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Hackbraten fix zubereitet mit gedünsteten Möhren & Kartoffeln. Eine Kindheitserinnerung.

(Werbung) Ich bin mit Hausmannskost groß geworden. Ziemlich groß sogar. ;-) Schweinebraten mit Kartoffeln, Blumenkohl, Soße und Brösel. Brösel habe ich als Kind immer geliebt. Kennt Ihr Brösel? Ich selber habe noch nie Brösel zum Essen gemacht. Manche Dinge macht man den Eltern nach, manche einfach nicht. Die gibt es nur bei Mama und Papa und nur dort schmecken sie am besten. Hackbraten, Eier in Senfsoße, Schnitzel mit Kartoffelpüree und Salat. Sauerbraten. Nierchen. Bäh! Oder noch schlimmer: Leber mit KaPü und Zwiebeln. SuperBÄH! Meine Mama war damals berufstätig. In den 80ern eher eine Seltenheit. Meine Eltern waren selbstständig und Mama für die komplette Buchführung der Firma zuständig. Zweimal die Woche war sie im Büro, an den anderen Tagen oder sagen wir besser Nächten, sass sie im Esszimmer mit der schweren Rechenmaschine am Tisch. Ich höre heute noch das Rattern und sehe diese endlos lange weiße Kassenrolle zu Boden gleiten.Hackbraten mit Moehren und Kartoffeln | was eigenes blog

OGS, Hort und andere nachmittägliche Aufbewahrungsmöglichkeiten der Kinder waren damals noch nicht so verbreitet, wie heute. Meine Schwester und ich waren jeden Mittag zum Essen zu Hause. Dann gab es Hausmannskost. Irgendwann zogen Kochbücher bei uns ein, bei denen es sich um Aufläufe drehte oder einfache Gerichte, die man in der Mikrowelle kochen konnte. Hallo 80er, wir kochen jetzt in der Mikrowelle! Und Tütensuppe. Meine Mama probierte aus. Es war schliesslich in mal was anderes zu kochen, als immer nur klassische Gerichte. Nudelauflauf mit Schinken zum Beispiel. Oder auch mal eine Dose Ravioli. Sowas gab’s hin und wieder unter der Woche. Wenn es schnell gehen musste, wenn Mama aus dem Büro nach Hause düste und die Kinder mit leerem Magen am Küchentisch sassen.

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Als ich Mitte der 90er in meine erste eigene kleine Wohnung nach Köln zog, hatte ich einen zwei-Plattenherd und eine Mikrowelle. Meistens habe ich in meinem Ausbildungsbetrieb gegessen, aber an den freien Tagen musste ich mich selbst verpflegen. Als ich noch zu Hause wohnte, hatte ich kein großes Interesse am Kochen. Das haben Mama oder Oma erledigt. Ich hab mich nur um den Verzehr gekümmert. Nun musste ich selber ran. Immer nur Pommes rot-weiss oder Falafel auf der Zülpicher Strasse holen, das war auf die Dauer zu teuer. Ich probierte einiges aus, traute mir aber nie zu, selber Soßen oder sowas zu machen. Dafür kaufte ich mir Helfer in Form von Tütenpulver, kreierte so meine erste Spaghetti Bolognese oder versuchte mich an eigenen Salatdressings. Mit den Jahren lernte ich dazu. Lernte Soßen zu binden, Rouladen zu braten, Gulasch und Suppen zu kochen.

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Heute koche ich für meine Familie abwechslungsreich. Mal gesund, fettarm und etwas aufwendiger in der Zubereitung, mal schnell, ohne Schnickschnack, mit Dosen & Co.. Mal mit Produkten vom Bauernhof, mal mit Lebensmittel vom Supermarkt. Gekocht und gegessen wird, was schmeckt und in meinen Tagesplan passt. Gekauft wird am liebsten, was aus der Region kommt. Eier vom Bauernhof um die Ecke, Obst und Gemüse von der „Wir aus der Region“-Theke. Mit und für Kinder zu kochen empfinde ich manchmal als echte Herausforderung. Andererseits kann ich mich noch sehr gut erinnern, dass ich als Kind auch Rotkohl und Sauerbraten verschmäht habe. Heute freue ich mich, wenn es Sauerbraten bei Mutti gibt!

Ich habe das Gefühl, dass Essen hier zu Lande immer mehr zur Religion wird, dass man Chiasamen unbedingt probiert haben sollte, dass man Obst und Gemüse nur aus biologischem Anbau kaufen darf, dass man Detoxkuren seinem Körper gönnen sollte, dass man beim Wocheneinkauf immer „Nachhaltigkeit“ berücksichtigen sollte, ja innerlich permanent runterbeten sollte. In meinem Freundinnenkreis ist das nicht so.  Da kommen auch schon mal Nudeln mit Ketchup oder Blubb-Spinat auf den Tisch. Oder eine Tiefkühlpizza auf den Schoss (vor der Glotze). Ich bin der Meinung, dass jeder selbst für sich, bzw. für die eigene Familie Verantwortung übernehmen muss. Ich lasse mich gerne von neuen Erkenntnissen und Produkten inspirieren, bin neugierig auf Geschmäcker und Trends, aber ich rede niemanden ins Essen.

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Knorr Fix und ich werden dieses Jahr 40. Ganz schön alt! Vor 40 Jahren wurden die ersten Fixe auf den Markt gebracht, die vielen Hausfrauen und Müttern die Zubereitung von Speisen erleichtern sollten. Dabei gibt es die Marke schon viel länger. Herr Carl Heinrich Knorr gründete schon 1838 sein „Specerei-Waarengeschäft“ in Heilbronn und experimentierte mit gewürzten Mehlen- unter anderem aus Grünkern, Erbsen, Bohnen und Linsen. Die Vorläufer der heutigen Fertigsuppen bot er verpackt und gebrauchsfertig seiner Kundschaft an. Die erste Fertigsuppe mit dem schönen Namen „Patent-Sparsuppe Victoria“ kam 1882 auf den Markt. ;-)

Den Hackbraten habe ich nicht nach Omas Rezept gebraten, sondern mit Knorr Fix zubereitet. Allerdings musste bei mir noch das obligatorische hart gekochte Ei rein, sonst ist es kein richtiger Hackbraten. Dazu gab es gedünstete Möhren und Kartoffeln. Und ja, er schmeckte uns, der Braten. Jedoch habe ich, während der Zubereitung, immer mal wieder gedacht: Sollste nicht doch noch ein paar Zwiebelchen rein kneten? Und Semmelbrösel? 

Wie ist es bei Euch? Habt Ihr auch Kindheitserinnerungen an Tütensuppen oder anderen Convenience Produkten? Lasst Ihr Euch heute manchmal von diesen Produkten beim Zubereiten und Kochen helfen? Oder kommt Euch sowas nicht in die Küche?

Liebe Grüße, Bine

PS.: Noch bis heute Nacht 24 Uhr könnt Ihr an der lovely sponsor Verlosung teilnehmen.

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Suppenliebe.

Stell mir zur Mittagszeit ein Süppchen oder einen Eintopf auf den Tisch, dazu ein Brötchen, welches vom Frühstück übrig geblieben ist oder eine warme Scheibe Toast und ich bin rundum zufrieden. Hier herrscht ganz große Suppenliebe, sobald sich die ersten Blätter braun färben. In den letzten Wochen habe ich alte, geliebte Rezepte hervorgekramt oder neue ausprobiert. Egal, was rein kommt oder drin ist, Hauptsache Suppe.

Ganz besonders mag ich ja Linsensuppe. Und zwar mit möglichst vielen Mettwürstchen. Deftig und kräftig muss sie schmecken. Hier habe ich Euch schon einmal von meiner Linsensuppenliebe berichtet. Das Rezept gibt es bei Maja.
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Kürbissuppe ist im Herbst definitiv meine zweit liebste Suppe. Rezepte für Kürbissuppe habe ich so einige, aber ich koche sie am liebsten frei nach Schnauze. Hokkaido Kürbis, Suppengrün, ein Schwapp Sahne oder Schmand, ein bis zwei Kartoffeln, kochen, pürieren, fertig. Das I-Tüpfelchen in Form von Essig und Schmand runden meine Kürbissuppe, die immer ein wenig anders schmeckt, ab. Koskosmilch und andere Zutaten habe ich auch schon probiert, haben mich aber nicht vom Hocker gerissen.

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Linsensuppe nicht aus der Dose! Nee, die ist selbst gemacht!

Wenn ich eine Linsensuppe koche, dann sieht das folgendermaßen aus: Dose aufmachen, Suppe in den Topf schütten, ein bis zwei Kartoffeln schälen, würfeln und in den Topf werfen, eine Möhre schälen, schnippeln, in den Topf werfen, Mettwürstchen mit der Küchenschere klein schneiden, kurz in der Mikro „kochen“ und ab in den Topf. Alles aufkochen, umrühren, essen, fertig.

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Seit ich das Linsensuppen-Posting von Maja gelesen habe, denke ich an diese eine Linsensuppe. Den ganzen Sommer über habe ich an sie gedacht und mir vorgenommen: sobald die ersten Blätter gelb werden koche ich eine Linsensuppe. Aber so richtig. Mit allem drum und dran. Speck anbraten, Tellerlinsen aufkochen, Gemüse schnippeln und so weiter und so fort.

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