Geschenke aus der Küche: sweet meringue hübsch verpackt.

Wenn man Eierlikör selber kocht- zum Beispiel um ihn dann mit Sekt zu mischen und damit ein Schneegestöber ins Glas zu zaubern- dann muss man acht Eier aufschlagen. Das Eigelb kommt in den Mixtopf für den Eierlikör, das Eiweiß hat Feierabend.

Geschenke aus der Küche: sweet meringue hübsch verpackt | waseigenes.com
Zu erst wollte ich es im Mülleimer entsorgen, aber das brachte ich nichts über’s Herz. Statt dessen verteilte ich Zucker auf einem Backblech und schob ihn bei 200° für fünf Minuten in den Ofen. Die Meringue Girls Alex Hoffler und Stacey O`Gorman sagen nämlich, dass sich der Zucker dann besser im Eiweiß auflösen wird.

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Danach habe ich die Eiweiße aufgeschlagen und den warmen Zucker löffelweise hineinrieseln lassen- so lange, bis die Masse fest war und ich zwischen den Fingerspitzen keine Zuckerkörnchen mehr fühlte.

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Mein Vorrat an Lebensmittelfarben ist begrenzt. In meiner Schublade fand ich nur goldgelb, knatschrot und königsblau. Zunächst habe ich mir goldgelb geschnappt und mit einem Pinsel Streifen in in die Innenseite des Spritzbeutels gemalt. Danach einen Teil des Eischnees hineingegeben und damit kleine Häufchen aufs Backblech gespritzt.

Für diesen Job ist Fingerspitzengefühl notwendig. Hab ich nicht. Jeder kleiner Haufen sah bei mir anders aus. Danach habe ich das gleiche Prozedere mit rot und blau durchgeführt- hübsch meine kleinen Zahnpasta Haufen, ne`? ;-)

Das Buch Baiser, Meringue, Schäumchen* habe ich mir schon vor einer Ewigkeit gekauft, als ich auf den Youtube Kanal der Meringe Girls stieß. Daraus habe ich aber noch nix gebacken- aber hübsch anzusehen ist es! Wahnsinn, was die beiden aus und mit diesen kleinen Baiserküsschen zaubern! Zum Beispiel Apple-Crumble mit Zimt-Baiser-Küsschen. Oder Salzbrezel-Marshmallow-Baiser-Torte mit Schokofüllung. Oder Granatapfel-Baiser-Blechkuchen. Und ihre Kreationen sehen immer perfekt aus. Nicht so wie meine Zahnpasta-Kackhäufchen.

Geschenke aus der Küche: sweet meringue hübsch verpackt | Baiser, Meringue, Schäumchen | Meringue Girls | waseigenes.com
Nun denn. Sie zergehen auf der Zunge und sind innen drin noch ein bisschen weich- so weich, dass sie an den Zähnen kleben bleiben. Herrlich!

Verpackt habe ich sie in einer selbstgebastelten Tüte (hier gibt’s eine Anleitung), in die ich zunächst ein Herz geschnitten und dahinter Klarsichtfolie festgenäht habe. Verschlossen habe ich sie mit bestempeltem Tonkarton und dann musste ich mich noch mit den perfekt passenden gelben Ösen (von Snaply) und hübschem Bäckergarn (von Garn & Mehr)  austoben.

Geschenke aus der Küche: sweet meringue hübsch verpackt | waseigenes.com
Resteverwertung trifft Geschenke aus der Küche.

Ich wünsche Euch einen schönen Donnerstag! Liebe Grüße, Bine

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13 Kommentare

  • Reply
    Ani Lorak
    20. April 2017 at 08:17

    Ich finde, es sieht gar nicht nach Kackhaufen aus sondern nach zitronigen. Die gelben sich und auch die anderen assoziiere ich nicht mit Zahnpasta. Die Verpackung ist einfach toll. Ich mag es. Meringue nicht so. Schmilzt der Zucker nicht im Ofen bei 200 Grad? Resteverwertung finde ich gut.

    • Reply
      Bine | was eigenes
      20. April 2017 at 14:27

      Er soll für ca. 5 Minuten im Ofen bleiben- so steht es im Buch. Ich hatte es aber mal wieder eilig und habe ihn max. 3 Minuten drin
      gelassen. Er war nicht geschmolzen. Das tut er wohl auch nicht bei 5 Minuten… aber karamellisiert ein wenig.
      Liebe Grüße Bine

  • Reply
    Ines
    20. April 2017 at 09:00

    Zahnpastakackehaufen? Du kommst auf Ideen :) Ich finde sie perfekt und bewundere sowohl die Idee mit den Streifen im Spritzbeutel als auch die liebevolle Verpackung.
    Innen noch weich? Perfekt!

    • Reply
      Bine | was eigenes
      20. April 2017 at 14:27

      Also bei den rot-blauen musste ich gleich an Signal Iduna denken :-)))

  • Reply
    biberette
    20. April 2017 at 10:12

    Mmh…lecker! Ich will auch! Sehen super aus und man kriegt Lust, sich gleich selber in die Küche zu begeben!

  • Reply
    Debby
    20. April 2017 at 13:37

    Oh ich liiiiiiiiiiebe selbstgemachte Meringue! Die gehören zu den schönsten und besten Geschenken aus der Küche – wobei die meistens schon vor dem Verschenken weg sind bei mir ;-)
    Das mit dem Zucker wusste ich nicht, muss ich unbedingt mal ausprobieren, danke dir!
    Hihi, das mit den Farben geht mir meistens auch so, aber mit Konfitüre lassen sich auch ganz schöne Farben in die Meringues zaubern =)
    Hab einen wunderbaren Tag liebe Bine!
    Lg Debby

    • Reply
      Bine | was eigenes
      20. April 2017 at 14:28

      Konfitüüüre. – das ist ja auch eine gute Idee! Das mache ich demnächst, wenn ich mal wieder Eierlikör koche :-))

  • Reply
    Christina
    20. April 2017 at 14:54

    Sieht auf den ersten Blick wirklich ein bisschen nach Zahnpasta aus ;-). Aber ich mag das Muster und die Farben. Eine sehr süße Idee, auch für ein Mitbringsel zur Party :-). Wenn Du noch ein altes T-Shirt übrig hast und Du wissen willst, wie man daraus ohne nähen eine Tasche macht, schau doch auch gerne mal auf meinem Blog vorbei ;-). Liebe Grüße Christina

  • Reply
    Eule im Schlafanzug
    20. April 2017 at 18:10

    … und ich habe mich schon gefragt, was du mit den 8 Eiweiß machst! Tolle Idee. Auf die Idee Baiser mit Farbe zu mischen wäre ich auch nicht gekommen. Die gelben sehen auch wirklich lecker aus. Bei den rot -blau gestreiften muss ich aber auch an Zahnpasta denken. Aber interessant ist es alle mal.
    Liebe Grüße, Sandra

  • Reply
    Beate Kalauch
    20. April 2017 at 18:26

    Liebe Bine,
    wenn ich Eischnee aufschlage (Küchenmaschine), dann lass ich immer gleich den Zucker (normaler Haushaltszucker) mit einrieseln, Das Ergebnis ist ein perfekter Eischnee, der Steht! Ich verzichte auf die Prozedur mit dem in Form spritzen und mache das mit einem Teelöffel. Geht schneller und na ja, Farbe gibt hier nicht, vonwegen Allergien und so. Muss ja nicht heraufbeschworen werden! Oder man nimmt Saft von Orangen oder Kirschen, das färbt auch schön. Ein guter Spritzer Zitronensaft wirkt auch desinfizierend, was bei Eiern schon auch wirchtig ist, da sie ja nur auf gut 80 Grad „gebacken“ werden. Zusätzlich eine Prise Salz… vorsichtig ist die Mutter der Porzellanksite….
    Liebe Grüße aus Hamburg
    Gabrielle

  • Reply
    Sonja
    24. April 2017 at 08:43

    Hallo Bine,
    schöne Idee, deine Resteverwertung – vor allem mit der Zugabe der Farbe! Ich denke, das werde ich auch mal ausprobieren.
    Ich bin immer für Resteverwertung und sammele übrig gebliebenes Eiweiß in einer Dose, die im Gefrierfach steht. Wenn ich 7 Stück zusammen habe, gibt es bei uns einen Eiweißkuchen mit ganz vielen Nüssen. Ich glaube, der hat eigentlich einen anderen Namen, ist aber ein Rezept meiner Oma aus Siebenbürgen (Rumänien), welches ich immer, entsprechend dem was so da ist, etwas abändere.
    LG
    Sonja

  • Reply
    Suse
    26. April 2017 at 03:45

    Hallöchen, das sieht ja total lecker aus. Meringue habe ich noch nicht selbst gemacht. Als ich Eiscreme selbst herstellte hatte ich auch viel Eiweiß übrig. Habe dann Russisch Brot gebacken (gibt es bei uns leider nicht zu kaufe) und später haben wir ein Madeleine Rezept (es braucht 8 Eiweiß) inklusive einer Backform bekommen. Viele Grüße

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    Meine Highlights im April 2017 - Himmelsblau.org
    6. Mai 2017 at 08:00

    […] Buchteln mit Vanillesauce ~ Sweet Meringue ~ Apfelkuchen ~ Blätterteigtaschen mit Spinat ~ Bauernfrühstück ~ Lemon Curd […]

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