Der Mann der Bloggerin.

Es gibt Blogggerinnen, die sind Single. Es gibt Bloggerinnen, die sind geschieden. Es gibt welche, die waren nie verheiratet; welche, die mit einer Frau zusammen leben und welche, die haben einen Mann an ihrer Seite. Ob sie eigentlich lieber Single, geschieden oder vielleicht verwitwet wären,… wer weiß?.

Ehemänner oder wilde-Ehemänner, finden dann und wann eine Erwähnung auf den Blogs der Bloggerinnen. Sie werden beschrieben als: der Liebste, der Beste, der Schönste, der Vater meiner Kinder, der beste Vater meiner Kinder (oder meines Kindes), der Angetraute, das Männchen oder einfach nur als der Mann.

Manche nennen ihn auch ganz deutlich beim Namen. Das menschelt natürlich viel mehr, als so ein unpersönliches „Mann“. Da kann man den Mann der Bloggerin, wenn man sie und ihn in Hintertupfingen in der Einkaufsstrasse trifft, auch gleich herzlich begrüssen: „Mensch, Franz- Torben, schön dich mal in echt zu sehen! Ich bewundere ja immer Deine Holzschnitzarbeiten, die ich auf dem Blog Deiner Frau sehe! Toll! Wenn mein Mann doch nur…..“.

Es gibt Männer, die interessiert der Blog der Frau nicht die Bohne. Es gibt Männer, die durchaus ein Blog-Mitspracherecht haben. Männer, die nicht mal die Blogs ihrer Frauen lesen, geschweige denn, den Namen des Blogs kennen. Männer, die mit dem ganzen Geschreibsel, Gebasteltem und Gedachtem nix anfangen können.  Männer, die ihre Frauen beim Bloggen unterstützen, die deren technischer Mitarbeiter, Ratgeber, Ideengeber, Angeber sind. Männer, die von all dem überhaupt keine Ahnung haben und trotzdem Ratgeber und Angeber sind.

Mein Mann wird hin und wieder von mir hier erwähnt. Wenn wir z.B. einen Familienausflug machen oder wenn er eben mit der zu erzählenden Geschichte zu tun hat. Meist, wenn er eine Nebenrolle spielt. Würde er die Hauptrolle spielen, würde die Geschichte keine Erwähnung finden, denn das fällt in die Kategorie privat.  Der Mann ist das, was er ist: der Mann. Oder wahlweise mein Mann, meist jedoch der Mann. Meine Leser sind schlau. Sie werden sich denken können, dass der Mann mein Mann ist. Sollten hier mir nicht angetraute Männer eine Erwähnung finden, dann würde ich dies ausdrücklich mitteilen.

Die Tochter ist das Tocherkind, während der Sohn der Sohnemann ist. Warum das Tochterkind demnach nicht auch die Tochterfrau oder der Sohnemann nicht das Sohnekind ist, kann ich nicht erklären, weil ich keine Erklärung habe. Hat sich so ergeben.

In analogen Leben nenne ich sie nie Tochterkind und Sohnemann. Da rufe ich sie mit ihrem Namen, mit den Abkürzungen ihrer Namen und mit ihren Spitznamen. Die sind streng geheim und dürfen hier niemals nie nicht aufgeschrieben werden. Ich bekäme sonst Ärger.

Das ist sie also, meine Familie. Natürlich (oder Gott sei Dank), gibt’s da noch meine Eltern, die aber nur noch selten Mama und Papa, sondern meist Oma und Opa von mir gerufen werden. Und dann sind da noch meine Schwester, meine Schwägerin, meine Schwiegerelten… selten ist man ganz allein auf der Welt. Irgendwo gibt’s immer eine Oma Marta, eine Tante Erna, eine angeheiratete Cousine Brunhilde.

Selten finden diese Menschen eine Erwähnung auf meinem Blog… aber der Mann, das Tochterkind, der Sohnemann und Mollie – natürlich Mollie!- kommen hier im Kontext hin und wieder vor. Mal mehr, mal weniger anonym.

Jeder Bloggerin hat einen Kreis von Menschen hinter sich, um sich, neben sich. Das kann ein Mann, ein Freund, eine Freundin, Kinder, Eltern, Geschwister sein. Die eine Bloggerin erwähnt diesen Kreis offenherzig auf ihrem Blog, die andere hält sich sehr bedeckt, wenn es um die Familie geht. Ich selbst siedel mich irgendwo dazwischen an; erwähne Kinder, Eltern, Schwester, wenn es irgendwie in den Text gehört, mache sie aber in der Regel nicht zum Thema.

Als Bloggerin weiß man schließlich nie, wer denn da eigentlich so mitliest. Wer klickt diesen Blog an? Wer hat ihn in einem BlogReader gespeichert? Die Nachbarin? Die Eltern der Freunde meiner Kinder? Die Lehrer meiner Kinder? Meine ehemaligen Lehrer (Oh Gott, ich hoffe nicht, dass Frau Dr. Kleinwefers mitliest. Sie schlägt bestimmt die Hände über den Kopf zusammen und wird sich denken- wofür habe ich dem Mädchen Grammatik beigebracht? Und Schiller und Goethe und diesen abenteuerlichen  Simplicissimus lesen lassen, wenn sie heute doch nur diese Frauen-Schundromane liest!?). Man weiß es nicht. Man ahnt es. Manchmal erfährt man es, wenn plötzlich jemand, den man eigentlich gar nicht so richtig gut kennt- nur von Schulfesten, Waffeln backen und sowas- sagt: Ich habe neulich das Buch gelesen, das Du auf Deinem Blog vorgestellt hattest (Hallo, Frau Dr. Kleineweferes- siehste?!).

Ich habe schon so manches mal mit bloggenden Freundinnen, also dieser bestimmten Spezie Frau, die Texte, Bilder und Fotos im Internet veröffentlicht, über dieses Thema gesprochen. Wie geht Ihr damit um? Wie entscheidet ihr, was ihr auf euren Blogs veröffentlicht? Mein persönliches Ziel ist es: so persönlich wie möglich, aber nur so privat, wie nötig zu schreiben. Die Antworten der Freundinnen: Schreib weiterhin, wie Dir der Schnabel gewachsen ist. Denk nicht daran, wer hier alles mitlesen könnte.

Mein Mann ist meistens nur mein Leser. Manchmal mein Ratgeber und hin und wieder auch die höhere Instanz, die beobachtet und wertet. Dann sagt er schonmal zwischen Tür und Angel, zwischen Rasenmähen und Serie gucken „Schönes Posting haste heute veröffentlicht!“ Oder ich bekomme um zehn nach sechs in der Früh eine Mail mit der Info: „Im zweiten Absatz sind drei Tippfehler! Drei!!!“

Schade finde ich es, wenn sich der Mann der Bloggerin gar nicht für den Blog der Bloggerin, also seiner Frau interessiert. So ein Blog ist schließlich  Teil von irgend jemanden. In diesem Fall von der Bloggerin. Egal, ob es ihr Job oder ihr Hobby ist. Ich frage meinen Mann ja auch „Wie war Dein Tag, Schatz? Was hat der Chef zu Deiner Präsentation gesagt? Ist die Praktikantin hübsch?“. Umgekehrt freue ich mich, wenn er nach meinem Blog, meinen Shop, meiner Arbeit fragt.

Es ist nicht immer leicht als Person des öffentlichen Lebens- also als Person, die einen öffentlichen Blog schreibt und damit einen freien Zugang zu ihren Gedanken und Ideen gibt, die Waage zwischen Privat und Persönlich, zwischen Storytelling und schlichtem Präsentieren von Gemachten zu halten. Und es ist auch nicht einfach, im Freundes- oder Familienkreis eine Akzeptanz dieser öffentlichen Arbeit zu erhalten. Ich kenne Bloggerinnen, die es arg bedauern, dass ihre Freundinnen mit dem Blog und der dazugehörigen Arbeit, so gar nix anfangen können.

Es ist eben doch leichter als Lehrerin, Beamtin, Blumenverkäuferin vom Berufsalltag zu berichten. Als Bloggerin machste irgendwas in Deinem Kämmerlein, fotografierst es, fasst es in Worte, veröffentlichst es oder Du bist vielleicht auf Reisen, nimmst an Blogger-Events teil, machst diese Instagram-Stories oder dieses Snapchat-Dings. Ist das Arbeit oder ist das Spass und was verdienst Du überhaupt damit? Nix? Du machst das nur zum Spass an der Freud? Mensch, musst Du Zeit haben!

Der Großteil meines Freundeskreis versteht mittlerweile sehr wohl, was ich mache und warum ich das mache und, dass es mir Spass macht und ich obendrein damit auch was verdiene. Auch meine Familie, mein Mann, meine Eltern stehen da voll hinter mir, sehen und verstehen, was ich so mache. Das war nicht immer so. Anfangs konnten meine Eltern mit meinem Blog nix anfangen. Aber irgendwann fingen sie an, ihn regelmäßig zu lesen und heute erinnert mich mein Vater daran, dass ich ja mal wieder bloggen könnte, damit er nach dem Frühstück was zum Lesen hat.

Das ist ein schönes Gefühl. Und ich freue mich darüber, weil es schliesslich auch eine Wertschätzung meiner Arbeit ist. Egal, ob ich es mache, um Geld damit zu verdienen oder einfach nur, weil es mir Spass macht.

Wie ist es bei Euch? Wie geht Ihr mit den Erwähnungen Eurer Familienmitgliedern auf Euren Blogs um? Wie sieht Eure Familie oder Euer Freundeskreis Euren Blog? Verstehen sie, was Ihr da macht und finden sie es gut? Oder eher nicht? Wenn Ihr mögt, dann schreibt drüber. Auf Euren Blogs oder hier im Kommentarfeld. Ich würde mich freuen!

Liebe Grüße, Bine

– – – – – – – – – – – – – – – – –

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35 Kommentare

  • Reply
    Uschi aus Aachen
    11. September 2016 at 10:21

    Das ist ein schönes Thema, das mich auch oft bewegt. Ich fühle mich innerfamiliär vielfach mißverstandener als bei den nicht-verwandten Bloglesern. Und DER Mann liest den Blog nur auf Aufforderung bei besonderen Gelegenheiten, was ich ein klitzekleines bißchen merkwürdig finde. Und die Überraschung, wenn „Fremde“ plötzlich sagen, das haben sie auf meinem Blog gelesen, finde ich immer wieder nett…

    Ich werde mal sehen, ob ich darüber was blogge – danke jedenfalls für Deinen schönen Text und die Anregung!

  • Reply
    Krisi von Excusemebut...
    11. September 2016 at 10:49

    Oh wie war, und sehr schön geschrieben. Ich als Foodbloggerin habe da nicht so viele Probleme mit, da ich nicht sehr viel von mir Preis gebe wie ein persönlicherer Blog. Dennoch kommen ab und zu Erlebnisse oder Anekdoten in mein Text, aber eben nur ab und zu. Das liegt aber auch daran, dass es mir schwer fällt solche persönlichen Erlebnisse spannend oder lustig zu schreiben, und deswegen lasse ich es dann auch oft bevor es langweilig wird;) Meine Freund erwähne ich stehts nur als meinen Freund. Er liest meinen Blog nicht, gibt aber Ideen für Rezepte und fragt stets nach, was nun auch auf den Blog kommt und was nicht. Das ist völlig ok so für mich. In meiner Familie liest eine meiner Schwestern immer meinen Blog, was mich sehr freut, ansonsten ist für alle anderen die Bloggerwelt allgemein etwas unbekanntes Seltsames;)
    Liebe Grüsse,
    Krisi

  • Reply
    Jana
    11. September 2016 at 10:57

    Ich habe meinem Mann gerade ein paar Sätze deines Artikels vorgelesen… ;-)
    Er: Und was willst Du mir damit sagen?
    Ich: Du sollst meinen Blog lesen!
    Er: Aber nicht jetzt, jetzt kommt Löwenzahn!
    Naja, es macht mir nicht wirklich was aus, dass er meinen Blog nicht liest, es ist eben nicht sein Ding über was ich da meist schreibe. Aber wenn ich ihn auffordere etwas zu lesen, weil ich seine Meinung dazu hören will, tut er es meist (es sei denn Löwenzahn läuft gerade)!
    Ich weiß, dass er schätzt, was ich so tue. Ich lass mir schließlich auch nicht ständig erzählen, was er in der Arbeit so getan hat, denn damit kann ich nichts anfangen… ;-)

    • Reply
      Bine | was eigenes
      11. September 2016 at 15:18

      Gegen Löwenzahn kommt kein Blogpost der Welt an! Da bin ich voll und ganz auf der Seite
      Deines Mannes. ;-)))

  • Reply
    Der Mann der Bloggerin. - AmandoBlogs.comAmandoBlogs.com
    11. September 2016 at 11:18

    […] post Der Mann der Bloggerin. appeared first on was […]

  • Reply
    Ute
    11. September 2016 at 11:22

    Hallo Bine,
    das ist ein toller Beitrag! Da ich mir noch nicht sicher bin, ob ich das Thema in meinem Blog aufgreife (passen würde es schon bei „Dies und Das“), will ich doch schon mal kurz hier antworten:

    Da mein kleiner Blog ja so ein wenig „zweigeteilt“ ist, komme ich lediglich im „privaten Teil“ mal in die Verlegenheit, auch meine Familie zu erwähnen. Das tue ich aber dann auch weitgehend anonymisiert; wer die Personen kennt, weiß, wer gemeint ist, und für alle anderen passt es auch ohne es zu wissen.

    Mein Blog ist ja (zumindest derzeit) nur Hobby neben meinem Job, also wissen zwar Familie und Freunde, was ich da mache, aber nur wenige schauen regelmäßig rein. Das finde ich zwar schade, aber wenn die Interessen halt anders legen, ist das halt so.

    • Reply
      Ute
      11. September 2016 at 11:23

      Es sollte natürlich „… anders liegen…“ heißen!

  • Reply
    Mareike
    11. September 2016 at 11:24

    Liebe Bine,

    ein toller Post, den Du da geschrieben hast. Ich finde es schade, dass meine Freunde mit meinem Blog nichts anfangen können. Immerhin ist er ein Teil von mir – und zwar ein ganz Wichtiger. Daher fühl ich mich in der Bloggercommunity manchmal besser aufgehoben, vor allem, wenn wir die gleichen Interessen haben.
    Schon verrückt, wenn man ein Lob und die Bestätigung aus dem unpersönlichen Internet bekommt, aber nicht privat.
    Ansonsten halte ich mich im Blog eher bedeckt. Ich schreibe schon mal, wenn ich was für meine Mama gemacht habe, aber über Dinge, die mich sehr bewegen, schreibe ich nie. Namen werden natürlich auch keine genannt. Das ist dann die virtuelle Haustür, an der Schluss ist. Aber ab und zu darf man durchs Fenster schauen.

    LG Mareike

    • Reply
      Bine | was eigenes
      11. September 2016 at 15:20

      Sehr schöner Vergleich von der virtuellen Haustür, an der Schluss ist; aber das Fenster, durch dass Deine Leser hin und wieder schauen dürfen! Das gefällt mir und es kommt meiner Einstellung sehr nahe! :-)

  • Reply
    Kathrin
    11. September 2016 at 11:36

    Ich les gerade den Text meiner Vorschreiberin Jana und muss erst mal lachen habe meinem Mann auch ein paar Zeilen vorgelesen (er ist auch so ein Nichtleser) da kam nur ein trockenes „Aha“ , ich denke er wusste worauf ich hinaus wollte. Wenn ein neuer post von mir raus ist bekommt er eine Mail (weil ich ihn angemeldet habe) und dann heißt es nur da kam wieder so ne Spam Mail heute…. ist zwar ganz spaßig gemeint aber schöner fände ich es trotzdem wenn er mich auf Schreibfehler hinweist und ich sehen würde er hat es tatsächlich gelesen, nun kommt dazu das ich nicht wirklich viel schreibe da mein blog ja in erster Linie ein Photographie / Ausstellungs blog ist deshalb kommt als Argument meist „brauch ich doch nicht lesen ich war doch dabei und kenn die Bilder“. Meinen Sohn darf ich hier erst gar nicht erwähnen geschweige denn fotografieren, wenn mal irgendwo ein 11 jähriger Junge von hinten zu sehen ist , das ist er und dann wird er meist schon sauer das ich ihn abgelichtet habe.
    Der Artikel war wirklcih schön und lustig geschrieben hat mich aber gleichzeitig auch zum Nachdenken gebracht….mir folgen auch mehr Fremde oder Bekannte als Freunde, die Gründe: „Ich seh deine Bilder doch auch so…“ „Ich kenn mich mit Kunst doch nicht aus….“ „ach ich kann deinem blog auch folgen?…“ „was ist folgen?“ „ich bin nicht bei facebook“ und meine Eltern haben gar kein Internet, meiner Mutter muss ich immer wieder erklären was ein blog noch mal war. Du kannst also mit deiner Situation wirklich zufrieden sein.
    Viele Grüße Kathrin
    Viele Grüße Kathrin

    • Reply
      Bine | was eigenes
      11. September 2016 at 15:22

      Das bin ich, Kathrin. Aber ich sehe und verstehe auch Deine Seite- einer meiner Freundeskreise fragt nie nach meinem Blog, mit einem anderen unterhalte ich mich öfter über meine Artikel.
      So ist das eben… Für uns Blogger ist dieses Blog-Ding was ganz Normales, für Leute, die das nicht kennen, ist es wahrscheinlich irgendwas Seltsames. ;-)

  • Reply
    Anna von tepetua
    11. September 2016 at 12:29

    Liebe Bine,
    was für ein schöner Artikel! Und er macht mir Mut. Vielleicht ändert sich ja bei meiner Familie auch noch was. Da ich nicht vorhabe meinen Blog einzustampfen, haben sie ja noch Zeit. Aktuell ist das Interesse eher gering bis nicht vorhanden und ich finde das natürlich schade, denn es steckt viel Herzblut in dem Blog. Mein Mann (der Liebste ;-)) hat immerhin das Rezept-Register für sich entdeckt. Der Rest – – –
    Die Hoffnung stribt zuletzt.
    Liebe Grüße
    Anna

    • Reply
      Bine | was eigenes
      11. September 2016 at 15:24

      … und wenn es sich gar nicht ändert, dann ist das so. Dennoch wünsche ich Dir, dass innerhalb Deiner Familie sich mehr für Deinen Blog interessiert wird!

  • Reply
    Berit
    11. September 2016 at 12:31

    Liebe Bine,
    ein wirklich schöner Text mit vielen wichtigen Themen. Ich handhabe es so: ich frage mich immer, ob es sich wirklich gut anfühlt, genau das zu schreiben und zu veröffentlichen. Einige Male hat es mich schon überrascht, wer meinen Blog so liest. Da kommt dann plötzlich eine Email von der alten Nachbarin oder einer Mitschülerin. Menschen von früher entdecken irgendwann den Blog und durchstöbern die Posts, Arbeitskollegen, Familie und Leute, an die man gar nicht denkt. Zwischenzeitlich vergesse ich das, aber man weiß nicht genau, wer da draußen mitliest und für wen man schreibt. Also für mich gilt, dass Alles, was sich gut anfühlt, erlaubt ist.

    viele Grüße
    Berit

    • Reply
      Bine | was eigenes
      11. September 2016 at 15:24

      Ich sage mir immer: alles, was ich einem Fremden an der Bushaltestelle erzählen würde, erzähle ich auch im Blog. Denn dann fühlt es sich gut und OK an.

  • Reply
    Steph
    11. September 2016 at 13:07

    Mein Mann wird auf meinem Blog der Hausherr genannt, auch wenn wir gar kein Haus haben sondern in einer Wohnung leben. Ich glaube Ihm gefällt das. Er ließt auch meist meine Post Korrektur (also zumindest so grob), wofür ich Ihm sehr dankbar bin.

  • Reply
    Conny
    11. September 2016 at 13:34

    Was für ein toller Beitrag! Und so ehrlich und so lustig. Da sitze ich hier und denke darüber nach und muss lachen. Weil die Begriffe – Sohnemann, Männchen, Mann oder ähnliches – schon so oft zum schmuntzeln gebracht haben. Ich weiß gar nicht, was ich sagen würde…. ich würde mich wohl mit einem Buchstaben oder ähnlichem zufrieden geben! Aber sehr inspirierender Post. Danke dafür!
    Auf weitere tolle Posts!
    LG

  • Reply
    Anni
    11. September 2016 at 15:23

    Ha! Ein Post über den Mann… Tja, ich würde sagen, dass deiner sehr gut abgeschnitten hat! ;-) Sollte ich einen Post zu diesem Thema schreiben, so wäre er eher über die Sorte Männer, die den Blog nicht verfolgen, bewerten, lesen, analysieren, kommentieren. Aber vielleicht ist das auch nicht das Schlechteste. So habe ich auch „was eigenes“ und dies ist nicht immer (natürlich dennoch oft auf dem Blog erwähnt) mit dem alltäglichen Leben verbunden. Das ist auch sehr wertvoll.
    Aber gut geschrieben!

    • Reply
      Bine | was eigenes
      11. September 2016 at 15:26

      Was eigenes zu haben, ist immer gut! Und danke für das nette Kompliment, Anni!

  • Reply
    Tabea
    11. September 2016 at 20:17

    Da sprichst du ja mal wieder ein Thema an, das uns Blogger alle betrifft.
    Also ich erwähne öfter meine Mama und meine Schwester – aber die Lesen auch mit und ihr vollständigen Namen kann man als Fremder nicht rekonstruieren, da ich einen anderen Nachnamen habe und meine Schwester nur als „kleines großes Schwesterchen“ oder Kim benenne, während Mama einfach Mama ist. Oma findet als Oma auch mal Erwähnung, genau wie selten der Vater. Bei meinen Freunden verwende ich den abgekürzten Vornamen (Beispiel: C. und A.), bis ich von ihnen eine Erlaubnis habe, sie beim Vor- oder Spitznamen zu nennen. Ich möchte nämlich keinesfalls, dass sie durch meinen Blog von Fremden identifiziert werden können.

    Die meisten meiner Freunde kennen meinen Blog schon eine Weile und besuchen ihn auch ab und zu. Meine besten Freundinnen mussten mich vor 2 Jahren auch mal dazu überreden, das Schätzchen nicht aufzugeben, als ich eine motivationslose Phase hatte.
    Meiner Schwester habe ich erst im Mai vom Blog erzählt und war erstaunt, dass sie dieses Hobby so cool fand und den Blog nun regelmäßig liest. Manchmal gibt es auch ein Lob zu den Posts :)
    Und ähnlich ist es mit Mama und Oma, die erfuhren nämlich nur kurz später davon und waren erst mal erstaunt, wie viel ich da online bringe und dass es so gut aussieht. Auch die beiden schauen nun immer mal rein und freuen sich über meine Texte, was mich sehr glücklich macht. Irgendwie ist ein riesiges Kompliment für mich, dass sie sich dafür interessieren.

    Allerdings würde ich es niemandem übel nehmen, wenn er sich nicht im Geringsten für mein Hobby interessiert. Und das habe ich meinem Freund auch gleich gesagt, als er den Link bekommen hat – nicht, dass er sich gezwungen fühlt, das zu lesen.

    Liebe Grüße

  • Reply
    Yvette [engel + banditen]
    11. September 2016 at 20:53

    Also, ich verstecke manchmal gezielt Informationen für meinen Mann in meinem Blog- manchmal klappt’s und er kann sich das dann tatsächlich merken!!! Gelesenes bleibt besser haften ;-)

    Meine Kinder kommen auch vor, auch mit Namen- da ich ja personalisierte Sachen im Shop verkaufe, waren sie dort eh auch schon immer zu sehen. Und als wir in Amerika waren, waren gerade diese Beiträge auch beliebt, in denen ich über das Schulleben der Kids geschrieben habe und daher waren sie auch auf den Fotos drauf. Meine Größe allerings deutlisch weniger als die Jüngste- je älter, je weniger muss das auch sein. Und Lara startet inzwischen auch ihren eigenen Blog zusammen mit ihrer Freundin…

    Auch besonders durch den USA-Aufenthalt habe ich auch viele Leser, die ich tatsächlich persönlich kenne. Das ist schön! Aber auf Insta, wo ich mich ja auch viel rumtreibe (und immer besonders gerne deine Stories schaue!), kenn ich tatsächlich kaum jemand in echt- das ist meine virtuelle Welt.

    GLG aus’m Pott (war gestern noch in Kölle auf dem Kasalla-Konzert!), Yvette

    • Reply
      Bärbel
      6. Oktober 2016 at 12:05

      Das ist ja mal eine geniale Idee Yvette – danke für den Tipp, verstecke Botschaften in einen Blogpost einzubauen. Da in diesem Monat noch ein ziemlich runder Geburtstag meinerseits ansteht, werde ich mal so einen Testballon starten! Liebe Grüße aus Berlin! Bärbel ☼

  • Reply
    Julia
    11. September 2016 at 23:19

    Ein sehr interessanter Blogpost! Ich habe selber keinen eigenen Blog, denke aber immer wieder darüber nach weil ich so gerne Fotos mache und diese mit anderen Teilen möchte. Aber das Thema: „Wer würde mitlesen?“ beschäftigt mich da immer sehr und hält mich ein bißchen davon ab. Gerade wenn es da um nahe Familienmitglieder geht oder um Arbeitskollegen. Vielleicht erzähl ich es einfach erstmal keinem 😂
    Auch Quatsch oder? Ich werds mir mal überlegen!
    Liebste Grüße, Julia

  • Reply
    Michaela Menschel
    11. September 2016 at 23:19

    Toller Beitrag, der den Nagel auf den Kopf trifft!!!
    Nicht den Mann! Aber darüber macht sich, glaube ich, jede Bloggerin Gedanken. Wie viel Privatleben gebe ich preis? Und es ist durchaus spannend, wie unterschiedlich das gehandhabt wird. Deine Variante finde ich nachvollziehbar, durchaus amüsant und ich bin mir sicher, wenn du eine klare Linie hast, akzeptieren das auch die Leser. Ich frage meine drei Männer (zwei Söhnemänner und einen Mann! ) immer vorher, das klappt ganz gut. Da sie alle recht interessiert sind an meinem Blog und den Artikeln, möchte ich sie auch nicht überrumpeln, nach dem Motto: jetzt habe ich gerade ein Bild von dir gepostet oder unseren Streit von neulich??!!
    Aber ich habe noch ein ganz anderes Problem. Wir sind ja ein Bookclub mit vier Frauen, manchmal sind wir auch mehr. Ich hatte die Idee mit dem Blog und ich schreibe den Blog. Die anderen lesen, geben Kommentare ab und auch ein paar gute Ideen, aber in die Öffentlichkeit wollen sie auf keinen Fall. Daher habe ich ihre Namen geändert, weil ich ja schon ab und zu über sie erzähle und dazu braucht man einfach Namen, allein schon zur Unterscheidung. Booklover 1, 2 und 3 oder etwas ähnliches würde sich seltsam anhören??! Nun fragen mich immer wieder Leser, warum sich meine Bookclub-Mädels denn nicht zeigen wollen. Gibt es sie überhaupt? Ist der Bookclub vielleicht nur eine Erfindung und warum können sie (die Leser) nicht auch mal am Bookclub teilnehmen??? Ich könnte mich darüber amüsieren, wie insitstierend Leser werden, wenn man ein Mysterium schafft??! Ja, es gibt den Bookclub, vier normale Frauen lesen Bücher und haben Spaß. Das ist doch nicht so schwer zu verstehen oder? Aber die Mädels aus meiner Bookclubrunde sind halt introvertierter und haben schon von Anfang an gesagt, der Blog ist dein Ding, wir lesen nur und du stehst im Rampenlicht! Für mich ist das sonnenklar, für die Leser scheinbar nicht, die erwarten eine Sitcom. „Sex in the City“ meets Booclub und dazu muss es Bilder und Persönliches geben, am Besten von allen vier Protagonistinnen. Ich zwinge meine Mädels aber nicht vor die Linse, nur weil es ein paar sehr neugierige Leser gibt. Und wenn ich dann doch mal irgendwann ein Foto von uns Vieren posten darf, wird es sicher auch keinen Aufschrei geben. Wie gesagt, wir sind vier ganz normale Frauen… interessant ist nur, wie man mit Privatem, und dazu gehören in dem Fall auch meine Freundinnen aus dem Bookclub, als Blogger umgeht, es ist in jedem Fall ein sehr feiner Grad. Deshalb nochmals danke für deinen Artikel als Anregung zum Thema. Das werden wir bei nächsten Bookclub bestimmt (mal wieder) diskutieren!
    Viele Grüße, Michaela

  • Reply
    San
    11. September 2016 at 23:49

    Das ist ein wirklich interessantes Thema. Ich erwähne meinen Mann nur als „J“ ohne vollen Namen (aber manchmal hier und da mit einem Foto), meine Eltern und Schwester mit Kindern kommen desöfteren schonmal vor, aber selten mit richtig vielen Informationen (meist nur, wenn wir zusammen Urlaub machen und ich darüber erzählen kann – eigentlich nie was aus dem Alltag, es sei denn mal Geburtstag oder so). Generell denke ich immer, das mein Blog relativ anonym ist, aber vielleicht liege ich damit falsch…. so ganz genau kann man es nie wissen.
    Ich weiss auf jeden Fall, dass viele das Bloggen nicht verstehen und am besten verstanden fühlt man sich dann daher immer bei anderen Bloggern.

  • Reply
    San
    11. September 2016 at 23:52

    P.S. Dein Mann heisst aber nicht Franz-Torben, oder? *GRINS*

  • Reply
    Tigerbabe
    12. September 2016 at 14:45

    Sehr interessantes Thema. Mir sind schon oft die merkwürdigen Bezeichnungen für Ehemänner und Kinder aufgefallen. Der Mann oder Tochterkind finde ich schon etwas befremdlich. Kann man nicht schreiben mein Mann und meine Tochter. Was ist daran so schwierig ? Ich hatte einmal einen Bekannten der seinen Sohn immer “ Der Sohn “ nannte. Der Sohn muss morgen in die Schule. Eine frühere Bekannte nannte ihre Tochter „Mein Kind“. Klingt schon irgendwie sehr distanziert. Wahnsinnig lustig ist auch, dass alle Blogger IKEA als “ den Schweden“ bezeichnen. Was soll der Quatsch ? Lese Ihren Blog trotzdem gern, auch wenn ich nicht nähe und backe.

  • Reply
    este
    12. September 2016 at 17:43

    Schönes Thema hast du (wie meistens, ach was sag ich: wie immer) und so gut darüber geschrieben. So wie du das handhabst find ich es prima und so läuft es auch bei mir. Das mit dem Blogger-Latein musste ich in meinen Anfängen erst kapieren, bei „Tochterkind“ dachte ich immer an eine Enkelin, eben an das Kind der Tochter.
    Auch die Kommentare finden mein Interesse und des öfteren klicke ich mich dann in einen bisher fremden Blog.
    LG este

  • Reply
    decofine
    12. September 2016 at 18:21

    Hui schön geschrieben und soviel..alles für DEN Mann :-). Bei mir findet der allerdings eher selten Erwähnung, weil meine genähten Schätze selten ihn betreffen. Mein Blog ist also weniger persönlich. Allerdings gab es auch schon Fotos mit dem bisher einizigen Pulli für Ihn zu sehen. Mein Sohn stellt ich nur unter Protest (also eigentlich nie) für Fotoshootings zur Verfügung, wenn er mich ablichten darf, dann interessiert ihn das eher.

    Anfänglich war es ziemlich lustig, wenn ich Leuten von meinem Blog erzählt habe..große Augen, was ist das? Mittlerweile kennen mein Real Live Kolleginnen alle meinen Blog und lesen den teilweise auch. Auch meine Ma spricht mich des öfteren auf gepostete Sachen an und erzählt es in ihrem Laden rum :-).

    Da mein Mann selbst schon fast eine öffentliche Person ist und sowohl Foto und Veröffentlichungen von ihm im Internet zu finden sind, werde ich mich hüten private Dinge über uns im Internet zu verbreiten. Es kann ruhig jeder wissen, wer mein Mann ist, aber über unser Familienleben schreiben, käme nicht in Frage. Hier gibt es höchstens mal etwas über Ausflüge oder Urlaubsreisen zu lesen, damit andere evtl. inspiriert werden auch dorthin zu fahren.

    Ob mein Mann meinen Blog regelmäßig liest? Wer weiß..manchmal findet sich über FB ein like :-). Er akzeptiert, dass es eben mein Ding ist und Kritik sowie Hilfe bitte nur nach Aufforderung zu erteilen sind- schließlich würde er bei seiner mittlerweile mehrjährigen journalistischen Erfahrung immer etwas finden.

    Er unterstütz mich, wenn ich ihn lasse…im Gegenzug habe ich dann auch schon mal Rückmeldung gegeben welches Foto für das Zeitschriftencover das Richtigere wäre, ob mir ein geplanter Artikel gefällt oder worüber mal geschrieben werde sollte, habe Fotos von ihm gemacht für einen Artikel gemacht …wir sind beide Bastler und Maker – er technisch und ich handarbeitmäßig. Mir reicht es aber ehrlich gesagt schon, dass ich alle halbe Jahre bearbeitet werde nun doch endlich mal Technik in meine genähten Sachen einzubauen…habe ihm schon angeboten ihm das Nähen beizubringen :-)). Von daher kommt es eher selten vor, dass ich ihn vor Veröffentlichung eines Artikels nach seiner Meinung frage. Außerdem bin ich Spontanblogger, wenn mir also jetzt was einfällt, dann wird es halt gepostet..Planung hab ich nicht, da es für mich nur ein Hobby ist.

  • Reply
    Anna
    13. September 2016 at 21:00

    Großartig geschrieben, musste beim Lesen so lachen. ;D Mein Mann ist auch „der Mann“. Und nein, im „normalen Leben“ nenne ich ihn auch anders – da gibt’s situationsabhängig eine Vielzahl von Möglichkeiten. *g* Generell versuche ich allerdings, die beiden Männer (= den Mann und den Junior) aus den Bloggeschichten rauszuhalten, denn sie möchten einfach nicht Bestandteil meiner Blogstorys sein – oder nur am Rande. Was ich auch verstehen kann. Ist halt ein reines Frauenblog. ;)

    Lieben Gruß
    Anna

  • Reply
    Josie
    13. September 2016 at 23:03

    Ein toller Beitrag!
    Mein Freund interessiert sich überhaupt nicht für meinen Blog, ich glaube er weiß gar nicht mehr wie er heißt und ich glaube auch, dass er noch nie darauf war. Es interessiert ihn einfach nicht und er findet dieses ständige am Handy sein, auf Instagram und SnapChat posten lächerlich und meint, wenn ich nicht genug Freunde hätte sollte ich mir halt mehr suchen XD Aber es ist nur mein Hobby. Ich mache es für mich und ich mache es gerne, für meinen sonstigen Alltag und auch für meinen Job interessiert er sich ja ;-)
    In meinem direkten Umwelt habe ich an sich nicht viele Menschen, welche aktiv auf den Social Media Kanälen sind und ich habe wenige mir bekannte Leser. Das liegt aber auch daran, dass ich meinen Blog komplett unter einem Pseydonym führe und nicht mal mein echter Vorname zu lesen ist, da ich meine berufliche Zukunft schützen möchte. Meine kleine Schwester liest meine Beiträge aber sehr regelmäßig und gibt mir immer konstruktive Rückmeldung, das schätze ich sehr! Man braucht wohl doch auch beim Hobby einen Verbündeten =)
    Ich habe auch schon mal Bloggerinnen aus meiner Nähe (Großraum Hannover) angeschrieben, ob man sich mal zum Austauschen auf einen Kaffee treffen möchte, aber da kamen leider nie Rückmeldungen.
    Vielleicht finde ich in meiner Umgebung ja auch mal Gleichgesinnte ;-)
    Liebe Grüße, Josie

  • Reply
    Lindi Pekel
    27. September 2016 at 07:53

    uiii das ist mal ein Text…
    ich finde das Thema sehr interresant udn werde mir villeicht mal einen Blog beitrag dazu überlegen, ist es okay es auch im Oktober zu machen?
    Ich finde das Thema sehr interresant da tatsächlich über all mit dem Blog anders umgegangen wird… Mein Freund hat z.b vor kurzem gemeint du musst mal wieder was am Blog machen du hast lange nix geschrieben ich sah ihn an und meinte ehm ich habe gestern ein Beitrag online gestellt, er hatte es garnicht mitbekommen das ich jede woche am Tippen bin

  • Reply
    Fortuna Major - {Linklist} September 2016 - Fortuna Major
    2. Oktober 2016 at 20:06

    […] Was zu lachen und Infos über „Den Mann der Bloggerin“ gibt es bei was eigenes. […]

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