Lauwarmer Wirsingsalat mit Quinoa & Goji Beeren. Und was mir zu den Werbeversprechen von Superfoods so durch den Kopf geht.

(Werbung) Saisonales und regionales Obst und Gemüse sollten in jedem Haushalt regelmäßig verwertet, zubereitet und gegessen werden. Darüber habe ich mich schon einmal lang und breit hier ausgelassen. Wenn man regionale und saisonale Produkte dann noch mit Superfood kombiniert, um so besser.

Rezept: Lauwarmer Wirsingsalat mit Quinoa und Goji Beeren | waseigenes.com

Superfood. Was soll das sein (fragt sich wahrscheinlich gerade mein Papa)? Nahrungsmittel, die super sind? Weil sie super schmecken? Oder super gesund sind, schlank und fit machen? Oder sind sie gerade nur super, weil sie in und hipp sind? Weil sie aus fernen Ländern kommen? Weil sie spannender klingen, als regionale Nahrungsmittel? Weil sie einfach gerade gut (und gewinnbringend) vermarktet, um nicht zu sagen: krass beworben werden?

Die Meinungen gehen da in alle Himmelsrichtungen. Müssen wir wirklich Chiasamen und Quinoa aus fernen und exotischen Ländern einfliegen lassen, damit es uns besser geht oder können wir nicht einfach auf regionale oder europäische Superfoods, wie Leinsamen, Hagebutte, Gerste, Raps, Spinat und Grünkohl zurück greifen? Ganz bestimmt können wir das. Aber Leinsamen kommt eben nicht so hipp daher, wie Chiasamen.

Rezept: Lauwarmer Wirsingsalat mit Quinoa und Goji Beeren | waseigenes.com

Ich bin ein Lemming und probiere gerne aus. Koste, probiere, schmecke und entscheide dann, ob es nochmal gekauft wird, oder eben nicht. Worüber ich mir keine Gedanken mache, ist regionales und saisonales Obst und Gemüse. Das muss sein. Das schmeckt und ist gesund und während der Saison auch nicht so teuer, wie ausserhalb der Erntezeit.

Wir essen gerne Kohl. Spitzkohl, Weißkohl, Rosenkohl, Wirsing. Als ich vom Pressebüro Deutsches Obst und Gemüse gefragt wurde, ob ich ein Märzgericht mit saisonalem Gemüse entwickeln wollen würde, sagt ich sofort „ja!“.

Ich dachte erst an Kohlrouladen- gute alte Hausmannskost- entschied mich aber dann doch dafür, mein Kohlgericht mit aktuell ganz heiß gehandelten Superfoods zu pimpen. Meine Idee: Lauwarmer Wirsingsalat mit Quinoa, Goji Beeren, Schafskäse und Champignons.

So habe ich es gemacht: Den Wirsing habe ich zunächst vom Strunk befreit und die Blätter in schmale Streifen geschnitten. Mit der Küchenmaschine (die, die kochen, rühren, hexeln, dämpfen, nur nicht den Müll rausbringen kann!) habe ich die Streifen im Varoma gedünstet. Hätte ich keine solche Maschine, hätte ich die Streifen kurz in heißem Wasser gekocht, bis sie leicht zusammen fallen.

In der Zwischenzeit habe ich die Champignons geschwaschen, geschnitten und in einer Pfanne kurz angebraten sowie den Quiona unter heißem Wasser abgebraust und mit der doppelten Menge Wasser und einem TL Gemüsebrühe kurz aufgekocht und dann so lange, bei kleiner Hitze, köcheln lassen, bis das Wasser eingekocht ist. Fünf Minuten, vor Garzeitende, habe ich eine Handvoll Goji Beeren dazu geworfen.

Als alles gar, gekocht und gebraten war, habe ich zuerst den Wirsing in der Schale angerichtet und darauf Champignons, Quinoa und Schafskäse verteilt. Zum Schluss eine ordentliche Prise Salz und Pfeffer drüber gestreut.

Rezept: Lauwarmer Wirsingsalat mit Quinoa und Goji Beeren | waseigenes.com

Quinoa schmeckt nicht schlecht, so ein bisschen wie Reis. Also eigentlich schmeckt’s nach gar nichts. Aber in Gemüsebrühe gekocht ist es eine nette Geschmackserfahrung. Dieses Pseudogetreide liefert viele hochwertige Proteine, Eisen und Magnesium. Dolle Sache! Das gute oder schlechte Gewissen isst schliesslich bei jedem Bissen mit. Quinoa, das auch Gold der Inka genannt wird, kommt aus  Südamerika.

Die Goji Beere ist übrigens auch meist importiert. Das Internet sagt: Sie ist die Königin der Kategorie Superfoods. Wenn ich sowas lese, dann schüttelt es mich fast ein bisschen. Wieviele Leute fallen wohl auf solche Werbeversprechen rein? Komm, wie essen ein paar Goji Beeren! Dann sind, bleiben und werden wir supergesund, superfit, superschlank, superschön! Ist dann auch egal, dass wir uns eine Stunde später ’nen Burger reinpfeifen!

Habt Ihr schonmal vom Gemeinen Bocksdorn gehört? Das ist das selbe in Grün (also hier: Rot)! Er ist ein Nachtschattengewächs, welches auch hier zu Lande, meist in Ostdeutschland wächst. Aber Hallo? Bocksdorn? Das hört sich doch lange nicht so cool an, wie Goji Beeren aus China!

Trotzdem habe auch ich sie gekauft, sonst hätten sie nicht den Weg auf meinen lauwarmen Wirsingsalat geschafft. Ich esse sie zur Zeit morgens im Müsli und denke und hoffe beim Essen der kleinen, vitaminreichen Beeren, natürlich auch, dass ich mir gerade etwas Gutes tue. Sie hauen mich aber nicht aus den Socken und deshalb werde ich sie, wenn das Tütchen leer ist, nicht noch einmal kaufen.

Um so mehr freue ich mich schon auf die bevorstehende Erdbeersaison! Erdbeeren wachsen nicht nur auf den umliegenden Feldern, sie haben auch super wenige Kalorien und super viele Ballaststoffe und Vitamine. Ausserdem schmecken sie besser, als jede getrocknete Beere aus fernen Ländern.

In meinem Gericht ist für mich das eigentliche Superfood der Wirsing! Knackig, prall und frisch habe ich ihn am vergangenen Samstag gekauft und mich richtig darauf gefreut. Kohl ist schliesslich supergesund (30 kcal pro 100 g machen den Kohl nicht fett) und Geschmack und Genuss sind beim Essen jawohl das A und O.

Und jetzt bin ich sehr auf Eure Meinung gespannt. Stehen bei Euch im Küchenschrank auch Quinoa, Chia, Goji Beeren und anderes Superfood? Oder wandern bei Euch nur regionale und bestenfalls saisonale Nahrungsmittel in den Einkaufswagen? Oder- tickt Ihr so wie ich? Kauft Ihr von allem etwas, probiert aus und lasst Euch dann und wann auch von Werbeversprechen einlullen?

Liebe Grüße, Bine

*Dieses Posting ist in Kooperation mit dem Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse e.V., kurz BVEO entstanden, die mit der Kampagne „Deutschland – mein Garten“ für die Verwendung regionaler und heimischer Obst- und Gemüsesorten werben. Finde ich gut! Wenn Ihr wissen möchtet, was gerade frisch ist und Saison hat, hier gibt es einen Saisonkalender für Obst und Gemüse.

 

 

Gedachtes, Herzhaftes, Kulinarisches
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32 Kommentare

  • Reply
    Martina
    8. März 2016 at 06:39

    Tja, Bine, also mir geht´s ähnlich wie dir, ganz oben auf der liste steht – natürlich – der chiasamen, bei mir in der arbeit eine regelrechte seuche vorigen sommer, alle haben wir´s uns reingezogen, weil´s soooo supergesund ist und fühlten uns gleich gaaanz schlank und fit. Vielleicht wirkt´s ja auch durch die kraft des geistes?…..;-)….lg aus wien

    • Reply
      Bine | was eigenes
      8. März 2016 at 16:15

      Danke für den Lacher „regelrechte Seuche“. Und? Seid Ihr nun alle schlank und schön?
      Oder bliebt es beim geistigen Wunsch?
      :-)
      Ich mag Chia nach wie vor übrigens ganz gerne im Müsli.
      LG Bine

  • Reply
    Sylvia
    8. März 2016 at 06:45

    Liebe Bine, das klingt super lecker! mir läuft jetzt schon das Wasser im Mund zusammen! Und weil meine Mann so gerne Kohl ißt und ich für meine Grünen Smoothies letztens Goijbeeren und Chiasamen erstanden habe, aber außer Müsli und eben Smoothie noch wenig damit angestellt habe, paßt das Rezept perfekt zu uns. Und da ich zum letzten Wirsing, den mein Biobauer in unsere natürlich regionale und saisonale allwöchtliche Gemüsekiste gepackt hat, nur ein ziemlich langweiliges Rezept gefunden habe, kanns direkt losgehen mit der heimisch-exotischen Kombi. gestern haben wir übrigens deine indische Linsensuppe aus einem der letzten Postings gekocht, die ganze Familie war begeistert! Und zum Thema Superfood, in meinem Smoothiebuch steht auch Gurke als Superfood und die gibt’s ja auch bald wieder im heimischen Garten!

    • Reply
      Bine | was eigenes
      8. März 2016 at 16:16

      Gurke ist was ganz Feines! Könnte ich dauernd essen.
      Ich freue mich, dass Euch allen die Linsensuppe so gut geschmeckt hat!
      LG Bine

  • Reply
    Ida
    8. März 2016 at 07:25

    Ich probier mich zurzeit quer durch. Aber was Chia Samen angeht da habe ich gar keine Wirkung gemerkt und dieser Pudding den alle daraus machen sieht meiner Meinung nach echt ekelig aus. Zudem ist es sehr teuer und bleibt in den Zähnen hängen wähhh.! Wie Du schon sagst mehr Hype als irgendwas anderes. Das einzige positive ist halt das durch solche neuen Produkte mehr Abwechslung ins Spiel kommt vor allem für Leute die sich Vegan ernähren.
    Toller Beitrag! Liebe Grüße Ida von http://www.naturalbarbie.de/

    • Reply
      Bine | was eigenes
      8. März 2016 at 16:18

      *gacker*- das Problem, dass Chia immer in den Zahnzwischenräumen hängen bleibt,
      kenn ich!
      So ein Chia Pudding sieht zwar nicht lecker aus, aber ich mag Chia im Müsli ganz gerne.
      Abwechslung ist übrigens ein guter Punkt! Man schaut halt mehr über den
      Tellerrand, ne`?
      LG Bine

  • Reply
    die.waschkueche
    8. März 2016 at 09:14

    NEIN! Entschiedenes NEIN! Man muß nicht jeder Sau hinterherlaufen die durchs Marketingdorf getrieben wird und nichts anderes ist das.
    Ich mag auch die Klassifizierung Superfood nicht. Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Nüsse sind von natur aus Superfood. Mit der Bezeichnung „Superfood“ ist es so ähnlich wie mit „Wellness“, überall wird es draufgeklatscht um es noch besser zu überhöhten preisen an den Endverbraucher zu bringen. Obwohl es nicht wirklich notwendig ist und entsprechende Pendants unserer Breitengrade hat.

    Schrieb’s und streute sich den Leinsamen ins Müsli.

    Grüsse Doris

    • Reply
      Bine | was eigenes
      8. März 2016 at 16:19

      Ein super Doris-Standpunkt und ein guter Vergleich von Superfood und Wellness.
      Morgen kommt Leinsamen ins Müsli. So!
      :-))
      LG Bine

  • Reply
    Melanie
    8. März 2016 at 09:51

    Hallo Bine,
    tja, Superfood. Hört sich in der Tat lecker, gesund, schön, schlank und was weiss ich noch an. Aber was ist das denn jetzt genau. Gibt es eine allgemeine Definition?. Ich finde es toll, dass man durch die allgemeine Globalisierung immer mehr Abwechslung in den Küchenalltag bringen kann, Und da haben, Chia, Quinoa und Goji sicher ihre Berechtigung. Aber ich denke, dass das alleine eben nicht schön, schlank und glücklich macht. Ich glaube, dass jeder sein persönliches Superfood hat und kennt, es unter Umständen i.M. aber nicht in den allgemeinen propagierten “ Ich esse mich schön Plan“ passt. Ich finde es toll, wenn man sich gesund ernährt und was Neues ausprobiert, Und wenn man sich dabei auch noch gut fühlt, noch besser.
    Aber mal ganz ehrlich, so unter uns: Mein Superfod waren heute morgen um 7Uhr nicht Chia, Goji und Co, sondern ein warmer Toast mit Butter und Nutella. Macht evtl. nicht schön und bestimmt nicht schlank; aber mich persönlich sooooo glücklich!
    Euch allen eine schöne Woche,
    M.

    • Reply
      Bine | was eigenes
      8. März 2016 at 16:24

      Ich möchte jetzt auch ein warmes Toast mit Butter und Nutella! ;-)
      LG Bine

  • Reply
    Doro
    8. März 2016 at 10:14

    Ich bin total verliebt in Quinoa und gerade geht mir total das Licht auf, weil ich da noch nie Schafkäse dazu getan habe. Warum nur nicht?! Ich liebe beides!
    Goji-Beeren habe ich für nicht super befunden – also für mich ;)
    Aber wenn sich jemand damit superer (haha) fühlt: Bitte! Finde ich völlig ok.
    Am Wochenende gibts also Quinoa mit Schafkäse und irgendwas. Danke! :)

    • Reply
      Bine | was eigenes
      9. März 2016 at 06:19

      Doro, Du kannst meine angebrochene Tüte Quinoa haben :-)
      Mir schmeckt das nicht sooo gut. Und die Goji Beeren sind ebenfalls nicht mein Fall.
      Dafür werde ich bei Chia bleiben. In Overnight Oats finde ich sie richtig lecker.
      Lass Dir Dein Quinoa mit Schafskäse schmecken! ;-))
      LG Bine

  • Reply
    Kathrin
    8. März 2016 at 10:44

    Hallo Bine,

    tatsächlich mal ein Rezept, dass mich so gar nicht sofort anspricht ;) Generell bin ich sehr experimentierfreudig, was Essen betrifft. Aber grade unsere Schätze aus der Heimat mag ich so, wie sie sind. Kohl wird bei uns in Wasser gesiedet – sogar ohne Salz. Auch Erbsen und Möhren. Alles hat seinen eigenen Geschmack, vefeinert dennoch ein anderes Essen auf seine Weise.
    Ich erinnere ich mich immer wieder gerne, als meine Mutter mal bei uns gegessen hat. Es gab Erbsen mit Kartoffeln und Bratwurst. Sag ich so: „Magst du noch ein paar Erbsen?“ Antwortet sie: „Ach nein, die schmecken mir zu …. hmmm…erbsig.“ Darin lag der Sinn ;)

    Ich habe noch nie Quinoa gegessen auch von Gojibeeren noch nie etwas gehört. Das mag aber daran liegen, dass ich grade die Sachen nicht ausprobieren möchte, die in der Werbung und von jedem überhaupt so angepriesen werden. Da schwimm ich gegen den Strom…

    Dadurch, dass es jahreszeitenbedingt immer verschiedenes Obst und Gemüse gibt, ist unsere Ernährung dem Wetter angepasst. Das hat sich die Natur auch so gedacht, damit können wir alle gesund duch Wind und WEtter kommen. Man kann immer abwechslungsreich und kochen. Im Sommer vermisse ich keine Steckrüben, im Winter nicht den Spargel. Ehrlich gesagt klingt das selbst für mich langweilig, doch man kann aus allem hier wüchsigem Gemüse und Kohl leckere Gerichte kochen, die nicht immer gleich schmecken. Dafür gibt es Kräuter, die kann man sich sogar auf der Fensterbank ziehen.

    Natürlich essen wir auch fremdländische Gerichte. In eine chinesische Gemüsepfanne gehören Bambussprossen, die meines Wissens nicht aus Deutschland kommen. Doch kein Mensch sagte je, chinesisches Essen lässt mich länger leben ;)
    Das genau ist es, was mich so an der ganzen Sache stört. Wir wollen alle ewig jung bleiben und lange leben – mich eingeschlossen. So wird jeglicher Hype mitgemacht. Nach einer Weile braucht das auch kein Mensch mehr, denn es gibt ein neues Superfood.

    Um es kurz zu machen: ich probiere gerne aus, muss aber nicht alles mitmachen. Mit unserern heimischen Gewächsen kann man lecker kochen. Und wenn sich mal Quinoa irgenwann und irgendwo auf meinen Teller schleicht und ich es doch lecker finde, heißt das nicht, es landet nun in meinen Vorratsschrank.

    Ich könnte noch stundenlang weiter schreiben, ich mag aber deinen schönen Beitrag nicht sprengen ;)

    Liebe Grüße
    Kathrin

    • Reply
      Bine | was eigenes
      9. März 2016 at 06:23

      Danke für Deinen Kommentar und Deine Meinung. Du darfst gerne noch stundenlang weiterschreiben ;-)
      Wir ticken da sehr ähnlich. Nur, dass ich wahrscheinlich schneller ein Produkt kaufe, welches
      gerade „gehyped“ wird und danach entscheide, ob ich es wieder kaufe.
      Quinoa war nun eine nette Erfahrung, ist aber nicht mein Ding. Da koche ich lieber Hirse.
      Auf exotische Früchte (z,B. Apfelsinen) möchte ich jedoch nicht verzichten.
      LG Bine

      • Reply
        Kathrin
        9. März 2016 at 10:20

        :D Ja, das habe ich nach dem Abschicken auch gedacht…an Orangen, Kiwi, Mango….das darf bitte nie ausgehen! Aber ich war ja auf Gemüse konzentriert…

        Liebe Grüße
        Kathrin

  • Reply
    One Moment
    8. März 2016 at 11:44

    Bisher habe ich noch kein Rezept gefunden mit welchem mein Herzmann Quinoa schmeckt : (

    • Reply
      Bine | was eigenes
      9. März 2016 at 06:24

      Oh, nicht traurig sein.. Ich kann den Herzmann ein bisschen verstehen, Meins ist es auch nicht. ;-)
      LG Bine

  • Reply
    Kindderachtziger
    8. März 2016 at 12:08

    Hallo Bine,

    so richtiges Superfood hat es bei uns noch nicht auf den Teller geschafft, wobei wir inzwischen häufiger Couscous statt Reis verwenden, soll ja ähnlich wie Quinoa das besser Korn sein. Ansonsten versuche ich möglichst saisonal Obst und Gemüse einzukaufen, allerdings gibt es so einiges, dass einfach in Deutschland nicht wächst, gerade was Zitrusfrüchte angeht. So gibt es bei uns möglichst oft frisches Obst als Smoothie zum Frühstück, aktuell häufig mit Orangen.

    Viele Grüße, Silke

    • Reply
      Bine | was eigenes
      8. März 2016 at 14:50

      Oh, Silke, ich kaufe auch Zitrusfrüchte. Ohne Apfelsinen und Mandarinen im Winter müssen sein!
      Auch Kiwis und Ananas werden gekauft.
      LG Bine

  • Reply
    Vanessa Dück
    8. März 2016 at 12:31

    Ich habe tatsächlich noch keines der „superfoods“ gegessen und das einzige was ich davon mitbekomme sind Einträge wie dieser, die sich über die Bezeichnung und den Hype ärgern und dabei habe ich den Hype noch gar nicht mitbekommen. :D

    Lese in letzter Zeit was man von unseren deutschen Wurzeln und Blüten essen kann und bin überrascht – man kann Birkenblüten essen!? Warum weiß man sowas nicht und lässt sich (sehr umweltbewusst und wirtschaftlich korrekt) Beeren aus China importieren (Die NICHT von erwachsenen, gut bezahlten Menschen gepflückt werden. Von der Hygiene mal abgesehen)
    Würde mich gerne mehr in unseren regionalen Kräutern und Beeren auskennen.

    Aber ich liebe ja Deutschland. Ich liebe es in einen Billig Supermarkt zu gehen und Obst und Gemüse aus 233234 Gebieten dort zu haben – zu JEDER Jahreszeit. Wir können Obstsalate mit 7 verschiedenen Obstarten aus 9 verschiedenen Regionen der Welt zusammenschnippeln. WAS FÜR EIN UNTERSCHÄTZTER LUXUS.

    • Reply
      Bine | was eigenes
      9. März 2016 at 06:27

      Bist Du bei Pinterest oder Instagram angemeldet? Dort begegnen einem immer wieder
      die „neusten Foodtrends“.
      Deutsche Wurzeln und Blüten habe ich bisher noch keine probiert. Ich glaube, dass das
      nicht exotisch genug ist, um „gehyped“ zu werden.
      Auf den unterschätzten Luxus verzichte ich ebenso gerne :-))) Gekaufter und fertig geschnippelter Obstsalat kommt mir eh nicht ins Haus!
      Ein Hoch auf den guten alten Apfel! ;-))
      LG Bine

      • Reply
        Vanessa Dück
        9. März 2016 at 12:27

        Tut mir leid falls du dich angegriffen gefühlt hast, das sollte wirklich nicht so gemeint sein. Ich fand den Beitrag gut.
        Ich bin bei Pinterest und Instagram sehr aktiv aber nicht so in Richtung essen und deshalb ist mir das wahrscheinlich noch nicht unter die Augen gekommen.
        Habe übrigens auch von keinem fertig-Obstsalat gesprochen…
        Hier zum Beispiel Anwendungen für Birkenblätter/ -knospen. Fand ich sehr interessant und hoffe, die nächsten Tage mal losziehen zu können und ordentlich was zu sammeln und auszuprobieren.

        http://www.smarticular.net/anwendungen-fuer-birkenblaetter-und-birkenknospen/

        • Reply
          Bine | was eigenes
          9. März 2016 at 12:47

          Vanessa, ich habe mich überhaupt nicht angegriffen gefühlt!
          Ich hatte Deinen letzten Satz- Aber ich liebe ja Deutschland. Ich liebe es in einen Billig Supermarkt zu gehen und Obst und Gemüse aus 233234 Gebieten dort zu haben – zu JEDER Jahreszeit. Wir können Obstsalate mit 7 verschiedenen Obstarten aus 9 verschiedenen Regionen der Welt zusammenschnippeln. WAS FÜR EIN UNTERSCHÄTZTER LUXUS.- als ironisch und zynisch aufgefasst und das hat mir gefallen!
          LG Bine

  • Reply
    Tabea
    8. März 2016 at 20:01

    Den Begriff Superfood kann ich langsam nicht mehr hören. Es nervt einfach, wenn ein einziges Nahrungsmittel so gehypt wird… Ich finde es absolut bescheuert, für ein Lebensmittel wesentlich mehr auszugeben, wenn es auch ein vergleichbar gutes einheimisches Lebensmittel gibt.
    Daher probiere ich viele Dinge auch einfach nicht. Und auch exotisches Obst lehne ich einfach ab, meine Äpfel reichen mir vollkommen. Ab und zu als Abwechslung kann sowas aber sicher toll sein, vielleicht probiere ich in der nächsten Zeit doch noch etwas herum.
    Dein Rezept sieht ziemlich lecker aus und Wirsing mag ich sowieso sehr gerne :)
    Liebe Grüße

    • Reply
      Bine | was eigenes
      9. März 2016 at 06:29

      Danke für Deinen Kommentar, Tabea! Du kaufst gar keine exotischen Früchte?
      Keine Apfelsine? Deine Kiwi.
      Hut ab. Darauf möchte ich nicht verzichten.
      Probieren geht über Studieren- probier mal Quinoa, vielleicht schmeckt es Dir?
      Meins ist es nicht…
      LG Bine

  • Reply
    Jana
    8. März 2016 at 21:19

    All das hochangepriesene Superfood ist bisher nicht in meinem Einkaufskorb gelandet – ich finds einfach zu teuer. Wobei bei Chia Samen der Preis ja langsam runtergeht.
    Ich bevorzuge das heimische Superfood. Vor ein paar Tagen habe ich Wirsing für mich entdeckt und auch Leinsamen finden jeden Morgen ihren Weg ins Müsli. Gerade bei Leinsamen finde ich die Wirkung wirklich spürbar. Aber am besten ist es wohl, sich einfach frisch und ausgewogen zu ernähren.

    Lieben Gruß
    Jana

    • Reply
      Bine | was eigenes
      9. März 2016 at 06:30

      Das stimmt, Jana. Diese neuen Superfoods sind echt teuer und auch ich habe schon
      bemerkt, dass der Preis für Chia langsam runter geht.
      Ich werde mir gleich Leinsamen über’s Müsli streuen :-))
      LG Bine

  • Reply
    Nika
    9. März 2016 at 00:15

    Liebe Bine,

    Wie du vielleicht weißt, ist mir regionale und saisonale Ernährung sehr wichtig. Dies im echten Leben und auf dem Blog umzusetzen gelingt zwar nicht immer (z.B. bei Obst und Gemüse, das in Deutschland eben nicht angebaut wird, wie Banane, Kiwi, etc….), aber dennoch ist es mir wichtig und ich mache mir Gedanken darüber. Schon mal die halbe Miete, finde ich.
    Was Superfoods betrifft, so habe ich damit auch meine Erfahrungen gemacht. Chia-Samen: joar, kann ich drüber streuen und mitessen, muss ich aber gequollen als „Pudding“ echt nicht haben. Goji-Beeren? Mir ehrlich gesagt zu teuer und oft auch gezuckert, was ich nicht gut finde. Qunioa? Für mich eine wahre Entdeckung. Nicht zwingend weil es ein Superfood ist, sondern weil es mir gut schmeckt und ich es gerne esse. Ebenso wie Amaranth, Bulgur oder Buchweizen… Lecker! und super kombinierbar mit regionalem und saisonalem Obst und Gemüse.

    Sich darüber Gedanken zu machen, wo das Essen eigentlich her kommt und nach Möglichkeit auf dem Markt vom Erzeuger um die Ecke zu kaufen, finde ich sehr wichtig. Oft höre ich als „Gegenargument“ für den EInkauf auf dem Markt/ beim Bauern: Das ist viel teurer. Hmm, das stimmt zum Teil sicherlich, aber wenn man saisonal kauft (und eben keine Erdbeeren im Dezember), dann ist es oftmals auf dem Markt günstiger – und vor allen Dingen unverpackt! Ich hasse nichts mehr, als wenn im Supermarkt Obst und Gemüse in Plastik verpackt ist! Da kriege ich die Krise – vor allem bei Bio-Produkten! Sorry, da kann ich mir den saisonalen und regionalen EInkauf auch sparen! In meinen Augen ist die Plastikverpackung nämlich wesentlich umweltschädlicher als lange Transportwege, aber da mag jeder eine andere Meinung zu haben.

    Vielen Dank jedenfalls für dein Rezept und die Anregung, auch lokale „Superfoods“ wie Bocksdorn, Leinsamen, Spinat und Co. :-) Bei Hagebutten bin ich leider raus; die vertrage ich gaaaar nicht. Dafür liebe ich Tomaten, die auch sehr gesund sind und entgiftend wirken. :)

    Liebe Grüße
    Nika

    • Reply
      Bine | was eigenes
      9. März 2016 at 06:33

      Liebe Nika, danke für Deinen Kommentar! Ich gehe selten auf den Markt, dafür
      fahre ich oft zum Bauernhof (wo es natürlich auch exotische Früchte gibt, die ich auch kaufe!)
      Aber durch das große Angebot an regionalem Obst und Gemüse greife ich da mehr zu.
      Da gibt es übrigens auch kein Plastik, was ich sehr gut finde,
      Jeder muss da seinen Weg finden. Quinoa ist Deins, aber nicht meins. Dafür werde ich wohl
      weiterhin Chia kaufen….
      LG Bine

      • Reply
        Nika
        10. März 2016 at 19:38

        Liebe Bine,
        Ich bin voll deiner Meinung und finde es super, dass du dieses Thema beleuchtest und zum Nachdenken darüber anregst.
        Beim Bauern einkaufen zu können, wäre mein Traum, aber da wir mitten in der Stadt wohnen bleibt mir (zum Glück immerhin!) nur der der Markt. Dort nehme ich übrigens nie eine Plastiktüte – wenn überhaupt eine Papiertüte für Salat etc -, sondern packe alles in meinen Rucksack oder Korb. Das ist für mich ein weiterer riesen Vorteil am Markt. Dass im Supermarkt so oft Gemüse und Obst in Plastik verpackt ist, stört mich wirklich sehr und versuche wenn im Supermarkt, dann nur unverpackte Ware einzukaufen. Gelingt zu 98%. ;-)

        Es zu probieren und sich Gedanken darüber zu machen, wo man einkauft und wo es herkommt und ob es Saison hat, ist ganz toll. :-) Von daher: Däumchen hoch an dich. Ich freu mich auf mehr Rezepte, gerne auch mit Chia! Da hab ich bisher nur wenig Erfahrungen mit.

        Liebe Grüße
        Nika

  • Reply
    Una
    9. März 2016 at 12:39

    Libe Bine,

    ich bin der Meinung, dass man nicht jeden Trend mitmachen muss und das bezieht sich nicht unbedingt nur auf die Küche. Wenn ich sehe, was manche so anziehen, nur weil es grade modern ist … das ist ein anderes Thema.

    Ich kaufe in der Regel regionals Obst und Gemüse aber ich probiere auch neue Sachen aus. Als mein Arzt mir sagte, ich muss mehr Eiweiß zu mir nehmen, habe ich mir die Finger wund gegooglet, was man denn nun alles außer Eiern und Fisch Essen könnte. Da bin ich auch auf Chia, Quinoa und deren Freunde gestoßen. Absolut ahnungslos habe ich mir das gekauft und ausprobiert. Chia liebe ich mittlerweile – aber ich trinke es nur als Smoothie mit Obst. Als Pudding habe ich das Gefühl von Entengrütze im Mund und das ist so ganz und gar nicht mein Fall. Es schmeckt ja auch nur durch das, was man dazugibt. Quinoa gibt es in rot, weiß, schwarz, gemischt und es ist in der Tat so ähnlich wie Reis. Nunja, der weltgrößte Quinoa-Fan werde ich sicherlich nicht aber hin und wieder haue ich das schon in eine Gemüsepfanne mit rein oder mache eine Art Salat draus (saure Sahne, Gewürzgurken, feine Zwiebel und viel Curry – lecker). Was ich absolut eklig finde ist Amaranth. Das Zeug ist so schlotzig, dass es aussieht wie heftiger Erkältungsschnodder. Das ist bei mir – auch wenn ich sonst nur ungern Sachen wegwerfen – direkt in die Tonne gewandert.

    Ob es jetzt unbedingt diese Goji Beeren sein müssen oder doch lieber Rosinen oder ähnliches muss jeder für sich selbst entscheiden. Das Schöne ist ja, dass man alles kann, aber nicht alles muss. Wenn es schmeckt, gesund ist und gut tut – warum nicht und ansonsten lässt man einfach die Finger davon. Zum Glück habe ich eine 10jährige Gesundesserin daheim, die Gemüse, Salat und Obst liebt. Neuerdings befragt sie mich ausführlich über den Einkauf, ob auch alles regional ist, wegen der Umweltverschmutzung und ich muss ihr Rede und Antwort stehen ;-)

    Liebe Grüße und lass es dir schmecken.

    Una

  • Reply
    Danni&die Setterjungs
    20. März 2016 at 16:14

    Superfood, naja. Super Beitrag – jahaa?…ich denke darauf können wir uns alle einigen?!
    LG Danni

  • Ich freue mich über Deinen Kommentar!