In den Osterferien war wir für drei Tage in Edinburgh und haben diese Stadt weitestgehend zu Fuß erkundet. Zwischen Royal Mile, Edinburgh Castle und bunten Straßen wie der Victoria Street haben wir viele bekannte Sehenswürdigkeiten gesehen… aber auch ruhigere Ecken wie Dean Village oder Stockbridge entdeckt. In meinem heutigen Beitrag nehme ich Euch mit auf unseren Kurztrip und teile unsere persönlichen Edinburgh Tipps.

Edinburgh Tipps: Sehenswürdigkeiten, Highlights & schöne Viertel wie Dean Village
Das erwartet Euch heute hier:
Edinburgh Sehenswürdigkeiten – unsere Highlights, die Klassiker:
- Edinburgh Castle
- Die Royal Mile
- Und die berühmte Victoria Street
Besondere Orte in Edinburgh: Dean Village & Stockbridge
- Dean Village
- Stockbridge
Die schönsten Aussichtspunkte in Edinburgh:
- Dachterrasse National Museum of Scotland
- Victoria ViewPoint
- Vennel View Point
Essen & Restaurants in Edinburgh – unsere Tipps
- Paesano
- Dishoom
- Deacon Brodies Tavern
- The Albanach
- Fat Hippo
Kurz nach unserer Reise habe ich schonmal ein kleines Reel bei Instagram geteilt -> KLICK

Edinburgh Tipps – rund um die Old und New Town
Eines der Highlights dieser Stadt ist das berühmte Edinburgh Castle, welches wir während unseres Aufenthaltes immer wieder von allen Seiten und dann auch von innen gesehen haben. Unsere Wohnung lag in der sog. New Town, die – fun fact – älter ist, als die Old Town. Die Neue Stadt liegt unten, die Alte Stadt liegt oben auf dem Hügel. Beide Stadtteile sind absolut sehenswert.


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Die berühmteste Straße in Edinburgh ist wohl die Royal Mile, die Straße, die vom Schloss runter führt bis zum Palace of Holyroodhouse, die Königsresidenz. Diese haben wir nur einmal aus dem Bus heraus gesehen. Je nachdem, wo Ihr auf der Royal Mile steht, hat die Straße verschiedene Namen. Mal heißt sie High Street, mal Lawnmarket, aber jeder kennt sie unter dem Namen Royal Mile.
Auf der Royal Mile pulsiert das Leben. Viele Souvenirshops und Pubs, Geschäfte, in denen man Whiskey oder Kleidung kaufen kann. Unser erster Stopp war der Pub The Albanach, der sehr urig und gemütlich ist. Ich habe in den drei Tagen eine Cider-Kur gemacht und in jedem Pub eine andere Sorte probiert. Mal aus der Flasche, mal vom Fass. Und dazwischen gab es auch mal ein Wasser oder eine Cola. ;-)




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Über Get you Guide hatte ich verschiedene Touren für uns gebucht. Unter anderem die Historische Old Town Tour, die uns rund um die Royal Mile in alle Ecken und Winkel führte. Absolut empfehlenswert, wenn man etwas über die Geschichte der Stadt erfahren möchte und sich obendrein einen Überblick über all die viele Straßen, die links und rechts, kreuz und quer der Royal Mile verlaufen, machen möchte. Ausserdem haben wir die Katakomben der South Bridge besichtigt und das Edinburgh Castle.
Noch so ein berühmter Pub: Deacon Brodie’s Tavern. Dieser Herr Brodie war einst Schreiner und hat in vielen Häusern der Stadt Türen eingesetzt und weil er schon dabei war, hat er auch gleich die Schlüssel für sich nachgemacht, um später seine Kunden galant auszurauben.


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The Writers‘ Museum Edinburgh

Die Führung führte uns auch zum Writer’s Museum (im Lady Stair’s House), was wir uns aber erst am nächsten Tag von innen anschauten. Es präsentiert das Leben von drei schottischen Schriftstellern (Burns, Scott und Stevenson). Letzterer hat z. B. „Die Schatzinsel“ geschrieben. Der Zutritt ist kostenfrei, deswegen: Auf jeden Fall einmal rein und kreative Schreib-Luft schnuppern. :-)
Auf dem rechten Bild seht ihr die perfekte Einbrecher-Abwehr: Einfach eine Treppenstufe höher als alle anderen einsetzen. Die Bewohner kennen diese Stufe, Einbrecher stolpern und können so gefasst werden.




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Wusstet Ihr, dass das Landeswappen von Schottland ein Einhorn ist? Kein Witz!


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Die berühmte Victoria Street in Edinburgh
Neben der Royal Mile ist den meisten sicherlich die Victoria Street ein Begriff. Mit ihren bunten Häuserfassaden, den vielen kleineren Geschäften und dem Kopfsteinpflaster lockt sie viele Besucher an. Ein weiterer Grund für ihre Berühmtheit ist: Sie soll ein Hauptvorbild für die Winkelgasse aus Harry Potter sein. Dass Mrs. Rowling einen Großteil der Harry Potter Bücher in Edinburgh geschrieben hat, wisst Ihr schon, ne? Dieses Thema begegnet einem überall, insbesondere während der Stadtführungen wurde es immer mal wieder angesprochen.




Wenn Ihr bei Google Maps “Victoria Viewing Point” eingebt, dann wird Euch eine Art Balkon angezeigt. Dort kommt Ihr z.B. über eine Treppe hin und dort oben habt Ihr einen tolle Ausblick runter auf die berühmte bunte Straße.


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Danach kamen wir am Elephant House vorbei. Hier soll Mrs. Rowling die meiste Zeit gesessen haben und ihren ersten Roman geschrieben haben. Das Restaurant war zwischenzeitlich einmal abgebrannt und ist nun wieder aufgebaut, ich bin nicht rein gegangen; war mir nicht so wichtig.


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Selbstverständlich haben wir auch Bobby besucht. Der Legende nach war Bobby ein Skye Terrierer, der nach dem Tode seines Besitzers John Gray, im Jahr 1858 etwa 14 Jahre lang an dessen Grab auf dem Greyfriars Kirkyard (Friedhof) gesessen haben soll. Es gibt aber auch die Geschichte, dass Bobby sich so lange auf dem Friedhof aufgehalten haben soll, weil doch so viele Knochen rum lagen. ;-)
Jedenfalls wurde dem kleinen Terrier ein Statue gewidmet und die steht vor dem Pub Greyfriars Bobby. Daneben gibt es passend dazu diverse Bobby-Geschäfte und hinter dem Pub liegt der berühmte Greyfriars Friedhof.


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Auf diesem Friedhof liegt u.a. ein Mann begraben, der einst Tom Riddle hieß. Diesen Namen hat sich Mrs. Rowling wiederum für ihre Romane stibitzt. Das Grab haben wir aber nicht gesucht… wir sind nur ein kurzes Stück über den Friedhof gelaufen und dann weiter zum National Museum of Scotland.


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Die Dachterrasse auf dem National Museum of Scotland
Stattdessen sind wir ins National Museum of Scotland. Das liegt quasi direkt gegenüber des gegenüber des Greyfriars Bobby Pub. Das Museum ist ebenfalls kostenfrei, man kann einfach so hineingehen und mit dem Aufzug auf die Dachterrasse fahren.
Von dort habt Ihr einen fantastischen Ausblick auf die Stadt.


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Dean Village
An einem Nachmittag sind wir raus aus dem Historischen Altstadttrubel – rein ins Dean Village. Das ist ein malerisches Viertel entlang des Flusses Water of Leith.
Gebt hier als Ziel am besten die Dean’s Brae Bridge ein. Von der Princess Street/ Ecke The Mount lauft Ihr ca. 15 – 20 Minuten zur Brücke und seid dann in einer anderen Welt. Ihr könnt am Fluss entlang laufen (Water of Leith Walkway) bis zu einem kleinen Wasserfall (Water of Leith Weir). Erwartet nicht zu viel! An einer Ecke stand ein Kaffee- und Getränkewagen, Dean Village ist lediglich eine hübsche, historische Wohngegend mit Fluss und ein paar Brücken. Kein Shopping, keine Café-Dichte. Einfach nur hübsch.




Waterstones Edinburgh – West End
A propos Schöner Ausblick. Solltet Ihr auf der Princess Street unterwegs sein, dann geht unbedingt in die Buchhandlung Waterstones Edinburgh hinein und dort in die zweite Etage. Im Café holt Ihr Euch einen Cappuccino, wartet, bis Ihr einen Platz am Fenster ergattert und genießt dann die Aussicht auf das Castle.
Ansonsten ist dieser Bookshop eine gut sortierte Buchhandlung.


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Edinburgh Castle
Und da gehen wir jetzt hin, ins Edinburgh Castle: Schon einige Tage zuvor hatte ich diese Castle Führung gebucht, denn es heißt, dass man selten vor Ort noch Tickets bekommt. Kommt wahrscheinlich auch auf den Reise-Zeitpunkt an.
Das Castle ist eine große Sehenswürdigkeit in Schottland, die Festung spielt eine zentrale Rolle in der Geschichte des Landes.




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Alles weitere erfhrt Ihr bei einer persönlichen Führung oder durch Wikipedia oder auch durch Outlander. :-) Diese Serie schaue ich ja nach wie vor und wurde bei unserer Tour durch Edinburgh immer mal wieder dran erinnert. So sehr mich Geschichte interessiert, ich bin wahnsinnig schlecht darin, mir Jahreszahlen und Namen der diveresen Könige und Könniginnen I bis V zu merken. ;-)




Jedenfalls hat man auch von dort oben einen tollen Ausblick. Während wir im Hof der Burg standen und unserer bezaubernden Stadtführerin zuhörten, regnete es Bindfäden und es war mächtig windig und usselig… aber dann riss der Himmel auf uns wir hatten einen tollen Blick auf die New Town.



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Hafenviertel Leith
Und noch einmal verlassen wir die Innenstadt und fahren raus nach Leith.
Bis zur königlichen Yacht, der Britannia haben wir es allerdings nicht geschafft. Ich habe gehört, dass sie auch nicht frei zugänglich sein soll. Wir machten halt in einem Pub, tranken (natürlich Cider) und fuhren dann wieder zurück in die Stadt.

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Stockbridge



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So und vom Hafen geht’s nun erstmal zurück in die City und von da laufen wir mal ins Stockbridge Viertel. Unser erstes Ziel war die Patisserie Florentine. Dort gab es Kaffee und natürlich einen Florentiner (für einen ordentlichen Preis).


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Direkt hinter der Patissiere geht es in die Circus Lane, die auch als “Instagram Straße” bekannt ist. Wollte ich mir natürlich ansehen und muss sagen: Hübsche kleine Straße, die so auch in den Niederlanden oder in Norddeutschland zu finden ist. ;-) Nice aber nicht wow.



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Parallel zur Circus Lane befindet sich die St. Stephans Street. Dort waren wir kurz bei Golden Hare Books. Ist das nicht eine hübsche Ladenfront?


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The Gently Mad Bookshop & Bookbinder



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Und von da liefen wir nochmal 20 weitere Minuten, um uns bei The Gently Mad Bookshop & Bookbinder umzusehen. Dieser Buchladen, vom Keller bis unters Dach vollgestopft, ist absolut sehenswert. Dementsprechend voll war es da drin, was man gar nicht meint, wenn man meine Fotos sieht, ne? Aber glaubt mir, mit uns waren mindestens noch sechs weitere Menschen dort.
Ihr bekommt hier keine neuen Bücher, nur gebrauchte und antiquarische Exemplare.



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Bevor ich Euch zu einem weiteren Aussichtspunkt mitnehme, möchte ich Euch noch kurz erzählen, wo wir gegessen haben. Alle drei Abende waren nämlich kulinarische Erfolge. Am ersten Abend gab es Pizza bei Paesano. Ein cooles Restaurant in einer alten Halle. Sieht von aussen, von der George Street überhaupt nicht so aus. Die Pizzen sind eher special, uns hat es geschmeckt. -> Paesano Pizza – 77A George St, Edinburgh EH2 3EE
Am zweiten Abend haben wir Burger bei Fat Hippo gegessen. Lecker, aber die Location ist eher ungemütlich.
Den dritten (frühen) Abend haben wir im Dishoom verbracht. Dort waren wir schon im letzten Jahr in London. Da hatte es uns unglaublich gut gefallen und als ich gesehen habe, dass es auch eine Filiale in Edinburgh gibt, musste ich sofort einen Tisch reservieren. Diese Restaurants sind eine Hommage an die alten Cafés in Bombay, eine tolle Einrichtung und Atmosphäre, leckeres Essen und das Besondere: Für jedes Gericht, dass in einem Dishoom Restaurant bestellt wird, wird eines gespendet.


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The Vennel View Point
Zu guter letzt möchte ich Euch noch mit zu einem weiteren View Point nehmen, von dem man einen schönen Blick auf das Castle hat. Ich finde nicht, dass dieser Aussichtspunkt auf die To-See-Liste muss, aber solltet Ihr sowieso am Grassmarket sein und noch ein paar Minuten Zeit haben, dann nehmt die 70 Stufen der alten Sandsteintreppe und schaut Euch von dort das Castle an. Der Aussichtspunkt heißt: The Vennel View Point.


Und damit endet mein Edinburgh Beitrag. Ich glaube, ich habe noch nie so einen langen Bericht über eine Stadt verfasst, ich wollte ihn aber nun auch nicht stückeln.
Jedenfalls: Danke fürs Gucken und Lesen und solltet Ihr doch noch eine Frage haben, dann schreibt mir einfach eine Mail oder hinterlasst doch einen Kommentar.
Liebe Grüße
Bine

6 Kommentare
Liebe Bine, ich war auch schon dort. So eine tolle historische Stadt. Du hast die Stadt sehr gut erzählt. Bekomme auf jedenfall Lust sie ein zweites Mal mit deinen Augen anzusehen. Obwohl ich einiges auch besichtigt habe. Nur beim Englisch sprechen und verstehen hapert es etwas. 😊🙈. Vielen Dank für den tollen ausführlichen Artikel. 🫶🏻
Ich freue mich sehr, dass ich Dir mit meinem Bericht Lust nochmal Lust auf Edinburgh gemacht habe.
Diese Stadt ist auf jeden Fall auch noch ein zweites Mal sehenswert! :-)
Und ja klar – man spricht dort englisch, jedoch werden Führungen in allen Sprachen angeboten.
Und Cider versteht jeder. ;-))
Liebe Grüße Bine
Hallo Bine! Danke für den tollen Bericht. Konnte ich gleich in Erinnerungen schwelgen. Erst letzten Sommer waren wir dort und es war wunderbar. Auf meinem Blog gibt es einen Beitrag über unsere Schottlandreise. Vielleicht hast du ja mal Lust vorbei zu schauen? Liebe Grüße Birgit
Das mache ich sehr gerne, liebe Birgit, denn ich kenne von Schottland nun nur Edinburgh. :-)
Dankeschön für Deinen Kommentar!
Liebe Grüße Bine
Wunderschön! Ich bekomme Lust die Stadt nach 30 (! ja wirklich!) Jahren mal wieder zu besuchen. Damals war sie nur ein Stop auf meiner Schottlandtour und das mit geringem Studentenbudget, ich habe kaum was gesehen und is mit zwar schön aber nicht so toll wie auf deinen Bildern in Erinnerung. Sie kommt also auch auf meine Bucket List und meine Tochter nehme ich auch gleich mit, das wird ihr sehr gefallen. Danke fürs Mitnehmen!
Ach wie schön, liebe Silke! Freue mich, dass ich Dir diese Stadt mit meinem Beitrag (nochmal) schmackhaft machen konnte!
Ich bin mir sicher, sie wird Euch gefallen!
Liebe Grüße Bine