Unsere Rituale und Traditionen an Weihnachten {früher & heute}.

(Werbung für MILKA) Zu uns kam und kommt immer das Christkind. Vom Weihnachtsmann mag ich nichts hören. Der steht auf der Hohe Straße, sitzt im Einkaufszentrum, tanzt oder verteilt Geschenke auf dem Weihnachtsmarkt. An ihn habe ich nie geglaubt und auch meinen Kindern haben mein Mann und ich von Anfang an erklärt, das der dicke Mann im roten Mantel nur eine freundliche Figur ist.

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Meine Mama war immer das Christkind und deswegen musste mein Papa mit mir und meiner Schwester am Heiligen Abend auch immer das Haus verlassen. Nach dem Frühstück ging es los, vom Niederrhein über die A57 zum Kölner Westfriedhof. Dort lagen Oma Anneliese und später Opa Leo beerdigt. Oma Anneliese, die Mama meines Vaters habe ich nie kennen gelernt. Sie starb 1969 an Krebs. Wir brachten ihr immer eine weihnachtlich bepflanzte Schale, fegten ein paar Blätter vom Grab und zündeten eine neue Kerze an.

Von dort ging es nach Ossendorf zu Tante Annchen. Tante Annchen war die Tante meines Papas. Sie wohnte in einem Reihenhaus, ganz am Ende einer kleinen Stichstrasse. Ich erinnere mich an den Flur des Hauses, an den Garten und die Küche. In der Wand neben der Haustüre waren Glasbausteinen eingesetzt, die man teilweise öffnen konnte. Wir Kinder fanden das damals toll. Glasbaustein auf! Kuckuck! Glasbaustein zu!

Von Tante Annchen fuhren wir zu Tante Resi nach Rodenkirchen. Wir fuhren über den Gürtel oder, wie der Kölner sagt: über den Jüchtel. Der Kölner Gürtel ist eine Ringstrasse, die halbkreisförmig das linksrheinische Köln umgibt. Wir fuhren über den Melatengürtel, den Stadtwaldgürtel, den Sülzgürtel, den Zollstockgürtel, den Bayenthalgürtel bis zum Bonner Verteiler und von dort nach Rodenkirchen.

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Wenn ich heute über den Kölner Gürtel fahre, dann habe ich eine ganz genaue Erinnerung, wie ich damals mit meinem Papa und meiner Schwester über den Gürtel von Tante Annchen zu Tante Resi fuhr. Ich erinnere mich an die Weinachtsbaumverkäufer, die auf dem Mittelstreifen standen und ich fand die Häuser, die am Gürtel stehen damals schon schön. Ich glaube, dass an diesen Heilig Abenden, an denen wir über den Gürtel durch Köln fuhren, der Wunsch in mir aufkam, eines Tages selbst in Köln leben zu wollen.

Bei Tante Resi gab’s meist Linsensuppe. Schliesslich waren wir schon seit dem Morgen unterwegs und hatten langsam Hunger. Anschliessend wechselten wir vom Tisch zur Sofaecke und futterten selbstgebackene Plätzchen.

Am späten Nachmittag ging es über die A57 zurück nach Hause. Durch die kahlen Bäume kann man einen Teil der Bayer Werke sehen und ich hielt immer Ausschau nach einem Weihnachtsbäumchen, welches irgendwo ganz oben auf dem Werk stand. Das taten meine Schwester und ich damals übrigens immer- und das tue ich noch heute mit meinen Kindern: während der Autofahrt Weihnachtslichter in den Fenstern oder auf den Dächern suchen. Und während wir Ausschau hielten, fragten wir uns die ganze Zeit, ob das Christkind wohl zwischenzeitlich da war?

Immer, wenn wir zu Hause ankamen, waren die Rolladen vom Wohnzimmer runterglassen, was uns sehr ärgerte. Meine Mama tat so, als habe sie den ganzen Tag geputzt und vom Christkind nichts mitbekommen. Manchmal waren unsere Omas an Heilig Abend dabei, einmal auch Tante Anna aus Gütersloh, die gar keine Tante war, sondern die Cousine meiner Oma. Bis man als Kind die Familienverhältnisse verstanden hat, hat man schon ein eigenes Leben. Die Heilig Abend Tour nach Köln wiederholten mein Papa, meine Schwester und ich übrigens so lange, bis ich selbst Mama wurde. Die Tanten lebten da schon lange nicht mehr, aber zum Friedhof fuhren wir immer.

Seit meine Schwester und ich keine Weihnachtsgeschenke mehr bekamen, mit denen man spielen konnte, sondern Bücher, CD’s Schlafanzüge, Strümpfe und sowas, gab’s bei uns immer Raclette an Heilig Abend. Diese Tradition habe ich bei uns weiter fortgeführt. An Heilig Abend gibt es immer Raclette. Letztes Jahr haben wir Erwachsenen diese Tradition über den Haufen geworfen und Kartoffelsalat mit Würstchen auf den Tisch gestellt. Meine Kinder waren sauer und beleidigt, dass sie bei dieser wichtigen Entscheidung einfach überstimmt wurden. Dieses Jahr gibt es wieder Raclette.

Ich muss ihnen da vollkommen Recht geben- mit Traditionen und Ritualen sollte man nicht einfach brechen. Sie dürfen auslaufen, einstimmig beendet werden, aber nicht Hals über Kopf gebrochen werden.

Als ich noch kein war, ging immer mein Papa als erstes ins Wohnzimmer und läutete das Glöckchen. Dann durften meine Mama, meine Schwester und ich eintreten, mußten aber noch im Türrahmen stehen bleiben, weil mein Papa erstmal ein Gruppenfoto machen musste. Das dauerte. Schliesslich hatte er damals eine analoge Nikon, bei der er Blende und Verschlusszeit einstellen musste. Heute weiß ich, wie schwierig es ist, bei widrigen Lichtverhältnissen ein schönes Foto zu machen. Damals nervte das gefühlt stundenlange Warten, bis endlich das Bild im Kasten war. Während meine Schwester und ich also krampfhaft lächelten, bis Papa endlich abdrückte, hielten wir meist schon Auschau nach dem, was da unter dem Weihnachtsbaum lag.

Das Gruppenbild-Ritual gibt es bei uns nicht. Meist zitiere ich im Laufe des Abends die Familie in unterschiedlichen Konstellationen auf die Couch. Setzt Euch mal zu Oma und Opa, ich möchte ein Foto machen! Und jetzt nochmal mit den Tanten. Und dann mit Papa und mir. Ihr habt’s gemerkt: heute feiern meine Eltern, meine Schwester und meine Schwägerin bei uns Heilig Abend in unseren vier Wänden.

Rituale und Traditionen finde ich etwas ganz wunderbares. Bis ich selber Mama wurde, waren das für mich einfach nur wiederkehrende Ereignisse oder Situationen, die zum Leben dazu gehören. Sie kamen immer wieder und wurden sie plötzlich geändert, war ich traurig, vielleicht auch erschüttert.

Vom ersten Tag des Mama-Seins wird einem die Sache mit den Ritualen ganz anders bewusst. Da wird einem nämlich förmliche eingetrichtert, wie wichtig Rituale sind: immer schön das Baby zur gleichen Zeit füttern, ins Bett bringen, ihm vorlesen, usw. Kinder brauchen Kontinuität und Regelmäßigkeit, damit sie etwas haben, woran sie sich festhalten können. Und das stimmt.

Hätte mein Vater irgendwann gesagt Nö- wir machen dieses Jahr kein Gruppenfoto hätte ich das ganz schön doof gefunden. Aber das machen wir doch immer so? Und deswegen gibt es auch in diesem Jahr wieder Raclette. Und dazu muss Oma einen Kartoffelsalat machen. Oma, machste einen Kartoffelsalat für Heilig Abend, bitte?!

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Ich mag Rituale und ganz besonders zur Weihnachtszeit. Seit ungefähr 15 Jahren besuchen der Mann und ich im Dezember immer die Kölsche Weihnacht. Ein Ritual, welches wir nicht aufgeben wollen, egal, wieviele Termine im Dezember im Kalender stehen.

In der Adventszeit lesen der Mann oder ich den Kindern abends eine Weihnachtsgeschichte vor. Und wenn wir mal an einem Abend nicht zu Hause sind, dann lesen wir am nächsten Abend zwei Kapitel (mal sehen, wie lange noch?).

Zum ersten Advent steht immer eine Adventskranz (oder eine Schale, aber auf jeden Fall vier Kerzen) auf dem Tisch und jedes Jahr disktutieren die Kinder, wer Kerze Nr. 1 und 3 und Kerze Nr. 2 und 4 anzünden darf.

Jedes Jahr in der Weihnachtszeit schmücken wir das Haus und hängen Lichter in die Fenster. Meist sind es Papiersterne, die leuchten. Das muss so sein. Genauso wie der Lichterkranz, den ich vor einer Ewigkeit bei Ikea gekauft habe und dem ich schon zum dritten Mal eine neue Lichterkette verpasst habe.

Jedes Jahr, kurz vor Weihanchten, laden wir Freunde auf unsere Garageneinfahrt zum traditionellen Glühweinfest ein. Jeder bringt Plätzchen und Leckereien mit. Dieses Jahr starten wir eine neue Tradition: wir werden den Grill rausfahren und Würstchen zum Abendessen grillen. Meist kommt dann noch ein verspäteter Nikolaus um die Ecke und bringt den Kindern Mandarinchen und Schokolade.

Immer an Heilig Abend besuche ich mit den Kindern das Krippenspiel in der Kirche. Meist begleiten mich mein Papa, meine Schwester und meine Schwägerin, während meine Mama und der Mann zu Hause Christkind spielen.

Es gibt so einige Rituale und Traditionen, die wir in der Weihnachtszeit und an den Feiertagen pflegen, durchführen, feiern, ehren. Würde das ein oder das andere wegfallen, würde etwas fehlen. Ich könnte noch stundenlang weiter erzählen, aber das würde hier wohl den Rahmen sprengen. Deswegen frage ich Euch: wie sehen Eure Rituale und Traditionen in der Adventszeit und an Heilig Abend aus? Pflegt ihr welche, liebt ihr sie oder habt Ihr zu alledem gar keine Lust?

MILKA hatte mir genau diese Frage gestellt, auf die ich mit meinem heutigen Artikel antworte. Gib jedem Tag ein bisschen Weihnachtszauber! ist das Motto meiner Lieblingsschokolade. Und dazu hat MILKA drei wirklich schöne und stimmungsvolle Videos gedreht, die Ihr Euch hier ansehen könnt.

So, ich muss jetzt mal weitermachen, denn dieses Jahr muss ich mit einem Ritual brechen: ich bin Team Last-minute-Geschenke-Einpacker. Immer am 23. Dezember stehe ich im Keller und verpacke Geschenke. Dieses Jahr werde ich aber mit meiner Familie im Stadion sitzen und Weihnachtslieder singen und deswegen muss ich mit meiner Last-Minute-Tradition brechen und heute mal Gas geben!

Liebe Grüße, Bine

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19 Kommentare

  • Reply
    meli
    20. Dezember 2016 at 06:30

    Da kommt direkt weihnachtliche Stimmung auf…. Traditionen sind enorm wichtig und erhalten auch das Kind in uns;-)
    einen guten Start in den Tag
    Meli

  • Reply
    Elli-Maus
    20. Dezember 2016 at 09:08

    Danke für diesen schönen Bericht. Ich werde einen Link an meine beiden Töchter schicken, um ihnen zu zeigen, dass es noch mehr solche Familien wie unsere gibt.

    Gelesen habe ich den Bericht, weil ich auf das Rezept gehofft habe. Was befindet sich in dem Becher? Schon alleine beim Hingucken läuft einem das Wasser im Mund zusammen.

    Dann will ich mal nicht weiter stören, dass alles seinen gewohnten Gang gehen kann….

    Ich wünsche schöne und besinnliche Festtage und freue mich für das Neue Jahr über eiter die kurzweiligen Posts.

    • Reply
      Bine | was eigenes
      20. Dezember 2016 at 10:05

      Das ist einfach nur ein heißer Kakao mit Mini-Marshmallows, Elli! :-)
      Ich wünsche Dir und Deinen Lieben ebenfalls besinnliche Tage! Ein Hoch auf die Tradition.
      Liebe Grüße Bine

  • Reply
    Miriam
    20. Dezember 2016 at 09:47

    Schön, wie sich Traditionen und Rituale erhalten und weiterentwickelt haben. Ich bin gespannt, wie es bei mir wird, wenn ich mal nicht mehr „nur“ die Tochter und Schwester bin, sondern vielleicht selber mal Ehefrau und Mutter. Ob ich dann immer noch Heiligabend mit meiner Mutter das Festessen mache oder ob ich dann bei den Schwiegereltern sitze… Gerade steigt stündlich die Freude auf „Driving home for Christmas“ und die Zeit mit meiner Familie!
    Schöne, gesegnete Weihnachten dir und deiner Familie!
    Lg, Miriam

  • Reply
    Chris
    20. Dezember 2016 at 09:50

    Liebe Bine,

    von Dir animiert (und der Mutter angespitzt) werde ich heute Abend auch mal von unseren Traditionen erzählen. Würstchen, Kartoffelsalat, Baumschmücken…. Neue und alte Rituale und vor allem ein großes Gefühl von Heimat.

    Habt eine schöne Zeit! Ich freue mich auf ein weiteres Jahr in Schrift und Bild mit Dir. Dankeschön!

    Liebe Grüße
    Chris

  • Reply
    Dorthe
    20. Dezember 2016 at 13:18

    Liebe Bine,
    oh wie schön du das geschrieben hast! Ich bin so ein Sensibelchen…ich könnte selbst jetzt heulen …
    Unsere „Tradition“ als kleine Familie ist, dass wir noch immer nach Helgoland, nach Hause, fahren und dort feiern. Hier fühlt es sich einfach nicht so recht nach Weihnachten an … mal sehen, irgendwann „muss“ aber auch das mal sein …
    Eine schöne Weihnachtszeit für dich und deine Lieben wünscht Dorthe

  • Reply
    Sabine Haag
    20. Dezember 2016 at 14:05

    Ach wie schön! So ähnlich war es bei uns auch immer! Ich habe übrigens auch einen Artikel über Rituale geschrieben (http://www.ordnungsliebe.net/rituale-gegen-weihnachtsstress/) und musste schmunzeln als du das Stadion erwähnt hast…
    LG von SaBine

  • Reply
    Jacqueline
    20. Dezember 2016 at 15:40

    Liebe Bine,
    ich mag und schätze Traditionen auch sehr. Sie gehören einfach dazu und sind wunderbar.
    Dieses Jahr entsteht eine neue Tradition. Denn mein Papa und mein Opa kommen zu mir. Es gibt das erste Jahr einen ganz eigenen kleinen feinen Baum in den eigenen 4 Wänden und der Herzensmann ist auch dabei. Allerdings wird natürlich wie bei Papa auch schon, Raclette gemacht. Das ist gesellig und lecker und jeder kann nach seiner Laune schlemmen.
    Am 1. Weihnachtsfeiertag sind wir IMMER IMMER IMMER bei meinem Opa und es gibt Rouladen mit Kartoffeln und Salat. Und danach wird die alte Blechdose rausgekramt in der die ganzen alten, wunderbaren Bilder sind. In schwarz-Weiß versteht sich.
    Und zwischen den Tagen ist es Tradition, dass mein Papa und ich ein neues Teil von Lego-Technik aufbauen. Das hat das Christkind nämlich unter den Baum gelegt. Und auch wenn ich 26 bin. Es ist vollkommen egal. Wie jedes Jahr werden wir wieder bäuchlings auf dem Boden zwischen drölfhundert Lego-Teilen liegen und mein Papa wird über Rückenschmerzen stöhnen, nebenher läuft Weihnachtsmusik und es darf kein Jahr fehlen.
    Ich wünsche dir ein wunderbares Weihnachtsfest. Mit viel Lachen, schlemmen, vor zu viel Essen fast kugeln, alten Geschichten, neuen Erlebnissen, alten und neuen Traditionen, Bräuchen, Besinnlichkeit, Ruhe und ganz viel Vorfreude!
    Liebste Grüße,
    Jacqueline

  • Reply
    Gisela
    20. Dezember 2016 at 15:54

    Liebe Bine,
    ich bin auch mit dem Christkind aufgewachsen. Aber als ich selber Mama wurde und wir uns genau unter dem Aspekt, was wird nun unsere Familientradition zusammengesetzt haben, da zog der Weihnachtsmann bei uns mit ein. Wir sind nämlich eine deutsch-amerikanische Familie und da feiert man eben mit Santa den 25ten als grossen Tag.
    Weil wir es ja mit den Geschenken nicht übertreiben wollen, haben wir entschieden, daß das Christkind die Geschenke von ausserhalb des Hausses bringt – sprich alles was so per Päckchen kommt. Und was wir uns innerhalb unserer kleinen Familie schenken, daß geben wir jedes Jahr bei der europäischen Sammelstelle von Santa ab. :-) Er sammelt es dann ein und bringt es dann über Nacht. Dazu legt er immer ein eigenes Geschenk fürs Kind, was in besonderem rotglänzenden Weihnachtspapier eingepackt ist. (In der Regel ist das der Herzenswunsch. )Ist also unter dem Baum klar zu identifiezieren.
    Was das Essen angeht – so haben wir uns für einen festlichen Abend mit Fondue und einem gemütlichen Frühstück mit frischen selbstgemachten Bagels am Weihnachtsmorgen entschieden.
    In diesem Sinne, wünsche ich Dir und Deiner Familie ein frohes Fest.
    Liebe Grüße
    Gisela

  • Reply
    Karin Posadowsky
    20. Dezember 2016 at 16:45

    hallo Bine, Traditionen sind was schönes, von meinen Eltern übernommen, die Tochter auf die Enkel – die müssen einfach sein

    eine schöne Adventszeit, und gesegnetes Weihnachtsfest

  • Reply
    Karl
    20. Dezember 2016 at 17:17

    Im Last-Minute-Geschenke-Einpacken erkenne ich mich wieder:-)
    Hab noch keines verpackt und eigentlich sollte ich es jetzt gleich in Angriff nehmen….frohes Fest!

  • Reply
    San
    20. Dezember 2016 at 20:00

    Hach, das war schön zu lesen… so Rituale und Traditionen gab es bei uns auch immer und ich bin ganz traurig, wenn ich – wie dieses Jahr – nicht Weihnachten zuhause feiern kann, so wie ich es seit eh und je kenne. Im Laufe der Zeit hat sich hier und da was verändert, Omas und Opas sind gestorben, neue Familienmitglieder sind dazu gekommen und Rituale wurden leicht abgeändert,aber dennoch weiss man jedes Jahr, was einen erwartet und das ist schön und beruhigend in einer Welt, die so viele unschöne Seiten hat.

    Übrigens, bei der Kölschen Weihnacht waren meine Eltern auch…. wäre ich zuhause, wäre ich mitgegangen :)

  • Reply
    San
    20. Dezember 2016 at 20:01

    P.S. Bei uns kam auch immer das Christkind (mit Glöckchen!), nie der Weihnachtsmann!

  • Reply
    Tobia | craftaliciousme
    21. Dezember 2016 at 08:49

    Liebe Bine,
    Ein so schöner Artikel.
    Ich bin auch ganz großer Traditionen Freund und dennoch entsteht ihr eine neue dieses Jahr. Das erste mal seit 10 Jahren und das dritte mal in meinem leben feiere ich Heligabend nicht bei meinen Eltern. Vorfreude und etwas Wehmut.

    Bei und gabs weder Christkind noch Weihnachtsmann. Dafür den Weihnachtsgottesdienst und dann mussten wir warten bis das Glöckchen ertönte. Es wurde ihr Kinderlein kommet gesungen, Papa hat geflötet und Mutti mitgesungen. So ging es in die Weihnachtsstube. Wir haben unsere Präsente ausgepackt dann gab es Essen (Backschinken) und danach haben wir Kinder Bescherung gemacht. Anschließend die weihnachtspost gelesen und später hat Papa noch eine weihnachtsgeschichte vorgelesen während wir heißen Holundersaft geschlürft haben.
    Hach… Weihnachten ist toll.
    Ein frohes Fest liebe Bine

  • Reply
    Melanie
    21. Dezember 2016 at 12:01

    Hallo zusammen,
    Ich finde Traditionen auch toll. Einige habe ich noch aus meinem Elternhaus übernommen und einige haben sich im Laufe der Zeit und mit der Gründung der eigenen Familie erst in den letzten Jahren entwickelt. Aber Baum schmücken, Geschenke unter den Baum legen und der Spaziergang vor der Bescherung gehörte bei uns immer dazu. Die Familie kam am 24.12 zu uns und es wurde zusammen gesessen, gegessen und geklönt. Mit Wehmut muss ich aber hinnehmen, dass sich leider nicht alle Traditionen aufrecht erhalten lassen. Die Zeit bringt es leider mit sich, dass die Familie kleiner wird und einige Familienmitglieder nicht mehr mit am Tisch sitzen sondern von ganz oben zugucken. Aber es spricht nichts dagegen Rituale den Gegebenheiten an zupassen und Traditionen ein zu führen die man lieb gewinnen und an die Kids weiter geben kann.
    Zu mir kam übrigens das Christkind aber so sehr ich mich auch bemüht habe, ich konnte es doch nie sehen. Ich habe immer nur das Glöckchen gehört, aber da war es schon wieder auf und davon. Zu unserem Sohn kam allerdings der Weihnachtsmann, das war aber auch total ok für mich, denn das Weihnachtsmannkostüm stand unserem allerbesten Lieblingsnachbarn bestimmt viel besser. ;-))

    Ich wünsche allen tolle Weihnachten, alles Gute und viel Mut und Zuversicht für 2017!

    LG, Melanie

  • Reply
    Nicole v.Rh.
    21. Dezember 2016 at 12:24

    Diese Traditionen zu Weihnachten und irgendwie bei allen Familienfesten sind ja auch etwas was Sicherheit gibt finde ich.Die Welt gerät aus den Fugen aber da ist noch etwas das immer wiederkehrt-worauf man sich verlassen kann.
    Dieses Jahr wird allerdings wirklich sehr spannend für mich-denn es wird komplett alles anders und doch so wie es Tradition ist.
    Ich bin 42 und schon Oma-ja ich wurde früh Mama ;-)
    Bei uns war es immer so nachdem ich Kinder hatte, das die Familie zu uns kam und es wurde gefeiert.
    Dieses Jahr führt meine Tochter diese Tradition weiter und wir feiern bei ihr wegen der Enkelkinder.
    Meine jüngere Tochter fährt schon eine Nacht vorher hin und hilft weil die Große schon ein wenig überfordert ist da sie einfach ein Fräulein Chaos ist <3
    Eigentlich gab es am 1. Weihnachtsfeiertag imer bei mir das große Festessen…eigentlich…dieses Jahr sind die Kinder mit ihren Partnern bei deren Eltern.Tja so ändern sich einige Traditionen und einige bleiben gleich.
    Liebe Bine Dir und deiner Familie wünsche ich von Herzen frohe Weihnachten und traditionreiche Festtage <3
    Lieber Gruß
    Nicole

  • Reply
    Christine
    21. Dezember 2016 at 16:14

    Traditionen gehören für mich auch zu Weihnachten wie Kerzen auf den Adventskranz. Als ich noch bei meinen Eltern gelebt habe, war es Tradition, dass am 24. Dezember das Wohnzimmer abgeschlossen und die Glasscheibe in der Tür mit lila Krepppapier, gegen neugierige Blicke, verhängt war. Erst abends nachdem ich mit meinem Vater in der Kirche, war und sich danach alle Omas und Opas in meinem Kinderzimmer eingefunden hatte, wurde das Wohnzimmer wieder enthüllt. Meine Mutter alias das Christkind läutete ein Glöckchen und wir durften alle ins Wohnzimmer. Dort wurden Geschenke verteilt und ausgepackt und danach gab es Abendessen. Auch dabei hatten wir eine Tradition. Zur Vorspeise gab es immer Krabbencocktail. Zur Hauptspeise gab es ein Jahr Rahmgeschnetzeltes mit Kroketten und Salat im nächsten Jahr gab es dann Filettopf mit Spätze und Salat. Der Wechsel kam dadurch zustande, dass meinem Mutter das einen Gericht liebte und ich das andere. Wobei wir auch beide das jeweils andere gerne mochten. Der Weihnachtsbaum wurde bei uns auch nie mit den traditionellen Kugeln geschmückt. Meine Eltern besitzen überhaupt keine Weihnachtskugeln. Bei uns im Baum hingen immer kleine Holzfigürchen. Der Baum wurde immer am 23.12 geschmückt. Anfangs von meinen Eltern, später dann von mir und meinem Vater, während meine Mutter schon mal das Fleisch für den nächsten Tag vorbereitete.
    Seid ich mit meinem Freund zusammen wohne, haben wir ein Teil der Traditionen übernommen, aber nicht alle. Da wir im unteren Geschoss einen zusammenhängenden Raum aus Küche, Wohn- und Essbereich haben ist das verschließen des Wohnzimmers natürlich nicht mehr möglich. Aber der Baum wird trotzdem am 23.12 beim Glühwein trinken geschmückt und es hängen auch nach wie vor keine Kugeln drin. In unserem Baum hängen Holzfigürchen und selbstgemachte Deko aus Orangenscheiben, Tannenzapfen, Zimtstangen usw. In die Kirche gehen wir auch vor der Bescherung.
    Dieses Jahr werde ich das erste Mal in meinem Leben nicht zu Hause feiern, sondern bei meinen Schwiegereltern. Tschüss Krabbencocktail und Rahmgeschnetzeltes :) es wird bestimmt aber trotzdem ein toller Abend.
    Lg und ein frohes Fest
    Christine

  • Reply
    Andrea
    21. Dezember 2016 at 23:28

    Traditionen sind super. Auch wenn sie vielleicht damals in der Jugend manchmal lästig waren, weiß ich sie heute, wo ich selber Mama bin, viel mehr zu schätzen. Wir haben auch viele Traditionen in jeglicher Hinsicht übernommen und ich finde, dass sie einem Sicherheit, Geborgenheit, Erinnerungen und Liebe geben.
    Ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
    Gruß Andrea

  • Reply
    Martina
    6. Januar 2017 at 22:32

    Das sind ja schöne Weihnachtsrituale! Meine Oma hatte übrigens auch ein Fenster mit Glasbausteinen, die man teilweise öffnen konnte. Bunt waren die Steine und mithilfe einer kleinen Kette konnte man den geöffneten Steine festhaken.

    Bei uns ist es seit ein paar Jahren Tradition, daß wir am 23.12. abends mit Freunden grillen. Angefangen hat´s mit 2-3 Familien, irgendwann wurden es mehr und diesmal hatten wir 40 Gäste da. Das ist immer so schön, wenn man mit allen Vorbereitungen fertig ist, kann man gemütlich mit Freunden eine Bratwurscht-Semmel essen und ratschen, um am nächsten Tag mit der hillisch Famillisch zu feiern ;-)
    LG
    Martina

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