sehr gut verstehen kann, wie du dich gefühlt haben musst. Habe im Sommer mal eine Lotion mit Erdbeerduft verwendet und mir von der gleichen Marke kürzlich „Apfelkuchen“ zugelegt. Der intensive Erdbeergeruch ist dem Liebsten so im Gedächtnis geblieben, dass er auch die neue Creme als “ die mit Erdbeer“ bezeichnet. Glücklicherweise pflege ich mich damit nur abends, wenn alle Erledigungen gemacht sind. Sonst hätte mir ähnliches passieren können, ist ja spannend, wie aufmerksam manche Leute doch sind (oder vorlaut).

    Peelings liebe ich, habe nur noch nie selbst eins gemacht. Lese da immer mal wieder von, traue mich dann aber doch nicht heran. Aber das Nüsse naschen könnte mich motivieren ;)

    Viele liebe Grüße, Silke

  • Reply
    Marion
    27. Oktober 2015 at 10:14

    Herrlich dein Kokoserlebnis!
    Dieser Duft kann einfach nicht ignoriert werden!
    Ich liebe ihn auch, obwohl, in Cremeform hab ich ihn noch nicht getestet…
    Danke für das Macadamiarezept!

    Liebe Grüße
    Marion

  • Reply
    Sabine K.
    27. Oktober 2015 at 12:57

    Ich liebe selbst gemachte Peelings <3 Ist seit nunmehr 10 Jahren ein Dauerbrenner. Meins besteht (vorzugsweise) aus Vanille-Mandelöl (ganz easy: Vanilleschoten einritzen in eine Flasche mit Mandelöl stecken (ich nehm meistens 3 bis 4, Madagaskar-Vanille) und erst mal wochenlang vergessen. Irgendwann die Vanillekörnchen abseihen, wenn man will, ansonsten halt wie folgt) Rohrohrzucker, Honig, fertig :) Die Mengen richten sich danach, wieviel man will und welche Konsistenz man möchte. Der Duft ist unschlagbar. Wahrscheinlich ähnlich, wie das mit dem Kokos :)

    Ansonsten freu ich mich immer wieder, wenn ich auf Blogs sowas entdecke :) in meinem Bekanntenkreis werde ich immer noch von manchen scheel angeguckt, wenn ich sage, dass ich nur noch handgesiedete Seife (nicht von mir!) oder selbst gerührte Badezusätze etc. benutze.

    Viel Spaß mit dem Peeling und den Nüssen, ich mag die auch sehr!

    Liebe Grüße
    Bine

  • Reply
    Sputnik
    27. Oktober 2015 at 13:16

    Hallo Bine,
    tolles Rezept. Und da muss ich gestehen, bin ich ganz und gar Mädchen. Body Lotion, Augencreme, Fußbutter, Handcreme….. Da könnte ich stundenlang durch die Geschäfte laufen. Muss nicht immer teuer sein, aber schön riechen sollte es schon. Nagelhauspfelgestifte habe ich mind. 2 in jeder Handtasche .
    Wie der Name schon sagt, ist die Macadamia als Königin der Nüsse auch sehr teuer und ein Peeling daraus ist genau das Richtige um sich selbst mal wieder so richtig was Gutes zu tun.
    Danke dafür ;-)

  • Reply
    DIY: Macadamia Body Scrub | Australian Macadamias Deutschland Blog
    27. Oktober 2015 at 14:56

    […] Die genaueren Zubereitungsschritte sowie weitere Tipps findet ihr auf Bines Blog was eigenes. […]

  • Reply
    Tulpentag
    28. Oktober 2015 at 08:03

    Was für eine schöne Idee!! :) Ich mache leider viel zu selten Peelings und Eincremen vergesse ich ganz oft oder bin zu faul dazu. Erst wenn meine Haut sich beschwert, kram ich die Bodylotion wieder vor. Ich liebe es übrigens total, wenn Cremes intensiv fruchtig riechen. Mhhh :) Aber fände es auch unangenehm, im Rewe deswegen angesprochen zu werden :)
    Lieben Gruß,
    Jenny

  • Reply
    Anja
    31. Oktober 2015 at 17:59

    Klasse und so toll geschrieben – ja ich kann da voll und ganz zustimmen, mit dem Eincremen das ist schon so eine Last, aber jetzt im Winter für meine Haut ein absolutes muss – stöööhn. Aber ich werde auf alle Fälle mal so ein Peeling probieren, bin ich doch mit sehr empfindlicher Haut „gestraft“.
    Liebe Grüße Anja

  • Reply
    Monthly Loves in: Octoberflotteliselotte
    3. November 2015 at 10:11

    […] wunderbares Beauty-DIY: Macadamia Body Scrub, wer hat’s schon probiert? Vier Zutaten, mixen und […]

  • Reply
    Christine
    6. November 2015 at 11:45

    Ich kann deine Abneigung gegen Cremes die ewig brauchen um einzuziehen und klebrig sind gut verstehen. Deshalb creme ich mich auch nach dem Duschen immer so ungerne ein auch wenn genug Creme im Schrank steht. Diesen Sommer habe ich dann mal diese In-Dusch Bodymilk von Nivea ausprobiert. Am Anfang war ich sehr skeptisch, wie sollte das den funktionieren? Sich noch nass in der Dusche eincremen und dann nochmal abduschen und fertig?? Dann wäscht man die Creme doch wieder ab dachte ich mir. Aber es funktioniert tatsächlich wunderbar. Man duscht ganz normal und cremt sich dann vor dem abtrocknen ein, noch mal kurz abduschen, abtrocknen und fertig. Die Haut fühlt sich wunderschön gepflegt an ist aber nicht klebrig und man kann sich sofort anziehen ohne in der Jeans kleben zu bleiben.

    LG Christine

  • Reply
    Anni
    8. November 2015 at 11:32

    Halli hallo! Ich spiele mit dem Gedanken das Peeling meinen Freundinnen zu Weihnachten zu schenken. Kannst du etwa sagen, wie lange das haltbar ist? Vielen lieben Dank, Anni

    • Reply
      Bine [waseigenes]
      9. November 2015 at 09:00

      Oh nein- Anni, das kann ich leider nicht.
      Habe meines recht schnell aufgebraucht.
      Tut mir leid. LG Bine

  • Reply
    Julena Roth
    26. Februar 2016 at 08:52

    Hallo,
    wenn du auf Naturkosmetik stehst, kann ich dir diesen Lippenbalsam empfehlen, den eine liebe Freundin von mir regelmäßig herstellt – ich liebe ihn :-)!
    Alles Liebe
    Julena
    https://julenaroth.wordpress.com/2015/04/20/diy-lippenbalsam-naturkosmetik-selber-machen/

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