Hier geht es um Themen, die sich alle rund ums Bloggen drehen! Zum Beispiel mein Blogumzug von blogspot zu Wordpress oder wie man social media icons in den Blog einbaut.

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Lasst uns zusammen pinnen und Leidenschaften teilen!
Pinterest Gruppen Pinnwände.

Wir sind alle Einzelkämpfer. Die meisten von uns führen ihren Blog alleine. Ohne Partner, ohne Webdesigner, ohne SEO-Spezialisten, ohne Buchhlater. Wir sind one-woman-shows und ich behaupte, dass viele von uns schon nächtelang vor dem Bildschirm saßen, Foren lasen und studierten, parallel immer den eigenen Blog, das eigene Photoshop oder Lightroom geöffnet, und versucht haben das gezeigte nachzumachen. Wir schauen Youtube Videos, lesen Blogposts rund ums Bloggen um auf dem Laufenden zu bleiben oder was Neues zu lernen.

Pinterest Gruppen Pinnwände | vier Tipps rund um Group Boards | waseigenes.com

Ich tat dies. Ich tue dies. Dieses Internet, diese Bloggerwelt verändert sich dauernd. Immer wieder gibt es neue wichtige Infos, wie wir schreiben sollen, wie unsere Fotos aussehen sollen, welche Keywords und Schlagworte wir in unsere Texte schreiben sollen, damit wir gefunden und gelesen werden.

Manchmal wünschte ich mir, ich hätte meinen Schreibtisch in einem großen Büro stehen und wenn ich eine Frage habe, dann gehe ich mal eben nebenan zum Instagram Spezialisten, der mir hilft. So, wie ich früher ins Accounting, in die Technik, in die Reservierung ging und dort die Spezialisten um Rat frug oder einfach sagte: Mach mal!

Ihr wisst, dass ich Pinterest liebe und mich gerne und oft auf der Plattform aufhalte. Ich habe einen Haufen Pinnwände, die mir alleine „gehören“, aber in den letzten Jahren sind auch immer mehr Pinnwände hinzugekommen, auf die ich mit vielen anderen pinne. Sogenannte Gruppen Pinnwände oder Group Boards. Ihr erkennt eine Gruppen Pinnwand an dem kleinen runden Profilbild unten links.

Pinterest Gruppenpinnwände | gemeinsam pinnen, zusammen arbeiten | waseigenes.com

Der Vorteil am gemeinsamen Pinnen ist, dass auf einer einzelnen Pinnwand viele viele verschiedene Bilder landen und alle, die bei diesem Board mitpinnen, diese Pinnwand auf dem eigenen Kanal haben.

Klickt z.B. Frau Schmitz auf meinen Pinterest Kanal und scrollt durch meine Pinnwände, dann sieht sie vielleicht die Pinnwand Cologne-Köln. Frau Schmitz findet Köln toll und möchte diese wundervolle Stadt bald besuchen (verständlich!). Sie hat selbst ein eigenes Köln-Board und sammelt dort schon fleißig Tipps und Inspirationen. Nun klickt sie auf meine Gruppen Pinnwand und findet dort viele coole Ideen rund um Köln. Die kommen aber nicht alle von mir, sondern auch von meinen Mit-Pinnern.

Pinterest Gruppen Pinnwand Cologne / Köln | waseigenes.com

Frau Schmitz pinnt nicht nur meine Pins auf ihr eigenes Köln Board, nein sie pinnt auch die Bilder der anderen. Vielleicht gelangt Frau Schmitz über meine Köln-Gruppen-Pinnwand auch auf die Pinterest Kanäle meiner Mit-Pinnerinnen und findet dort eine Pinnwand rund um Blumen. Findet sie auch ganz toll und pinnt von dort fleißig weiter. Vielleicht gefällt es ihr auf diesem soeben entdeckten Pinterest Kanal so gut, dass sie auf „folgen“ klickt.

Ihr seht, wohin ich mit meiner Geschichte möchte? Groupboards oder Gruppen Pinnwände sind eine super Möglichkeit, gemeinsam etwas zu bewegen, zusammen zu pinnen und gemeinsam traffic zu generieren. Frau Schmitz wäre vielleicht niemals auf den Kanal meiner Mit-Pinnerinnen gestoßen, wäre sie nicht zufällig auf meine Köln Gruppen Pinnwand gestoßen.

So- die Message habt Ihr verstanden. Gemeinsam pinnen ist gut, macht Spass und generiert im besten Falle traffic auf dem eigenen Pinterestkanal oder zum eigenen Blog. Wie finde ich nun Gruppen Pinnwände, bei denen ich mitpinnen könnte? Wie werde ich Mitglied?

Dafür gibt es verschieden Möglichkeiten:

Pinterest Gruppen Pinnwand: Erstelle eine eigene Gruppen Pinnwand und lade andere dazu ein | waseigenes.com
Hast Du ein Thema, eine Leidenschaft, für die Du brennst und meinst Du, dass andere Deine Leidenschaft teilen? Sammeln sie ähnliche Pins zum gleichen Thema? Dann erstelle für dieses Thema eine Gruppen Pinnwand und lade andere dazu ein mit Dir zu pinnen. Klicke auf den kleinen Stift Deiner Pinnwand. Im neuen Dialogfenster kannst Du „Mitwirkende“ (Deine Freundinnen, andere Bloggerinnen, Kolleginnen) einladen.

Pinterest Gruppen Pinnwand: Schreibe die Eigentümerin einer Gruppen Pinnwand an | waseigenes.com

Du folgst einer Pinterest-Userin, deren Kanal Du magst. Du siehst, dass sie bei der Gruppen-Pinnwand „Cupcakes“ mitpinnt und weil Du selber gerne Cupcakes backst und bloggst und pinnst, möchtest Du da mitmachen. Schreibe die Eigentümerin (Erstellerin) der Pinnwand an und frage höflich, ob Du mitmachen darfst. Sie läd Dich dann ein und schon bist Du  Mitglied der Gruppen Pinnwand. Die Eigentümerin einer Gruppen Pinnwand findest Du, wenn Du auf alle Mitglieder der Pinnwand klickst. Dort stehen die Namen der Mitglieder und neben der Erstellerin steht „Eigentümer“.
Ich bin z.B. zufällig auf die Gruppen Pinnwand „Geschenke aus der Küche“ gestoßen, habe Jennifer eine Nachricht geschrieben, ob ich mitpinnen darf und nun bin ich Mitwirkende dieser Pinnwand.

Pinterest Gruppen Pinnwand: Vernetze Dich mit anderen | waseigenes.com
Solltest Du in der ein oder anderen Facebook Gruppe Mitglied sein, dann frag dort einmal nach, wer welche Gruppen Pinnwände empfehlen kann? Oder lade dort andere zum Mitpinnen auf Deiner Pinnwand ein. Oder frage, ob Du bei Pinnwänden anderer mitpinnen darfst. Ich habe neulich eine Diskussion zu diesem Thema in einer Facebook Gruppe verfolgt und seitdem bin ich Mitglied bei „Sweetest Bakery“ von Yvonne.

Pinterest Gruppen Pinnwand: Nimm Einladungen zu Gruppen Pinnwänden an | waseigenes.com

Hast Du schonmal in Deinem Pinterest Profil in den Posteingang geschaut? Vielleicht schlummern dort ja schon Einladungen zu Gruppen Pinnwänden. So bin ich schon auf tolle Gruppenwände gestoßen, von denen ich die Einladung angenommen habe. Manchmal war aber auch Schrott dabei und ich habe die Anfrage ignoriert. Es lohnt sich immer mal wieder in den Posteingang zu schauen- ich hatte z.B. gar nicht gesehen, dass dort schon länger eine Einladung von Rebecca zum Thema „get crafty“ schlummerte.

Ein letzter Tipp. Klick mal auf Pingroupie und suche dort nach interessanten Pinnwänden. Dort kannst Du die Gruppen Pinnwände filtern nach Kategorie oder Titel. Vielleicht findest Du dort die Cupcake Pinnwand schlechthin. Ein gutes Tool- allerdings habe ich dort keine deutschen Pinnwände gefunden. Und das stört mich. Die Amis sind auf Pinterest sehr stark, aber wir deutschen Bloggerinnen werden immer stärker und ich persönlich mag deutsche Nähanleitungen und Rezepte viel lieber, als englischsprachige.

Pinterest Gruppen Pinnwand SEWING Deutsche Nähanleitungen | waseigenes.com

Deswegen habe ich auch selbst die Pinnwand „SEWING- deutsche Nähanleitungen“ erstellt. Dort sammel ich alle Anleitungen rund ums Nähen, die auf deutsch verfasst sind. Dann habe ich verschiedene Bloggerinnen, die ich teilweise persönlich, teilweise nur aus dem Netz kenne, die alle gerne nähen, eingeladen bei mir mitzupinnen.

Ansonsten bin ich Mitglied bei vielen Gruppen Pinnwänden, deren Leidenschaften ich teile. Zum Beispiel: DIY auf DeutschBloggerrezepte, die wir lieben; Guten Morgen, Sonnenschein; nähen #blogstlove; Blogging Tipps von und für Bloggerinnen;… Es gibt unzählige Gruppen Pinnwände! :-)

Generell sei noch gesagt- Gruppen Pinnwände mit vielen Followern sind natürlich wünschenswert, weil da einfach mehr passiert- ich selbst pinne aber am liebsten mit anderen, die ich entweder kenne oder deren Gruppen Pinnwand ich einfach toll finde. Und am allerliebsten pinne ich zusammen mit Mädels aus dem deutschsprachigen Raum. Und da ist es mir wurscht, wie stark oder schwach diese Pinnwand frequentiert wird.

So und jetzt würde ich natürlich am liebsten wissen- seid Ihr Eigentümer von Gruppen Pinnwänden? Könnt Ihr mir gute oder schöne Gruppen Pinnwände empfehlen?

Liebe Grüße, Bine

 

 

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Warum ich es wichtig finde, das Blog Bilder richtig benannt werden {damit sie auf Pinterest besser gefunden werden!}

Mit der Überschrift ist eigentlich alles gesagt! :-) Aber das kann ich ja jetzt nicht einfach so stehen lassen, deswegen schreibe ich nun, wie und warum genau ich das meine:

Ich pinne viel. Sehr viel. Ich liebe Pinterest. Es ist für mich die Inspirationsquelle, der Trendscout schlechthin. Ich pinne oft Bilder innerhalb Pinterests, aber häufiger von anderen Blogs. Wenn ich schon keine Lust keine Zeit habe, einen Kommentar zu hinterlassen, dann mag ich meine Wertschätzung wenigstens durch das Pinnen eines oder mehrere Bilder aus diesem Blogpost zu zeigen.

Denn die Bilder pinne ich ja nicht nur, weil ich sie bei mir, auf meinen Boards sammeln möchte; nein, ich pinne auch, weil ich einfach meine, dass dies ein tolles Bild, eine super Anleitung oder ein köstliches Rezept ist. Ich bin der Meinung, dass dieses Bild verbreitet werden muss!

Wenn ich ein Bild auf Pinterest pinne, dann wünsche ich mir und hoffe, dass es möglichst oft weitergepinnt wird. Durch Pinterest erhalten viele Blogs wertvollen traffic (Besucher). was eigenes eben so und das freut mich sehr.

Blog Bild Optimierung für Pinterest und Google Bildersuche durch Alternativ Text und Bild Title Attribut | waseigenes.com

Wenn meine Blogleser mit der Maus über eines meiner Blogbilder fahren, dann erscheint oben links der kleine rote Pinterest „merken“ Button. Wird dieser angeklickt, so öffnet sich ein Pinterest Fenster. Meine Leser entscheiden dann, auf welches ihrer Boards das Bild gepinnt wird, klicken auf merken und zack- schon ist es auf Pinterest und wird dort- im besten Falle- weitergepinnt und verbreitet.

In letzter Zeit ist mir wieder vermehrt aufgefallen, dass Blogbilder nicht richtig benannt werden. Da steht dann beim Pinnen eines Bildes zum Beispiel IMG_756 oder es steht einfach gar nichts da. Oder ein ellenlanger Satz, bei dem jedes Wort mit einem Bindestrich verbunden ist.

Nehmen wir an, ich pinne ein Foto von einem köstlich aussehendem Apfelkuchen von einem anderen Blog. Das Bild ist nicht benannt, keine Keywords, keine Beschreibung, nix. Das ist doof, denn dann habe ich die Arbeit, die entsprechende Bildbeschreibung zu tippen. Dafür erscheint innerhalb des Pinterest Fensters, unter dem Foto, der kleine graue Stift. Kann ich machen, muss ich aber nicht. Mal tue ich es, mal nicht.

Tue ich es nicht, dann wäre das für den Urheber des Bildes und dem damit verbundenem Rezept für den köstlichen Apfelkuchen sehr schade. Warum? Na, weil das Bild in der Pinterest Suche nicht gefunden wird. Pinterest Nutzer suchen nämlich nicht nach IMG_756, sondern nach „Rezept Apfelkuchen“, „Apfelkuchen Rezepte“, „Apfelkuchen Blech“ oder „Apfelkuchen mit Quark“ oder sowas.

Hier ein Beispiel eines uralten Fotos auf meinem Blog. Da hab ich Euch mal eine Raupe gezeigt, die ich am Sonntagnachmittag durch den Garten hab kriechen gesehen. Spannend, ne? :-) Ich habe die Bilder in diesem Posting damals nicht vernünftig benannt. Ich habe sie gar nicht benannt.

Klicke ich auf den „pin it“ Button, öffnet sich das kleine Pinterest Fenster, bei dem ich entscheide, auf welches Board ich das Foto pinnen möchte. Isch abe gar keine Boards, auf denen ich so eine Raupe pinnen könnte- egal! Ist ja nur ein Beispiel. Was seht Ihr unter dem Bild? Da steht nur „was eigenes“. Toll. Völlig unbrauchbar.

Dieses Bild würde bei Pinterest niemand finden, wenn man denn nach „kriechender Raupe“ suchen würde.

Blog Bild Optimierung für Pinterest und Google Bildersuche durch Alternativ Text und Bild Title Attribut | waseigenes.com
Also, was ist zu tun? Ich mache es so:

Nach dem Schreiben eines Blogposts und dem Hochladen der Bilder in den Artikel, öffne ich jedes Foto und schreibe einen eindeutigen und treffenden „Alternativ Text“. Dann fülle ich die Zeile neben „Bild Title Attribut“ aus. Das ist der Teil, die Beschreibung, die sich Pinterest beim Pinnen eines Bildes als Bildbeschreibung zieht.

Blog Bild Optimierung für Pinterest und Google Bildersuche durch Alternativ Text und Bild Title Attribut | waseigenes.com
Bei Blogspot-Blogs verhält es sich übrigens genauso. Dort sollte man das Bild ins Posting hochladen und dann auf „Bildeigenschaften“ klicken. Es öffnet sich ein neues Fenster, in das man bei „Alternativer Text“ eine deutliche (Keyword-)Beschreibung hinzufügen kann.

Blog Bild Optimierung für Pinterest und Google Bildersuche durch Alternativ Text und Bild Title Attribut | waseigenes.com
Und wenn ich das richtig gemacht habe und dann ein Bild aus meinem Blog pinne, dann steht da in der Beschreibung: DIY Leseherz | kostenloses Schnittmuster | Lesekissen…. Genau das, was ich vorher eingegeben habe.

Auch versuche ich entsprechende Keywords unterzubringen. So benenne ich Fotos, die mit Nähen, Anleitung und Schnittmuster zu tun haben, auch genau so: DIY Leseherz | kostenloses Schnittmuster.

Man könnte sich jetzt noch die Mühe machen und die Keywords noch eindeutiger und deutlicher wählen- die Mühe mache ich mir sehr selten, ich tippe aus dem Bauch heraus und überlege, wonach ich suchen würde. Dabei ist es ganz leicht.

Der einfachste und schnellste Weg, die richtigen Keywords zu finden ist: Gebe ich bei Pinterest in die Suchzeile z.B. „Schnittmuster“ ein, so schlägt mir Pinterest freundlicherweise gleich die wichtigsten und relevantesten Schlagworte und Suchergebnisse vor, z.B. Schnittmuster kostenlos; Schnittmuster kostenlos Damen; usw.. Würde ich diese Keywords alle noch in meine Bildbeschreibung (Alternativ Text/ Bild Title Attribut) einfügen, wäre die Wahrscheinlichkeit höher, dass genau mein Bild bei Suchanfragen gezeigt wird.

Pinterest ist eine Bilder-Suchmaschine, vergleichbar mit der Google Bildersuche, nur viel schöner. Und Bilder brauchen Namen, damit sie gefunden werden. Also, nutzt die Möglichkeit und investiert ein paar Minütchen in die genaue und eindeutige Beschreibung Eurer Bilder. Dadurch werden Eure Bilder und die dazugehörigen Blogposts sowohl bei Pinterest, als auch bei der Google Bildersuche besser gefunden.

Und das wiederum führt dazu, dass Leute, die Pinterest nutzen, dort nach Inspirationen, Rezepten, Anleitungen und Reisetipps suchen, Eure Bilder finden und von diesem Bild auf Eurem Blog landen.

Ein Kreislauf, den wir mit nur ein, zwei Arbeitsschritten, optimieren und auch beeinflussen können.

Happy pinning & liebe Grüße, Bine

Ist die Kommentarfunktion auf Blogs noch zeitgemäß?

Als ich damals, vor fast 10 Jahren durch Zufall auf Blogs stieß, immer weiter und immer tiefer in diese digitale Welt eintauchte, da kam ziemlich schnell der Wunsch in mir hoch, dass ich sowas auch machen möchte. Jajaaa, ich weiß, die Geschichte kennt Ihr schon, denn ich habe sie schon manches mal hier erzählt, aber wartet! Ich möchte auf ein bestimmtes Thema hinaus:

Rund ums Bloggen | Ist die Kommentarfunktion auf Blogs noch zeitgemäß? waseigenes.com

Ich erzählte also damals meinem Mann von meinem Wunsch selbst einen Blog zu schreiben, worauf er mir antwortete: Wir haben doch eine ungenutzte Webseite. Nimm die doch. Okay, dachte ich und fing an, die Webseite neu zu gestalten. Ich hatte so eine Farbvorstellung von mint und hellbraun im Kopf- früher waren die Hintergründe der Blogs noch farbig. Oft bunt. Nicht wie heute. Ich wurschtelte mich also so durch die Webseiten-Möglichkeiten, versuchte eine Art Postings zu verfassen, merkte aber nach ein oder zwei Tagen, dass es nicht das war, was ich wollte.

Der entscheidende Unterschied zwischen Blog und Webseite war nämlich (früher): auf einer Webseite kann man nicht kommentieren. Aber genau das war es, was mich an der Bloggerwelt so faszinierte. Die Kommentare. Der Austausch. Die Fragen und Antworten. Das Hin- und Herschreiben. Die Kommunikation.

Nee, das ist alles Driss, dachte ich, löschte sämtliche Einstellungen auf der Webseite und meldete mich kurzer Hand bei blogspot an. Von da an hatte ich was eigenes.

Heute, beinahe 10 Jahre später habe ich immer noch was eigenes, aber die Bloggerwelt hat sich verändert. Sie ist größer geworden und bunter – nicht was die Blogdesigns betrifft, die sind heute eher schwarz und weiß- nein, die Bloggerwelt ist bunter im Sinne von vielfältiger geworden. Sie bietet mittlerweile wirklich für jedermann was zu Lesen, zu Gucken, zu Lernen und zu Staunen an.

Aber die Kommentare werden weniger. Immer weniger. Heute lesen Blogleser nämlich nicht mehr nur die Blogs an sich, sondern auch die dazugehörigen Facebook Fanpages, die Instagram und die Twitter Accounts. Über die sozialen Netzwerke werden Blogleser auf neue Blogposts aufmerksam gemacht und weil immer mehr über’s Smartphone gelesen wird und das Kommentieren mit diesem auf den sozialen Netzwerken viel einfacher ist, als auf dem Blog, wird oft dort der Kommentar zum Blogpost hinterlassen.

Nicht mehr im Blog selber.

Ausserdem ist es einfacher und geht es schneller ein Herzchen oder einen gehobener Daumen anzuklicken, als einen ganzen Satz zu schreiben. Wir haben ja schliesslich keine Zeit! Wer hat schon Zeit? Ich nicht.

Neulich wurde in einer Facebook Gruppe darüber gesprochen und diskutiert, ob die Kommentarfunktion noch zeitgemäß ist oder ob man sie nicht einfach abstellen solle. Der Blogschreiber wäre dadurch nicht enttäuscht, wenn nur wenige Kommentare auf ein Posting rein kämen, der Blogleser fühle sich nicht unter Druck gesetzt, etwas schreiben zu müssen. Einer von vielen Gedanken die dort geäussert wurden.

Das klingt einleuchtend. Ich lese auch viele Blogs, kommentiere aber selten. Manchmal verlasse ich einen Blog mit einem schlechten Gewissen, weil ich nicht meine Wertschätztung geäussert, sondern nur still konsumiert habe.

Also, was tun? Die Kommentarfunktion abstellen? Arbeiten wie ein Magazin, das Inhalte veröffentlicht, aber keine Reaktion der Leser erfährt (abgesehen von den Leserbriefen, bzw. Leser-Emails)? Auch, wenn ich hin und wieder enttäuscht bin, dass auf dieses oder jenes Posting kaum Reaktionen im Blog kommen, so kann ich mich mit dem Gedanken dennoch nicht anfreunden.

Manchmal sprechen mich Freundinnen darauf an und bedauern, dass ich auf ein Posting so wenige Reaktionen erhalten habe. Das stimmt, sage ich dann, aber dafür habe ich Kommentare, Herzen und Daumen auf Instagram und Facebook als Feedback erhalten. Es gibt eben nicht mehr nur die Bloggerin. Es gibt die Bloggerin, die gleichzeitig Facebook Fanpage Betreiberin ist, die einen Instagram Account hat, die ihre Inhalte auf vielen Kanälen veröffentlicht.

Kommentare zu erhalten und Kommentare zu hinterlassen- das war der Grund, warum ich da mitmachen wollte. Und weil ich selbst selten kommentieren, bin ich meinen LeserInnen nicht böse, wenn sie „nur“ lesen, aber keinen Kommentar hinterlassen. Ich sehe ja im Hintergrund, was hier jeden Tag los ist.

Den Leser gänzlich auszuschliessen und keine Möglichkeit mehr zu geben, eine schriftliche Reaktion zu hinterlassen- das fühlt sich für mich seltsam an.

Deswegen wage ich es und stelle eine Frage- in der Hoffnung, dass Ihr mir hier eine Antwort gebt- auch, wenn Ihr eigentlich keine Zeit oder vielleicht keine Lust habt zu kommentieren: Wie seht Ihr das, ist die Kommentarfunktion noch zeitgemäß? Fühlt Ihr Euch unter Druck gesetzt oder gar aufgefordert, einen Kommentar zu hinterlassen? Oder möchtet Ihr am liebsten nur lesen und gar nicht erst die Möglichkeit haben, einen Kommentar zu schreiben?

Ich bin Euch aber auch nicht böse, wenn Ihr diesen Text nur gelesen habt und ohne eine Antwort weiterklickt. :-)

Habt einen schönen Dienstag! Liebe Grüße, Bine

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Auf Du und Du mit Deinem Leser oder für Sie immer noch Frau Hoppenstedt!
{Die Anrede an den werten Blogleser}

Ich schreibe immer für Euch. Euch, meine Leserinnen und Leser. Es sind weitaus mehr Leserinnen, als Leser, aber so genau weiß ich das nicht. Google Analytics könnte mir das sagen, aber ich nutze dieses Tool nicht. So lange sich kein persönlicher Coach neben mir an meinen Schreibtisch setzt und mir dieses umfangreiche Wissen, welches mir Analytics ausspuckt oder ausspucken könnte, vernünftig und kinderleicht erklärt, so lange werde ich es nicht nutzen.

Aber darüber wollte ich heute eigentlich gar nicht schreiben. Heute möchte ich meine Gedanken mit Euch zum Thema Ansprache, bzw Anrede an den werten Blogleser teilen und ich bin höchstgradig auf Eure Meinung dazu gespannt.

Du oder Ihr - wie redet Ihr Eure Leser an? Gedanken rund ums Bloggen | waseigenes.com

Also: ich schreibe für Euch. Die meisten von Euch kenne ich nicht persönlich. Einige sind jünger als ich, einige älter, viele sicherlich mein Jahrgang, das erkenne ich an Euren Kommentaren. Und überhaupt, welches 18jährige Mädchen will schon den Blog einer Frau, deren Alter mit einer vier beginnt, lesen? Eigentlich müßte ich Euch siezen. Das macht man schliesslich in Deutschland so, wenn man jemanden nicht persönlich gut kennt und anredet. Guten Tag, Frau Tietze, heute stelle ich Ihnen hier ein Rezept für den weltbesten Marmorkuchen ever vor. Auch Sehr geehrter Herr Dr. Klöbner – denn Namenszusätze werden hierzulande gern gesehen- wäre ein Ausdruck von Hochachtungen und Wertschätzung meinen lieben Leserinnen und Lesern gegenüber.

Seit uns die Ikea Werbung frech (man könnte auch sagen- originell) duzt, seit ich bei Dawanda verkaufe, seit ich keinen Kundenkontakt im Hotel mehr habe, hat sich in mein Leben immer mehr das Du eingeschlichen. Empfand ich es selbst vor Jahren noch als komisch, wenn mich Mitarbeiter eines Restaurants und Cafés duzten- was ich im umgekehrten Fall bei meinem Nebenjob als Servicekraft  niemals getan hätte- so ist es heute einfach normal. Die Zeiten haben sich geändert. Als ich noch zur Schule ging, habe ich alle Mamas und Papas meiner Freundinnen gesiezt. Meine Kinder duzen heute jeden. Außer ihre Lehrer. Das aber auch erst seit der 4. oder 5. Klasse. Aus einem Du, Frau Müller,…?! wird und wurde irgendwann ein Sie, Frau Müller…!

Vom ersten Tag an, seit dem allerersten Artikel hier auf meinem Blog, duze ich meine Leser. So soll das sein. Das Du schafft eine persönliche Ebene und ich finde durchaus, dass man seinem Gegenüber auch mit einem freundlichen Du genauso viel Respekt erweisen kann, wie mit einem steifen Sie. Und das, obwohl wir doch noch nie Brüderschaft getrunken haben.

Ich kenne keine (oder kaum eine) Bloggerin die ihre Leser siezt. Wir alle sind Du und Du mit unseren Lesern. Ich schreibe übrigens die Anrede immer groß. Ich glaube, dass das laut der aktuellen Rechtschreibregel nicht mehr konform ist, aber genau weiß ich auch das nicht und obendrein ist es mir wurscht. Ich werde schliesslich nicht mehr benotet und ich habe gelernt, dass man in Briefen die Anrede immer groß schreibt. Ich empfinde es als Höflichkeit und als Wertschätzung, sind doch meine Blogartikel wie Briefe formuliert, die ich ins Universum schicke. Adressat unbekannt. Meistens jedenfalls.

Gut, das Du und das Sie haben wir geklärt. Wir leben nicht mehr im letzten Jahrhundert, wir duzen uns, ohne dass dies als Affront oder Beleidigung empfunden wird. Es gibt jedoch trotzdem Unterschiede in der Anrede. So lese ich z.B. Blogs, bei denen der Autor seine Leser in der Einzahl- also mit einem Du anschreibt und es gibt Autoren, die immer in der Ihr-Form schreiben. Als nächstes steppst Du … oder  Und dann fügt Ihr dem Teig einen Schuss Milch hinzu….

Wenn ich ehrlich bin, dann weiß ich nicht, was ich schöner oder gar besser finde. Bei der Du-Anrede fühle ich mich meist persönlicher angesprochen. Diejenige, die das geschrieben hat, schreibt nur für mich. Sie spricht mich an und fordert mich auf, dieses eine Buch zu lesen, den weltbesten Marmorkuchen zu backen, die Wendeöffnung mit der Hand zu schließen.

Bei der Ihr-Anrede habe ich das Gefühl mit einer Horde Leser gleichzeitig vor dem Laptop zu sitzen. Alle sollen dieses eine Buch lesen, den weltbesten Marmorkuchen backen, die Wendeöffnung mit der Hand schließen.  Ich empfinde es nicht als herabsetzend oder unhöflich, dass mich diese Blogautoren innerhalb einer Menge anschreiben, überhaupt nicht! Jedoch, empfinde ich einen persönlichen Appell, eine direktere Ansprache, die von mir die volle Aufmerksamkeit verlangt, wenn die Autorin schreibt 10 Gründe warum Du morgens um 5 aufstehen solltest!. Dann denke ich- hoppla, das sollte ich wohl mal tun. Die macht das und sie sagt mir- mir ganz persönlich- Du, Bine, steh um 5 Uhr auf!

Wenn ich eine Nähanleitung oder eine Rezeptanleitung schreibe, dann wechsel ich innerhalb meines Blogbeitrags manchmal vom Ihr zum Du. Erst schreibe ich Das müßt Ihr probieren- so geht’s… und weiter Dann klappst Du das Schrägband um und nähst noch einmal von oben nach unten drüber…..

Das geht mir einfacher von der Hand. Ich stelle mir vor, dass da eine einzelne Person vor ihrem Computer sitzt, sich peu á peu durch meine Anleitung liest und nebenbei das Schrägband umklappt.

Ansonsten schreibe ich Euch alle an. Hallo, Ihr Lieben! Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag! Ich denke, dass das auch so bleiben wird, was meint Ihr? Ich könnte alternativ auch zum Krankenschwester-Wir übergehen. Na, wie geht es uns denn heute? ;-)

Habt Ihr Euch schonmal Gedanken darüber gemacht oder ist es für Euch klar wir Kloßbrühe, dass Ihr Eure Blogleser alle zusammen mit Ihr ansprecht? Und Du, als mein Blogleser, was sagst Du dazu? Ist es für Dich okay, dass ich Dich mit allen anderen in einen Top werfe und schreibe – Guten Morgen, wie geht es Euch? Oder fändest Du es netter, wenn ich schreibe: Sag doch mal, ich bin gespannt, was Du darüber denkst!

Mit freundlichen Grüßen! Hochachtungsvoll! Macht et joot!
Liebe Grüße, Eure, Deine
Bine

P.S. Und wenn wir schon dabei sind: Das Rezept zum weltbesten Marmorkuchen findet Ihr… findest Du hier.

 

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Mein Blog ist eher ja WDR.
Weniger Big Brother oder sowas.

So ein Bloggerevent, an dem viele Frauen verschiedenen Alters und mit den unterschiedlichsten Blogthemen oder -nischen zusammen kommen, ist für mich immer  inspirierend. Man lernt was Neues, nimmt was mit, unterhält sich mal mehr mal weniger anregend, trifft Frauen, mit denen es gleich fluppt und Frauen, von denen man sich irgendwann abwendet, weil man einfach merkt, dass aus dem höflichen Smalltalk kein Gespräch entsteht. Nehme ich an solchen Treffen teil- was nicht oft vorkommt- dann nehme ich mir immer ganz fest vor mit allen Anwesenden wenigtens ein paar Worte zu wechseln (klappt nicht immer). Ein freundlicher Gruß, eine kurze Vorstellung, vielleicht ergibt sich mehr.

Man tauscht sich aus und man fragt natürlich, was die andere so macht. Worüber schreibst Du? Was sind Deine Themen? Wie lange bloggst Du schon? 

Bei einem meiner allerersten richtigen Bloggertreffen 2009 in Köln traf ich Frauen, die – wie ich selber auch- sich am liebsten mit DIY, Selbermachen und Nähen beschäftigten und dies heute teilweise noch tun. Die bloggen, weil es ihnen einfach Spass macht. Ich war damals schrecklich aufgeregt, aber es war toll!

Gedanken zur Bloggerszene und meinem eigenen Blog | Mein Blog ist eher WDR. Weniger Big Brother oder sowas! | waseigenes.com Januar 2017

Seitdem hat sich vieles verändert in der Bloggerszene. Heutzutage sollte man eine Nische finden und sich nur in dieser bewegen. Heute gibt es unzählige Blogs für die unterschiedlichsten Themen. Heute kooperieren Blogger mit Unternehmen. Heute wird man zum Firmenevents eingeladen, bekommt Anreise und Unterkunft bezahlt. Heute schreibt man nicht nur einen Blog. Man führt ein kleines oder großes social media Imperium, man bloggt, man postet, man teilt, man herzt, man pinnt, man hebt den Daumen oder man lacht sich kaputt.

In den letzten Jahren traf ich immer wieder Bloggerinnen – meist jünger als ich – die mir erzählten, dass sie von ihrem Blog leben oder bald leben können, mit welchen großen Marken sie zusammenarbeiten, dass sie jedes Wochenende in Blogmission unterwegs sind und Einladungen folgen, bei denen sie teilweise für ihr bloßes Erscheinen bezahlt werden.

Und dann ertappe ich mich dabei, wie ich mit offenem Mund da stehe und staune. 

Nicht selten verbloggen die Mädels Fashion, Beauty und Fitness. Das ist ja so gar nicht meine Baustelle. Nicht, dass mir schöne Klamotten, ein neues Make-Up oder die tägliche Bewegung nicht wichtig wären. Nein, sie sind nur für mich nicht so wichtig, gehören nicht zu meinen Leidenschaften, als dass ich darüber schreiben könnte und wollte. Als Mama eines jungen Mädchens, habe ich im letzten Jahr ganz viel Neues gelernt. Zum Beispiel, dass es jetzt auch Bodylotion-Schaum von Bibi gibt. Das ist mir ja bisher völlig durchgegangen. Sowas! Und dann merke und verstehe ich, dass neben meiner persönlichen, schon recht großen Bloggerwelt, ganz viele Parallelwelten existieren. Fashionblogs. Mega-Instagram-Influencer, Youtuber.

Nach jedem Bloggertreffen schaue ich mir zur Hause die Blogs der jeweiligen Damen an. Jetzt bin ich natürlich neugierig. Sie hat so viel von ihrem Erfolg erzählt, wie ist denn nun der Blog? Nicht alle Blogs sprechen mich im Nachhinein an. Aus den unterschiedlichsten Gründen. Mal ist es die Farbgebung, mal der Aufbau, mal der Schreibstil. Ich beneide diese Bloggerinnen nicht. Ich bewundere sie. Für die Zeit und die Kraft und Arbeit, die sie in ihre Blogs stecken. Für den Perfektionismus, die Disziplin immer up-to-date zu sein, durch die Welt zu tingeln, dabei gut auszusehen, um entsprechende Selfies posten zu können. Wirklich ein Applaus wert. Aber das alles wäre nix für mich. Jemand Kluges sagte kürzlich zu mir: „Wer weiß, ob diese riesngroßen Influencer wirklich so werbewirksam sind? Sie posten einen Werbebeitrag nach dem anderen und dabei wollen ihre schwärmenden Follower-Mädels doch eigentlich nur wissen, welchen Nagellack, welchen Rouge (heute heißt das übrigens Blush!) Shirin, Chantal und Josefine nutzen!“

Ich mag dies nicht beurteilen.

Als ich all das neulich einer Freundin erzählte, antwortete sie mir: „Ja, die sind eben mehr Big Brother…!“ und ich beendete den Satz: „… und nicht WDR, so wie ich!“. Schöner Vergleich (wobei der Vergleich hinkt, weil man ja nicht eine Sendung mit einem Sender vergleichen kann… ist klar, ne? Aber Ihr wisst, was ich im Grunde sagen will). Wir mussten sehr lachen und seitdem geht mir das nicht aus dem Kopf.

Ja, was eigenes ist eher WDR, als Privatfernsehen. Ein lokaler Sender, der dennoch über die Landesgrenzen bekannt ist. Bei dem man die Moderatoren schon seit Jahren kennt, ja sogar mit ihnen gewachsen und alt geworden ist. Von EinsLIVE wechselten sie irgendwann zum WDR Fernsehen oder Radio. Ein Sender, der irgendwie auf dem Boden der Tatsachen geblieben ist, der so wundervolle Dokumentation wie Dynastien in NRW ausstrahlt oder adelige Damen begleitet, die mit einem retro-Bus durch wunderschöne Landschaften juckeln und sich gegenseitig bekochen. Oder Talk Runden, bei denen es um die Menschen geht, die da im Kreis sitzen. Oder Sendungen, die nur für Frauen produziert werden. Oder Buchbesprechungen. Oder. Oder. Oder. Schalte ich abends WDR ein (wenn ich nicht gerade Downton Abbey völlig verfallen bin!), dann stellt sich bei mir meist ein muckeliges, heimeliges Gefühl ein. Ein Gefühl von ‚da ist noch ein Zimmer frei‘, Heimat, Zuhause, Küchentisch, Kaffee und Kuchen und Menschen. Setzt Euch und lasst uns quatschen.

Ich finde es faszinierend, spannend und toll, wie sich die Bloggerszene in den letzten Jahren gewandelt hat. Vielleicht gab es diese Szene aber auch schon immer und ich habe sie nur nicht so wahrgenommen, weil die Themen nicht auf meine persönlichen Leidenschaften treffen. Was mich nicht interessiert, das lese ich nicht. Ich schaue rein, klicke es an- denn neugierig und offen sollte man immer sein und bleiben!– aber ich klicke auch wieder weg, wenn es um Themen geht, bei denen mein Herz und Hirn nicht durchdrehen und rufen „Mehr! Ich will mehr sehen!“.

Ganz neu entdeckt habe ich z.B. Blogs und Bloggerinnen, die sich auf die Themen rund um Ü40 und Ü50 spezialisiert haben. Tja, sieh den Tatsachen in die Augen, Mädchen- das wären auch Blogs für Dich! Jedoch geht es dort auch häufig um Fashion. Also doch wieder nicht so richtig mein Ding. Nichtsdestotrotz gibt es sie und das ist großartig. Genauso großartig ist jeder einzelne Foodblog, Nähblog, Reiseblog, Mamablog.

Das Jahr 2017 ist nun schon 15 Tage alt. Mein Blogplaner ist weitestgehend leer und ich bin sehr gespannt, wohin die Reise in diesem Jahr geht. Wie sich mein Blog, wie ich mich selbst, wie sich die Bloggerszene weiterhin verändern wird. Denn das wird sie. Und das ist ja auch gut so; Stillstand – nein, bitte nicht. Und unterm Strich empfinde ich ganz genau, wie vor drei Jahren, als ich den Artikel schrieb: „Jeder soll nach seiner Façon glücklich werden!„. Ich habe mir meine eigenen Gedanken dazu (weiter unten im Text) gerade noch einmal durchgelesen und dabei genickt. Stimmt, Bine. Da haste recht. So ist es.

Ich wünsche Euch einen gemütlichen Sonntag und solltet Ihr gerade Eure Blogrunde machen, dann wünsche ich Euch Freude und Inspiration beim Lesen- ganz egal, was und wen Ihr lest.

Liebe Grüße, Bine

 

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Das war mein Dezember. Das war mein Bloggerjahr 2016.

Nun ist er da, der letzte Tag des Jahres. Dass es schnell vergangen ist, dieses 2016 und dass die Zeit sowieso schnell vergeht, je älter man wird… komm, die olle Leier wollen wir heut nicht anstimmen. Es war ein aufregendes, spannendes, es war ein schönes Jahr. Für uns standen keine besonderen Ereignisse an. Kein runder Geburtstag, keine Einschulung, kein Schulwechsel, keine Kommunion. Von daher war es „ruhig“. Aber wir haben natürlich trotzdem vieles erlebt, was uns auf jeden Fall in Erinnerung bleiben wird. Zu den politischen Ereignissen, zu den vielen bekannten Persönlichkeiten, die starben… mag ich hier auch nichts schreiben. Sie haben uns alle den Atem geraubt, haben uns verängstigt, schockiert und traurig gemacht.

Anfang Dezember hatte mein Blog Geburtstag. Neun Jahre ‚was eigenes‘. Ich bedanke mich herzlich für Eure Besuche, Eure Kommentare, Eure Treue, Euren Zuspruch und Applaus. Ohne Euch… ach, Ihr wisst schon.

Zur Weihnachtsfeier in Töchterchens Klasse überreichten wir den Lehrern einen Adventskalender in Tannenbaumform, gebastelt aus 24 Toilettenpapierrollen. Coole Idee, ne? {nicht von mir!}

Das war mein Dezember 2016 + Jahresrückblick waseigenes.com
Traditionelles Gans Essen mit der Familie. Die Schlemmerei nimmt Fahrt auf und zieht sich durch den kompletten Dezember. Wir zünden das zweite Kerzchen an und futtern Weihnachtsmandeln á la Draussen nur Kännchen.

Das war mein Dezember 2016 + Jahresrückblick waseigenes.com
Kerzenschein, Lichter, Funkeln und Blinken überall. Ich liebe diese Zeit im Jahr, wenn es draußen kalt und innen gemütlich ist.

Zum Glück waren wir alle brav. Der Nikolaus war da und hat uns Süßigkeiten gebracht. Natürlich.

Das war mein Dezember 2016 + Jahresrückblick waseigenes.com
Die Nussecken habe ich im Dezember dreimal gebacken, so gut schmecken sie uns! Hier gibt es das Rezept.

In den vergangenen Jahren habe ich immer meine Weihnachtskarten selbst gebastelt, gestempelt, gedruckt. Dieses Jahr wurden einige gekaufte Karten auf die Reise geschickt. Ich bedanke mich herzlich bei allen, die an mich gedacht haben und mir einen Weihnachtsgruß per Post, per Email oder per Whatsapp geschickt haben!


Eine Neuentdeckung für mich: die Brottüten-Schneeflocken (oder Sterne). Die dürfen auch noch hängen bleiben, wenn die Weihnachtsdeko schon wieder im Keller ist. Aber das dauert noch ein bisschen.

Wintermorgen. Sonnenaufgang. Wunderschön!

Das war mein Dezember 2016 + Jahresrückblick waseigenes.com
Letztes Jahr bekamen der Mann und ich von den Kindern diese tolle Kupfer-Gips-Teelichtschale zu Weihnachten geschenkt. Die leuchtet und funkelt so schön. Ich habe sie nochmal nachgebastelt. Die Anleitung findet Ihr hier.

Danke. Danke. Danke sage ich Mitte Dezember! 10.000 Follower auf Instagram. Was für eine Zahl! Klar, nur eine Zahl, aber ich freue mich sehr darüber!

Das war mein Dezember 2016 + Jahresrückblick waseigenes.com
Im Dezember müssen natürlich Plätzchen gebacken, aber auch Weihnachtsmandeln und Zucker-Zimt-Brezeln gemacht werden. Die Waage ignoriere ich mittlerweile.

Früher war mehr Lametta, das wissen wir schon!

Das war mein Dezember 2016 + Jahresrückblick waseigenes.com
Weihnachtsbäumchen aussuchen. Dieser hier wird es nicht, der ist zu klein.

Wie schon vor zwei Jahren, kleben wir wieder einen Schneemann auf die Gäste-WC Tür.


Das traditionelle Glühweinfest mit unseren Freunden steht auf dem Plan. Mitgebracht wurden diese süßen Weihnachtsmann-Amerikanern! Ich bin entzückt!

Die Abende verbringe ich entweder in der Horizontalen auf der Couch oder am Esstisch mit Papier und Stift. Ich schreibe Karten und übe Schönschrift.


Berlin schockiert uns alle. Dennoch fahren wir nach Köln zum Weihnachtsmarkt. Ich habe ein mulmiges Gefühl, genieße aber auch die Atmosphäre rund um den Dom. Und Glühwein und Reibekuchen genießen wir auch. Klar!

Unser Mollie-Christkind wird an Heilig Abend drei Jahre alt. An mein Herz, Du süße Maus!

Weihnachtsdeko auf dem Gertrudenhof. Die festlichen Tage verbringen wir mit der Familie. Wundervoll! Gemütlich! Entspannt und lustig!

Zwischen den Jahren fahren wir nach Kölle und essen im Frittenwerk zu Mittag. Pommes mit Pulled Truthahn und Rotkohl. Super lecker!


Und gestern Abend waren wir dann nochmal in Köln. Diesmal mit zitternden Knien auf der Eislaufbahn am Heumarkt. Fazit: es hat Spass gemacht und ich bin nicht auf den Hintern gefallen. Die Eislaufbahn hat noch bis zum 8. Januar geöffnet.


Das war mein Dezember. Das war 2016.

Und jetzt möchte ich mich doch noch einmal bedanken. Ich ziehe meinen Hut, verbeuge mich tief und sage von Herzen: Danke! Ohne Eure Klicks auf diese Seite hier, würde es ja alles keinen Sinn machen. Ich bedanke mich für Eure Besuche hier bei mir, für jeden einzelnen Kommentar und jede Rückmeldung, die Ihr mir gebt. Denn das macht ja auch das Bloggen aus: sich austauschen, sich vernetzen, sich unterhalten, kommunzieren, wertschätzen, helfen, mitdenken, kritisieren, disktuieren! Dies ist keine Einbahnstraße.

Und dann möchte ich mich noch bei allen Werbepartnern bedanken, die in 2016 mit mir zusammen gearbeitet haben. Es war mir eine Ehre!

Für 2017 habe ich noch keine großen Pläne. Dafür ist mein Kopf noch zu sehr im Ferienmodus. So sehr im Ferienmodus, dass ich weder einen Blog-Rückblick geschrieben habe, noch ein Posting zu meinen liebsten Büchern 2016. Doof, aber nicht dramatisch. Und deswegen jetzt hier, die top ten Artikel des Jahres 2016:

1.) Das beste Waffelrezept ever 
2015 war es auf Platz 2, jetzt steht es an der Spitze. Für mich immer wieder erstaunlich, wo es doch mindestens 1 Millionen Waffelrezpte in diesem Internet gibt.

2.) Bratapfel Tiramisu
Krass. Echt krass. Veröffentlicht im Oktober letzten Jahres, stand es Ende 2015 auf Platz 11. Dieses Jahr Platz 2, was mir sagt: an den Feiertagen gab’s sicherlich bei vielen Menschen da draußem Bratapfel Tiramisu.

3.) Das Leseherz Kissen + Schnittmuster
Ja, darauf bin ich stolz. Eine Bine Idee, die sich zu so einem Burner entwickelt. Wer hätte das gedacht? Ich nicht! Hast Du ein Leseherz genäht? Dann verlinke es doch hier.

4.) Die Minibuch-Stoffhülle
Perfekt für diese kleinen Pi*xi-Bücher. Für meine Kinder und mich mittlerweile uninteressant :-)

5.) Der weltbeste Marmorkuchen
Auch ein echt alter Hut. 2011 habe ich das Rezept hier veröffentlicht. Seitdem immer noch oft geklickt.

6.) Schöne Wörter zu Weihnachten. Schöne Weihnachtswörter.
Letztes Jahr standen an 6. Stelle die „schönen Wörter“. Dieses Jahr sind’s die schönen Weihnachtswörter. Auch schön!

7.) Die Kinderriegel Torte.
Hach, da werde ich ja immer ein bisschen melancholisch, denn diesen Kuchen habe ich zum sechsten Geburtstag meiner Tochter gebacken.

8.) Die Charlie-Bag mit Gurtband und Futter. 
Durch verschiedene Anleitungen (u.a. von Caro und Ute) habe ich die ursprüngliche Charlie-Bag komplett abgeändert und daraus einen Heinrich gebastelt. Er ist ein treuer Geselle bei jedem Einkauf.

9.) Das Kniekissen für die Gartenarbeit.
Sehr praktisch für den kommenden Frühling!

10.) 12 selbstgenähte Weihnachtsgeschenke.
In diesem Artikel hatte ich letztes Jahr ein paar Nähideen versammelt.

Was sagt mir diese Rangliste? Nähen und Futtern stoßen auf Interesse. Das kommt mir ganz gelegen! :-)
Aber auch das GedankenKarussell mag ich gerne bemühen. Das ist in 2016 für mich etwas zu kurz gekommen, solche Artikel, wie Mut zur Lücke oder Der Mann der Bloggerin. Damit einher geht auch die etwas eingeschlafene #Schreibzeit. Woran ich festhalte, sind der Monatsrückblicke und die 12 von 12 Reportagen.

Ich hätte da so ein oder zwei Ideen für das kommende Jahr, aber das werde ich spontan entscheiden und umsetzen, ohne Druck und ohne Regeln.

Was ich im Dezember dafür häufiger gemacht habe, sind Instagram Stories. Fühlte ich mich anfangs noch sehr unwohl dabei mit der Handykamera vor dem Gesicht zu sprechen, macht es mir mittlerweile wirklich Spass. Es ist eine andere Art mit Menschen- mit Euch-  in Kontakt zu treten. Gefällt mir sehr!

So. Nun ist dies doch noch ein Monats-Jahresrückblick geworden. War gar nicht geplant. :-) Für heute bleibt mir noch zu sagen:

Ich wünsche Euch einen super guten Rutsch ins neue Jahr! Kommt gut rüber! Liebe Grüße, Bine

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Neun Jahre ‚was eigenes‘! Gedanken, Fakten, Butter bei die Fische.

Neun Jahre. Kurzer Blick zurück: Bine, 32 Jahre alt, verheiratet, eine Tochter (2), schwanger mit dem Sohnemann, sitzt in ihrem Büro (damals noch in der oberen Etage, denn das eine Kinderzimmer war ja noch frei), hört EinsLive und surft durch’s Netz. Ich frage mich, wo mein alter Glasschreibtisch ist? Wann und warum habe ich den jemals entsorgt? Der war schon schön, aber auch sehr anfällig gegen Patschehändchen und Fingerabdrücke. Ich landete auf einem Blog, ohne zu wissen, was ein Blog ist. Er nahm mich gefangen, hielt mich fest, ich las, stundenlang, tagelang, bis ich es auch wollte. Ich will bloggen! Also meldet ich mich bei google an, dachte kurz über einen Namen nach und hatte dann was eigenes.

Geheim hielt ich meine Leidenschaft, ich hab’s schon ein paar mal hier erzählt. Ich wollte nur dabei sein, mitmachen, mich unter diese freundliche Gemeinschaft von Frauen mischen, die genähte Sachen zeigten und von ihrem Leben erzählten, ihr dekoriertes Haus, ihren gebackenen Kuchen zeigten. Immer tiefer geriet ich hinein, kommentierte und wurde auf meinem Blog besucht. Wildfremde Frauen hinterließen Kommentare, freundlichen Zuspruch. Irre! I r r e!

Neun Jahre waseigenes.com Blog | Dezember 2016 | Danke | Masterplan | Gedanken, Fakten, Butter bei die Fische

Mit den Jahren wurde ich mutiger, zeigte mich, wurde bekannter im Netz als Bine, als Frau was eigenes, als Frau Hoppenstedt. Der Blog wurde populärer und wurde auf anderen Seiten als einer der DIY Blogs Deutschlands tituliert. Ich fand’s total doof, denn es stresste mich. Ich bin ein DIY Blog, ich muss neue, coole, noch nie dagewesene DIY Ideen entwickeln, umsetzen, zeigen. Dieser Stress Gedanke hielt zum Glück nicht lange an, denn schon bald besann ich mich auf das, was ich will: schreiben und tun, was mir Spass macht. Meinen kleinen Gemischtwarenladen mit Texten, Fotos und Ideen füllen, die ich gut finde. Das Rad kann und will ich nicht (mehr) neu erfinden. Wozu auch?

Vielleicht kreuzt irgendwann mal wieder eine Idee meinen Geist, wie das Leseherz. Ja, das ist auf meinem Mist gewachsen und nein, ich wusste nicht, dass es sowas offensichtlich vorher nicht gab. Erst im Nachhinein habe ich nach so einem Kissen gegoogelt und festgestellt- okay, Bine, coole Idee. Hätteste mal als Ebook verkaufen sollen, dann könntest Du jetzt auf den Malediven Cocktails schlürfen.

was eigenes ist ein großer Blog. Das bekomme ich oft gesagt. Tolles Kompliment. Aber das heißt nicht, dass ich nicht andere Blogger bewundere und beneide für ihre einzigartigen Fotos, ihre humorvollen oder einfühlsamen Texte, für ihre genialen DIY Idee. Immer wieder habe ich in den letzten neun Jahren mir Ideen bei anderen abgeguckt. Wie sie ihre Motive legen und knipsen, ihre Bilder bearbeiten, ihre Texte schreiben. Ja, ich habe am Erfolg dieses Blogs gearbeitet und ja, es gab eine Zeit, da habe ich mich überarbeitet… aber das ist lange her.

Ich habe viel gelernt. Ich weiß heute was SEO ist. Ich kann einige html-Zeilen lesen, verstehen und kurzerhand umschreiben. Ich kann meine Kamera bedienen, habe mein Näh-, Stick- und neuerdings auch Plotter-Fähigkeiten ausgebaut. Neuerdings übe ich handlettering! Ich bin ein verantwortungsbewusster Mensch, der gerne im Team arbeitet (aber leider kein Team hat), ein gepflegtes Erscheinungsbild hat, sehr kommunikativ ist und stets lösungsorientiert arbeitet. Wollen Sie mit mir zusammenarbeiten?

Anfang 2015 entschied ich Kooperationen einzugehen. Die Jahre davor habe ich hier und da mal ein Gewinnspiel veranstaltet, vor mehr hatte ich Angst. Angst vor Verurteilungen und bösen Kommentaren meiner Leser. Vor der Veröffentlichung meines ersten Werbeposts habe ich mir fast in die Hose gemacht. Und dann? Alles gut. Keine Verurteilungen, keine bösen Kommentare. Es funktionierte. Eine meiner liebsten Bloggerfreundinnen schrieb mal: Bine ist die einzige, die über Tütensuppen schreiben kann, ohne Haue zu bekommen.

Ja, es macht mir Spass mit kleinen und großen Unternehmen zu kooperieren. Gemeinsam Ideen auszutüfteln, etwas herzustellen und einen Text zu schreiben, der zu 100% aus meinem Herzen kommt. Mel Buml sagte mal in einem ihrer Vorträge, dass man ca. 80% eigenen Content und 20% Kooperationspostings auf dem eigenen Blog veröffentlichen darf, kann, soll.

2015 habe ich 147 Artikel veröffentlicht. 23 davon waren Kooperationspostings. Also Artikel, für die ich ein Honorar erhalten habe. 2016 habe ich bisher 123 Artikel veröffentlich. 28 davon wurden honoriert. Die 80/20 Regel ist nicht das Gesetzt, aber eine guter Richtwert für mich (danke Mel!).

Dass ich nicht all meine Leser mit Werbepostings vergraule, das zeigt mir meine Blogstatistik. Butter bei die Fische- 2014 wurden hier täglich knapp 3.200 Seiten aufgerufen, 2015 schon 4.400 und aktuell täglich über 5.000. Monatlich schwanken die Zahlen ganz schön stark.

Im Juni dieses Jahres zählte mein Blog z.B. rund 130.000 Seitenaufrufe. Im gerade eben verflogenen November über 200.000.  So soll es ja auch sein, oder nicht? Ob das nun exorbitant, gutes Mittelmaß oder eher so la la ist, das kann ich gar nicht deutlich sagen, denn in der Bloggerwelt wird nicht viel über Zahlen gesprochen. Eigentlich ist es auch wurscht, denn ich persönlich freue mich über das Wachstum meines Blogs.

Wie schon geschrieben: ich kooperiere gerne mit Unternehmen. Ich habe meine Regeln- keine Gastartikel von Dritten, keine Linktauschs, keine nachträglichen Verlinkungen (über solche Anfragen kann ich mich aufregen!), immer hübsch das Wörtchen „Werbung“ vorweg und alle Links auf no-follow gesetzt. Manchmal häufen sich die Anfragen. Gerade vor den Sommerferien und vor Weihnachten. Da gerate ich schonmal in Stress, denn noch eine meiner Regel lautet: niemals zwei Werbepostings hinter einander. Dazwischen möchte ich was eigenes veröffentlichen. Wenn ich drüber nachdenke, dann halte ich mich selbst für ein bisschen gaga! Schliesslich sind die Werbeposts auch was eigenes. Ich sach nur Lebkuchenhaus– was für eine Herausforderung! Oder das Thema regionale Lebensmittel. Ja, für diese Artikel erhielt ich ein Honorar. Für meine Arbeit, meinen Text, meine Recherche, meine Fotos und für ganz viel Herzblut und Bine-Gedanken.

Ich glaube, dass die Ablehnung oder das Entsetzten (gegen)über bezahlten Posts nicht mehr so groß ist, wie es vor ein paar Jahren einmal war. Ich für meinen Teil bewundere andere Bloggerinnen, die wirklich gute Werbeposts schreiben und damit ja auch zeigen: man möchte mit ihnen zusammenarbeiten. Das ist doch ein tolles Kompliment.

Ich arbeite seit 2014 mit meinem ganz persönlichen Blogplanner- oder, und das hört sich doch noch viel professioneller und cooler an: mit meinem Redaktionsplan. In eine Numbers-Liste (für nicht Mac-Fetischisten: das ist eine Art excel-Liste), trage ich in die Wochen-Reihen meine geplanten Postings ein. Hier habe ich schon ausführlich drüber geschrieben. Ich plane also. Und ich schreibe spontan. Und ich schiebe ganz oft Postingideen von eine in die nächste Woche. Ich führe meinen persönlichen, aber nicht privaten Blog, recht professionell. Er ist mittlerweile ein großer Teil meines monatlichen Einkommens und das freut mich.

Die meisten Klicks bekomme ich übrigens mittlerweile durch Pinterest. Und von dort genau: auf meine Rezeptpostings. Von wegen DIY Blog! Aber einen Foodblog schreibe ich auch nicht. Dennoch, das meist aufgerufene Posting hier (Statistik seit Mai 2013!) ist das  Waffelteig Rezept. 147.408 mal wurde es schon angeklickt. Der Deutsche isst also gerne Waffeln. Mit 114.023 Aufrufen kommt gleich danach das Leseherz (Oh, Malediven!). Auf Platz 8 rangieren die Schönen Wörter. Also doch kein DIY Blog, kein Food Blog, sondern ein Gemischtwarenladen. Schön. Genaus so mag ich es.

Neun Jahre sind eine lange Zeit. Ich blättere gerne in meinem Blog zurück und lese alte Artikel. Erinnere mich, schmunzle, grinse, träume.

Als neulich die Blogst Konferenz in Hamburg statt fand, habe ich von zu Hause aus die Instagram Stories in meinem Feed verfolgt. Dort hörte und las ich, dass wir Blogger gar keine Blogger mehr sind, sondern social influencer. Hört sich ganz schön cool an und doch fühle ich mich damit (noch) nicht so richtig wohl. Passen mir diese influencer Schuhe? Ist es nicht vielmehr so, dass ich einfach nur Spass daran habe ein Instagram Bild hochzuladen? Wen sollte ich beeinflussen wollen, wenn ich ein Foto von Mistelzweigen zeige? Das tue ich, weil ich das Bild schön finde und eine Geschichte dazu schreiben kann („für mehr Liebe!“). Natürlich bin ich mir bewusst, dass ich, wenn ich über Tütensuppe, über regionale Speisen, über Fertigteig und Kochboxen schreibe eine sog. Markenbotschafterin bin und somit auch ein social influencer. Vielleicht bin ich aber auch nur zu alt, mich mit diesem Begriff anzufreunden. Ich tu’s einfach, ohne groß drüber nachzudenken. Ich tu`s, weil ich es gut finde und weil es zu mir passt.

Was ich ebenfalls noch lernen muss, ist das veröffentlichen bewegter Bilder. Ja, man liest und hört es überall: Zeige Dich, rede mit Deinen Followern, gebe Enblicke hinter die Kulissen! Video ist das Zauberwort. Schon vor Jahren wollte mich ein Freund dazu drängen, dass ich meine Anleitungen als Video veröffentliche. Nä! Niemals! Dann müßte ich ja erstmal mein Kellerbüro richtig aufräumen, war meine Antwort.

Mittlerweile gibt es Instagram Stories. Ich komme mir da manchmal immer noch doof vor, aber andererseits macht es mir auch Spass und meinen Followern offensichtlich auch. Heute morgen schrieb mir jemand: Wenn ich morgens lachen will, schaue ich Deine Stories (Huhu, M.!) Das freut mich! :-)

Wahrscheinlich ist es wie mit dem Profilbild oder der Über mich Seite. Damals, als ich den Mut aufbringen musste, mich endlich auf dem Blog zu zeigen.

Heute, Bine, 41 Jahre alt, immer noch (glücklich) verheiratet (das ist ja heute fast schon leider eine Seltenheit), Mama zweier Schulkinder, sitzt in ihrem Kellerbüro, hört mittlerweile lieber WDR2 und surft immer noch gerne durch’s Netz. Die Bloggerlandschaft ist gewachsen. Einige machten für immer ihre Türen zu, viele viele neue kamen hinzu, andere wurden mit mir alt. Die Gemeinschaft ist gewachsen und Interessen und auch Freundschaften haben sich verschoben. Ich blicke auf eine wundervolle Zeit zurück und freue mich auf alles, was da noch kommt.

Ich möchte mich heute von HERZEN bei Euch bedanken. Ihr seid es, die mich hier täglich besuchen, die hin und wieder einen Kommentar hinterlassen (ich weiss… die liebe Zeit! Wir würden alle gerne mehr kommentieren, schaffen es aber oftmals nicht!), die meine Fotos teilen, die auf dem anderen Kanälen Herzen und Daumen-Hoch vergeben. Ohne Euch gäbe es das alles hier nicht. DANKE!

Ich schicke leicht melancholisch-aber-glückliche-Grüße von meinem Schreibtisch in die Welt, Eure Bine

PS.: Dass ich heute zwei Artikel veröffentliche, liegt daran, dass ich dann doch nicht so professionell, sondern eher chaotisch bin! Und einen Masterplan habe ich auch nicht. Aber ein tolles Notizbuch, welches mir das Gefühl gibt, einen zu haben. *grins*

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Auf diesen Adrenalinschub hätte ich gerne verzichtet.

So ein tiefer Schock und heftiger Adrenalinschub bringen einen ja auf Hochtouren! Dienstmittag machte es PENG und die Startseite meines Blogs sah nicht mehr aus, wie eine Stunde zuvor. Nichts sah mehr aus, wie zuvor. Gar nichts. Dann wurde die  Seite irgendwann weiss, dann stand da sowas wie „Hier entsteht eine neue Internetpräsenz“, dann wurde man eingeladen hier WordPress zu installieren, dann standen da plötzlich Hieroglyphen und irgendwas mit meiner config_php. Oh Schreck!

Siegfried Rheinland Gin | waseigenes.com

Ich habe meinen Blog irgendwann gar nicht mehr angeklickt, weil mir jedes mal schlecht wurde. Das Schlimmste für mich: ich konnte mich gar nicht mehr in meinen eigenen Blog einloggen. Zutritt verweigert. Sie haben noch drei Anmeldeversuche, noch zwei, jetzt nur noch einen. Pass auf Mädchen, gleich bleibste für immer draußen. Was genau passiert war? Um es kurz zu machen: ich habe einen Schritt vor dem nächsten gemacht, war mal wieder zu voreilig! Dabei wollte ich nur meine Domain umziehen. Dass mein alter Provider mich so schnell frei gibt, damit hatte ich nicht gerechnet. Wie auch immer. Aus Fehlern wird mal klug.

Zum Glück hatte ich Hilfe! Von jemanden, der sich mit Datenbanken, Zugriffsrechten, PHP, SQL und alledem auskennst und so arbeiteten wir gemeinsam über TeamViewer an diesem Malheur. Er an seinem Schreibtisch in Köln, ich an meinem in Hürth.

Wir haben es geschafft. Es läuft wieder. Noch nicht perfekt, aber er ist da, ich bin drin.

Ich möchte mich ganz herzlich, wirklich ganz herzlich für alle „Gutes Gelingen“- Wünsche und Hilfsangebote bedanken, die hier gestern via Instagram, Facebook, ja sogar Whatspapp und SMS ankamen- die meisten Menschen, die mir schrieben, kenne ich gar nicht. Das hat mich wirklich sehr berührt. Lieben DANK!

So. Ich werde jetzt alle Bilder hier umbenennen, bzw. neu hochladen, die im Titel ein Ü, Ä und Ö haben. Die mag mein neuer Provider nämlich nicht. *knatsch*.

Ich wünsche Euch einen schönen sonnigen Tag! Wir haben hier gestern locker die 30° geknackt und heute soll es noch heißer werden. Allen i-Dötzchen und i-Dötzchen-Eltern wünsche ich eine schöne Einschulungsfeier!

Liebe Grüße, Bine