Rund ums Bloggen

Bloggeralphabet: E wie Emails & mein Blogbrief.

3. März 2016

Beim Bloglesen heute morgen bin ich zufällig auf Annes Mitmach-Blogprojekt 2016 gestoßen: Das Bloggeralphabet. Alle zwei Wochen stellt sie einen neuen Buchstaben mit dazugehörigem Thema, rund ums Bloggen, in den Raum und stellt dazu Fragen. Jetzt gerade ist der Buchstabe E wie Emails dran.

Bekommst du über deinen Blog viele Mails?
Was ist viel? Ich würde eher sagen nein, es hält sich in Grenzen. Hin und wieder erhalte ich Frage-Emails von Leserinnen: Wo ich was gekauft habe, wie ich einen Reißverschluss einnähe, ob das Leseherz genäht und verkauft werden darf oder Fragen rund um meinen Blogumzug von Blogspot zur WordPress. Solche Emails beantworte ich gerne, weil ich mich selbst freue, wenn ich von einer Bloggerin auf eine Frage-Email eine schnelle und nette Antwort erhalten. Zu Beginn meiner Bloggerkarriere habe ich auch oft Frage-Emails an andere Bloggerinnen geschrieben. Ich habe also Verständnis für solche Emails.

Wie oft liest du deine E-Mails? Und wie schnell antwortest du im Schnitt?
Täglich, mehrfach; aber meistens lese ich zwischen 6 Uhr morgens und 15 Uhr am Nachmittag. Danach sitze ich nicht mehr im Büro. Ich könnte natürlich Emails auch auf dem Handy lesen, das mache ich aber sehr ungern. Erstens antworte ich liebe am Laptop auf Emails und zweitens sind sie am nächsten Morgen dann schon gelesen, also nicht mehr fett markiert, rutschen im Posteingang immer weiter runter und geraten darüber oft in Vergessenheit.
Die meisten Emails versuche ich am gleichen oder kommenden Tag zu beantworten. Viele Mails bedürfen aber mehr Zeit oder ich muss mir einfach über die Anfrage in Ruhe Gedanken machen… dann können schonmal ein paar Tage ins Land ziehen, bis ich antworte.

BloggerAlphabet | E wie Emails & Newsletter waseigenes.com

Findest du E-Mails in Anbetracht von WhatsApp & Co. noch zeitgemäß?
Ja, finde ich. Ich trenne hier streng zwischen Blog/Job und Privat. Mit Freundinnen kommuniziere ich viel und oft über WhatsApp. Kunden und „Fremde“ haben da für mich nichts verloren.
Das gleich gilt für mich übrigens auch für Facebook oder andere Messeging-Dienste. Was ich an Emails sehr schätze: ich habe einen Überblick über die komplette Korrespondenz. Das ist mir besonders bei Kundenmails sehr wichtig, denn oft scrolle ich runter und suche nach der Info, ob die Kundin lieber einen roten oder einen pinken Reißverschluss in ihrem Täschchen eingenäht haben möchte oder wann nochmal die Deadline oder wie nochmal der Hashtag für die bevorstehende Kooperation war.

Vereinbarst du Kooperationsanfragen lieber per Mail oder am Telefon?
In meinem früheren Leben hing ich den ganzen Tag mit Kunden am Telefon. Prinzipiell telefoniere ich gerne, aber Koops verhandle ich lieber per Email. Da kann ich meine Worte mit Bedacht wählen und auf Fragen und Vorschläge mir in Ruhe Gedanken machen. Ich habe aber auch schon mit Kunden telefoniert. Dann muss ich allerdings vorher die Stickmaschine, die Waschmaschine und den Trockner ausstellen. ;-)

Hast du eine Mail-Signatur für deinen Blog eingerichtet?
Selbstverständlich! Ich finde, es gibt nichts Schlimmeres, als eine Email von einer unbekannten Person zu erhalten, die sich mit „Tschüss, Deine Sandy“ verabschiedet, keinen Hinweis auf Nachname, Blogname, vielleicht auch Adresse hergibt und womöglich noch eine Email Adresse hat, die da lautet sandy2679@gmwebx.de. Ich möchte auf dem ersten Blick gerne sehen, wer mir da schreibt.

BloggerAlphabet | E wie Emails & Newsletter waseigenes.com


Versendest du selber einen Newsletter? Welche Erfahrungen hast du da bezüglich Rückmeldungen, Öffnungsraten usw. gemacht? Welches Tool setzt du ein?

Ich habe mir selbst lange Gedanken dazu gemacht, ob ich einen Newsletter für meine Leserinnen und Leser anbieten soll. Mein Blog, genauer das PlugIn Jetpack, bietet meinen Lesern die Möglichkeit an, sich als Email Abonnent anzumelden. Tust Du das, dann erhälst Du alle neuen Beiträge, kurz nach Veröffentlichung per Email.

Seit Anfang diesen Jahres habe ich über dieses Abonnenten-Tool zwei Newsletter verschickt und werde dies auch zukünftig tun. Ich möchte meine Leserinnen und Leser nicht mit Mails zuschütten, auch schreibe ich nicht nur über Blogbeiträge, die ich in der Vergangenheit veröffentlicht habe. Es ist eher ein Mix aus einem freundlichen Gruss, einem kurzen Rückblick, einem Update und einer Vorschau auf das, was bald kommt.

Die Öffnungsrate der beiden Newsletter lag bei 50%, bzw. 56%. Ich weiss nicht, ob das gut oder schlecht ist? Was ich aber weiss: ich erhielt auf meine – wie ich sie nenne Blogbriefe- einige sehr nette Rückmeldungen, freundliche Emails, über die ich mich wahnsinnig gefreut habe. Ich versende meine Newsletter via Mailchimp.

Wenn Ihr dann und wann einen Blogbrief von mir erhalten möchtet, dann tragt Euch oben rechts, unter meinem Profilbild ein.

Hast du Newsletter von anderen Bloggern abonniert? Welche Newsletter kannst du empfehlen und warum?
Ja, ich habe einige Newsletter abonniert. Unter anderem von: Neontrauma, BloggerABC, White Oak Creative, Sodapop Design, Girls Guide to blogging, … Nicht wirklich viele. Ich meine, dass das Thema Newsletter in deutschen Lifestyle- und Foodblogs noch nicht all zu sehr von Interesse ist. Vielleicht scheuen sich auch viele davor, weil  unsere Mailboxen sowieso schon so voll sind? Ich wähle seit einigen Monaten ganz genau aus, welche Newsletter ich abonniere und welche nicht und bestelle auch immer mal wieder ab, wenn es mir zu viel wird oder mich das Angebot nicht mehr interessiert.

Liebe Anne, danke für die Fragen und Gedankenanstubser. Wenn Ihr auch beim #bloggeralphabet mitmachen möchtet- hier lang bitte.

Liebe Grüße, Bine

11 Comments

  • Reply One Moment 3. März 2016 at 11:53

    Ein sehr schöner Beitrag – gefällt mir!

  • Reply Eclectic Hamilton 3. März 2016 at 14:00

    Danke für den sehr informativen Beitrag. Ich liebe den Blick hinter die Kulissen sehr!!!

    Greetings & Love
    Ines

    • Reply Bine | was eigenes 3. März 2016 at 18:59

      Ich auch, Ines! Mache das grad viel zu selten…. das nehme ich mir mal vor.
      LG Bine

  • Reply Kathrin 3. März 2016 at 16:07

    Hallo Bine,

    sehr interessante Gedanken! Über die Signatur in Emails bin ich fast schockiert gestolpert. Du hast mehr als Recht, wenn du schreibst, du möchtest mehr über die Absender erfahren.
    Allerdings gehöre ich auch zu denen, die mit einer alten 0185-Adresse in Blogs kommentiert und ggfs auch mit dieser Adresse Anfragen versendet.
    Nun hast du mich tatsächlich zum Nachdenken gebracht, ob ich das nicht mal ändern sollte.

    Liebe Grüße
    Kathrin

    • Reply Bine | was eigenes 3. März 2016 at 19:01

      Liebe Kathrin,
      die Email Adresse, mit der Du kommentierst, interessiert mich nicht die Bohne.
      Ich finde nur, wenn mir eine Person XY schreibt und nur mit Vornamen
      unterschreibt, das finde ich immer sehr befremdlich. Man muss ja nicht gleich die
      komplette private Anschrift in die Signatur schreiben- aber wenigsten Vor- und
      Nachname. :-)
      LG Bine

  • Reply Heike 3. März 2016 at 22:38

    Hach wie schön – noch jemand, der auf Signaturen in Mails steht :-)

    Ich auch: http://das-unternehmerhandbuch.de/2016/03/03/rund-ums-bloggen-e-wie-e-mail/

    LG
    Heike

  • Reply Franzi 6. März 2016 at 14:36

    Ein schöner Beitrag. Ich hatte mal ne Signatur, aber da ich laufend was ändere, schreib ich es lieber ab oder benutze ein Grafik als Signa die ich nur mal eben schnell einfügen muss :D
    Liebe Grüße

  • Reply Franzy vom Schlüssel zum Glück 7. März 2016 at 14:38

    danke für deine Gedanken.
    ist immer wieder toll zu lesen, wie andere diese Werkzeuge so handhaben :)

    Viele liebe Grüße

    Franzy

  • Reply Nika 7. März 2016 at 19:44

    Hallo Bine,

    Vielen Dank für diesen interessanten Beitrag. Ich finde es sehr spannend, zu lesen, wie andere und schon viel erfahrerene Blogger bloggen und mit dem ganzen drum und dran verfahren. :-)

    Liebe Grüße
    Nika

  • Reply Das Bloggeralphabet: E wie E-Mails 15. März 2016 at 10:28

    […] von waseigenes.com hat mir mit der Idee von unregelmäßigen “Blogbriefen” einen echten Floh ins Ohr […]

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