Ich habe mal wieder einen tollen (Hör-)Buchtipp für Euch: Die Namen von Florence Knapp. Ich habe das Buch so oft in der Buchhandlung gesehen, dass ich irgendwann nicht mehr nur vorbei gehen konnte. Ich las die ersten Zeiten, war gleich drin und musste es haben. Ich habe das Buch teilweise gehört und gelesen. Und worum es in “Die Namen” geht, erzähle ich Euch jetzt:

Ein Mensch, drei Namen, drei Lebenswege.
Diese Geschichte hat mich gepackt und total fasziniert. Es ist 1987 und Cora und ihre kleine Tochter Maia sind auf dem Weg zum Amt. Cora soll da den Namen ihres neugeborenen Sohnes eintragen lassen. Gordon soll er heißen, so, wie sein Vater, das ist klar wie Kloßbrühe. Zumindest für Gordon, denn schließlich heißen alle Söhne in der Familie Gordon.
Maia würde sich wünschen, dass ihr kleiner Bruder Bear heißen würde und Cora wünscht sich eigentlich den Namen Julian für ihn. Sie möchte nämlich auf keinen Fall, dass der kleine Mann so werden wird, wie sein herrischer und gewalttätiger Vater.
Und dann kommen Cora und Maia nach Hause und beichten Gordon, dass sie den Namen Bear haben eintragen lassen. Und im nächsten Kapitel kommen sie nach Hause und wagen es zu sagen, dass der Junge nun Julian heißt. Und im nächsten Kapitel hat sich Cora nicht widersetzt und den Namen Gordon eintragen lassen.
Die Namen von Florence Knapp
Und so werden von Kapitel zu Kapitel drei Leben erzählt. Drei Leben und drei Familiengeschichten in Zeitsprüngen von je sieben Jahren. Wir lesen, was aus den drei Jungen und später Männern wird und was auf die Eintragung des Namens folgt: Entsetzen und Wut, Gewalt, Unterdrückung, Leben und Tod, Intrigen und Liebe,…
Mir hat die Art der Erzählung wahnsinnig gut gefallen und ich konnte diesen drei Leben mühelos folgen und war bis zum Schluss gespannt, was aus den jeweiligen Männern und ihren Angehörigen wird.
Natürlich wäre es Quatsch zu sagen. dass ein bestimmter Name ein ganzes Leben ausmacht – jedoch habe ich gestaunt, welche Auswirkungen und damit auch welche Identitäten, Prägungen und Erwartungen auf die Namensgebung folgen. Das Thema Gewalt in der Familie hat mich immer wieder geschockt und mitgenommen. Besonders die Erkenntnis: Egal, wie die Geschichte sich entwickelt, Cora ist durchweg die Leidtragende.

Welches der drei Leben das “Beste” oder das “Gelungenste” ist, kann ich nicht sagen. Alle drei haben ihre Wendpunkte und guten und schlechten Seiten.
Habt Ihr das Buch schon gelesen? Und wenn ja, wie hat es Euch gefallen? Ich habe es übrigenes gelesen und gehört und fand beide Varianten sehr gut.
Liebe Grüße
Bine
Buchtitel: Die Namen
Autorin: Florence Knapp
Übersetzerin: Lisa Kögeböhn
Seiten: 352
Herausgeben: Eichborn
Erschienen: 2. März 2026
Höprbuch: Die Namen
Autorin: Florence Knapp
Übersetzerin: Lisa Kögeböhn
Dauer: 9 Stunden & 48 Minuten
Sprecher: Julia Nachtmann
Herausgeben: Lübbe Audio
Erschienen: März 2026
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