Rezept: Amerikaner mit Clownsgesichtern
Gebackenes Karneval

Dreimol Kölle Alaaf! Wir backen heute Amerikaner und verpassen ihnen Clownsgesichter mit Zuckerguss!

29. Januar 2016

Es ist Karneval im Rheinland und Fasching in Süddeutschland und die Norddeutschen schauen weg. Kleiner Spass. Was essen wir an Karneval? Na klar, Fettgebackenes, Krapfen, Berliner und Muuzemandeln. 2012 habe ich kleine Quarkbällchen in einen Topf mit heißem Fett geworfen, dieses Jahr habe ich Amerikaner gebacken und mich anschliessend mit Zuckerguss und Spritztülle über sie her gemacht.

Rezept | Amerikaner | Zuckerguss- Clownsgesichter | Karneval | waseigenes.com
Die Dinger sind süß, süßer, noch süßer- aber das ist an Karneval egal und auch erwünscht. Erst ’ne Fricko mit Senf, dann ein süßes Teilchen, danach eine Handvoll Chips, dazwischen ein paar Kamelle von der Strasse und dann fangen wir wieder von vorne an. Dazu wird Kölsch kredenzt, was ich meist dankend ablehne. Bier ist nicht mein Ding. Lieber ein Sektchen oder einfach eine Cola. Wir müssen in der nächsten Woche so viel es geht zu uns nehmen, denn danach beginnt schliesslich die Fastenzeit. Also, rein damit! Man kann sich auch alles schön reden.

Rezept | Amerikaner | Zuckerguss- Clownsgesichter | Karneval | waseigenes.com

Zu allererst fangen wir mit den Amerikanern an. Das geht so:

130 g Butter (zimmerwarm)
100 g Zucker
1 TL Vanillezucker
1 Prise Salz
2 Eier
1 Päckchen Vanille Puddingpulver (zum Kochen)
250 g Mehl
3 TL Backpulver
50 ml Milch

Butter, Zucker, Vanillezucker und die Prise Salz mit dem Mixer schaumig schlagen. Eier nach und nach hinzufügen und auf höchster Stufe daruntermixen.

Puddingpulver, Mehl und Backpulver in einer anderen Schüssel mischen. Abwechselnd die Mehlmischung und die Milch zur Eiermischung dazugeben und weiterrühren, bis alles gut vermengt ist.

Danach den Teig in eine Spritztüte füllen. Ich nutze dafür Einweg-Plastiktüten und schneide unten einfach die Spitze ab. Jahaaa… ich weiss, Plastik ist Driss, aber es geht um’s Essen! Ums Essen! Ausnahme.

Wer es ganz genau machen möchte, der geht folgendermassen vor: Sucht Euch einen runden Gegenstand. Eine Espressotasse oder so was, Durchmesser ca. 4-6 cm. Zeichnet dann mit einem Bleistift und der Espressotasse Kreise auf’s Backpapier. Lasst zwischen den einzelnen Kreisen genügend Abstand. Dann spritzt Ihr den Teig in den Kreis. Somit werden Eure Amerikaner fast alle gleich gross.

Während sie bei 175° Grad Umluft ca. 15- 18 Minuten backen, kümmern wir uns um den Zuckerguss.

Rezept | Amerikaner | Zuckerguss- Clownsgesichter | Karneval | waseigenes.com

Rezept | Amerikaner | Zuckerguss- Clownsgesichter | Karneval | waseigenes.com

Ich habe etwas zu viel gemacht, aber bevor ich jetzt falsch runterrechne, schreibe ich Euch mein Rezept auf. Den Rest könnt Ihr pur löffeln. Oder auf’s Brot schmieren. Oder was weiss ich.

1.000 g Puderzucker
5 Eiweiß
1 – 2 TL Weinstein Backpulver (gibt es im Reformhaus, im Drogeriemarkt, vielleicht auch im Lebensmittelgeschäft. Ich habe es bei DM von Alnatura gekauft)

Diese Zutaten mixt Ihr- am besten mit der Küchenmaschine- so lange, bis eine recht feste und schön weisse Masse entsteht. Diese Zuckergussmasse habe ich dann auf fünf Schälchen verteilt und Lebensmittelfarben und Wasser untergehoben.

Rezept | Amerikaner | Zuckerguss- Clownsgesichter | Karneval | waseigenes.com

Beim Verzieren, bzw. Anrühren der einzelnen Farben, bin ich folgendermassen vorgegangen:

Pink: damit wollte ich die meisten Amerikaner komplett überziehen. Der Zuckerguss sollte deswegen etwas flüssiger sein. Deshalb habe ich in dieses Schälchen eine Messerspitze Lebensmittelfarbe und ca. 4-6 TL Wasser gegeben. Der Zuckerguss tropfte dickflüssig vom Löffel.

Rosa: damit wollte ich u.a. die Umrandung auf die Amerikaner spritzen. Also habe ich Lebensmittelfarben und nur 2-3 TL Wasser hinzugefügt. Der Zuckerguss tropft nicht, sondern plumpst eher vom Löffel.

Weiss: Zwei Schüsseln. Einmal etwas flüssiger -> 4-6 TL Wasser; einmal etwas fester (zum Aufspritzen von Umrandung und Gesicht) -> ca. 2-3 TL Wasser.

(Könnt Ihr mir folgen?)

Braun: Hier habe ich keine Lebensmittelfarbe zum Zuckerguss hinzugefügt, sondern einfach braunen Backkakao. Da auch diese Masse für größere Flächen gedacht war, habe ich wieder 4-6 TL Wasser hinzugefügt. Und wieder Kakao, und wieder Wasser… so lange, bis der Zuckerguss schwer vom Löffel tropfte. Nicht plumpste!

Danach habe ich die festeren Massen in die Spritztüten gestrichen und mit dem Verzieren begonnen. Zunächst die Umrandung aufgespritzt, dann mit einem kleinen Stäbchen den kompletten Amerikaner (pink oder weiss) ausgefüllt, danach mit rosa oder weiss Gesichter, Punkte, Herzen aufgespritzt.

Hört sich kompliziert an, ist es aber nicht! Solltet Ihr in ein Schälchen zu viel Wasser geben- kein Problem! Einfach etwas Puderzucker mit einem kleinen Sieb hinzugeben und schon wird die Masse wieder fester.

Rezept | Amerikaner | Zuckerguss- Clownsgesichter | Karneval | waseigenes.com

Rezept | Amerikaner | Zuckerguss- Clownsgesichter | Karneval | waseigenes.com

Am nächsten Tag war der Zuckerguss, der eigentlich weniger Guss- mehr Masse ist, richtig fest und knackte beim Daraufbeißen. Ich mag das. Wer gar keine Lust zum Verzieren hat, sondern die Amerikaner nur mit Zuckerguss überziehen mag, der mixe einfach Puderzucker mit Wasser und einem Schuss Zitronensaft.

Viel Freude beim Backen und Ausprobieren, Verzieren und Essen! Und allen Kindern, die heute Zeugnisse bekommen: toi toi toi!
Dreimol Kölle Alaaf, Bine

PS. Ich bedanke mich für Eure vielen Kommentare zum gestrigen Mut zur Lücke-Post! Ich habe alle gelesen- so zwischen Tür und Angel, zwischen Stoffe kaufen bei Stoff und Stil, Fahrdienst zur Tennishalle, Einkaufen und Elternstammtisch. Ich werde sie später nochmal in Ruhe lesen und beantworten.

8 Comments

  • Reply ONe moment 29. Januar 2016 at 09:21

    Oh weh die Zeugnisse. Ich erinnere mich noch gut an meine Schulzeit – aber meine Zeugnisse waren zum Glück immer recht gut.

    Amerikaner sind so etwas leckeres – unser Bäcker macht wirklich phantastische.

    Schöne Karnevalszeit!

  • Reply Kathrin 29. Januar 2016 at 11:33

    DIe sehen ja echt super aus, auch eine tolle Idee für den nächsten Kindergeburtstag, denn Rheinland hin oder her ist Karneval nicht mein DIng, zu viel schlechte Musik. Viele Grüße Kathrin

  • Reply Alex 29. Januar 2016 at 11:34

    Mmmh wie lecker sie aussehen…lieben Dank ich bin inspiriert und werde sie in weiß blau türkis versuchen….passend zum Schneeköniginnen Umzug mit dem kiga. Och mag ja eigentlich gar kein Fasching aber für die Kinder und mit süßem und Mädchenbrause ist es doch mega lustig. Staneem Helau

  • Reply Kathrin 29. Januar 2016 at 12:16

    Ich suche noch DAS Rezept für Amerikaner und werde deins mal ausprobieren. Ob ich sie so süß verziere, weiß ich nicht, wobei süß im Sinne von goldig hier sein sollte. Echt niedlich, die amerikanischen Clowns ;)

    Dir ein schönes Alaaf in Kölle! Ich werde dieses Jahr auch Faschingssamstag gehen, wobei es auf dem Dorf, weit weg vom Dom, sicher nicht so Helau und Alaaf wird. Aber auch wir Lasse den Dom in Kölle, während die Karavane weiter zieht.

    Liebe Grüße
    Kathrin

  • Reply Kati 29. Januar 2016 at 17:21

    Nein, nein. Wir Norddeutschen schauen nicht weg. Wie feiern mit. Im Stillen. Innerlich.
    :‘)
    Ganz liebe Grüße und feier‘ schön.

    Kati

  • Reply Alex 29. Januar 2016 at 18:55

    Danke für das Rezept.
    Da ich aus Mainz komme, bin ich natürlich ein Karnevalstyp :)

  • Reply Petra 30. Januar 2016 at 19:03

    Die sind aber schön geworden, wir haben morgen unsere Kinder- & Jugendkappensitzung wo ich auch zwei Gruppen einstudiert habe… Ich liebe den Karneval ;-)
    Liebe Grüße und eine schöne Zeit mit den Jecken,
    Petra

  • Reply Steffi 2. Februar 2016 at 14:52

    Hey Bine, deine Amerikaner sehen echt super süß aus! Ich freu mich auch auf den Karneval (obwohl ich aus Norddeutschland komme) und hab dieses Jahr ein kleines Karneval-Survival-Kit gewerkelt. ;) Ich bin am Sonntag und Montag auch in Köln dabei. Dreimal Kölle Alaaf! Ich wünsch dir eine schöne Zeit! Liebe Grüße, Steffi

  • Leave a Reply