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Der Mann der Bloggerin.

Es gibt Blogggerinnen, die sind Single. Es gibt Bloggerinnen, die sind geschieden. Es gibt welche, die waren nie verheiratet; welche, die mit einer Frau zusammen leben und welche, die haben einen Mann an ihrer Seite. Ob sie eigentlich lieber Single, geschieden oder vielleicht verwitwet wären,… wer weiß?.

Ehemänner oder wilde-Ehemänner, finden dann und wann eine Erwähnung auf den Blogs der Bloggerinnen. Sie werden beschrieben als: der Liebste, der Beste, der Schönste, der Vater meiner Kinder, der beste Vater meiner Kinder (oder meines Kindes), der Angetraute, das Männchen oder einfach nur als der Mann.

Manche nennen ihn auch ganz deutlich beim Namen. Das menschelt natürlich viel mehr, als so ein unpersönliches „Mann“. Da kann man den Mann der Bloggerin, wenn man sie und ihn in Hintertupfingen in der Einkaufsstrasse trifft, auch gleich herzlich begrüssen: „Mensch, Franz- Torben, schön dich mal in echt zu sehen! Ich bewundere ja immer Deine Holzschnitzarbeiten, die ich auf dem Blog Deiner Frau sehe! Toll! Wenn mein Mann doch nur…..“.

Es gibt Männer, die interessiert der Blog der Frau nicht die Bohne. Es gibt Männer, die durchaus ein Blog-Mitspracherecht haben. Männer, die nicht mal die Blogs ihrer Frauen lesen, geschweige denn, den Namen des Blogs kennen. Männer, die mit dem ganzen Geschreibsel, Gebasteltem und Gedachtem nix anfangen können.  Männer, die ihre Frauen beim Bloggen unterstützen, die deren technischer Mitarbeiter, Ratgeber, Ideengeber, Angeber sind. Männer, die von all dem überhaupt keine Ahnung haben und trotzdem Ratgeber und Angeber sind.

Mein Mann wird hin und wieder von mir hier erwähnt. Wenn wir z.B. einen Familienausflug machen oder wenn er eben mit der zu erzählenden Geschichte zu tun hat. Meist, wenn er eine Nebenrolle spielt. Würde er die Hauptrolle spielen, würde die Geschichte keine Erwähnung finden, denn das fällt in die Kategorie privat.  Der Mann ist das, was er ist: der Mann. Oder wahlweise mein Mann, meist jedoch der Mann. Meine Leser sind schlau. Sie werden sich denken können, dass der Mann mein Mann ist. Sollten hier mir nicht angetraute Männer eine Erwähnung finden, dann würde ich dies ausdrücklich mitteilen.

Die Tochter ist das Tocherkind, während der Sohn der Sohnemann ist. Warum das Tochterkind demnach nicht auch die Tochterfrau oder der Sohnemann nicht das Sohnekind ist, kann ich nicht erklären, weil ich keine Erklärung habe. Hat sich so ergeben.

In analogen Leben nenne ich sie nie Tochterkind und Sohnemann. Da rufe ich sie mit ihrem Namen, mit den Abkürzungen ihrer Namen und mit ihren Spitznamen. Die sind streng geheim und dürfen hier niemals nie nicht aufgeschrieben werden. Ich bekäme sonst Ärger.

Das ist sie also, meine Familie. Natürlich (oder Gott sei Dank), gibt’s da noch meine Eltern, die aber nur noch selten Mama und Papa, sondern meist Oma und Opa von mir gerufen werden. Und dann sind da noch meine Schwester, meine Schwägerin, meine Schwiegerelten… selten ist man ganz allein auf der Welt. Irgendwo gibt’s immer eine Oma Marta, eine Tante Erna, eine angeheiratete Cousine Brunhilde.

Selten finden diese Menschen eine Erwähnung auf meinem Blog… aber der Mann, das Tochterkind, der Sohnemann und Mollie – natürlich Mollie!- kommen hier im Kontext hin und wieder vor. Mal mehr, mal weniger anonym.

Jeder Bloggerin hat einen Kreis von Menschen hinter sich, um sich, neben sich. Das kann ein Mann, ein Freund, eine Freundin, Kinder, Eltern, Geschwister sein. Die eine Bloggerin erwähnt diesen Kreis offenherzig auf ihrem Blog, die andere hält sich sehr bedeckt, wenn es um die Familie geht. Ich selbst siedel mich irgendwo dazwischen an; erwähne Kinder, Eltern, Schwester, wenn es irgendwie in den Text gehört, mache sie aber in der Regel nicht zum Thema.

Als Bloggerin weiß man schließlich nie, wer denn da eigentlich so mitliest. Wer klickt diesen Blog an? Wer hat ihn in einem BlogReader gespeichert? Die Nachbarin? Die Eltern der Freunde meiner Kinder? Die Lehrer meiner Kinder? Meine ehemaligen Lehrer (Oh Gott, ich hoffe nicht, dass Frau Dr. Kleinwefers mitliest. Sie schlägt bestimmt die Hände über den Kopf zusammen und wird sich denken- wofür habe ich dem Mädchen Grammatik beigebracht? Und Schiller und Goethe und diesen abenteuerlichen  Simplicissimus lesen lassen, wenn sie heute doch nur diese Frauen-Schundromane liest!?). Man weiß es nicht. Man ahnt es. Manchmal erfährt man es, wenn plötzlich jemand, den man eigentlich gar nicht so richtig gut kennt- nur von Schulfesten, Waffeln backen und sowas- sagt: Ich habe neulich das Buch gelesen, das Du auf Deinem Blog vorgestellt hattest (Hallo, Frau Dr. Kleineweferes- siehste?!).

Ich habe schon so manches mal mit bloggenden Freundinnen, also dieser bestimmten Spezie Frau, die Texte, Bilder und Fotos im Internet veröffentlicht, über dieses Thema gesprochen. Wie geht Ihr damit um? Wie entscheidet ihr, was ihr auf euren Blogs veröffentlicht? Mein persönliches Ziel ist es: so persönlich wie möglich, aber nur so privat, wie nötig zu schreiben. Die Antworten der Freundinnen: Schreib weiterhin, wie Dir der Schnabel gewachsen ist. Denk nicht daran, wer hier alles mitlesen könnte.

Mein Mann ist meistens nur mein Leser. Manchmal mein Ratgeber und hin und wieder auch die höhere Instanz, die beobachtet und wertet. Dann sagt er schonmal zwischen Tür und Angel, zwischen Rasenmähen und Serie gucken „Schönes Posting haste heute veröffentlicht!“ Oder ich bekomme um zehn nach sechs in der Früh eine Mail mit der Info: „Im zweiten Absatz sind drei Tippfehler! Drei!!!“

Schade finde ich es, wenn sich der Mann der Bloggerin gar nicht für den Blog der Bloggerin, also seiner Frau interessiert. So ein Blog ist schließlich  Teil von irgend jemanden. In diesem Fall von der Bloggerin. Egal, ob es ihr Job oder ihr Hobby ist. Ich frage meinen Mann ja auch „Wie war Dein Tag, Schatz? Was hat der Chef zu Deiner Präsentation gesagt? Ist die Praktikantin hübsch?“. Umgekehrt freue ich mich, wenn er nach meinem Blog, meinen Shop, meiner Arbeit fragt.

Es ist nicht immer leicht als Person des öffentlichen Lebens- also als Person, die einen öffentlichen Blog schreibt und damit einen freien Zugang zu ihren Gedanken und Ideen gibt, die Waage zwischen Privat und Persönlich, zwischen Storytelling und schlichtem Präsentieren von Gemachten zu halten. Und es ist auch nicht einfach, im Freundes- oder Familienkreis eine Akzeptanz dieser öffentlichen Arbeit zu erhalten. Ich kenne Bloggerinnen, die es arg bedauern, dass ihre Freundinnen mit dem Blog und der dazugehörigen Arbeit, so gar nix anfangen können.

Es ist eben doch leichter als Lehrerin, Beamtin, Blumenverkäuferin vom Berufsalltag zu berichten. Als Bloggerin machste irgendwas in Deinem Kämmerlein, fotografierst es, fasst es in Worte, veröffentlichst es oder Du bist vielleicht auf Reisen, nimmst an Blogger-Events teil, machst diese Instagram-Stories oder dieses Snapchat-Dings. Ist das Arbeit oder ist das Spass und was verdienst Du überhaupt damit? Nix? Du machst das nur zum Spass an der Freud? Mensch, musst Du Zeit haben!

Der Großteil meines Freundeskreis versteht mittlerweile sehr wohl, was ich mache und warum ich das mache und, dass es mir Spass macht und ich obendrein damit auch was verdiene. Auch meine Familie, mein Mann, meine Eltern stehen da voll hinter mir, sehen und verstehen, was ich so mache. Das war nicht immer so. Anfangs konnten meine Eltern mit meinem Blog nix anfangen. Aber irgendwann fingen sie an, ihn regelmäßig zu lesen und heute erinnert mich mein Vater daran, dass ich ja mal wieder bloggen könnte, damit er nach dem Frühstück was zum Lesen hat.

Das ist ein schönes Gefühl. Und ich freue mich darüber, weil es schliesslich auch eine Wertschätzung meiner Arbeit ist. Egal, ob ich es mache, um Geld damit zu verdienen oder einfach nur, weil es mir Spass macht.

Wie ist es bei Euch? Wie geht Ihr mit den Erwähnungen Eurer Familienmitgliedern auf Euren Blogs um? Wie sieht Eure Familie oder Euer Freundeskreis Euren Blog? Verstehen sie, was Ihr da macht und finden sie es gut? Oder eher nicht? Wenn Ihr mögt, dann schreibt drüber. Auf Euren Blogs oder hier im Kommentarfeld. Ich würde mich freuen!

Liebe Grüße, Bine

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Wovor hast Du Angst? | Schreibzeit.

Neulich, es war irgendwas zwischen 5 und 6 Uhr morgens und ich sass in meinem Kellerbüro am Schreibtisch, zwickte mich was am Bein. Ich erschak, rollte mit meinem Bürostuhl nach hinten und sah etwas ganz kleines, braunes weg flitzen. Ich brauchte ca. 2 Sekunden, bis ich realisierte, was das war. Dann sprang ich auf und schrie! Ich schrie leise – ich musste leise schreien, quietschen, wimmern, denn die Kinder schliefen ja noch! Der Mann jedoch hörte mich und kam herbeigeeilt, erkannte sofort den Ernst der Lage und schnappte sich todesmutig einen Putzeimer (wie gut, dass mein Büro nie aufgeräumt ist und zwischen Schreibtischen und Stoffen auch Putzeimer rumstehen!).

Er schnappte damit die Maus, schob vorsichtig einen Fotokarton unter die Eimeröffnung und trug Eimer, Fotokarton und Maus raus auf’s Feld. Mein Job bei diesem Schauspiel: hibbelig an der Türe stehen, immer bereit wegzurennen und dabei hundert Gebete an den lieben Gott und alle Götter dieser Welt senden, dass er das Tierchen einfangen würde. Ansonsten würde ich nämlich nicht wieder in dieses Büro zurück gehen.

Ich will ihnen ja nix Böses! Ich habe mich sogar gefreut, dass die kleine Maus gefangen und draussen auf dem Feld ihr Mäuseleben weiterleben kann. Ich will sie nur nicht in meiner Nähe und schon gar nicht in meinem Haus haben! Bis heute finde ich auch keine Erklärung dafür, wie dieses Tierchen in meinen hermetisch abgeriegelten Keller gekommen ist? Die Kellerfenster sind zur Terrasse und zum Garten hin nicht nur mit Gitter gesichert, sondern auch mit ganz kleinmaschigem Draht unterlegt, damit keine Kleintiere durch das Gitter in den Schacht fallen und dann in meinen Keller springen können.

Zorro | Kaninchen | Wovor hast Du Angst? | Schreibzeit | waseigenes.com

Seit diesem unerwünschten kleinen Besuch in meinem Büro traue ich mich nicht, beim Arbeiten das Radio anzumachen. Denn dann höre ich keine Trippelschritte. Die höre ich natürlich auch nicht, wenn ich nähe… daran darf ich nicht denken.

Dem Mann habe ich, nachdem er das Tier gefangen hatte, sofort befehlt, so eine kleine W-Lan-Kamera in meinen Keller zu stellen, damit er die volle Kontrolle über mein Büro hat, wenn ich nicht da bin. Jeden Morgen frage ich ihn: Und, kam heut Nacht eine Benachrichtigung? Hast Du was gesehen? Tanzte die restliche Mäusefamilie letzte Nacht auf meinem Schreibtisch und machten sie es sich zwischen meinen Stoffen gemütlich? Nein. Nix. Nada. Keine Benachrichtigung. Keine Maus. Alles gut. Entspann Dich.

Als neulich die Freundin meiner Tochter erzählte, dass sie jetzt ihre neuen Haustiere haben, sah ich vor meinem inneren Auge süße Häschchen oder putzige Meerschweinchen, Hamster, Wellensittiche, irgendsowas eben. Was hast Du denn für Haustiere, fragte ich. Drei Mäuse, sagte die Freundin meiner Tochter und ich unterdrückte meinen ersten Impuls das Tochterkind anzuschreien: Da gehst Du mir nicht mehr hin! Völliger Blödsinn! Ich weiss. Stattdessen sagte ich: ÖÄH!- Mäuuuuse! Mag ich nicht!

Ich mag sie einfach nicht. Diese kleinen flinken haarigen Tiere mit langem Schwanz. Schlimmer sind natürlich Ratten! Ratten! Wenn in einem Film oder in einer Doku Ratten gezeigt werden, wenn sie zu hunderten durch die Kanalisation flitzen oder sich ihren Weg in Häuser suchen, schlage ich die Hände vor’s Gesicht.

Als Kind hatte ich immer Angst auf’m Klo. Ich hatte nämlich mal gehört, dass Ratten durch die Toilettenrohre in die Häuser gelangen können. Ich glaube, wenn mir mal eine Ratte in den Hintern beißen würde, ich würde auf der Stelle, wirklich sofort tot vom Pott fallen. Ratatoullie und seine Freunde finde ich übrigens ganz entzückend. Echt jetzt! Ich liebe diesen Film.

Ich habe kein Bedürfnis kleine haarige Tiere zu streicheln oder auf den Arm zu nehmen. Selbst unsere Kaninchen (die ich ja nie wollte), füttere ich, fülle ihre Trinkflaschen auf, setze mich mit dem Liegestuhl neben ihr Gehege und schaue ihnen beim Hoppeln und Buddeln zu, … sie werden also von mir versorgt, aber streicheln muss ich sie nicht.

Mollie | Labrador | Wovor hast Du Angst? | Schreibzeit | waseigenes.com

Bei Mollie ist das seltsamerweise ganz anders. Ich kann nicht erklären warum. Ich knuddle sie, streichel sie, kraule sie hinter den Ohren, küsse und herze sie. Als sie noch ganz klein war, hätte ich sie am liebsten nicht her gegeben und als sie die ersten Nächte alleine im Wohnzimmer schlafen sollte, fragte ich meinen Mann mit verklärtem Blick, ob wir sie nicht mit nach oben ins Schlafzimmer nehmen sollten? Er schaute mich völlig entgeistert an und fragte sich wahrscheinlich, was ich für Pillen genommen hätte. Sie, seine Frau, die nie Tiere haben wollte, will jetzt den Hund mit ins Schlafzimmer nehmen? Krass! Wir nahmen sie nicht mit hoch und sie kam auch nicht hinterher, denn Mollie hat Angst vor offenen Treppen. Eigentlich ganz gut, denn so so muss ich oben wenigstens keine Hundehaare wegsaugen.

Nun gut. Mollie ist mein one and only. Aber kleinere Viecher- nein, das geht gar nicht. Wäre jedoch ein Salamander oder eine Spinne durch mein Büro gehopst, hätte mich das wenig interessiert. Woher meine Mäuse- und Rattenangst kommt, weiss ich nicht. Vielleicht sollte ich mal eine Selbsthilfegruppe aufsuchen, denn wir wohnen nun mal auf dem Land. Da gehören Feldmäuse einfach dazu. Wie auch immer. Mollie ja, Mäuse nein. Ratten erst recht nicht.

Dass ganz tief in mir immerfort eine kleine Flamme Angst züngelt, dass meinen Kindern, meinem Mann, meinen Eltern, meiner Schwester, Schwägerin, Schwiegereltern, meine Freunden, Nachbarn, usw etwas Schreckliches zu stoßen könne, dass sie schlimm krank werden könnte, das ist klar. Aber Mäuse, Mäuse machen mir echt Angst.

///  Im Urlaub habe ich mir vorgenommen, die #Schreibzeit wieder häufiger auf meinem Blog statt finden zu lassen. In diesem Jahr ist sie leider ein wenig eingeschlafen. Ich hatte mir zu viele Gedanken zu den Themen gemacht und war irgendwann völlig blockiert. Welche Themen könnte ich aufgreifen, worüber schreiben, dachte ich immer wieder. Glück und Freundschaft… hatten wir alles schon. Demut war ein zu philosophischer Ausflug… danach fiel mir kaum was ein. Ab jetzt soll es wieder ganz einfache, bodenständige Theme geben. Den Start macht: Wovor hast Du Angst?

Wenn Du magst, dann beantworte die Frage auf Deinem Blog und verlinke den Beitrag hier.
Liebe Grüße, Bine

PS.: Noch bis heute Nacht kannst Du bei der Verlosung des Köln City Guides teilnehmen. Schau mal hier!

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Arbeitseinteilung und Prioritäten setzen. Meine 45 Minuten Regel. | #Schreibzeit

Ich könnte jetzt schnell mal Facebook checken. Ich müßte aber eigentlich die Auslosung des Giveaways machen. Ich hätte auch Lust auf Pinterest nach einem Schnittmuster für eine bestimmte Tasche zu suchen. Ich will aber lieber erst auf YouTube das Video ansehen, welches mir eine Freundin auf Facebook gerade empfohlen hat. Ich muss ganz dringend die Täschchenbestellung erledigen. Ich möchte aber doch so gerne erst den Einkaufsbeutel aus den neuen Stoffen für mich nähen. Ich sollte morgen mal wieder bloggen. Dafür muss ich aber erst Fotos machen. Oder soll ich mich doch lieber zuerst um die Täschchenbestellung kümmern?

Prioritaeten setzen | Schreibzeit | waseigenes.com

Ich sollte dringend einen Termin beim Zahnarzt für die Kinder machen. Ich möchte aber erst die Küche aufräumen, in dem Chaos kann ich nicht klar denken. Ich sollte dafür aber zu allererst die Spülmaschine ausräumen. Ich würde lieber erst eine Runde mit Mollie drehen, der Himmel ist gerade so schön blau. Ich muss heute unbedingt die Betten frisch beziehen. Ich räume aber lieber erst das Kellerregal auf, das nervt mich schon länger. Ich müßte mich mal um den Garten kümmern. Das muss jetzt warten, denn …

Eine „Priorität“ bezeichnet den Vorrang einer Sache, die Wichtigkeit und das zeitliche Vorgehen (danke, Google!) Das, was wichtig ist. Das, was zu allererst erledigt werden sollte. Das, was nicht aufschiebbar ist. Das hat Priorität.

Wer ist gut darin? Hand hoch!

Manchmal läuft es wie am Schnürchen. Und manchmal weiß ich einfach nicht, wo ich anfangen soll, was ich als erstes erledigen und bearbeiten soll. Unsere Nachmittage sind meist durchgetaktet, da bleibt nicht viel Spielraum; aber an den  Vormittagen muss ich meine Arbeit organisieren. Und weil ich mich in den letzten Wochen viel zu oft verzettelt habe und unwichtigere Dinge zu erst erledigt habe (weil sie meistens viel schöner und angenehmer sind, als die Wichtigen!), habe ich mir meine Arbeitsstunden eingeteilt.

Prioritaeten setzen | Schreibzeit | waseigenes.com 2

Alle 45 Minuten klingelt der Wecker. Der Morgen beginnt mit Emails lesen und beantworten. Leider bleibt es aber nicht immer dabei, denn in Emails werden ja viel zu oft verführerische Links mitgeschickt. Bine, schau Dir diese Pins an! Ja, was soll ich denn da machen? Ich muss da einfach drauf klicken.

Also lauten die Spielregeln jetzt: Wecker stellen, Emails lesen und bearbeiten. Nicht von fiesen Linktipps verführen lassen, ich habe schliesslich nur 45 Minuten Zeit. Klingelt der Wecker, aka mein Handy, dann wird der Laptop sofort in den Ruhemodus versetzt, damit ich auch nicht vom Pling eingehender Emails abgelenkt werde.

Ich wechsle den Arbeitsplatz und setze mich an die Nähmaschine. Wieder gebe ich mir 45 Minuten. Und ich gebe Gas, denn ich möchte so viel schaffen, wie möglich. In die Nähzeit fällt auch Zuschneiden, denn 45 Minuten lang Zuschneiden, das macht mein Rücken nicht mit.

Klingelt der Wecker, gönne ich mir entweder eine kurze Pause; gehe in die Küche, koche einen Tasse Kaffee oder Tee. Ich brauche Bewegung. Tageslicht. Mollie kuscheln. Danach mache ich weiter, wie oben beschrieben.

In den jeweiligen 45 Minuten nehme ich mir fest vor, die dringendsten und wichtigsten Dinge zu bearbeiten. Auch, wenn sie keinen Spass machen. Dies bedarf Disziplin und Konzentration, die ich, weiß Gott, nicht immer habe. Aber ich arbeite daran.

Auch plane ich Zeit zum Surfen und Klicken ein. Ich möchte ja nun doch wissen, welche Pins ich mir unbedingt ansehen muss. Oder möchte bei meinen Lieblingsblogs vorbei schauen, ob es dort was Neues gibt. Surfen ist ein unglaublicher Zeitfresser. Wenn ich mir dabei nicht selbst Grenzen setze, dann können schon mal ein bis zwei Stunden so an mir vorbei ziehen. Dann habe ich Millionen tolle Dinge gesehen, die ich alle machen könnte, habe selbst aber nichts gemacht.

Wie regelt und organisiert Ihr Eure Arbeitstage? Habt Ihr feste Rituale, welcher Job als erstes und welcher als letztes bearbeitet wird? Habt Ihr in Eurem Job überhaupt die Möglichkeit und Erlaubnis, Euch von social media Kanälen ablenken zu lassen? Habt Ihr Euch schonmal einen Wecker oder andere Hilfsmittel zu Nutzen gemacht, um Euch bei Aufgaben nicht zu verzetteln und konzentriert innerhalb einer Zeitspanne zu arbeiten?

Ich will’s wissen! Und wenn Ihr Lust habt, dann schreibt es für alle auf und verlinkt Euren Artikel hier.

Liebe Grüße, Bine (die jetzt den Ruhemodus einschaltet und sich an die Nähmaschine setzt!)

 

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Dieses und jenes.

Oh, hallo! Du hast den Artikel hier angeklickt, obwohl die Überschrift so nichtssagend ist, wie eine alte Blechdose. Respekt! Das werden heute wahrscheinlich nicht viele tun, glaubt man einschlägigen Blogartikeln, in denen es darum geht, wie wichtig die Überschrift ist! Sie ist schliesslich der erste Eindruck, das kleine Amuse Gueule, dass den Appetit auf den gesamten Text anregen soll. Sie ist das Tor zu mehr Lesern, mehr Seitenaufrufen, mehr Ruhm, mehr Kohle.

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Ohne eine gute Überschrift läuft gar nix. Hast Du keine appetitanregende, verlockende, reizvolle Überschrift kannste Deinen ganzen Artikel gleich in die Tonne kloppen. Liest dann nämlich niemand. Am besten ziehen übrigens Listen-Überschriften. 65 Gründe für ein besseres Leben. Oder 37 Tricks wie Du den besten Apfelkuchen Deines Lebens backst. Oder 112 Wege zum erfolgreichen Blog! Ich habe auch schon Listen Postings geschrieben und Listen Überschriften verfasst. Es spricht nix dagegen- wenn man eine Liste schreiben will und dies tut, dann ist und bleibt es eine Liste und dann darf man das auch in der Überschrift erwähnen. Trotzdem musste ich neulich über einen Kommentar lachen, in dem ein Blogger schrieb: „Listen-Postings sind ja sowas von 2015!“.

In den letzten Tagen habe ich meinen Blog ein wenig aufgeräumt. Seit meinem ersten Artikel habe ich weit über 100 Kategorien angelegt. Über 100! Einigen Kategorien habe ich nur 2- 4 Artikel zugeordnet, danach nie wieder. Also habe ich angefangen mir diese Kategorien, die offensichtlich nicht relevant sind, aufzuräumen und auszumisten. Ich habe die Artikel dieser Kategorien aufgerufen und anderen Kategorien zugeordnet. Die, die ich nicht mehr nutze, habe ich gelöscht.

Zum Beispiel habe ich anfangs Artikel, bei denen es ich ums  „Selber machen“ dreht in die Kategorie „Kreatives“ gepackt. Es gibt hier aber auch die Kategorie „D.I.Y.“ Doppelt gemoppelt, völliger Quatscht. „Kreatives“ muss weg. Ich arbeite daran.

Beim Klicken und Kategorisieren bin ich auf Artikel gestoßen, die ich total vergessen hatte- man wird nicht jünger! Artikel, die so aussagekräftige Überschriften haben, wie „Sagt mal,…“ (2008) oder „Widrige Umstände“ (2012) Geschrieben und veröffentlicht, ohne nur einen Gedanken an SEO oder Keywords zu verschwenden.  Die spontan aus Herz und Bauch geschrieben, in die Welt entlassen wurden und mehr einem Tagebuch-Eintrag als einem Lifestyle-Blogposting ähneln.

Warum ich das hier alles aufschreibe? Weil ich für mich- durch meinen eigenen Blog- gelernt habe, dass ich hin und wieder mal den Kopf ausschalten  und einfach mal wieder drauflos tippen sollte, statt mich vorher dauernd zu fragen: Interessiert das jemanden? Kann ich das so schreiben? Ist das nicht zu gewagt? Was denken die dann über mich?

Scheiß drauf! Ich bin die Königin in meinem Reich (noch so ein Gedanke, den ich schon lange in meinem Oberstübchen hin und herwälze, statt ihn einfach in Worte zu fassen! Kommt. Bestimmt!).

Natürlich werde ich auch weiterhin professionelle Postings verfassen. Postings, die ich mir genau überlege, bei denen ich auch brav alle Ratschläge von Herrn Yoast umsetzen werde und deren Überschriften ich mit Bedacht und Köpfchen formuliere. Aber ich werde auch versuchen, wieder mehr spontan zu schreiben. So 2008-mäßig!  ;-) Die Mischung macht’s, denke ich.

Und was denkt Ihr? Ich habe beim Tippen des letzten Satzes gerade entschieden, dass ich daraus ein #Schreibzeit Thema machen werde, denn ich bin an Eurer Meinung interessiert.

Schreibt Ihr zu erst Euren Text und dann die Überschrift oder umgekehrt? Ich tippe meistens zu erst den Text und ganz zum Schluss formuliere ich die Überschrift. Heute habe ich es anderes gemacht! Zu allererst habe ich „Dieses und jenes“ getippt. Denkt Ihr lange darüber nach, welche Überschrift Ihr Eurem Text geben wollt und berücksichtigt Ihr Schlagworte? Macht Ihr Euch überhaupt Gedanken zu diesem Thema?

Wer mag, macht mit! Liebe Grüße, Bine

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Gedanken zum Bloggen. #Schreibzeit

Ich blogge nun seit acht Jahren. Ja, ich bin alt. Als ich meine ersten Einträge schrieb und zu dieser Zeit Blogs förmlich aufsog, inhalierte, auswendig lernte, meinte ich alle Blogs zu kennen. Alle. Das stimmt natürlich nicht. Man bewegt sich immer nur in einem bestimmten Radius.

Wie auch immer. Ich hatte das Gefühl einen Haufen Blogs zu kennen und dieser Haufen war nicht besonders groß. Ich war dauernd bei ihnen zu Besuch, viele kamen zurück zu mir. Es war so ein Community-Ding. Ich habe aus Leidenschaft gebloggt, habe alles mögliche hier geschrieben und gezeigt, habe ständig an meinen Blog und mögliche Blogbeiträge gedacht, hatte immer- wirklich immer- und überall meine Kamera dabei. Ein Familienausflug und den Zoo? Prima! Kamera mit, knipsen, Fotos runterladen, Fotos hochladen, Text schreiben, veröffentlichen!

Schreibzeit | Gedanken zum Bloggen | waseigenes.com

Weil ich in einigen Blogs davon las, dass sich die Betreiber derer wünschen, wieder so zu bloggen, wie sie es früher gemacht haben, ohne Druck, einfach so, habe ich mir zu diesem Thema in den letzten Tagen Gedanken gemacht:

Ich blogge heute nicht mehr, wie vor sechs, sieben, acht Jahren. Will ich das? Nein, will ich nicht. Ich habe mich verändert, mein Leben hat sich verändert, meine Leserschaft hat sich verändert, mein Blog hat sicher verändert.

Hatte ich früher eine (für mich großartige!- heute überschaubare) Anzahl an Lesern, sieht meine Blogwelt heute ganz anders aus. Ich bin hier nicht mehr anonym unterwegs. Tagtäglich klicken hier ziemlich viele Leute auf meine Seite und lesen oder gucken nur schnell, was es Neues gibt.

Hielt ich meinen Blog in den ersten Jahr noch geheim und erzählte nur engsten Freunden davon, bin ich heute längst mutiger und setze meine Signatur unter jede Email. Und doch! – ich hänge es nicht an die große Glocke, dass ich einen Blog schreibe.

Er ist im realen Leben für mich nicht so sehr relevant. Ich erzähle davon, wenn ich gefragt werde. Ungefragt? Nein. Trotzdem gibt es Sicherheitslücken. Die kommen in Form von zwei Kindern daher. Für die ist es völlig normal, dass ich nähe und blogge und Fotos von gebackenen Kuchen mache, bevor wir ihn essen und gelesene Bücher vor der Terassentüre fotografiere. Werden sie gefragt, was denn Mama und Papa so beruflich machen, dann erzählen sie das. Dagegen ist die NSA übrigens ein Scheiss! Hier lesen also viele Menschen mit, die ich persönlich kenne, von denen ich aber vielleicht nur ahne, dass sie mitlesen. Und dann lesen noch mehr Menschen mit, die ich nicht kenne und niemals kennen lernen werde.

Ich bin mit den Jahren etwas zurück haltender geworden, was das Veröffentlichen von privaten Ereignissen betrifft. Wirklich privat war es hier sowieso nie. Persönlich- ja! Privat- nein! Es ist für mich eben ein Unterschied, ob ich Euch hier zeige, wie mein diesjähriger Adventskranz aussieht, dass ich jeden Morgen um 5 Uhr aufstehe, was meine guten Vorsätze für das neue Jahr sind,… oder, ob ich in die Welt hinaus posaune, dass wir am Wochenende alleman im Kino waren, dort vier große Tüten Popcorn verputzt haben, ich mit dem  Kind für die Englischarbeit gepaukt habe und mein Mann und ich auf dem 40. Geburtstag einer Freundin waren. Das erwähne ich am Rande- wenn es zum Thema passt, aber ich mache es nicht (mehr) zum Thema.

Für mich hat sich das Bloggen verändert, aber es ist nicht minder leidenschaftlich. Im Gegenteil. Ich schreibe nach wie vor gerne, nehme auch noch ganz oft meine Kamera mit, bearbeite mit Hingabe meine Bilder, versuche immer mehr dazu zulernen, füttere meine social media Kanälen mit Beiträgen, verhandele gerne mit Kooperationspartnern, probiere neue Tools und Apps aus, die mir das Leben als Bloggerin erleichtern und und und. Es macht mir Spass! Immer noch und immer wieder.

Mein Blog ist in den vergangene acht Jahren stetig gewachsen. Jedes Jahr ein bisschen mehr. Und das macht mich stolz. Ja, ich finde Erfolg und Ehrgeiz nichts Verwerfliches. Im Gegenteil. Wenn ich heute 4 km jogge und kommende Woche 5 km schaffe, dann war ich erfolgreich. Wenn ich einen einfachen aber leckeren Marmorkuchen backe und meine Familie anschliessend mampfend und seufzend am Tisch sitzt und sagt: Mama, lecker! dann verbuche ich dies als Erfolg. Ich habe im übrigen auch beim Backen schon den nötigen Ehrgeiz, dass das Ding nachher schmeckt. Hätte ich dies nicht, könnte ich den Mixer gleich wieder wegstellen. So ist es mit dem Bloggen auch.

Es wird immer Menschen geben, die 5 km joggen und dabei noch schneller sind als ich oder deren Marmorkuchen noch besser schmeckt als meiner oder deren Blogfotos noch besser sind als meine oder die noch schönere Texte schreiben, als ich es je könnte. Stresst mich das? Stört mich das? Ja manchmal! Natürlich, ich bin ein Mensch! Es motiviert mich aber auch! Und ausserdem kann ich mich durchaus über den Erfolg anderer freuen! Wenn jemand etwas gut macht, dann applaudiere ich. Sowohl im Theater, als auch vor meinem Laptop sitzend (dann aber nur gedanklich! Manchmal auch richtig. Sieht ja hier im Keller niemand!).

Ich gebe gerne mein Bestes. Ich habe gewisse Ansprüche an mich und meine Arbeit. Dass es Menschen gibt, die besser oder schlechter darin sind, als ich- das ist n o r m a l. Wie ich damit umgehe? Na, ganz einfach: ich lasse alles, wie es ist und habe Spass oder ich strebe danach, mich zu verbessern und habe auch Spass dabei. Erfolg zu haben, ist etwas Schönes- aber nicht auf Teufel komm raus!

Seit zwei Jahren hampel ich zum Beispiel mit meiner Tageslichtlampe herum. Immer mal wieder hole ich sie hervor, versuche sie für’s Fotografieren zu nutzen und jedesmal bin ich anschliessend sowas von genervt, weil ich einfach zu doof bin, damit gute Bilder zu machen. Also was tun? Da gibt es verschiedene Möglichkeiten: 1) Ich schmeisse das Ding aus dem Fenster. 2) Ich verticke es bei Ebay. 3) Ich suche nach einer vernünftigen Anleitung im Netz. 4) Ich frage Freundinnen, die auch so ein Ding haben. 5) Ich stelle sie einfach in den Keller und tue mir den Stress nicht an.

Ich habe mich noch nicht entschieden, welche Möglichkeit ich wählen werde. Wofür ich mich aber entschieden habe: ich lasse mich dadurch nicht stressen, denn bisher hat mir noch niemand geschrieben: Boah, sind Deine Bilder doof. Kannste nicht mal ’ne Tageslichtlampe wie alle anderen nutzen?! Ich verzichte an dieser Stelle auf den Erfolg das perfekte Bild zu schießen.

Die Bloggerwelt ist so bunt wie eine Tüte Konfetti. Es gibt so viele Angebote da draußen, so viele verschiedene Blogs und so viele verschiedene Leser. Ist das nicht großartig? Und ist es nicht toll, dass jeder das lesen darf und kann, was er will und, dass er obendrein dies alles kostenlos bekommt? Einfach so. Ich bin Blogs immer noch verfallen. Auch wenn Instagram auf dem Vormarsch ist und man (schon seit einer halben Ewigkeit) davon liest, das Blogs sterben werden… ich glaube es nicht. Und ich hoffe es nicht.

Ich hoffe nur, dass die Blogwelt so bunt und abwechslungsreich bleibt, wie sie ist. Dass jede Bloggerin und jeder Blogger ihren/ seinen Weg findet! Egal, ob dieser Weg in die private-Tagebuch-Blog-Welt oder in die professionelle-Blogwelt oder irgendwas dazwischen, führt. Egal, ob ein Blogger einmal die Woche, einmal im Monat oder sieben Tage die Woche bloggt. Im Mai 2014 habe ich zu diesem Thema auch schonmal meinen Senf abgegeben: Jeder soll nach seiner Façon glücklich werden

Schreibzeit | Gedanken zum Bloggen | waseigenes.com

Als ich gestern mein Geburtstagsposting hier veröffentlichte, war für mich das größte Kompliment, dass so viele Kommentatorinnen schrieben: Ich lese hier schon ganz lange mit, mach weiter so!

Und das, obwohl sich mein Blog in den acht Jahren immer mal wieder verändert hat, meine Texte länger wurden (ach?! ;-)), meine Beiträge mal persönlicher, mal weniger persönlich waren, einige Postings in Kooperation mit Unternehmen entstanden sind und ich den ganzen Kram hier von blogspot zu WordPress umgezogen habe,…

Sicherlich sind viele Leser in den letzten Jahren abgesprungen, sicherlich kamen Neue dazu, aber das schöne und beste Kompliment ist für mich, dass so viele schon seit Jahren vorbei kommen. Dafür danke ich Euch sehr! Was ich also eigentlich sagen will: Es ist egal, wie oder was Du schreibst! Wichtig ist, dass es ehrlich ist. Dass es von Herzen kommt. Dass Du Dich für Deinen Blog nicht verbiegst. Dass Du einfach Spass daran hast.

So, Ihr Lieben! Ich begrüße alle von Herzen, die hier unten ohne weitere Schäden, angekommen sind. Da ich in den vergangenen zwei Monaten die #Schreibzeit vernachlässigt habe, lade ich Euch ein, Euch zu diesem Thema Gedanken zu machen.

Was bedeutet für Euch damals und heute bloggen? Wie empfindet Ihr die aktuelle Lage der Bloggernation? Hadert Ihr mit Euch und Eurem Blog, fühlt Ihr Euch durch andere Blogs unter Druck gesetzt oder seht Ihr das alles ganz entspannt?

Ich freue mich auf Eure Texte und gelobe an dieser Stelle Besserung- die Schreibzeit wird es weiterhin geben, auch 2016.

Gehabt Euch wohl, Bloggerinnen & Blogger, Leserinnen & Leser. Schön, dass es Euch alle gibt!

Liebe Grüße, Bine

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Hallo Herbst 2015. #Schreibzeit

Kaum ist der September da, ist das Jahr schon wieder rum. Herbstlaub, Halloween, Martinslieder, Nikolaus, Christkind, Happy new year! – zack, vorbei! Seit Tagen pinne ich Bilder von Adventskalender, weihnachtlicher Deko, Mistelzweige, Adventskränze und Blinkesterne auf mein christmas Board. Morgen in drei Monaten werde ich hier mit ziemlicher Sicherheit rödelnd die letzten Geschenke einpacken. Das ist immer so.

Weg mit diesen Stressgedanken- es ist Herbst! Ich mag den Herbst wirklich sehr! Es ist die Zeit im Jahr, die ich hier auf was eigenes am häufigsten Willkommen heiße, die als erstes eine eigene Kategorie bekam: Hallo Herbst!

Natürlich liebe ich den Sommer – wer bitte kann was gegen den Sommer haben? Aber, der Herbst- ach, der Herbst, der hat es mir ganz besonders angetan. Bestimmt liegt es daran, dass sich in die Vorfreude auch immer etwas Abschiedsschmerz mischt. Eine leichte Melancholie macht sich breit.

Im Winter empfinde ich pure Vorfreude auf den Frühling, auf zartes Grün und gelbe Osterglocken, auf leichte Jacken und weit aufgerissene Fenster. Neigt sich der Frühling dem Ende zu, kann ich es kaum erwarten, unter freiem Himmel zu grillen, das Planschbecken aufzubauen, lange Sommernächte auf der Terrasse zu genießen. Und dann kommt der Herbst. Alles verändert sich. Es wird früher dunkel und frischer, ohne Söckchen friere ich, die letzten Sonnenstrahlen haben eine magische Farbe, wärmen aber längst nicht mehr so stark. Leichter Abschiedsschmerz und doch auch Vorfreude!Hallo Herbst | Schreibzeit September 2015 | waseigenes.com Blog

Ich mag den Herbst sehr. Mag es, wenn sich die Blätter bunt färben und das Wetter etwas rauer wird. 2012 habe ich mich so richtig mit einer schön gestalteten Herbst-Wunsch-To-Do-Liste auf die bevorstehende Jahreszeit eingestimmt. Das habe ich dieses Jahr nicht geschafft, aber – wenn ich die Liste noch hätte, ich habe sie sicherlich noch, irgendwo – könnte ich sie mir unverändert wieder an den Küchenschrank kleben.

Kastanien sammeln, Kürbis-, Kartoffel-, Linsensuppen kochen, vielleicht Mützen stricken oder nähen, Pflaumenkuchen backen (schon erledigt, bedarf aber einer dringenden Wiederholung), abends mit Tee und Wolldecke vor der Glotze sitzen und spannende Serien (Breaking Bad – ich bin süchtig!) oder Schmonzetten schauen, neue Strickjacken kaufen und und und. Lauter Dinge, die ich gerne demnächst machen möchte. Weil ich Lust dazu habe und mir der Sinn danach steht. Ausserdem bietet der Herbst so viele wundervolle Fotomotive. Gestern morgen am See, drei Freundinnen und ich betätigten uns gerade sportlich, entdeckte eine diese prachtvollen Glückspilze. Ich glaube, ich habe noch nie Fliegenpilze in echt gesehen. Sind sie nicht schön? Ich bin für eine Renaissance der Fliegenpilze! Als ich 2007 anfing zu bloggen zierten sie überall genähte Teile. Irgendwann waren sie out. Schade, eigentlich!

Zurück zum Herbst: Mit den Jahreszeiten ist das ja immer so eine Sache. Spricht man mit anderen darüber kommt ganz oft der Satz: Früher war doch alles anders! Da hatten wir noch brütend heiße Sommer, die wir nur im Garten oder Freibad verbracht haben. Und was für Winter wir hatten! Meterhoher Schnee! Schlittenfahrten! Eislaufen! Heute ist das doch alles nix Halbes und nix Ganzes mehr.

Dabei ist das so nicht ganz richtig, denn die Sommer werden immer heißer, bringen aber auch immer mehr Stürme und Unwetter mit sich. Der globale Klimawandel mit extremen Hitzewellen, Überflutungen und anderen Naturkatastrophen läßt sich nicht mehr wegdiskutieren.

Auf jeden Fall bringt Jammern gar nichts. Der Herbst ist da. Regen, Stürme, matschige Fußwege; ich kann es nur akzeptieren, meiner Umwelt so wenig Schaden, wie möglich zuführen und das Beste daraus machen. Ändern können wir es nicht und was man nicht ändern kann, sollte man hinnehmen, bzw. sich damit anfreunden.  Et is, wie et is sagt der Rheinländer.

Also, lasst uns den Herbst willkommen heißen. Mit seinen goldenen Momenten, mit warmen Sonnenstrahlen, die tief über’s Land scheinen, mit Regen und Wind, der einem um den Kopf weht und die Haare fliegen läßt, mit bunten Blättern und Kastanien auf dem Gehweg, mit dunklen Abenden und Kerzenschein. So lange, bis wir die Lichterketten wieder aus dem Keller holen (müssen, wollen, dürfen), sie entwirren und entknoten und damit das Haus schmücken. Auch das ist eine Zeit, auf die ich mich freue. Plätzchen backen, Weihnachtslieder hören. Aber noch ist es nicht so weit.

Hallo Herbst! Schön, dass Du da bist.

Mir ist aufgefallen, dass ich im August das Thema #Schreibzeit völlig hab unter den Tisch fallen lassen. Ich habe einfach nicht daran gedacht, war zu sehr damit beschäftigt, den Sommer zu genießen.

Deswegen frage ich Euch heute: Wie ist Eure Meinung zu den Jahreszeiten? Habt Ihr einen Liebling, auf den Ihr Euch freut, den Ihr schmerzvoll verabschiedet? Oder verabscheut Ihr vielleicht sogar eine Jahreszeit, weil sie zu heiß oder zu kalt ist? Habt Ihr eine Wunschliste, was Ihr in diesem Herbst alles machen und erleben möchtet?   Wer mag verlinkt hier.

Herbstliche Grüße, Bine

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Bloggen und Alltag. #Schreibzeit

Wann machst Du das alles? Eine Frage, die ich immer mal wieder von Freundinnen, aber auch von Blogleserinnen gestellt bekomme. Auch wurde diese Frage, bzw. der Wunsch nach diesem Thema unter einem Schreibzeitposting gestellt: Bloggen & Alltag – Wie man das Bloggen in den Alltag mit Kindern und Haushalt, mit Arbeit, Einkaufen, Freizeit, Arztbesuchen, kultureller Betätigung und Schlaf integriert und wieviel Zeit ich für`s Bloggen verwende?

Eine ausführliche Antwort auf diese Frage habe ich hier schon einmal gegeben. ;-) Aber im Ernst: Wann mache ich das alles? Da stellt sich mir als erstes eine Anschlussfrage: Was ist denn alles? Ich versuche mich an einer Antwort:Schreibzeit | Blog und Alltag | was eigenes Blog

Ich habe einen halbtags-Job, ich habe Familie, wir haben einen Hund, wir haben einen Freundeskreis, ich schreibe einen Blog. Alles nichts Aussergewöhnliches. Ich kenne viele Frauen, die halbtags oder ganztags arbeiten, eine Familie haben, einen Haufen Freunde und „nebenbei“ einen Blog schreiben oder ein anderes verrücktes Hobby haben. Ich habe das große Glück, dass ich selbstständig bin. Ich kann mir meine Zeit selber einteilen, was es im übrigen nicht immer leichter macht. Es steht kein Chef mit erhobenem Zeigefinger hinter mir, der mich mahnt die Deadline einzuhalten. Das ist toll, braucht aber auch eine Menge Selbstdisziplin, um nicht den roten Faden zu verlieren.

Mein Blog ist eine Mischung aus privat und beruflich. Privat ist er, weil ich hier nur über das schreibe, was ich schreiben will. Er gehört aber auch zu meinem Job, weil ich hin und wieder Kooperationen eingehe und mit einem Post Geld verdiene und einige Werbepartner auf meinem Blog eine Bannerwerbung geschaltet haben. Ausserdem ist mein Blog dann und wann ein Schaufenster meines Shops. Durch den Blog gelangen Kunden auf meinen Shop, durch den Shop gelangen Kunden auf den Blog. Eins greift ins andere.

Was für mich der Hauptgrund des Bloggens ist, ist: es macht mir Spass. Ich schreibe unglaublich gerne, ich übe immer wieder meinen Schreibstil zu verbessern, ich lese  Bücher zu diesem Thema und schaue anderen guten Schreibern über die Schulter. Ich bastel gerne am Layout meines Blogs herum, wühle mich durch den HTML-Code, lese Fachblogs, auf denen Neuerungen rund um Plugins und Widgets und dieser ganze Kram vorgestellt werden. Ich fotografiere gerne und habe Spass daran meine Bilder zu Hause am Laptop zu bearbeiten und sie anschliessend hier hochzuladen. Die Summe aus all diesen Leidenschaften ist der Grund warum ich das alles schaffe, sie sind der Motor meiner Schaffenskraft.

Diese Schaffenskraft hat jedoch Schwankungen. Es gibt Wochen, da veröffentliche ein Posting und dann gibt es Wochen, da veröffentliche ich vier Postings. Ich muss in der Stimmung sein, mich meinem Blog voll und ganz zu widmen. Aktuell steht er eher an zweiter Stelle. Die Nähmaschine ruft jeden Tag „Ich! Ich! Ich!“ und schubst den Blog bei Seite.

Mal blogge ich, wie jetzt gerade zwischen fünf und sechs Uhr morgens, wenn viele noch im warmen Bett liegen; mal morgens um neun, wenn ich von der Mollie-Runde wieder zu Hause bin; mal abends um 19 Uhr, nach dem gemeinsamen Abendrot, wenn die Kids Yakari und Co. gucken; mal am Samstagnachmittag, weil die Einkäufe erledigt, der Mann im Arbeitszimmer sitzt, die Kinder Besuch haben. Wenn es zeitlich passt und ich Muse habe zu schreiben und Fotos zubereiten, dann tue ich das.

An manchen Tagen geht ein Posting, gleich nach dem Schreiben, online, manchmal schlummert es tagelang als Entwurf im Backend und wartet auf eine Aktion von mir. Ich habe aktuell sieben angefangene Postings als Entwurf gespeichert. Einige davon werden hier irgendwann fertig getippt und veröffentlicht, andere erblicken nie das Licht des Internets. Sie fühlen sich nicht gut an. Sie wurden nicht zu dem, was ich mir vorstellte.

Auf einigen Blogs habe ich schon einmal gelesen, wie sich deren Inhaber organisieren. Dass sie am Wochenende fünf Artikel für die Woche vorschreiben (für mich undenkbar), dass sie morgens um fünf aufstehen und vor der Arbeit ein Posting tippen (war für mich, bis vor vielen Wochen undenkbar) oder, dass sie jeden Abend am Laptop sitzen und am Blog arbeiten (habe ich früher gemacht, heute nicht mehr). Jeder hat da seine Vorlieben, jeder hat seinen eigenen Zeitplan und ist zu einer anderen Tageszeit fit genug, um sich zu konzentrieren.

Ich schreibe eher spontan, aus dem Bauch und aus dem Herzen heraus, veröffentliche jedoch geplant und gezielt. Soll heißen: manchmal setze ich mich zwischen Nähen und Kochen kurz an den Blog und tippe Gedanken runter, um sie dann später nochmal in Form zu bringen, Tippfehler zu verbessern, Sätze zu löschen oder um das Posting zu Ende zu schreiben. Ich greife aber auch oft nach meinem Blog-Notizbuch und schreibe handschriftlich Stichpunkte zu einem Thema hinein, um diese dann später als Grundlage für ein Posting zu nutzen. Danach trage ich meine Postingidee in meinen Redaktionsplan und setze mir somit selbst eine Deadline, wann das Posting veröffentlicht werden soll.

Meine Arbeitszeit ist begrenzt. Gegen 5.20 Uhr sitze ich am Schreibtisch, lege dann eine Pause ein, um die Kinder wach zukuscheln, um gemeinsam zu frühstücken und um anschliessend mit Mollie eine gute Stunde spazieren zu gehen. Danach gehe ich wieder in mein Näh-Büro. Dort setze ich mich entweder noch einmal an den Schreibtisch oder gleich an die Nähmaschine. Gegen Mittag knurrt mein Magen. Ich muss mittags was essen, sonst bin ich am Nachmittag unausstehlich. Ich koche und esse und arbeite danach bis maximal 15 Uhr weiter.

In dieser Zeit versuche ich so viel zu erledigen, wie möglich. Emails beantworten, Angebote und Rechnungen schreiben, Täschchen nähen, Täschchen fotografieren, Fotos bearbeiten, Täschchen in den Shop stellen, Täschchen verschicken und wenn mich die Muse küsst und ich einen Haufen Gedanken habe, dann tippe ich ein Blogposting.  Der Alltag läuft dann nebenher. Waschmaschine und Trockner befüllen, eine Korb Wäsche bügeln, Hasen und Geckos füttern, wenn die Nachbarn im Urlaub sind, private oder geschäftliche Telefonate führen. Und manchmal sperre ich am Vormittag den Alltag aus meinem Büro und lasse ihn ab 15 Uhr wieder das Steuer übernehmen.

Wie machst Du das alles? Wann bloggst Du? Wie oft bloggst Du? Stresst Dich das Gefühl nicht genug zu bloggen oder keine Zeit zum Bloggen zu finden? Wenn Du magst, wenn Du Zeit und Muse hast, dann schreibe ein Posting zu diesem Thema und beantworte selbst einmal die oben gestellten Fragen. Ich würde mich freuen, wenn Du Deinen Beitrag hier verlinkst!

Frische Bloggrüße, Bine

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Was bedeutet Glück für Dich? | Das Zufallsglück. Das geplante Glück. Die Erfüllung! #Schreibzeit

Glück. Ein schönes Wort, oder? Glück! Glücklich. Glücksgefühle. Glücksmoment. Glückssträhne. Glücklich sein. Was genau ist Glück? Was macht einen Menschen glücklich? Was bedeutet Glück für Dich?

Ein fünf-Gänge-Menü mit Freunden auf der Dachterrasse eines Nobelrestaurants? Das neue Auto mit den wieviel-auch-immer-Zoll Reifen? Der Lottogewinn, auf den man sooo lange gehofft hatte und für den man in den letzten Jahren schon ein Vermögen ausgegeben hat? Der Sitzplatz in der ersten Reihe? Eine fette Pizza? Das zufällige Treffen einer Freundin beim Einkaufen? Oder macht es Dich vielleicht eher glücklich zu wissen, dass es Dir gut geht? Dass Du die Möglichkeit hast, Dein Leben selbst zu gestalten? Dass Du ein Dach über dem Kopf hast? Dass Du gesund bist? Dass Du eine Familie hast, die Dich unterstützt, wenn es brenzlig wird? Dass Du Freunde hast, denen Du vertrauen kannst?
Es gibt verschiedene Arten des Glücks.

Glück ist kein Geschenk der Götter, sondern die Frucht der inneren Einstellung {Erich Fromm} | waseigenes.com
Das Zufallsglück:
Mensch, da habe ich aber Glück gehabt! Wir sehen es nicht kommen. Plötzlich ist es da und erfüllt uns mit Freude, Genuss und Japadapadu! Ich habe meinen Schlüssel wieder gefunden! Juhu! Yes, der Parkplatz da ganz vorne, der ist meiner! Die Sommerparty ist doch nicht, wie angesagt, ins Wasser gefallen! Welch ein Glück! Es fällt uns in den Schoß. Es macht uns glücklich. Aber es ist auch ganz schnell wieder weg, diese Glücksgefühl. Es hält nicht lange an.

Das geplante Glück:
Dieses tragen wir in unsere Terminkalender ein. Wir wollen nicht, dass es uns einfach zufliegt, wir wissen, dass es kommen wird. Wir sorgen dafür, dass es statt findet! Der Sommerurlaub in knapp vier Wochen. Das wird auf jeden Fall eine glückliche Zeit! Die Hochzeitsfeier am Wochenende. Der Familienausflug. Das neue Fahrrad. Die Pfanne Putengeschnetzeltes in Sahnesoße, die auf dem Herd brutzelt. Wenn ich die weggeputzt habe, werde ich definitiv glücklich sein. Oder noch besser: die Cupcakes mit dem süßen Frosting. Yes, die machen mich glücklich! Dem geplanten Glück jagen wir hinterher, um immer eine möglichst große Portion davon abzubekommen. Wir wollen uns daran berauschen, wollen es in vollen Zügen genießen. Her mit dem schönen Leben! Aber auch dieses Glück schwindet langsam. Wenn wir am nächsten Morgen mit Kopfweh wach werden. Wenn die Jeans kneift. Wenn der Alltag wieder über uns hereinbricht. Trotzdem brauchen wir dieses geplante Glück.

Glück fällt einem nicht zu. Man kann nicht darauf bestehen oder es einfordern. Es kommt und geht. Der „Glückliche“ oder „Beglückte“ braucht kein spezielles Talent, um es zu erlangen.

Das langfristige Glück. Die Erfüllung:
Die beiden o.g.  Arten des Glücks gefallen mir. Sie steigern mein Wohlbefinden. Sie berauschen mich. Aber mir ist eine dritte Art des Glückes noch wichtiger: Das langfristiges Glück, welches ich eher mit den Worten Lebensfreude und Erfüllung beschreiben würde. Ein Lebensgefühl (oder Lebensglück), welches mich trägt, welches mir eine innere Ruhe und Zufriedenheit gibt. Manchmal. Meistens.

Das Zufallsglück und das geplante Glück sind „nice to have“ und wichtiges Futter für das langfristige Glück. Lauter Glücksmomente, die zum großen und ganzen beitragen, die den Glückszustand festigen und stärken. Glückliche Momente, die uns zufällig in den Schoß fallen oder von langer Hand geplant sind, sind ein Ausgleich für magere Zeiten. Wenn an einem Tag alles schief läuft. Der gecancelte Flug. Der platte Reifen. Die ausgelaufene Waschmaschine. Der Mensch in meinem Leben, der es mir hin und wieder schwer macht. Der volle Terminkalender.

Diese Situationen kann man vielleicht besser meistern, wenn man sie annimmt, hinnimmt und davor und danach glückliche Momente zu schätzen weiss. Soll heißen: Das Leben annehmen mit all seinen Hochs und Tiefs, die negativen Seiten hinnehmen, bzw. möglichst unbeschadet darüber hinwegkommen und weitermachen. Nicht dem Zufallsglück und geplantem Glück hinterher jagen, sondern viel mehr das langfristige Glück, Lebensfreude, Zufriedenheit und Erfüllung suchen und in sich bewahren. Gar nicht so leicht. Gerade dann, wenn es einem nicht gut geht.

Wenn Sorgen und Nöte, Krankheiten und Streit, Eifersucht und Wut, als dicke fette graue Wolke über Dir schweben. Wenn Du an nichts anderes mehr denken kannst. Wenn Du wie gelähmt bist, weil Du Dich schlecht fühlst. Gerade dann ist es wichtig, dass Du viele positive Gefühle in Dir trägst. Dass Du ein Leben im Einklang mit Deinen guten und schlechten Gefühlen führst. Dass Du nicht nur auf Vergnügen und schnellem Glück aus bist. Dass Du Deine Ziele und Träume verwirklichst. Dass Du Dein Leben einfach magst und sinnvoll gestaltest. Dass Du Dinge aktiv änderst, mit denen Du unzufrieden bist und Entscheidungen triffst. Dass Du herausfindest, was Du wirklich willst. Es geht um die individuelle Einstellung und der Selbstbejahung in jeder Situation. Ganz gleich ob sie eine glückliche oder eine unglückliche Situation ist.

Leichter gesagt, bzw. geschrieben, als getan. Ich mag mein Leben und ich finde, dass ich es bisher sinnvoll und gut gestaltet habe. Ich habe Dinge geändert, die mir nicht gut taten. Ich habe Ereignisse geplant, die mir definitiv gut taten und tun werden. Ich habe Entscheidungen getroffen, mit denen ich lange gerungen habe. Es fällt nicht immer leicht zu entscheiden, wann man ja! und wann man nein! sagen sollte. Aber es sollte Dein Bestreben sein!

Was bedeutet für Dich Glück? Hast Du schon einmal darüber nachgedacht? Glaubst Du, dass jeder seines Glückes Schmied ist? Oder meinst Du, dass das Glück nur von Zufällen abhängig ist? Was brauchst Du für ein glücklich erfülltes Leben? Wenn Du magst, dann schreibe Deine Gedanken auf und teil sie mit uns.

Liebe Grüße, Bine