Gedachtes

Ich bin ein Kassettenkind.

Guten Morgen, Ihr Lieben! Es ist Sonntag. Es ist Herbst. Morgen ist nochmal Sonntag, ich bin ein Kassettenkind und ich habe einen unbändigen Wunsch: Ich will meinen Laptop zurück! *knatsch*

Nachdem ich in den letzten Wochen, alle paar Tage immer mal wieder ganz plötzlich, eine neue Bildschirmfarbe zu sehen bekam- mal wurde er schwarz, mal grau, mal oliv und auch gestreift und gesprenkelt- habe ich ihn vergangenen Freitag an der Genius Bar im Apple Store zurück gelassen. Der Apple Mann da war sehr nett. Besonders nett fand ich ihn, als wir uns über’s Nähen von Kosmetiktäschchen unterhielten. Als er mir aber sagte, dass das Austauschen der Platine (was auch immer das ist?!) ca. 7-10 Werktage dauern würde, fand ich ihn nicht mehr sooo nett. Na ja. Wat mut dat mut!

Nun sind fünf Werktage vergangen. Seitdem steht auf meinem Schreibtisch ein älterer Computer, der eigentlich schon an einen Freund verkauft ist, den ich aber übergangsweise noch nutzen darf.

Ich habe Internet und ich habe Email. Mehr nicht. Kein Photoshop, kein WhatsApp, keine Excel, kein Numbers, kein Schreibprogramm. Nüscht. Ich kann keine Fotos bearbeiten und meinen Blogplanner nicht vernünftig führen.

Ich bin ein Kassettenkind | Wir Kassettenkinder | Kinder der Achtziger | waseigenes.com

Meine Daten liegen hier neben mir auf einer externen Festplatte. Und Bilder kann man ja auch mit PicMonkey oder anderen kostenlosen Diensten bearbeiten, aber da hatte ich letzte Woche keine Lust zu. Ich möchte mit meinem Laptop und meinem ollen Photoshop arbeiten. Und ich möchte in meine Numbers-Listen schreiben und nicht alles per Hand auf einem Block notieren. Es fühlt es sich jetzt alles nur so halb an.

Natürlich ist das nicht dramatisch. Er kommt ja wieder. Und die Welt geht davon auch nicht unter. Es zeigt mir nur mal wieder, wie abhängig ich von diesem Ding bin. Von dieser Technik. Ist sie plötzlich weg, fühle ich mich, als hätte man mir eine Hand abgehackt. Gut, man muss an dieser Stelle auch erwähnen: das Ding brauche ich für meinen Job. Ich bin nun mal Bloggerin und Online-Shop-Betreiberin und keine Gärtnerin. Oder Verwaltungsfachangestellte.

Wird mir die Technik ungewollt aus der Hand gerissen, hat das natürlich auch Vorteile: Ich konnte zwar in der letzten Woche surfen, was ich auch ausgiebig auf Pinterest tat- ich fühle mich jetzt schon richtig weihnachtlich bei all den vielen Deko-Bastel-Plätzchen-Bildern –  aber ich habe auch ganz viel genäht. Eine größere Bestellung muss bis zu den Herbstferien fertig werden. Und obendrein habe ich für den Shop genäht, der nicht so richtig aus der Sommerpause raus kam.

Internet, Handys, Ipads, MineCraft… das alles sind immer wieder Themen in meinen Mädels-Freundeskreisen. Wir Mamas jammern, dass unsere Kinder am liebsten vor dem Computer sitzen und dort spielen, statt im Wald Kastanien zu sammeln. Sie verbinden ihre (unsere!) iPads miteinander und bauen aus Klötzen Welten, während die Mama daneben sitzt, in einer Zeitschrift blättert (oder auf dem Handy rumtippt) und ganz grün im Gesicht wird, weil ihr bei der Geschwindigkeit dieses Spieles schlecht wird „Guck mal Mama, da habe ich den Garten gebaut!“. „Nee, lass mal, ich muss sonst kotzen!“ Sie hören Spotify und unterhalten sich mit ihren Freunden über Spiele und Anwendungen, von denen wir rein gar nix verstehen.

Und ich- die Mama- denkt: mein Gott, Du wirst alt. Dabei bin ich gar nicht alt. Ich gehöre nur dieser Zwitter-Generation an. Die, die mit dem ganzen Zeug nicht groß geworden ist. Die, die abends Hanni und Nanni in den Kassettenrecorder eingelegt hat. Die, die am Nachmittag ein Colt für alle Fälle geguckt hat. Die, die stundenlang mit ihren Freundinnen an der Strippe hing und zwischendurch böse Blicke von ihrer Mama erntete, weil das Telefonieren damals noch so teuer war.

Ich bin die, die stundenlang vor dem Kassettenrecorder lag, um die neusten Hits aus dem Radio aufzunehmen (und sich maßlos ärgerte, wenn der Radiosprecher am Ende ins Lied reinquatschte!).

Ich bin eine von denen, die mit Anfang 30 noch sagte „Internet auf dem Handy? Brauche ich nicht!“ und die, die sich um drei Uhr verabredete und um drei Uhr da war oder sich verspätete, aber das war egal. Man musste nicht alle paar Minuten eine Statusmeldung abgeben, wann man da sein  und ob man es pünktlich schaffen würde.

Ich bin überaus Technik-Internet-affin. Ich bin Bloggerin und Online-Shop-Betreiberin. Ich habe mein Handy immer bei mir. Immer. Ich finde es irre, was wir heute für Möglichkeiten durch die Technik haben und wie schnell wir kommunizieren können (wenn wir wollen).

An manchen Tagen rappelt mein Handy ohne Ende. Dann wird in allen Gruppen gequasselt. Neuste Thermomix Rezepte müssen ausgetauscht werden, ein neuer Termin mit meinem Schulfreundinnen wird ausgehandelt (was bei neun Frauen mindestens 72 WhatsApp bedeutet!), in der geheimen Geburtstagsgruppe muss besprochen werden, wer wann welches Geschenk besorgt, mit den Bloggerfreundinnen wird bequatscht, welcher Plotter denn nun gut ist und welcher nicht, in der Sportgruppe wird besprochen, wer die Kinder hinfährt und wer sie abholt; in der Nähgruppe werden immer lustige Filmchen hin- und hergeschickt, in der Familiengruppe werden alle mit Fotos der Kinder genervt und dann gibt es da noch einen Haufen einzelner Chats. Der totale Kommunikationswahnsinn!

An machen Tagen ist nicht viel los. Das ist dann auch mal schön.

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Neben all dem privaten und natürlich wichtigem Geschnattere flattern Nachrichten via Facebook und Instagram (bis ich mal gerafft hatte, dass man sich über Insta Nachrichten schreiben kann…. oh Mann, ich alte Frau!) von Kunden und Bloglesern rein und  dann gibt es ja noch die gute alte Email. Fast schon ein bisschen oldschool.

Aber es ist okay. Ich kann das handeln. Echt! Ich schaffe fast immer alles (irgendwann!) zu beantworten. Schickt Ihr nur alles zu mir. Bine macht das schon! Und irgendwann schmeisst Bine ihren ganzen Technikkram aus dem Fenster und zieht in eine Blockhütte in die Berge. Mit Feuerstelle und Strohbett, zwei Ziegen im Stall und Wurst und Käse auf dem Tisch. Merkt man, dass ich Freitagabend Heidi gesehen habe? Nö, oder? Wahrscheinlich finde ich gar keinen Platz in der Hütte, weil da schon ganz viele andere Menschen hocken. Menschen, die ihren Technikkram aus dem Fenster geschmissen haben. Menschen, meiner Generation, die sich lieber vor den Kassettenrecorder legen und sich wünschen, dass Elmar Hörig nicht am Ende des Liedes reinquatscht.

Ob es wohl schon schon Therapiezentren und für Menschen gibt, die mit dem ganzen Nachrichtenscheiss nicht mehr klar kommen? Die dauernd diese Tippbewegung mit ihren Fingern machen, obwohl sie gar kein Handy in der Hand halten? Nein? Wie wäre es mit einer Blockhütte? Mit Feuerstelle, Strohbett und Kassettenrecorder?

Ich finde ich wirklich genial, wen ich durch dieses Internet alles kennen gelernt habe und was ich dadurch für Möglichkeiten habe! Ich blogge für mein Leben gern, freue mich, dass es mal jemanden gab, der den Online-Shop erfunden hat und ich will meinen Laptop zurück!

Aber manchmal fühle ich mich alt. Dann nörgel ich rum, dass mir das alles auf den Keks geht und motze meine Kinder an, dass sie dieses scheiß iPad weglegen sollen und sich einfach mal langweilen sollen. Bastelt doch mal Kastanienmännchen! Oder starrt die Wand an! Oder legt doch mal eine Kassette in den Recorder. So, wie ich das früher gemacht habe.

…. wirre Gedanken eines Achtziger-Kindes, welches Euch heute einen schönen Sonntag wünscht! Und für morgen wünsche ich Euch auch schonmal einen schönen Sonntag!

Bist Du auch ein Kassettenkind?

Liebe Grüße, Bine

PS.: Das Buch Wir Kassettenkinder* wurde mir kürzlich zugeschickt. Ich habe es noch nicht gelesen, aber ich bin mir sicher, ich komme in dem Buch vor. Und Ihr vielleicht auch?! *Amazonlink

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22 Comment

  1. Reply
    Mareike
    2. Oktober 2016 at 08:42

    Liebe Bine,

    Jetzt hast Du aber was rausgelassen. Besonders hab ich mich über Deinen Absatz mit „an der Strippe hängen“ gefreut. Da musst Du aufpassen, denn das versteht heut keiner mehr. Strippe – was meint sie damit? Ich bin jetzt fast Mitte Dreizig und hab früher auch auf Kasette aufgenommen. Aber ganz ehrlich: Auf Bleistift ins Rädchen und den Bandsalat wieder aufdrehen hab ich keine Lust mehr. Ich bin dann tatsächlich bei CDs hängen geblieben und hab den Sprung zu digitalen Downloads verpasst.
    Ich wünsche Dir jetzt noch eine besinnliche Zeit ohne Laptop und dass Du sie mit ganz viel anderen Sachen füllst., die Du sonst nicht machst. Und bald ist er ja wieder da…

    LG Mareike

    1. Reply
      Bine | was eigenes
      3. Oktober 2016 at 08:43

      Oh je, da hast Du recht… wer kennt heute noch die Strippe? :-))
      Nein, ich habe auch keine Lust mehr auf Bandsalat, aber ich freue mich,
      wenn meine Kinder dann und wann meine ollen Kassetten hören.
      LG Bine

  2. Reply
    Tabea
    2. Oktober 2016 at 09:45

    Achja, wie abhängig wir doch von der Technik sind… du willst nicht wissen, was das für ein Horror war, als vor einem Monat mein Handy Sonntag Morgen einfach gestorben ist – ich hatte nicht mal eine Uhr zum immer dabei haben ;) Daher drücke ich dir die Daumen, dass der Techniker sich beeilt und dein Gerät ganz schnell die Arbeit wieder aufnimmt!!!

    Obwohl ich ja mit Internet und allem aufgewachsen bin – Kassetten habe ich auch geliebt und jeden Abend gehört und Internet auf dem Handy gibt es erst seit Sommer, weil ich eh einen Vertrag brauchte, da die Wohnung kein Festnetz mehr hat. Wie du mit diesem ganzen Kommunikationskram umgehst, finde ich super. Bei läuft es ähnlich – mal ist ganz viel los, manchmal auch nicht. Und Mails mag ich sowieso lieber, weil ich mich da nicht verpflichtet fühle, schnell zu antworten ;)

    Liebe Grüße

    1. Reply
      Bine | was eigenes
      3. Oktober 2016 at 08:44

      Was für ein Schreck… Handy kaputt? Geht gar nicht! Das brauchen wir doch heute zum Leben! :-)))

  3. Reply
    Doris
    2. Oktober 2016 at 11:33

    Nein, ich bin kein Kassettenkind. Ich bin 1964 geboren. Ich bin also eine noch verschärftere Version von dir. Dennoch bin auch ich sehr internetaffin und ich liebe dieses Medium, es eröffnet viele Möglichkeiten. Besonders für mich, die wirklich auf dem platten land lebt, aus vielerlei Gründen nicht oft rauskommt ist das Internet für mich das Tor zur Welt.
    Wir haben, weil es so schnell ging mit dieser technischen Revolution noch nicht wirklich gelernt differenziert umzugehen, pfeifen uns so ziemlich alles rein und glauben auch überall mitmischen zu müssen. Ich versuche mittlerweile genauer hinzuschauen und jage nicht mehr jeder virtuellen neuen Sau nach die da durchs Dorf getrieben wird. Ich muß nicht jedes Angebot annehmen das mir offeriert wird. Ich kann wählen. Und ich wähle. Der Informationsoverkill hatte auch mich erreicht und ich war unwahrscheinlich unruhig, habe nichts mehr so recht auf den Plan bekommen … bis ich gemerkt habe, dass ich einige Kanäle abschalten sollte und für mich rausfinden muss, welche Informationen für mich relevant sind. Eben genauso wie wir früher entschieden haben entweder Hanni und Nanni zu lesen (ich bin noch die Leseversion) /hören oder draussen spielen zu gehen.
    Deine Gedanken sind nicht wirr, sie sind aus Deiner Perspektive richtig, aus der Perspektive Deiner Kinder sind sie natürlich wirr – KASTANIENMÄNNCHEN … ?????!!!! :D Aber die Zeit geht nun mal weiter, entwickelt sich, Telefone haben keine Strippen mehr. Was gleich geblieben ist, ist der Mensch der entscheidet ob es nun stundenlanges telefonieren mit und ohne Strippe sein soll, Zeit verlieren in Pinterest oder eben einfach nur die Wände anstarren.

    Und ja, es gibt tatsächlich schon Therapien für Menschen die mit dem informativen Overkill nicht klarkommen.

    LG Doris

    1. Reply
      Bine | was eigenes
      3. Oktober 2016 at 08:45

      Guter Gedanke: es hat sich viel verändert, aber der Mensch hinter der Technik ist
      gleich geblieben. Zumindest wir. Die Kinder nicht :-)
      Ich dosiere meinen Overkill auch vernünftig. Versuche es zumindest.

  4. Reply
    Renate
    2. Oktober 2016 at 12:01

    Guten Morgen,
    auch ich bin Anfang der 60er geboren und habe mich sehr sehr lange erfolgreich des Handys erwehrt, Aber ein plötzlicher Krankenhausaufenthalt zeigte, dass es doch nicht sooo verkehrt ist…
    Hab halt die mühsame SMS-Schreiberei komplett überschlagen, besitze ein einfaches Smartphone und – genieße es.ich muss ja nicht alles kommentieren. Die WhatsApp-Gruppen sind schon sehr mitteilsam :)
    Bei manchen Sachen stelle ich mich immer noch dumm und lasse es meinen Mann machen. Ich bin immer noch nicht stets und überall zu erreichen, aber ich taste mich in meinem Tempo an die „modernen technischen“ Sachen heran, die ich möchte.
    Ich lese immer noch lieber echte Bücher und wechsle die CDs vom Hörbuch….
    Aber insgesamt weiß ich die Möglichkeiten sehr zu schätzen. Und möchte das Rad nicht zurückdrehen.
    Stellt euch das mal vor… :)
    Einen schönen Sonntag – zweimal – wünscht
    Renate

    1. Reply
      Bine | was eigenes
      3. Oktober 2016 at 08:46

      Nein, sooo verkehrt ist es wirklich nicht. Ein Leben ohne Handy könnte ich mir
      nicht mehr vorstellen.
      Echte Bücher lese ich nur noch selten. Am liebsten lese ich Romane und Krimis auf
      meinem Kindle. So ist das eben ….

  5. Reply
    Martina
    2. Oktober 2016 at 12:01

    Ohhh, jaaaa!!!!!!!
    Ich kann noch heute meine alten Märchenkasetten mit sprechen, so oft habe ich sie gehört.
    Mir geht es wie dir, und ich finde es fast schade, dass meine Kinder das alles verpassen

    1. Reply
      Bine | was eigenes
      3. Oktober 2016 at 08:47

      Ich kann auch noch bei einigen Kassetten mitsprechen. :-) Aber ich möchte auch nicht
      die schönen Hörspiel CD’s meiner Kids missen.
      Daran werden sie sich einiges Tages erinnern.

  6. Reply
    Rosi Jung
    2. Oktober 2016 at 12:07

    Liebe Bine,
    ich lach mir mal wieder ’nen Ast :-)! Ich bin noch ein bisschen älter als meine Vorrednerin ( und Verwaltungsfachangestellte ;-) ). Ich bekam böse Blicke von meiner Mutter, wenn ich bei den Hausaufgaben „Negermusik“ von Radio Luxemburg hörte.
    Heute möchte ich auf‘ Internet und mein iPhone und mein iPad nicht mehr verzichten. Wir haben dadurch so viele Möglichkeiten, die wir nutzen können und sollen. Allerdings sollten wir auch manchmal den Ausschaltknopf bedienen. Ich mache das. Dann ist Ruhe, und das tut gut bis ich mich wieder ins Netz stürze :-).
    In diesem Sinne, einen schönen Sonn- und Feiertag!
    Viele liebe Grüße, Rosi

    1. Reply
      Bine | was eigenes
      3. Oktober 2016 at 08:48

      Guten Morgen, Frau Verwaltungsfachangestellte! :-)))
      Ich drücke gleich den Ausknopf, dann gibt’s nämlich Frühstück und
      irgendwann später stürze ich mich wieder ins Netzgetümmel!
      Hab einen schönen Sonntag!

  7. Reply
    Andrea Pernau
    2. Oktober 2016 at 16:44

    Hallo Bine,
    ich habe herzlich über Dein Post gelacht. Ich bin ein 1966 iger Kind und habe mich bis vor einen halben Jahr, erfolgreich gegen Internet auf Smartphone gewehrt. Ich brauche sowas nicht, das macht doch krank, in der Natur auf das Smartphone zu starren. Bin schon von meinen Freundinnen belächelt worden. Vor zwei Monaten war ich im Krankenhaus und Sohnemann hat dafür gesorgt, das ich Internet auf Smartphone bekomme. Bin ja auch Bloggerin und wollte nichts verpassen. Und nun ? Tja, bin in der Neuzeit angekommen. Oje , war richtig schlimm bei mir die erste Zeit nach dem Krankenhaus :-). Hund auf der einen Seite und auf der anderen Handy und Whats app oder wie das heißt, getippt. Mittlerweile habe ich mich davon befreit und widme mich in der Natur wieder meinen Hund :-) Muss aber gestehen, das mein Sohn kaum im Internet zu finden ist, aber ich….oje. Ich liebe das Internet !! Aber ich liebe auch die Natur und das wirkliche Leben !
    In diesem Sinne
    Liebe Grüße
    Andrea

    1. Reply
      Bine | was eigenes
      3. Oktober 2016 at 08:50

      So ist’s richtig und so ist es bei mir auch: ich mag beides gerne und will auf
      beides nicht verzichten. Die offline-Zeit mit Familie, Natur und einem schönen Buch
      und die online Zeit! :-)

  8. Reply
    Silke H.
    3. Oktober 2016 at 19:15

    Ich bin auch ein Kassettenkind und mein Highlight war die Elmi-Show und wenn ich es geschafft habe ein Lied ohne Radiodienst oder Gequatsche aufzunehmen. Aber mir geht es auch immer öfter wie Dir und ich fühl mich überfordert oder komm mit der Technik nicht klar. Seit ich aber ab und zu eine Medienfreie Zeit einplane und mir dann bewusst Zeit für Insta und Co. nehme klappt es besser. Ein absolut treffender Post. Liebe Grüße Silke

  9. Reply
    Larissa
    3. Oktober 2016 at 21:00

    Hach, Du sprichst mir wieder aus dem Herzen…und jaa, ich bin auch ein Kasettenkind-mit Bändersalat und Radiomoderator-Reingequatsche! Bei einem Lied höre ich sogar heute immer noch an einer bestimmten Stelle die WC-Spülung, die damals beim Aufnehmen auf meiner Kassette im Hintergrund lief :-)) und finde es teilweise auch sehr schade, dass meine Mädels draussen nicht mehr Indianer oder Gummihüpfen spielen (das habe ich ihnen schon mehrfach gezeigt, aber der Funke springt nicht über :-() und nerve mich , wenn sie tagtäglich ankommen, und auf der Xbox Minecraft spielen wollen…., aber andererseits-ohnen Lappe und Handy?? Würde mir auch extrem schwer fallen…ok, im Urlaub habe ich 2 Wochen, dank fehlenden Wlan geschafft, aber dafür hatte ich mind 8 Std meinen Kindle in der Hand ;-)
    Aber so einen medienfreier Tag in der Woche würde und allen wahrscheinlich gut tun-und anstatt abends am Laptop/Pad rumzuhängen, einfach mal wieder ein Brettspiel in die Hand nehmen…mal schauen, was meine Familie dazu sagt! Dir wünsche ich baldige Rückkehr Deines Laptops! Liebe Grüsse von einem anderen 80iger Kind, Larissa

  10. Reply
    Sabine
    3. Oktober 2016 at 21:13

    Liebe Bine
    Ja, ich bin auch ein Kassettenkind. Und ich habe tatsächlich noch ein paar der extra für mich zusammen geschnittenen Kassetten im Keller…. Und ein paar Hanni und Nanni etc. auch. Und die hören sogar meine Mädels und ich ertappe mich dabei, wie ich tatsächlich plötzlich noch Dinge daraus weiss.
    Aber ja. Die moderne Technik möchte ich nicht missen und auch wenn ich vor wenigen Jahren noch dachte, ich bräuchte nie ein Smartphone… so frage ich mich doch heute, wie das damals ohne ging.
    Aber ich kann gut und gerne einen halben Tag oder wenn die Familie dabei ist auch einen ganzen Tag ohne weg gehen und es stört mich nicht. Ausser ich vermisse die Kamera.
    Dir wünsche ich eine baldige Rückkehr eines gesunden Laptops.
    Liebe Grüsse, Sabine

  11. Reply
    Nadja
    4. Oktober 2016 at 23:59

    Oh Bine.. Ich bin zwar ein wenig jünger als du, aber nach diesem Post fühl ich mich mindestens 10 Jahre älter, als ich bin und ich hab Lust mir gleich eine Kassette rein zu packen und damit einzuschlafen.. :D
    Ich liebe die Technik, hänge jeden Abend am Laptop, bearbeite meine Bilder mit Picasa, mit Lightroom, lese die Blogs, schreibe an meinem Blog (auch, wenn das in letzter Zeit etwas weniger ist) und und und, aber manchmal ist das einfach zu viel. Ich dreh durch, wenn mein 12jähriger Cousin während des gemeinsamen Kaffee-trinkens bei Oma nur am Handy spielt und sich bei WhatsApp Bilder und Videos mit anderen hin- und herschickt. Ich hatte mit 14 mein erstes Handy – das gute alte Nokia um sich zwischendurch mal bei meiner Mama zu melden und anzurufen, wenn was war..
    Auch die Sache mit dem Kassetten aufnehmen, nur um endlich das heiß geliebte Lieblingslied immer und immer wieder auf dem Walkman hören zu können.. und wenn man dann Bandsalat hatte musste man ganz vorsichtig mit dem Bleistift dabei gehen und alles wieder aufrippeln. :D
    Gut auf das letzte kann ich heutzutage auch wirklich verzichten, aber ich war ganz begeistert, als bei der Tochter meines Cousins die alten Kassetten lagen, die ich zum Teil heute auch noch höre..
    Ich hab übrigens genau dieselbe Ausgabe vn „Benjamin Blümchen im Krankenhaus“ und den alten Song dazu kann ich heute noch komplett auswendig. :)
    „Auf einer großen, grünen Wiese, liegt ein großer, grauer Berg. Streckt die Beine in den Himmel, neben ihm da steht ein Zwerg…“ okay schluss damit :D
    Ganz liebe Grüße,
    Nadja <3

    PS: Wo sind verdammt nochmal die Wendy Kassetten, auf die hab ich jetzt Lust :D

  12. Reply
    Katja
    5. Oktober 2016 at 20:54

    Haha, ich saß noch mit dem Telefon – erst noch mit Wählscheibe, später mit quadratischen Tasten – auf der Treppe im Hausflur. Und wenn ich zu lange mit meinen Freundinnen gequatscht habe, hat mein Papa am Kabel gezogen. Generation Kassettenkind. Als kleines Kind hatte man die gelben, später dann die durchsichtigen…. Oder neonfarbene Schallplatten….

    Man könnte fast ein wenig nostalgisch werden. Dennoch möchte ich vieles nicht mehr eintauschen. Aber durchaus gibt es auch Tage, an denen mich die Nachrichtenflut nervt – und ich mich frage, wie das wohl früher war, als man doch sicherlich auch mal ein paar Minütchen zu spät kam, und nicht gleich per whatsapp Bescheid sagen konnte. Und manchmal – Achtung, Geständnis! – da schalte ich die gelesen-Funktion bei whatsapp aus. Im Urlaub. Am Wochenende. Vorm Elternabend. Und siehe da, vieles erledigt sich dann auch manchmal von selbst oder ohne mein Zutun.

    Ganz liebe Grüße,
    Katja

  13. Reply
    Lindi Pekel
    11. Oktober 2016 at 07:25

    Ein Interresanter Beitrag, ich muss zu geben ich bin halb und halb aufgewachsen, ich kenne kassetten, drausen Spielen und alle Möglichen sendungen die heute keiner mehr kennt^^
    Aber ich kenne auch noch wie das alles etwas aufkommt was heute so zum Altag gehört als ich kind war waren Handys noch Klobig und hatten kein Internet… man hat eigentlich kaum sein Handy benutzt…

  14. Reply
    Rösi
    17. Oktober 2016 at 17:26

    Jawohl, ich bin ebenfalls ein Kassettenkind, das unmittelbar nach der Schule UNBEDINGT mit der besten Freundin telefonieren musste… Wer ganz mutig war, hat bei Freundinnentreffen einfach den Hörer vom Telefon genommen und eine Nummer getippt, ohne zu wissen, wen er anruft. Und der Angerufene konnte auf seinem Display nicht sehen, wer ihn da störte, hihihi… Doch Internet, Handy etc. möchte ich heute nicht mehr missen. Es ist gut so, wie ist. Und wie könnten wir Bloggerinnen uns sonst so nett austauschen???
    Herzliche Grüsse Simone

  15. Reply
    Silke Manderfeld-Müller
    8. Oktober 2017 at 10:07

    Liebe Bine,
    Ich bin auch ein Kassettenkind. Meine Schwester und ich hatten ein gemeinsames Zimmer und ich war fürs umdrehen der Kassetten zuständig.
    Heute habe ich sämtliche Benjamin Blümchen, Bibi Blocksberg und Scotland Yard Folgen auf meinem Lamtop. Und höre sie rauf und runter. Das ist wie eine Zeitreise in meine Kindheit, finde ich.
    Und bei jeder Folge weiß ich, wann die Stelle kommt, an der man die Kassette umdrehen musste……
    Genieße den Sonntag…
    Liebe Grüße
    Silke.

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