,

Fotografieren im manuellen Modus.
Ein Fotoworkshop in Duisburg, viele Blumen, köstliche Speisen und nette Gespräche.

Ich weiß, wie das funktioniert. ISO, Blende, Belichtungszeit sind für mich keine böhmischen Dörfer. Ich weiß, was sie bedeuten und wie ich sie an meiner Kamera einstelle. Fotografieren im manuellen Modus ist kein Hexenwerk.

Dennoch bin ich vor zwei Wochen am einem diesigen Samstagmorgen nach Duisburg gefahren, um dort an Berits Fotoworkshop teilzunehmen. Ich wollte mich inspirieren lassen, einen neuen Blickwinkel aufgezeigt bekommen und andere Fotografie-begeisterte Frauen kennen lernen, bzw. wiedersehen. Und ausserdem lernt man nie aus.

Blumen, Vase, Bücher, Leinentücher | Fotoworkshop | waseigenes.com
Ich kenne Berit schon lange über’s Internet, vor einigen Jahren trafen wir uns persönlich bei einer Bloggerveranstaltung. Ich mag ihre Bilder sehr  und so überlegte ich nicht lange, als ich las, dass sie diesen Workshop im August anbietet.

Ich knipse mit meiner Kamera in verschiedenen Modi. Zu Hause, wenn ich Zeit, Ruhe und Muse habe, dann wähle ich die Einstellungen Fotografieren im manuellen Modus. Wenn ich unterwegs bin, wenn es eher schnell gehen soll oder wenn meine Familie sowieso schon zwei Meter vor mir herläuft und alle paar Minuten ruft „Mama, komm‘ jetzt!“, dann stelle ich in den Automatikmodus. Meine Kreta Aufnahmen habe ich z.B. alle im Automatikmodus geschossen. Keine Zeit und keine Lust bei 40° Grad und Sightseeing an den Einstellungen rumzufummeln.

Blumen | Fotoworkshop | waseigenes.com

Ich hätte mich also theoretisch bei Berits anfänglichem Vortrag wegträumen können. Hab ich aber nicht, denn sie hat nicht nur die Zusammenhänge von ISO, Blende und Belichtungszeit erklärt, nein sie hat uns auch Tipps zur Bildkomposition, zur Stimmung und zum Lichteinfall gegeben. Und sie hat etwas sehr Wahres gesagt: Zum Fotografieren (im manuellen Modus) braucht man Zeit, Ruhe und Muse. Meine Worte. Meine Gedanken.

Fotoworkshop | waseigenes.com
Ich nehme mir nicht immer genügend Zeit zum Fotografieren. Dann schraube ich zwar an den Einstellungen, aber das Ergebnis ist trotzdem Mist. Dabei kann man ganz wunderbare Effekte erzielen, wenn man sich langsam an das Motiv und die Einstellungen herantastet.

Ich mag nicht behaupten, dass meine- insbesondere diese- Bilder perfekt sind. Für mich sind sie gut, für andere vielleicht zu dunkel, zu unscharf, zu langweilig und was ist mit dem goldenen Schnitt? Mensch, haste keine Ahnung? Doch, auch davon habe ich schon gehört. Aber Schönheit liegt eben im Auge des Betrachters. Der eine liebt dunkle, stimmungsvolle Bilder, der andere fährt auf total überbelichtete helle Fotos ab.

Erdbeeren | Fotoworkshop | waseigenes.com

Nach Bertis Vortrag durften wir experimentieren. Mit unzähligen Blumensträußen, mit köstlichen Speisen und fotogenen Lebensmitteln, mit Schälchen, Löffelchen und Scheren.

Sandwich Auberginen, Zucchini, Brombeeren | Fotoworkshop | waseigenes.com

Gegrillte Speisen | Fotoworkshop | waseigenes.com

Fotoworkshop | Gegrilltes Gemüse | Sandwich | waseigenes.com

Dazwischen, wenn ich selbst mal einen kleinen Leerlauf hatte, eine kleine Pause brauchte, beobachtete ich die anderen Teilnehmer. Wie stellen sie die Blümchen neben den Kuchen? Wie richten sie ihre Stulle an? Wie, verdammt nochmal, schmeißt man ein Leinentuch auf den Tisch, so dass es ungewollt perfekt aussieht?

Geburtstagskuchen | Fotoworkshop | waseigenes.com

Geburtstagskuchen | Fotoworkshop | waseigenes.com

Berits Büro, ihr Studio und der kleine Garten sind Traumkulissen zum Fotografieren. Ich möchte auch eine alte rote Backsteinwand in meinem Garten, einen ollen Stuhl, eine antike Kanne und Schleierkraut im Topf. Ich habe noch nie Schleierkraut im Topf gesehen, immer nur geschnitten im Blumenladen.

Schleierkraut | Fotoworkshop | waseigenes.com

Schleierkraut | Fotoworkshop | waseigenes.com
Fotoworkshop | marmeladekisses | Duisburg | waseigenes.com

Es hat mir unglaublich Spaß gemacht, mir immer wieder andere Requisiten vor die Kamera zu holen und auch mal ein Foto aus einem ganz anderen Blickwinkel zu schießen- aus einer Ecke, in die ich mich niederließ, um ein bisschen zu quatschen.

Fotoworkshop | marmeladekisses | Duisburg | waseigenes.com

Obst | Fotoworkshop | waseigenes.com

Was ich besonders spannend fand, war mit Licht und Lichteinfall zu experimentieren und zu üben. Ich meine ja immer, dass ich man viiiel Licht zum Knipsen braucht. Diesen Zahn zog mir Berit, als sie uns in eine eher dunkle Ecke des Büros zitierte und dann auch noch schwarze Pappe neben das Motiv stellte. Da soll ich fotografieren? Nicht Dein Ernst!

Nektarinen | Fotoworkshop | waseigenes.com
Artischocke | Fotoworkshop | waseigenes.com
Für diese beiden Bilder nahm ich mein Stativ zur Hilfe, welches im Keller auf dem Regal verstaubt. Mir ist es oft zu umständlich und aufwendig damit zu Knipsen, dabei kann man damit gerade bei schlechten Wetterverhältnissen und bei düsterer Stimmung gute Ergebnisse erzielen.

Fotoworkshop | Gegrilltes Gemüse | waseigenes.com

Fotoworkshop | waseigenes.com
Es war ein toller Tag! Schöne Fotomotive, nette Menschen, köstliches Essen- welches wir erst fotografierten und dann verspeisten, inspirierende Gespräche und Tipps. Berit, ich bedanke mich von Herzen!

Auf Berits Webseite marmeladekisses könnt Ihr Euch über geplante Workshops und deren Inhalte informieren. Aktuell gibt es wohl keinen neuen Termin, aber ich bin mir sicher, dass Berit auch weiterhin Tipps und Tricks zum Fotografieren geben wird.

Fotoworkshop | Blumen | waseigenes.com

In der Zwischenzeit kann ich Euch einen Artikel aus meinem Archiv empfehlen, in dem ich meinen Leserinnen und Lesern schon einmal versucht habe zu erklären, was es mit den vielen Zahlen, mit Blende, Belichtungszeit (oder Verschlusszeit) und ISO auf sich hat. -> Tiefenschärfe, Blende und andere Kuriositäten.

Traut Euch! Dreht einmal bei Eurer Kamera das kleine Rädchen auf M und spielt mit den verschiedenen Einstellungen.

Ich wünsche Euch heute einen guten Start in die neue Woche!
Liebe Grüße, Bine

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

,

Mit dem Oldtimer Bus und der Instax mini 70 auf Fototour durch Köln | #instaxyourlife

(Werbung) Es war September. Es war Photokina in Köln. Das Wetter war grandios! An diesem schönen Tag wurden wir von einem zuckersüßen Oldtimer Bus durch Köln kutschiert. Fujifilm hatte eingeladen und ich habe darüber keine Sekunde nachdenken müssen. Köln? Fototour? Sofortbildkamera? Ja! Ja! Und nochmal ja!

Es ging los im Rheinauhafen, wo wir zunächst einen kleinen Workshop zur instax mini 70 bekamen. Auspacken (Oh! Ah! Stardust gold! Wie schööön!), Batterien einlegen (halten für ca. 450 Aufnahmen!), Film einlegen (10 Bilder pro Kassette) und los ging’s.

Fujifilm instax mini 70 | Fototour durch Koeln | waseigenes.com Blog
Fujifilm instax mini 70 | Fototour durch Koeln | waseigenes.com Blog

Wer die Kamera noch nicht kennt, hier ein paar Infos, die ich an diesem Tag im September lernte:

Die instax mini 70 ist eine Sofortbildkamera. Das bedeutet, dass das gemachte Foto gleich nach dem Knipsen aus der Kamera transportiert wird und man ein unvergessliches Erlebnis sofort in den eigenen Händen hält. Dat is ne Jeföhl!

Sie verfügt über eine Makro-Funktion (Blume), mit der man Motive knipst, die sich maximal 30 cm vor Dir befinden. Für alle anderen Motive gibt es die Landschaftsaufnahme-Funktion (Berge) oder eben die Standard Einstellung. Dazu kommt noch der sogenannte High-Key-Modus, der Verläufe ins Bild zaubert.

Fujifilm instax mini 70 | Fototour durch Koeln | waseigenes.com Blog

Ein besonderes Merkmal dieser Kamera ist der kleine Spiegel, der sich gleich vorne neben dem Objektiv befindet. Damit kann man wunderbar Selfies machen, was wir alle an dem Tag auch immer mal wieder machen mussten. Man kann ja gar nicht anders, auch, wenn man eigentlich nicht so der Selfie-Knips-Typ ist. Alternativ gibt’s auch eine Selbstauslöser Funktion, falls der eigene Arm mal nicht lang genug ist. Und dazu: ein Gewinde zur Anbringung eines Statives und einen Blitz.

Die instax mini 70 ist eine Hochbildformat Kamera. Man kann natürlich auch Bilder im Querformat schießen, aber dann ist der typisch weiße Bereich, an dem man die Sofortbilder üblicherweise festhält, eben an der Seite und das sieht nicht sooo schön aus. Aber im Grunde ist es Geschmacksache! Du bist der Fotograf! Du sollst Spass an Deinen Bildern haben!

Fujifilm instax mini 70 | Fototour durch Koeln | waseigenes.com Blog

Und die Fotos? Nun, die sind eben irgendwie retro. Sie sind nicht gestochen scharf, die Farben nicht wirklich knallig, aber so soll das sein. Es geht nicht um das Bild. Es geht um’s Gefühl. Erst das Klick beim Auslösen, dann das leise Summen, wenn das Bild aus der Kamera transportiert wird und dann dieses Gefühl, wenn man es zwischen den Fingern hält und ein leichtes Grinsen sich auf dem Gesicht ausbreitet. Wedeln, wie früher, muss man die Bilder übrigens nicht. Haben wir trotzdem gemacht. Das ist wahrscheinlich bei uns genetisch so angelegt. So, wie wenn man ein Baby auf dem Arm hält und automatisch anfängt sich und das Kind leicht hin- und her zu schuckeln. Sofortbilder werden gewedelt. Babys werden geschuckelt.

Fujifilm instax mini 70 | Fototour durch Koeln | waseigenes.com Blog

Während es die instax mini 8 in vielen Bonbonfarben zu kaufen gibt, gibt’s die instax mini 70 in fünf Farben: rot, gold, schwarz, weiß, gelb und blau. Oder, etwas poetischer ausgedrückt: passion red, stardust gold, midnight black, moon white, canary yellow und island blue.

So fuhren wir also durch Köln. Erst ins Belgische Viertel zum Brüsseler Platz, dann zum Bahnhof Ehrenfeld, der durch seine Street Art bekannt und berühmt ist, danach weiter zum Melaten-Friedhof und in die Südstadt zur Kaffeerösterei Ernst, wo wir eine Verschnaufpause mit Kaffeegenuss einlegten. Aber eigentlich haben wir nur fotografiert. So viele schöne Motive! Das mussten wir ausnutzen.

Fujifilm instax mini 70 | Fototour durch Koeln | waseigenes.com Blog

Fujifilm instax mini 70 | Fototour durch Koeln | waseigenes.com Blog

Der krönende Abschluss war dann der Besuch der Photokina. Es war kurz vor Messeschluss, was ich wunderbar fand, denn die Halle war fast leer. Dort fiel mir natürlich gleich der Stand auf, an dem uns Fujifilm und schonmal den Mund auf monochrome Filme wässrig machte. Bald gibt es also auch Filmkassetten in schwarz und weiß!

Und noch ein Highlight erwartet die Sofortbild-Fans: Fujifilm arbeitet aktuell an einer instax square Kamera. Ab Frühjahr 2017 gibt’s dann Fotos im quadratischen Format.

Fujifilm instax mini 70 | Fototour durch Koeln | waseigenes.com Blog

Fujifilm instax mini 70 | Fototour durch Koeln | waseigenes.com Blog

Besonders schön und interessant fand ich es an diesem Tag die anderen Teilnehmer beim Knipsen zu beobachten. Welche Motive sie sich aussuchten, wie sie ihre Kameras einstellten, welche Produkte bei ihnen auf der Messe das Fotoherz höher schlagen ließen. Wer sehen mag, was die anderen alles fotografisch festgehalten haben, hier geht’s zu den jeweiligen Artikeln:

Titatoni, Mein Feenstaub, FreiseinDesign, Glitter everywhere, I heart AliceZwillingsnaht, Andy spareklesThe Artificial WorldamazedFabulousRici.

Einige Tage später erhielt ich per Post eine wundervoll gedruckte Erinnerung: Ein Fotobuch von unserem gemeinsamen Tag in Kölle.

Fujifilm instax mini 70 | Fototour durch Koeln | waseigenes.com Blog
Und, konnte ich Euch mit meiner Begeisterung ein wenig anstecken? Habt Ihr Spass an analogen Sofortbildern, an ein bisschen Nostalgie und persönlichen Unikaten? Dann habe ich ein schönes Angebot für Euch:

Auf der offiziellen FUJIFIM instax Seite reduziert sich der Warenwert um 15%, wenn Ihr den Gutscheincode 810672 am Ende des Bestellvorganges eingebt. Der Code ist bist zum 31. Dezember 2016 gültig.

Fujifilm instax mini 70 | Fototour durch Koeln | waseigenes.com Blog

Fujifilm instax mini 70 | Fototour durch Koeln | waseigenes.com Blog
Ich bedanke mich herzlich bei Fujifilm für den schönen Tag in Köln und frage Euch: Sofortbilder hop oder top? Habt Ihr schon eine instax oder hofft Ihr auf die hellseherischen Fähigkeiten des Weihnachtsmannes?

Liebe Grüße, Bine

, ,

Mut zur Lücke.

Ich freue mich immer, wenn ich mit einem Posting eine Diskussion anrege. Wenn Ihr meine Texte lest und mir dann Eure Meinung mitteilt! So geschehen bei meiner Frage, welche Serien Ihr empfehlen könnt (innerhalb meines 12 von 12 Postings) und vor zwei Tagen bei meinem Hanuta Dessert Posting. Da hatte ich nämlich von meiner Unlust zu Fotografieren und die daraus resultierende Unzufriedenheit über das schlechte Ergebnis erzählt.

Ich beschwere mich nicht. Ich hab’s gut, denn im Gegensatz zu manch anderer Bloggerin arbeite ich von zu Hause aus und kann in der Regel fotografieren, wenn Tageslicht zur Verfügung steht. Das heißt aber nicht automatisch, dass ich mit dem Ergebnis immer zufrieden bin. Dafür gibt es verschiedene Gründe:

* Ich habe keine Lust das zu fotografierende Objekt samt Requisiten aka Krempel aus der Küche oder aus meinem Kellerbüro ins Wohnzimmer vor die Terrassentür zu schleppen!

* Ich besitze gar nicht den benötigten Krempel (Schalen, Schüsseln, angelaufene Silberlöffel, Unmengen von Leinentüchern, Fotohintergründe, Fotountergründe,…), um das Bild spannend und lebendiger zu machen.

* Tageslicht ist da, aber die Fotos haben dennoch einen Gelb- oder Blaustich. Ich verstelle und drehe alle Rädchen an der Kamera und schaffe es dennoch nicht, das gewünschte Ergebnis zu erzielen, welches ich vor meinem inneren Auge sehe.

* Ich habe Rücken. Wenn ich auf allen Vieren auf dem Boden liege und versuche ein Motiv aus einem anderen Blickwinkel zu knipsen, fühle ich mich danach, als hätte ich eine Stunde Sport gemacht! Pfff!

* Ich sehe Fotos auf anderen Blogs und finde die grundsätzlich viiiiiel schöner, als meine eigenen. Das motiviert mich einerseits, mich zu verbessern und an meinen Bildern zu arbeiten. Andererseits gibt es aber auch den entgegengesetzten Effekt: ich bin gelähmt und denke, so bekommst Du das nie hin.

Mut-zur-Luecke-Blogfotografie-Fotos-auf-Instagram-waseigenes.com

Gute Fotos, ansprechende, appetitanregende, verführerische Fotos finde ich fantastisch. Ich bewundere die Frau oder den Mann, der sie geschossen und bearbeitet hat. Bewundere die Art und Weise, wie diese Person es schafft, mich mit dem Bild anzusprechen. Das will ich auch!  Ich gebe mir Mühe, versuche Bilder nachzustellen- nicht um sie nachzumachen, sondern um zu üben. Ich pinne Bilder, nicht weil mich das Rezept oder die DIY Idee interessiert, sondern weil mich die Bildkomposition begeistert.

Und dann sehe ich Bilder, die die Realität wieder geben. Bilder, die nicht perfekt sind, die vielleicht etwas zu dunkel, etwas unscharf sind. Bilder von Räumen, in denen kein weisses Sofa und kein stylischer Couchtisch zu sehen sind, sondern Eiche rustikal, Kinderspielzeug, herumfliegende Schuhe. Wo der Blick aus dem Fenster keinen 100 qm Garten mit altem Baumbestand zeigt, sondern das gegenüber liegende Mietshaus. Bilder, wo eine Küche zu sehen ist, in der ganz normale Oberschränke (mit Tupperschüsseln und zig zusammengewürfelten Werbetassen) hängen und keine Regale, auf denen hübsch drapiert schwarz-weisse Tässchen und Väschen und andere Nippeskram stehen.

Diese Bilder mag ich auch. Sehr sogar. Denn sie zaubern mir ein Lächeln auf die Lippen und ich denke: überall das gleiche! Da wohnt jemand, da lebt jemand, das ist Realität.

Also, was will ich nun? Das eine oder das andere? Was ich will ist beides. Durchgestylte Fotos, in die die Bloggerin eine Menge Arbeit gesteckt hat und mit denen sie eine Geschichte erzählen will. Bilder, die mich in eine andere Welt mitnehmen. Die mich inspirieren und anspornen. Ästhetische Bilder, aufgeräumte Bilder, stimmungsvolle Bilder!

Aber ich will auch Realität!

In letzter Zeit lese ich im Netz, dass man von zu schicken Fotos auf Instagram genervt ist. Dass doch gerade Instagram- diese App, die dazu einlädt spontan ein Bild hohzuladen und das Hier und Jetzt erzählen soll, zu professionell genutzt wird. Aus den o.g. Gründen kann ich das nur teilweise unterschreiben. Ich folge Insta-Menschen, die einen aufgeräumten, geradlinigen, gestylten Stream haben genauso gerne, wie Menschen, die einen Schnappschuss aus dem Leben zeigen. Da interessiert mich mehr der Mensch, den ich durch seinen Alltag begleite, als die Designer Tasse, aus der dieser Mensch einen Kaffee trinkt.

Mut-zur-Luecke-Blogfotografie-Fotos-auf-Instagram-waseigenes.com

Wir erliegen einem Ästhetik Druck. Alles, was wir mit einem Knopfdruck der Welt zeigen, soll perfekt aussehen. Die Kaffeetasse neben der Zeitschrift, der Smoothie, in dem noch dekorativ ein grünes Blatt steckt, das aufgeschlagene Sonntagsei mit dem Designer-Salzstreuer.

Und was ist, wenn man ein Bild von einem offenem Backofen zeigt, der komplett mit Backofenspray eingesprüht ist?  Wenn man das richtige Leben präsentiert? Dann bekommt man vielleicht nicht soooo viele Herzen, dafür aber einen Haufen Kommentare. Weil jede Frau, die einen Backofen besitzt, diesen auch mal putzen muss. Auch die Frau, die einen aufgeräumten Instagram Account führt! Ja, auch die muss mal ihren Bachofen putzen.

#fürmehrRealitätaufInstagram-  ein Hashtag, den eine meiner Abonnenten mal unter eines meiner Bilder gesetzt hat. Ich musste lachen, nicken und dachte dann: wenn es jetzt schon einen Hashtag gibt, mit dem man die Realität verschlagwortet, gibt es dann auch einen Hashtag, der da heißt #dassiehtallesnursoausalsob oder #ichhabedasnurfürsFotogemacht?

Eines der meist angeklickten Postings auf diesem Blog ist das beste Waffelrezept ever, welches ich im November 2014 hier veröffentlichte. Es war Sonntagnachmittag, draussen schon dunkel und usselig. Ohne Deckenbeleuchtung hätten wir die Waffeln auf dem Tisch nicht sehen können. Also Licht an. Foto gemacht. Nicht gut geworden.

Ich habe noch versucht, mit Photoshop mehr aus den Bildern rauzukitzeln und sie dann veröffentlicht. Seitdem denke ich immer mal wieder: Wenn Du nochmal Waffeln backst, dann machste mal zwei anständige Bilder und lädst die ins Posting hoch. Was sollen denn die Leute denken?

Wisst Ihr was? Es ist mir schnurzpiepegal, was die Leute denken. Die Leute klicken nämlich auf das Posting, weil sie das beste Waffelrezept ever haben wollen. Wie Waffeln bei Tageslicht aussehen, das weiss jedes Kind. Das bleibt so. Basta!

Und doch verwerfe ich – gerade auf Instagram- ganz oft ein Bild, weil ich denke: Das ist zu dunkel. Das sieht nicht gut aus. Unser Eßzimmertisch ist nicht stylisch genug. Nä! Da sieht man ja im Hintergrund den Bücherstapel, der vom Boden bis zur Decke reicht! Eine Heizung! Ich kann doch keine Heizung zeigen!?! Ein Foto von meinem Schreibtisch? Um Himmels Willen- da muss ich aber erstmal 2- 8 Stunden aufräumen!

Ist das nicht bescheuert?

Mein neues Motto lautet also: Mut zur Lücke. Mach und zeig, was Dir gefällt. Gib Dir Mühe und bleibe am Ball, lass Dich durch andere motivieren und inspirieren,  aber mach Dich nicht verrückt, wenn es nicht so hinhaut!

Morgen gibt es übrigens ein Rezept für karnevalistisch verzierte Amerikaner. Die Fotos dazu sind gestylt, bei bestem Tageslicht geknipst, hell und freundlich. Das finde ich zumindest. Und dann wird es auch wieder Fotos geben, die eben nicht perfekt sind.

Liebe Grüße, Bine

,

Wie ich Texte auf Fotos schreibe.

Guten Morgen, liebe Leserinnen & Leser! Ich hoffe, Ihr hattet ein schönes Wochenende und konntet gestern, genau wie wir, das wundervolle Frühlingswetter genießen!

Vielleicht erinnert Ihr Euch, dass ich hier im Januar ein Posting veröffentlich habe, in dem ich Euch zeigte, wie ich meine Bilder mit Photoshop Elements bearbeite. Damals hatte ich angekündigt, dass ich demnächst weitere Anleitungen veröffentlichen möchte. In Euren Kommentaren habt Ihr mir u.a. Wünsche zu den Themen „Schriften oder Texte auf Fotos“, „Formen einfügen“, „Weichzeichnen“ u.s.w. genannt.

Heute geht es um das Thema: Wie kann ich Texte auf meine Fotos schreiben? Anstatt einen Haufen Screenshots zu machen, habe ich einfach einen kleinen Film gedreht:

 

Es ist wirklich ganz einfach Texte auf Fotos zu schreiben, die Schriften und Farben zu ändern und den Text verblassen zu lassen, bzw. ihn zu drehen. Ich hoffe, Ihr könnt das im Video gut sehen. Ansonsten gibt es noch die Möglichkeit, das Video auf Youtube anzuschauen.

Bitte entschuldigt das Rauschen im Hintergrund. Das war nicht die Waschmaschine oder der Trockner, nein, mein Laptop hatte mit Photoshop, QuickTimePlayer und der laufenden Musik eine Menge Arbeit. ;-)

Ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche! Liebe Grüße, Bine

PS.: die Hintergrundmusik habe ich übrigens bei Audio Networks gekauft. Solltet Ihr auch einmal ein Video für den Blog erstellen wollen und dieses mit einer Hintergrundmusik untermalen, dann kann ich diese Seite empfehlen.

,

Vier Tipps rund ums Fotografieren. / In Zusammenarbeit mit Manfrotto Imagine More.

Eigentlich sollte ich jetzt gar nicht hier sitzen. Eigentlich sollte ich jetzt meine Taschen packen und mich auf den Weg nach Köln machen, um dort andere Bloggerinnen zu treffen und mit ihnen weiter nach Belgien zu fahren. Eine fiese, doofe, hartnäckige Erkältung, die ich seit einer Woche mit mir rumschleppe, hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nun sitze ich also vor meinem Computer, trinke Ingwertee, trage warme Puschen an den Füßen und einen langen Schal um den Hals und kann bloggen.

Als ich im November letzten Jahres eine Email vom Fotoblog Manfrotto Imagine More mit der Frage „Hast Du Lust auf unserem Blog vier Gastartikel zu veröffentlichen?“ erhielt, fühlte ich mich erst einmal sehr gebauchpinselt. Dann etwas verunsichert. Dann wieder ganz euphorisch, um danach gleich wieder zu zweifeln. Worüber sollte ich schreiben? Welche Tipps könnte ich geben? Welche Themen wären interessant? Ich schrieb Stefania meine Zweifel und Überlegungen und sie antwortete nur ganz lässig: „Schreib, wie und was Du immer schreibst. Schreib, über Themen, mit denen Du Dich wohlfühlst!“ Okayyyy, dachte ich mir und dachte nach. Was fotografiere ich gerne? Warum tue ich das? Was fotografiere ich gerade ganz aktuell am liebsten? Warum hakt es hier oder da machmal oder was klappt bei mir ganz gut?

Ich schrieb die Postings hier auf meinem Blog, so dass ich das Gefühl hatte, ich würde sie für Euch schreiben und nicht für die Manfrotto-Leser, die alle ganz bestimmt große Fotografie-Liebhaber, wenn nicht sogar Foto-Nerds, sind. Danach kopierte ich meine Texte und Fotos in eine Mail und schickte sie nach Italien.

In den letzten Wochen wurden meine vier Postings auf Manfrotto veröffentlicht. Solltet Ihr diese gerne lesen wollen, hier für Euch eine kleine Zusammenfassung, worum es geht:

1) Auf der Suche nach Wörtern und Texten in der Stadt. Ich liebe Schriftzüge. Auf meinen Täschchen, auf Bildern, Notizbüchern, Stiften, Häusern usw.. Besonders toll finde ich Schriftzüge in der Stadt. Zum Beispiel alte Reklame-Schriftzüge oder Aufkleber an Ampelmasten oder gesprayte Wörter auf Häuserfassaden. Hier geht es zum Posting -> klick.Auf-der-Suche-Nach-Woertner-Fotochallenge-waseigenes-Blog
2) Fotografieren im Winter. Von weissen Schneelandschaften, kleinen Details und grauem Himmel. Wir werden hier im Rheinland ja leider nicht all zu häufig vom Winter besucht. Dabei finde ich es so schön, wenn das Dorf unter einer weißen Schneedecke schlummert.

Wenn dem mal so ist, dann muss das natürlich sofort fotografisch festgehalten werden. Das ist aber nicht ganz so einfach, denn meist sieht das Auge eine weiße Landschaft, die Kamera spuckt aber ein Foto mit Blaustich aus. Eine Alternative ist, sich mal auf kleinere Details zu konzentrieren. Was und wie ich sonst so den Winter fotografiere könnt Ihr hier nach lesen -> klick.winterfotografie was eigenes blog manfrotto

3) Fotografieren in einem Café oder Restaurant. Ich habe ein Faible für schönen Kaffee. Solche, die ein Bild aus Milchschaum zur Schau tragen. Ich mag Caféeinrichtungen und die Menschen, die sich im Café aufhalten. In einem Café oder Restaurant zu fotografieren bedeutet für einige Mut zu zeigen, denn oftmals erntet man schräge Blicke. Meine Devise: Traut Euch! -> klick.

Fotografieren-im-Cafe-Fotochallenge-waseigenes.-Blog

4) Gezielt nach Motiven suchen. Die Welt ist voll von schönen, witzigen, aufregenden, interessanten, spannenden Fotomotiven. Und dennoch frage ich mich manchmal: was und wo könnte ich fotografieren? Vor lauter Bäumen sieht man den Wald nicht mehr oder man empfindet das gesehene Objekt als nicht fotogen genug. Um das Auge zu schärfen und vielleicht auch mal was Neues auszuprobieren habe ich in der Vergangenheit schon an diversen Foto-Spielchen teilgenommen. Drei habe ich, zusammen mit Andrea, hier vor einigen Jahren veranstaltet: Das monthly Motto in 2011, 12 Themen in 12 Monaten (2012) und Color me happy (2013). Es macht Spass innerhalb einer Community bestimmte Motive zu suchen oder bestimmte Objekte in Szene zu setzen. Einige Beispiele und warum man aus solchen Aktionen lernen kann, gibt es hier -> klick.photo challenges was eigenes blog manfrotto

Vielleicht konnte ich Euch mit meinen Postings noch ein paar Tipps geben… oder Euch wenigstens fotografisch unterhalten. Lieben Dank an Manfrotto für die nette und unkomplizierte Zusammenarbeit!

Liebe Grüße, Bine

PS.: Heute und morgen gibt es 15% Rabatt auf alle Bestellungen in meinem Shop! -> hier geht’s lang!

, ,

Wie ich meine Fotos mit Photoshop Elements bearbeite.

Schon vor einer halben Ewigkeit hatte ich hier einmal angekündigt, dass ich ein Posting zur Bearbeitung von Fotos schreiben werde. Ähm… ja, ist schon ein Weilchen her. Gestern habe ich mich endlich mal auf meine vier Buchstaben gesetzt und eifrig Screenshots gemacht, während ich ein Bild bearbeitet habe. Tadaaa!

Fotobearbeitung ist ja immer so eine Sache. Die einen mögen es, die anderen hassen es. Mir macht es Spass. Als ich mit dem Bloggen anfing und meine eigenen Bilder plötzlich einem breiteren Publikum, als meiner Familie, zeigte, hatte ich von Tuten und Blasen keine Ahnung. Die allerersten Bilder, die hier veröffentlicht wurden, habe ich überhaupt nicht bearbeitet. Durch’s Bloggen und Lesen anderer Blogs interessierte ich mich immer mehr für die Fotografie und das Bearbeiten meiner Bilder. Ich nutzte damals den online-Bearbeitungsdienst Picnik. Mittlerweile ist dieser Dienst eingestellt. Der Nachfolger PicMonkey bietet aber sehr ähnliche Möglichkeiten an. Ich spielte immer wieder an den Reglern rum, erhöhte die Helligkeit, den Kontrast, die Farben. Cross-Processing war eine zeitlang total hipp. Überall sah man auf den Blogs mega überarbeitete Bilder, die vor Kontrast und Sättigung nur so strotzten. Heute tun mir die Augen weh, wenn ich diese alten Bilder von mir sehe. Furchtbar. Kleines Beispiel gefällig? Guckt mal hier, Fotos vom Lotharpfad im Schwarzwald. Das war im April 2014.

Als Picnik seinen Dienst einstellte, geriet ich kurzzeitig in Panik. Wie sollte ich jetzt bloss meine Bilder bearbeiten? Photoshop Elements hatte ich schon länger auf meinem Laptop, kannte mich mit dem Programm und diesen komischen Ebenen überhaupt nicht aus. Glücklicherweise habe ich eine pfiffige Freundin, die sich eines Nachmittags mit mir an den Küchentisch setze und mir die Grundlagen erklärte. Seitdem bearbeite ich alle Bilder mit Photoshop Elements 9.

Im Grunde versuche ich heute so wenig wir möglich an meinen Bildern zu ändern. Ich habe ja schliesslich mit den Jahren auch meine Fotografiekenntnisse aufgemöbelt und bin meist mit den Ergebnissen auch ohne Bearbeitung zu frieden. Nichtsdestotrotz kann man mit ein wenig Bearbeitung noch mehr aus den Bildern rausholen. Hier habe ich übrigens mal einen Artikel zum Theme „Tiefenschärfe und andere Kuriositäten“ verfasst.

Genug der langen Vorrede, kommen wir zu meinen Berabeitungsschritten. Hier das Originalbild:

Wie ich meine Fotos mit Photoshop Elements bearbeite | Fotobearbeitung | Tutorial | waseigenes.com

Ich öffne dieses Bild in Photoshop. Es hat die Masse 4896 x 3264. Für meinen Blog viel zu groß. Deswegen öffne ich eine zweite, leere Datei mit der Größe 640 x 427 Pixel. Dies wird am Ende mein Blogbild sein. Um beide Dateien nebeneinander zu sehen, klickt Ihr oben auf dieses kleine gekachelte Bild (siehe Pfeil).

Wie ich meine Fotos mit Photoshop Elements bearbeite | Fotobearbeitung | Tutorial | waseigenes.com

Ich ziehe das Originalbild auf die leere Datei. Es passt nicht hinein und muss deswegen kleiner gezogen werden. Dabei drücke ich die SHIFT Taste und ziehe mit der Maus so lange, bis das Foto in meine neue Datei passt, bzw. ich den gewünschten Ausschnitt sehe.

Wie ich meine Fotos mit Photoshop Elements bearbeite | Fotobearbeitung | Tutorial | waseigenes.com

Oftmals wähle ich dadurch einen neuen Ausschnitt. Wie Ihr hier seht, lasse ich unten und rechts einen Teil des Bildes einfach weg. Auf dem Originalbild sieht man am unteren Rand noch den Stuhl. Den sieht man auf den bearbeiteten Bild nicht mehr.

Wie ich meine Fotos mit Photoshop Elements bearbeite | Fotobearbeitung | Tutorial | waseigenes.com

Nun passe ich die Belichtung an. Dafür klicke ich auf „Überarbeiten“ und dann „Belichtung anpassen“. Hier habt Ihr die Möglichkeit „Tiefen & Lichter“, „Helligkeit & Kontrast“ und „Tonwertkorrektur“ zu verändern.

Wie ich meine Fotos mit Photoshop Elements bearbeite | Fotobearbeitung | Tutorial | waseigenes.com

Ich fange immer mit der „Tonwertkorrektur“ an. Es öffnet sich ein neues Fenster. Durch das Schieben des Reglers nach rechts oder links verändert sich die „Tonwertspreizung“. Das Bild wird heller oder dunkler. Da ich es mag, wenn Bilder etwas heller sind, schiebe ich den rechten weissen Regler nach links, so weit, wie es mir gefällt. Wer das Bild dann noch etwas blasser haben möchte, schiebt den Regler des „Tonwertumfangs“ etwas nach rechts.

Wie ich meine Fotos mit Photoshop Elements bearbeite | Fotobearbeitung | Tutorial | waseigenes.com

Als nächstes verändere ich den Kontrast. Wieder auf „Überarbeiten“ > „Belichtung anpassen“ klicken und und dann „Helligkeit & Kontrast“ auswählen.

Wie ich meine Fotos mit Photoshop Elements bearbeite | Fotobearbeitung | Tutorial | waseigenes.com

Hier schiebe ich den Regler ein wenig nach rechts, um den Kontrast zu erhöhen. Schiebt Ihr den Regler nach links geschieht das Gegenteil. Der Kontrast wird weniger.

Wie ich meine Fotos mit Photoshop Elements bearbeite | Fotobearbeitung | Tutorial | waseigenes.com

Als letztes schaue ich mir die Farben an. Wieder klickt Ihr „Überarbeiten“ an und geht dann auf „Farbe anpassen“. Dort gibt es eine Menge Möglichkeiten, die Farben des Bildes zu verändern. Ich nutze i.d.R. nur „Farbton/ Sättigung anpassen“

Wie ich meine Fotos mit Photoshop Elements bearbeite | Fotobearbeitung | Tutorial | waseigenes.com

Es öffnet sich wieder ein kleines Fenster. Ihr habt nun die Möglichkeit die Sättigung alle Farben auf einem Schlag zu ändern, oder Ihr klickt einen bestimmten Farbton an, z.B. „Gelb“ und erhöht oder verringert nur diesen einen Farbton. Das ist ein wunderbares Tool! Die Farbe „Rot“ finde ich oftmals schwierig zu knipsen. habt Ihr schonmal eine Schale Erdbeeren fotografiert und wurdet Ihr erschlagen von diesem über-knalligen Rot? Wenn ja, dann könntet Ihr hier z.B. nur den Rotton etwas reduzieren, die blaue Schale bleibt aber blau.

Wie ich meine Fotos mit Photoshop Elements bearbeite | Fotobearbeitung | Tutorial | waseigenes.com

Das war es schon. Unter „Überarbeiten“ gibt es noch weitere Möglichkeiten, die ich hin und wieder, aber eher selten, nutze. Zum Beispiel könnte man noch den Schärfegrad des Bildes etwas erhöhen. Oder Ihr klickt mal auf „Tiefen & Lichter“. Dieses Tool eignet sich besonders gut, wenn ich z.B. Genähtes für den Blog fotografiere. Im Winter, wenn es draussen düster ist oder im Sommer, wenn die Sonne extrem vom Himmel scheint, entstehen viele unschöne Schatten. Die kann man ganz gut mit „Tiefen & Lichter“ > „Tiefen aufhellen“ mildern.

Hier das fertig bearbeitete Bild. Wie Ihr seht, es ist kein immenser Unterschied zum Originalbild. Und doch. Der Ausschnitt ist ein wenig anders, das Bild insgesamt etwas heller, der Kontrast ein wenig stärker, als im Originalbild.

Wie ich meine Fotos mit Photoshop Elements bearbeite | Fotobearbeitung | Tutorial | waseigenes.com
Mir persönlich reicht das. Für meine Bilder stehe ich momentan auf „weniger ist mehr“. Ich finde aber auch krass bearbeitete Bilder hin und wieder gut. Mein Geschmack ist einer von den Wechselhaften. ;-)

Mein letzter Tipp: Probieren geht über Studieren. Ich habe in meinem Photoshop schon ziemlich jedes Werkzeug einmal angeklickt und ausprobiert. Dadurch habe ich schon oft durch Zufall neue Möglichkeiten gefunden. Habt keine Angst vor dem Programm! Ich hoffe, ich konnte Euch ein paar Tipps geben und vielleicht die Angst vor Photoshop nehmen.

Solltet Ihr Interesse haben, dann zeige ich Euch vielleicht demnächst ein kleines Tutorial, wie Ihr Schriften oder Formen auf Eure Bilder setzt. Oder, wie man nur eine Teil weichzeichnet, den Rest aber scharf belässt. Würde Euch das interessieren?

Liebe Grüße, Bine

Meine Kamera, meine Objektive, meine Erfahrungen.

Ich kann mich nicht mehr ganz genau erinnern, müßte vielleicht mal alte Familienfotos vergangenerer Weihnachtsabende durchschauen, aber ich glaube, ich war 15 Jahre alt, als ich meine erste Spiegelreflex Kamera vom Christkind geschenkt bekam. Der Auslöser (<- sehr passend, in diesem Zusammenhang) war damals eine Klassenkameradin, die auch eine analoge (!) Canon Kamera besaß. Von da an nahm das Schicksal seinen Lauf. Ich war dem Knipsen und Fotografieren einfach verfallen. Ich habe unzählige, wirklich unzählige Fotos – echte Fotos- gemacht. Dicke Fotoalben sind gefüllt mit Bildern meiner Freundinnen, von Parties, Ausflügen und und und. Eine Menge Erpresser-Material würde ich sagen. ;-) Nach dem Abi ging ich ein Jahr in die USA. Dort war die Fotoentwicklung so wahnsinnig günstig, so dass ich mit sechs Fotoalben wieder heim kam. Mit den Jahren rückte die Fotografie etwas in den Hintergrund.  Digitalkameras kamen auf den Markt, ich knipste viel mit der kleinen Panasonic meines Mannes, Schnappschüsse, nichts Besonderes. Die Spiegelreflex verstaubte im Schrank.

Im März 2008 kaufte ich mir meine erste digitale Spiegelreflexkamera. Der Grund: natürlich mein Blog. Drei Monate vorher startete ich was eigenes und dadurch wurde ich wieder infiziert richtig gute Bilder zu machen. Das auserwählte Stück war eine Canon EOS 400D. Was sich damit für neue Welten eröffneten- Wahnsinn!

Während ich damals analog eher im Automatik-Modus knipste, wollte ich es nun richtig lernen. Ich las viel im Internet, klickte mich durch Foren, las die Bedienungsanleitung (jaaa, wirklich!) und fragte Freunde aus, die Ahnung vom Fotografieren haben. Immer häufiger blieb der Automatik-Modus ausgeschaltet- manuelle Einstellungen wurden immer reizvoller, das Spielen mit und Ausprobieren von Belichtung, Blendeneinstellung, Zeiteinstellung und so weiter und so fort, eröffneten mir neue Möglichkeiten und ganz andere Blickwinkel. Nicht zu letzt durch meinen Blog oder besser das Lesen anderer Blogs und Studieren der gezeigten Fotos dort, versuchte ich mein Auge zu schulen und besser zu werden. Was ich gelernt hatte, habe ich hier schonmal versucht wiederzugeben ->  Kleiner Fotokurs (Tiefenschärfe und andere Kuriositäten) -> klick.

canon 60D erfahrungsbericht was eigenes blog

Vor einigen Jahren gönnte ich mir eine neue Kamera. Die Canon EOS 60D. Noch mehr Möglichkeiten, noch mehr Megapixel, größerer Bildschirm, höherer ISO-Wert. Toll. Ich fotografiere gerne mit meiner Kamera, wechsel oft die Objektive und versuche das Beste- im Rahmen meiner Möglichkeiten- herauszuholen. Ich in kein Profi! Ich fotografiere einfach gerne und habe Spass daran Momente, Stillleben, Architektur, ausgefallene Motive, unsere Kinder, unseren Hund und besondere Ereignisse festzuhalten. Natürlich fotografiere ich viel für meinen Blog. Ein Posting ohne Foto geht für mich nicht. Aber es dürfen auch mal Handy Bilder, die ich am liebsten mit der Hipstamatic App knipse hier gezeigt werden (siehe oben!)!

Weiterlesen

,

mellow yellow

Ich wünsche Euch und Euren Lieben wunderbare Osterfeiertage! Genießt die (hoffentlich) freie Zeit, und uns allen drücke ich die Daumen, dass das Wetter ein bisschen mitspielt und die Kids im Garten Eier suchen können, ohne Regenschirm, Gummistiefel und Matschhose ;-)