Manchmal rattert das Gedankenkarussell, dann muss ich aufschreiben, was mir im Kopf herumschwirrt. Unter „Gedachtes“ sammel ich alle Gedankenschnipsel-Artikel. Es geht ums Leben, um den Alltag, um Wünsche und meine Meinung. Ich freue mich auf den Austausch mit Euch!

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Ich mach den Laden dicht und gründe eine Hippie Kommune in der Eifel.

Es fing alles als ein Hobby an; vor ca. 10 Jahren. Da gab es noch keine Impressumspflicht (zumindest wusste ich zu der Zeit noch nix davon), es gab kein Facebook-Plugin, keine echten Profilfotos. Irgendwann entickelte sich daraus ein Business. Ein leidenschaftliches Business, immer noch mit dem Hobby-Gedanken, aber auch mit Einnahmen.

Es hat sich extrem viel geändert in den letzten Jahren und gerade in den letzten Monaten erwische ich mich immer mal wieder bei dem Gedanken „Ich mach den Laden dicht, ich bin zu alt für den Scheiß, mir geht das alles auf den Keks!“.

Nicht das Bloggen, nicht das Schreiben, das Fotografieren und anschließende Bearbeiten der Bilder stresst mich- nein, im Gegenteil, das sind alles immer noch meine Leidenschaften. Mich nervt das drumherum. Die Gesetzesgebung oder gerade die nicht vorhandene Gesetzesgebung. Dieses Halbwissen, welches da im Netz kursiert und diese klugen Anwaltstexte, die ich teilweise nicht verstehe.

Gedankenschnipsel zum Thema Werbung auf Blogs und DSGVO | waseigenes.com

Dass Beiträge, für die Geld geflossen ist, mit „Werbung“ gekennzeichnet werden muss, dass sollte mittlerweile jede Bloggerin wissen. Trotzdem tun es nicht alle. Da fällt das Wort Werbung entweder einfach unter den Tisch oder verschwindet bei Instagram in der s.g. Hashtagwolke. Oft wird da nur ein futziminikleines #ad eingefügt. Kein Mensch, der nix mit Bloggen zu tun hat, weiß, was das bedeutet. #ad steht für Advertising, also Anzeige, also Werbung.

Lassen wir mal diejeningen, die gar nicht kennzeichnen bei Seite (auch, wenn sie mich aufregen, aber aufregen bringt ja nix, nur Herzrasen und das ist bekanntlich ungesund).
Nun ist es aktuell so, dass das Thema Kennzeichnung von Blog- oder Instagrambeiträgen in den letzten Monaten verrückte Ausmaße angenommen hat. Da werden nämlich nicht nur Beiträge mit „Werbung“ gekennzeichnet, für die Geld geflossen ist, sondern auch Bilder, in denen Marken gezeigt oder genannt (Story) werden. Weil, dann ist man ja auf der sicheren Seite; dann kann einem keiner was.

Da werden dann irgendwelche gekauften Sachen gezeigt und dazu geschrieben „Werbung, weil Markennennung“. Besser ist das. Dass das alles selbst gekauft und bezahlt wurde, dass man mit den jeweiligen Firmen nix am Hut hat, dass man weder einen Auftrag hatte, dieses oder jenes zu zeigen, noch die Firma zu nennen – das alles ist jetzt egal. Man schreibt lieber „Werbung, weil Markennennung“ dazu. Nicht, dass mir nachher ein Anwalt noch mit einer Abmahnung daher kommt. Ich gebe zu: ich habe das auch schonmal gemacht.

Tagge ich Firmen, kennzeichne den Beitrag aber nicht als Werbung, weil ich nur empfehle oder einen redaktionellen Service, ohne Kaufempfehlung, biete, kann es mir aber trotzdem passieren, dass ich abgemahnt werde. Wieso das? Hä? Ja, das ist einer Bloggerin passiert. Vreni Frost hat in ihren Instabilder Firmen getaggt und schwupp erhielt sie eine Abmahnung, weil der VSW meint, dass sie Schleichwerbung machen würde. Hier geht’s zum Beitrag.

Mir wird schlecht. Was soll ich nun tun? Kennzeichnen, nicht kennzeichnen?

Der Grundgedanke der sozialen Netzwerke ist es doch, zu teilen. Wenn ich heute in einem netten Restaurant in Köln frühstücke, dann tagge ich das Restaurant, damit ich unter meinem Bild nicht zig Kommentare mit der Frage „Wo ist das?“ erhalte. Klar, ich mache indirekt Werbung für das Restaurant- aber es ist eine persönliche Empfehlung. Sonst nix.

Sobald ich eine (echte) Kooperation eingehe und im Auftrag einer Firma arbeite, schreibe ich immer (!) deutlich Werbung dazu. Überall.

Also, was ist jetzt zu tun? Vielleicht lösche ich einfach alles und gründe eine Hippie Kommune in der Eifel?

Gedankenschnipsel zum Thema Werbung auf Blogs und DSGVO | waseigenes.com

Damit ist nämlich nicht genug. Ende Mai tritt die DSGVO in Kraft. Übersetzt: Datenschutzgrundverordnung.
Ich habe dazu in den letzten Wochen verdammt viel gelesen. Schlauer bin ich nur ein bisschen. Ich muss z.B. meine Datenschutzerklärung überarbeiten, aber selbst pfiffige Anwaltskanzleien haben noch keine Aktualisierungen im Bezug auf die DSGVO auf ihren Seiten, weil „die rechtlichen Grundlagen hierzu sehr umfassend sind.“

Ich muss belegen, welche Daten hier erfasst werden. Ganz ehrlich: ich erfasse gar keine Daten, weil sie mich nicht interessieren, aber mein Blog und der Server, wo mein Blog liegt, die erfassen natürlich Daten, sobald Ihr hier vorbei surft oder einen Kommentar hinterlasst. Auch, wenn mich persönlich weder IP-Adressen noch Eure Email Adressen die Bohne interessieren, mein Blog speichert diese Infos.

Auf einem Blog kann man kommentieren. Oha, große große Daten-hin-und-her-Schieberei. Hier benötige ich anscheinend ein Plugin, welches vor dem Absenden eines Kommentares eine Checkbox öffnet, über die ihr die (noch nicht aktualisierte) Datenschutzerklärung bestätigen müßt. Ich mach mich dann mal auf die Suche und hoffe, dass sich dieses Werkzeug mit meinem Theme verträgt. Das andere Werkzeug, welches Euch ermöglicht Folgekommentare zu erhalten, werde ich wahrscheinlich löschen.

Dieses olle Facebook Plugin, was man früher auf vielen vielen Blogs gesehen hat, dass quasi Werbung für die Fanpage des Blogs macht und gleichzeitig zeigt, wer von Deinen Freunden auch diese Seite mag, das habe ich schon  lange von meinem Blog gelöscht. Aber unter jedem Post seht Ihr diese kleinen Bildchen für Facebook, Pinterest, Twitter,…
Darum muss ich mich schleunigst kümmern, denn würdet Ihr z.B. auf den Facebook Button klicken (um meinen Beitrag zu teilen), dann gibt das Plugin eine direkte Meldung an das Netzwerk ab- guck mal, Lieschen Müller hat gerade vom was eigenes Blog zu Dir geklickt. Und schon werden wieder Daten ausgetauscht. Ich würde diese kleinen Bildchen gerne löschen, habe aber in meinen Einstellungen noch nicht gefunden, wie und wo das geht.

Vor einer Ewigkeit gab es hier mal die Möglichkeit, sich für einen Newsletter anzumelden. Eure Emailadressen, die ihr mir „gegeben“ habt, habe ich gesammelt, um darüber einige wenige Newsletter in den letzten Jahren zu versenden. Da ich das nur sehr selten tue und der Versende-Dienst in den USA seinen Server hat, was wiederum mit dem deutschen Datenschutz nicht im Einklang ist, habe ich entschieden: ich werde mich bei diesem Mail-Versende-Dienst abmelden und all Eure Email Adressen dort löschen. Ja, ich weiß, es gibt ganz bestimmt Alternativen, die rechtskonform sind… vielleicht kümmere ich mich mal darum. Äh wann? Irgendwann.

Was ich ebenfalls gerade schon geändert habe: solltet Ihr hier kommentieren und solltet Ihr mit Eurem Internet-Profil ein sog. Gravata Bildchen verbunden haben, so wird dieses Profilbild neben dem Kommentar angezeigt. Damit das passiert, wird aber eine Anfrage an den Gravatardienst geschickt, wieder Datenaustausch. Ich habe bereits das Häkchen in den Einstellungen meines Blogs raus genommen. Ab sofort werden hier keine Profilbilder in den Kommentaren mehr angezeigt. Schade, unpersönlich, aber wat willste machen?!

Google Analytics. Örks. Da habe ich mich vor Jahren angemeldet, aber ich schaue da wirklich nie nie nie rein. Ich nutze andere Statistiken. Die sind aber wohl nicht rechtskonform, also löschen. Und dann Analytcs nutzen. Aber vorher diesen Auftragsdatenverarbeitungsvertrag ausdrucken, studieren, verstehen, unterschreiben wegschicken. Ach so, es gibt diesen Vertrag auch in elektronischer Form. Muss ich mich drum kümmern. Äh wann? Irgendwann. Bald!

Ich könnte diesen Sermon noch unendlich fortführen und ich sage gleich- alles, was ich bis hierhin geschrieben habe, ist das, was ich in den letzten Wochen gelesen und gelernt habe. Ob es 100%tig stimmt, ob das alles so DSGVO konform ist, das weiß ich nicht. Bitte verlaßt Euch nicht darauf, erkundigt Euch selber. Sorry!

Sollte mich jetzt aktuell jemand fragen, was ich so tue, womit ich mein Geld verdiene, ich würde antworten: ich bin Redakteurin, Datenschutzbeauftrage, Marketingspezialisten, Buchhalterin, und so weiter und so fort… und eigentlich macht mir das alles Spaß, eigentlich finde ich es super, dass ich für mein kleines was eigenes Unternehmen arbeite, mich informiere, neugierig bleibe, eine Spezialisten bin und und und… aber manchmal nervt es mich und ich habe echt Schiss, dass ich was übersehen habe, dass ich nicht richtig informiert bin, dass mir jemand an den Karren fahren könnte. Die Hippie Kommune in der Eifel, ohne Blog, Facebook, Instagram & Co. klingt für mich immer verlockender.

Und da soll nochmal jemand sagen- ach, Du bist Bloggerin? Texte schreiben, schöne Fotos machen, bisschen Basteln? Ja, genau, das bin und tue ich auch. Eigentlich.

Mein Wort zum (Kar-)Freitag musste ich mir jetzt mal von der Seele schreiben. Warum? Na, weil ich hoffe, dass das jemand liest, der sich mit dem ganzen Scheiß 1A auskennt, mich ans Händchen nimmt und sagt; komm ich regel das alles für Dich.

Nein, Quatsch. Ich schreibe das, weil ich hoffe, dass ich diesen Artikel in ein paar Jahren nochmal aufrufen kann (wenn ich dann nicht schon in der Eifel in meiner Hippie Kommune sitze und alles gelöscht habe) und sagen kann: oha, das waren noch Zeiten. Da haben wir uns mit der DSGVO und der Kennzeichnung von Werbung rumgeschlagen. Früher war einfach alles besser…. denn wer weiß schon, was da noch alles auf uns zukommt?

Wir waren heute übrigens in der Eifel. Hübsch ist es da… ich könnte mir durchaus vorstellen…  Kommt Ihr dann mit? ;-)

Liebe Grüße, Bine

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Kurzer Gruß aus einer ungeplanten Blogpause. Ich bin gerade ein Murmeltier.

Ich würde ja schon gerne, aber ich kann nicht. Ich habe einfach keine Lust und auch irgendwie keine Zeit, wobei ich mir diese ja sonst auch einfach nehme. Aller Anfang ist schwer und nach den kurzen Karnevalsferien fühlt es sich wie ein Anfang an und der ist eben- genau! Schwer. Gestern habe ich meinen aktuellen Gemütszustand mal bei Instagram erwähnt und darauf schrieb mir jemand „ist wie durch Sirup zu waten, alles so zäh.“ Ganz genau so fühlt es sich an.

Ich bin ja sowieso keine nachaktive Eule, aktuell aber auch keine morgenfrische Lerche. Ich bin ein Murmeltier. Ich halte Winterschlaf.

Winterschlaf, Ich bin ein Murmeltier, Tulpen, waseigenes.com

Alles OK bei Dir? Werde ich seit Tagen gefragt, weil hier seit Tagen Ruhe herrscht. Ja, alles OK. Und doch wieder auch nicht. Ich bin müde. Das ist seit ein paar Tagen ein Dauerzustand. Wahrscheinlich habe ich Eisenmangel oder sowas. Aber viel wahrscheinlicher ist es die Unterzuckerung, die mich lustlos werden läßt.

Es ist Fastenzeit. Die habe ich in den letzten Jahren immer gekonnt ignoriert, aber am Tag vor Aschermittwoch erzählte uns das Tochterkind, dass die fasten wollen würde und da ich als erwachsene, willensstarke, disziplinierte, als gutes Beispiel voran gehende Mama (*ironieoff*) ja schlecht sagen kann „Cool, mach mal… ich nicht. Ich futter weiter Süßkram“, habe ich locker flockig geantwortet: „Alles klar. Prima! Ich auch!“.

Keine Süßigkeiten mehr, kein heimliches Naschen aus dem Nutellaglas, kein Zwischendurch mal eben was in den Mund schieben und viel mehr Wasser trinken. Das sind meine Vorsätze für die nächsten Tage bis Ostern und das schafft mich.

Nicht, dass ich hier den ganzen Tag Süßes futtern würde… aber so hier und da und zwischendurch, wenn ich mir mal eine Tasse Kaffee oben in der Küche hole und da noch Nappos liegen oder wenn ich abends den Kindern ein Abendbrot schmiere und mir nebenbei mal eben eine Scheibe Käse reinpfeife… das fällt seit einer guten Woche flach und ich merke, dass ich doch ziemlich häufig zwischendurch mal eben so etwas esse. Unbewusst. Oder ich hab’nen Jieper. Kennt Ihr das? Der Mann lacht sich immer kaputt über dieses Wort. Ein Jieper ist der Drang, der Wunsch, die Gier auf was Leckeres. Jieper werden hier gerade konsequent unterdrückt und ignoriert. Hat auch Vorteile- es ist schon was weg, von dem, was ich mit mir umtrage.

Ein anderer Punkt: es ist kalt. So kalt, dass mich gerade keine 10 Pferde auf die Terrasse kriegen, um dort Fotos zu machen. Ich will das einfach nicht und gleichzeitig nörgel ich rum, dass ich noch die Aquarell-Lesezeichen und die letzten zwei gelesenen Bücher mal fotografieren könnte, dann könnte ich nämlich auch bloggen. Ohne Fotos kein Posting. Ohne Posting kein Blog-Flow. Ohne Flow keine Lust zu tippen.

Jetzt sitze ich doch hier am Laptop und tippe und das klappt erstaunlich gut. Gar nicht so schwer, wie ich erwartet hatte. Ein kurzer Gruß, um mal wieder reinzukommen. Ich habe mal in einem Bericht über Künstler gelesen, dass diese jeden Tag kreativ sind. Egal, ob sie eine zündende Idee haben oder gerade an einem bestimmten Projekt arbeiten oder nicht. Es geht darum am Ball zu bleiben und im Flow zu bleiben. Dann kommt da auch irgendwann was Gutes bei raus oder rum oder wie auch immer.

Ich habe in den vergangenen Wochen in meinem Kopf ganz viel genäht und gemalt. Einen Hoodie zum Beispiel. Der Sweat liegt hier schon gewaschen neben der Nähmaschine… und dann hocke ich vor dem Bildschirm und schaue mir coole selbst genähte Shirts an und kann mich nicht entscheiden. Mit Kapuze oder Stehkragen? Mit uni Bündchen oder bunten Bündchen? Und wo kaufe ich die bunten Bündchen? Keine Ahnung und keine Lust zu googlen. Oh, die Kordel-Ösen-Löcher könnte ich ja mit Snap Pap verstärken. Kein Snap Pap mehr da. Mist. Es ist eine ich-will-näää-ist-mir-zu-aufwendig-Spirale.

Ein kleiner Lichtblick am Horizont: ich habe gestern, beim Nähkränzchen, wenigstens schonmal das Schnittmuster zusammen geklebt. Jetzt muss ich nur noch zuschneiden, Bündchen suchen, finden und bestellen, Hoodie-Kordel suchen, finden und bestellen, … mal sehen, wann ich Euch einen fertig genähten Hoodie hier zeigen kann.

Was macht Ihr, wenn Ihr in so ein Winterschlaf-Loch fallt? Habt Ihr Tipps, wir Ihr da wieder raus kommt? Vitamin-D einwerfen, Zink oder Eisen? Oder wartet Ihr einfach auf die Sonne und wisst, dass dann wieder alles gut wird?

Für heut Nachmittag steht eine erfreuliche Aussicht in meinem Kalender: ich werde nach Düsseldorf fahren und dort für Instax einen Workshop halten. Ich freue mich auf meine Teilnehmerinnen und werde mich von denen fröhlich unterhalten lassen.

Und vielleicht gehe ich morgen raus in die Kälte und knipse die Aquarell-Lesezeichen und die zwei Bücher, die ich gelesen habe. Mal sehen…

Das Murmeltier wünscht Euch einen schönen Dienstag. Liebe Grüße, Bine

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Freundschaft, Mut & Selbstvertrauen – Ein Film, viele Tränen, zwischendurch ein Lächeln – der neue Kinofilm Wunder.

(Werbung) Wenn ich male, dann steht auf meinem Schreibtisch neben meinem Aquarellkasten immer eine Rolle Toilettenpapier. Darauf tupfe ich meine Pinsel ab, wenn ich zu viel Farben aufgenommen habe.

Die Rolle wurde in den letzten Tagen rapide aufgebraucht. Nicht, weil ich viel gemalt habe, nein, ich habe geweint. Vor Rührung, vor Ergriffenheit, vor einem überlaufendem oder schmerzendem Mamaherz, vor Fassungslosigkeit und Mitgefühl.

Freundschaft, Mut & Selbstvertrauen – der neue Kinofilm Wunder.

Freundschaft, Mut & Selbstvertrauen - der neue Kinofilm Wunder | waseigenes.com
Was für eine grausame Kooperation bin ich da nur eingegangen? Grausam-schön; schön-grausam, einfach wundervoll. Ich durfte den neuen Film Wunder, der diese Woche in die deutschen Kinos kommt, schauen und das war eine echte Zumutung, denn ich bin schrecklich nah am Wasser gebaut.

Freundschaft, Mut & Selbstvertrauen - der neue Kinofilm Wunder | waseigenes.com

Foto http://www.studiocanal.de

Es geht im Auggie, einem 10-jährigen Jungen, der wegen eines Gendefektes entstellt auf die Welt kommt. Er hat, wie seine Schwester sagt, in der Lotterie gewonnen, nur eben umgekehrt.

Auggie muss in den ersten Jahren seines Lebens 27 Operationen über sich ergehen lassen. Er ist ein ganz normaler, liebenswerter und sehr cleverer Junge, der einfach anders aussieht als andere. Nachdem seine Mama (gespielt von Julia Roberts- meine Traumfrau, die der ursprüngliche Grund meiner sofortigen Zusage war!) ihn in den ersten Jahren zu Hause unterrichtet hat, soll Auggie nun in die Schule gehen. So, wie andere Kinder auch.

Ihr ahnt es, Kinder können grausam sein und es kommt, wie es kommen muss: Auggie wird von den anderen Kindern gehänselt, ausgestoßen, wirklich fies behandelt. Der kleine Kerl vesucht damit klar zu kommen, will sich nicht unterkriegen lassen, aber manche Angriffe und Lästerein lassen sich nicht einfach abschütteln.

Freundschaft, Mut & Selbstvertrauen - der neue Kinofilm Wunder | waseigenes.com

Es geht im Freundschaft, um Mut und Selbstvertrauen. Um die Risikobereitschaft, sich gegen den Rest der Welt zu stellen, wenn man eine andere Meinung hat; um die Größe sich gegen die Coolen und auf die Seite der Schwächeren zu stellen.

Eure Taten sollen Eure Denkmäler sein, sagt Auggies Lehrer. So wahr und doch so schwer für kleine Menschen.

Wer kennt das nicht? Von den eigenen Kindern oder aus eigener Erfahrungen? Freundschaften sind etwas Besonderes und Wichtiges, aber manchmal geraten sie ins Wanken. Dann ist die beste Freundin plötzlich doof oder andere finden sie doof und schon ist man beeinflusst. Gegen die Gruppe aufbegehren? Das Risiko eingehen ebenfalls nicht mehr dazu zugehören? Wäre es nicht einfacher, den Mund zu halten und nicht das Wort zu ergreifen?
Auch wenn ich heute behaupten würde, dass es damals in meiner Clique kein Mobbing gab, so habe ich mit ziemlicher Sicherheit auch Schuld auf mich geladen, in dem ich mich nicht auf die Seite der Freundin, sondern auf die Seite der anderen gestellt habe.

Es ist nicht leicht für Kinder, Jugendliche und Teenies den Weg des Erwachsenwerdens zu beschreiten, zu verstehen, was es bedeutet für andere einzustehen, respektvoll miteinander umzugehen und zu erkennen, wer ein wahrer Freund ist.

Manch Erwachsener weiß heute noch nicht, wie das geht.

Freundschaft, Mut & Selbstvertrauen - der neue Kinofilm Wunder | waseigenes.com

„Größe liegt nicht darin stark zu sein, sondern in der Anwendung von Stärke. Wahre Größe zeigt derjenige, der die meisten Herzen bewegt, indem er als gutes Beispiel voran geht“- dieses wundervolle Schlusszitat, was der Schulleiter Mr. Tushman aka Mandy Patinkin (wundervoller Schauspieler!), am Ende des Filmes sagt, sagt eigentlich schon alles.

Als gutes Beispiel voran gehen ist wohl so ziemlich die wichtigste Aufgabe, die Eltern haben. Ich weiß heute, wo ich stehe, wer mir nahe steht und für wen ich durch’s Feuer gehen würde. Ebenso bin ich mir meiner Freundinnen sicher- aber unseren Kindern müssen wir dabei helfen, müssen ihnen Werte vermitteln und den richtigen Weg weisen, gerecht und respektvoll mit seinen Mitmenschen und Freunden umzugehen. Als gutes Beispiel voran gehen…

Die Bauklötze sind für alle da. Das Stückchen Kuchen könnt ihr Euch teilen. Heute schauen wir deinen Film, morgen deinen. Sei lieb zu dem neuen Jungen in der Klasse. Hilf deiner Freundin, wenn sie nicht weiter weiß. Sei einfühlsam, sei ehrlich, zuverlässig und tolerant.

Auggie spielt zwar die Hauptrolle, aber Wunder erzählt auch andere Geschichten. Zum Beispiel die von Auggies Schwester Via. Sie ist ein bezaubernder Teenager, der von seinen Eltern geliebt, aber leider viel zu selten beachtet wird. Auggie steht meist im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Via fühlt sich allein gelassen, insbesondere, als ihre allerbeste Freundin Mirinda ihr auch noch den Rücken zukehrt. Und dann erfahren wir, warum Mirinda so ist, wie sie ist. Und ich ertappe mich dabei, dass ich sie anfangs für eine blöde Kuh halte und dann Mitleid empfinde und mich schäme, dass ich so über sie geurteilt habe. Jede Geschichte hat eben zwei Seiten.

Wir urteilen alle schnell. Nach dem Äusseren, nach einem bestimmten Verhalten. Erst wenn wir genauer hinsehen und dem anderen eine Chance geben, erkennen wir oft erst den Menschen hinter der Fassade.

Freundschaft, Mut & Selbstvertrauen - der neue Kinofilm Wunder | waseigenes.com

Der Film ist eine Berg- und Talfahrt der Gefühle. Für mich fast schon zu viel- die Rolle Toilettenpapier ist leer! Und dann wird auch noch der Hund krank. Aber ich habe auch oft geschmunzelt und gelacht.

Ich muss nicht weiterschreiben- Ihr merkt schon, ich bin wirklich schwer beeindruckt von diesem herzerwärmenden Familienfilm, von der Geschichte dieser kleinen und jungen Menschen und die der Eltern und Lehrer, wie sie versuchen die Kinder durch’s Leben zu navigieren. Der Film ist ab 0 Jahren frei gegeben und kommt am 25. Januar 2018 in die Kinos.

Freundschaft, Mut & Selbstvertrauen - der neue Kinofilm Wunder | waseigenes.com

Foto http://www.studiocanal.de

Zwei wundervolle Zitate muss ich Euch aber noch da lassen: Als Auggie weinend auf dem Bett sitzt und schrecklich unglücklich ist, weil er so häßlich ist, sagt seine Mama Isabel:  Wir alle tragen Spuren in unserem Gesicht (…) dieser Körperteil [das Herz], der zeigt uns, wo wir hingehen und dieser Körperteil [das Gesicht] der zeigt uns, wo wir gewesen sind. Und das ist niemals, niemals häßlich!

Ich lege Euch Wunder sehr ans Herz und verspreche Euch, er wird Euer Herz stark berühren. Ihr werdet traurig und fassungslos sein, aber auch glücklich und selig, denn natürlich hat dieser Film ein happy end. Der Weg dahin ist steinig, aber wundervoll.

Hier könnt Ihr Euch den Trailer ansehen und wenn Ihr meint, Ihr habt dann schon alles gesehen, dann – nein, habt Ihr nicht.

…. jeder von uns hat mindestens einmal im Leben Applaus verdient! (Auggie, 10 Jahre)
Liebe Grüße, Bine

 

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