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Ein Wochenende in Leipzig | Teil 2

Guten Morgen, zusammen! Mir sind gerade zig erste Sätze eingefallen, aber keiner wollte sich richtig formulieren lassen. Geht es Euch manchmal auch so, dass Ihr die ersten Sätze Eurer Artikel immer wieder umschreibt oder löscht? Ich wollte Euch erst fragen, ob Ihr ein schönes Wochenende hattet. Und dann ist mir aufgefallen, dass dies mein 10. Montagsposting in diesem Jahr ist. Diese Info ist aber total irrelevant. Obwohl man sich ja durchaus mal über die Wochentage unterhalten könnte. Z.B. wann Ihr bloggt oder warum Ihr an bestimmten Wochentagen Blogs lest. Ich hätte auch mit dem Wetter anfangen können. Das Wetter ist ja immer ein dankbares Thema für ein Gesprächseinstieg. Aber nein, alles wieder gelöscht.

Deswegen rede ich jetzt gar nicht weiter um den heißen Brei. Hier kommt der zweite Teil meines Leipzig Berichtes! Ich habe einen Haufen Bilder aussortiert, geblieben sind trotzdem übe 24 Fotos. Ging nicht anders! Schnallt Euch an, es geht los!

Ihr erinnert Euch an das üppige und köstliche Frühstück im Café Cantona? Nachdem wir da noch ein Weilchen saßen und quatschten, ging es weiter ins Atelier von Thomas Moecker. Thomas wollte sich gerade einen Kaffee kochen, als wir ihn besuchten. Also kochte er statt einem, gleich 10 Kaffee und dabei erzählte er von seiner Arbeit als Künstler, Kurator und Leipziger Jung mit Herz und Seele.

 Ein Wochenende in Leipzig | waseigenes.com | Atelier Thomas Moecker
Während er Kaffee kochte, durften wir durch sein Atelier laufen, gucken, knipsen und Fragen stellen. Sein Atelier befindet sich in einem alten, unter Denkmalschutz stehendem Gebäude mit dem Namen Atelierhaus Frühauf, in dem noch viele weitere Künstler ihre eigenen Räumlichkeiten haben. Ich möchte da einziehen und dort nähen und basteln und schreiben.

Ein Wochenende in Leipzig | waseigenes.com | Atelier Thomas Moecker
3 Ein Wochenende in Leipzig | waseigenes.com | Atelier Thomas Moecker.jpg
Danach liefen und fuhren wir weiter zur alten Baumwollspinnerei.

3 Ein Wochenende in Leipzig | waseigenes.com | Bus
4 Ein Wochenende in Leipzig | waseigenes.com | wie aus dem Ei gepellt
… durch was?!

5 Ein Wochenende in Leipzig | waseigenes.com | bemalte Wand
6 Ein Wochenende in Leipzig | waseigenes.com | Alte Baumwollspinnerei
Dort stürmte ein Teil von uns zu allererst Boesner. Eine Handlettering-Welle geht durch’s Land. Da braucht frau Stifte! Stifte! Stifte!

Danach besuchten wir die Galerie Kleindienst wo uns Christian alles über die Arbeit eines Galeristen erzählte. Spannend! Zu seinen Künstlern gehört unter anderem Rosa Loy. Die Malerin und Graphikerin, die in ihrem früheren Leben Gartenbauingenieurin war und einige Jahre auch in diesem Beruf tätig war, malt heute. Sie ist mit dem bekannten Leipziger Künstler Neo Rauch verheiratet.

6 Ein Wochenende in Leipzig | waseigenes.com | Galerie Kleindienst
7 Ein Wochenende in Leipzig | waseigenes.com | Galerie Kleindienst Rosa Loy
Gleich danach ging es in eine andere Galerie- alles auf dem Gelände der alten Spinnerei. Wir besuchten Hans Aichinger in der maerzgalerie, der uns persönlich von seinem Leben, seiner Kunst und seinen Werken erzählte. Hans Aicheringer malt hyperrealistisch. Seine Bilder sind mit Öl gemalte Fotografieen. Unfassbar gut. Ich hätte mir seine Bilder stundenlang anschauen können, aber lieber hätte ich ihm noch stundenlang zugehört.

8 Ein Wochenende in Leipzig | waseigenes.com | Hans Aichinger
So erzählte er uns z.B., dass er das Bild, welches er malen möchte ganz genau vor seinem inneren Auge sieht. Er geht dann los und sucht sich ein Model. Im Familien-, Freundeskreis oder auf der Straße. Mit dem Model geht er dann ins Fotostudio. Der Fotograf erstellt an Hand Aichingers Skizze die Szene. Lichteinfall, Schatten, Blickwinkel- alles ist ganz genau geplant. Wenn das Foto im Kasten ist, mal Aichinger es mit Ölfarben nach. Jetzt stellt Euch vor, der Künstler selbst erzählt Euch dieses Vorgehen. Mit Hingabe und Leidenschaft. Meine Wiedergabe des kreativen Ablaufes seiner Arbeit ist dagegen nur eine plumpe Zusammenfassung.

9 Ein Wochenende in Leipzig | waseigenes.com | Hans Aichinger
Ich muss gestehen: ich habe mit Kunst nicht viel am Hut. Im Museum oder in Galerien lese ich selten die kleinen Zettelchen, die neben den Bildern hängen. Ein Bild muss mir- rein subjektiv- gefallen. Aber, wenn ich die Chance habe von einem Profi oder dem Künstler selbst, die Geschichte hinter dem Bild zu erfahren, dann fühlt es sich ganz anders an. Realistischer. Spannender. Ich habe einen Bezug zum Bild.

10 Ein Wochenende in Leipzig | waseigenes.com | Sei hemmungslos gluecklich

Genug der schönen Künste: Weiter ging es, an wundervollen Aufforderungen- Sei hemmungslos glücklich!- an bemalten Häusern, an hängenden Schuhen, an Menschen und Cafés vorbei.

11 Ein Wochenende in Leipzig | waseigenes.com | Kaiserbad
12 Ein Wochenende in Leipzig | waseigenes.com | Schuhe
13 Ein Wochenende in Leipzig | waseigenes.com | Westwerk
14 Ein Wochenende in Leipzig | waseigenes.com | Wo bleibt mein Fahrrad
15 Ein Wochenende in Leipzig | waseigenes.com | Strassen Cafes

Auf unserem Weg machten wir Halt bei Konrad Roscher, der alte aufgearbeitete Möbel und Dekoarktikel in seinem Laden WKR verkauft. Schade, so ein Tisch passt leider nicht in den Koffer.

Ein Wochenende in Leipzig | waseigenes.com | Konrad Roscher WKR
Ein Wochenende in Leipzig | waseigenes.com | Fleischwaren Tempel
Bei anderhalb kaufte ich mir praktische Klipps für Bleistifte, die man ans Notizbuch klemmen kann. Irgendwas kann man in solchen Geschäften und Werkstätten doch immer gebrauchen.

 Ein Wochenende in Leipzig | waseigenes.com | anderthalb
 Ein Wochenende in Leipzig | waseigenes.com | anderthalb
Ein Wochenende in Leipzig | waseigenes.com | Liebe ist scheisse
20 Ein Wochenende in Leipzig | waseigenes.com | Traeumst du

Der Tag neigte sich dem Ende zu. Es wurde mal wieder Zeit für Nahrungsaufnahme. Den köstlichen Pflaumen-Streusel-Kuchen in der Spinnerei habe ich Euch weiter oben unterschlagen. Ihr könnt Euch denken, dass wir an dem Wochenende eigentlich nie hungrig waren.

Zu Abend aßen wir im Chinabrenner. Coole Location, köstlichste Speisen. Wir bestellten die Speisekarte einmal rauf und runter. Die Schüsseln wurden auf’s Rondell in die Mitte gestellt und so konnten wir alle von allem kosten. Unser Vorhaben noch weitere Speisen nachzubestellen, nachdem wir die ersten Löffelchen probiert hatten, gaben wir dann doch auf. Es war einfach zu viel des Guten.

Das Wetter war herrlich und so zogen wir irgendwann in den kleinen Innenhof und tranken und quatschten dort weiter.

Ein Wochenende in Leipzig | waseigenes.com | China Brenner
Das Frühstück musste ich am nächsten Morgen leider ausfallen lassen, denn mein Zug rollte recht früh gen Köln. So schade, aber essen kann man ja auch am Bahnhof.

Hach, Leipzig, Du hast mir richtig gut gefallen. Ein riesen Vorteil für uns war natürlich unsere Reiseführer-Freundin Anja, die für uns die tollen Führungen und Gespräche in den Ateliers und Galerien, in der alten Spinnerei und nicht zu letzt in den tollen Cafés und Restaurants organisierte. Danke, liebes Nähkitz!

Solltet Ihr einmal die Gelegenheit haben, Leipzig zu besuchen, dann macht das. Sofort! Und wenn Ihr sowieso dort lebt, dann sende ich beeindruckte und dezent neidische Grüße in den Osten!

Ich wünsche Euch einen guten Start in KW 23! Noch fünf Wochen, dann sind Sommerfeeeerien!
Liebe Grüße, Bine

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Ein Wochenende im wilden Osten | Leipzig Teil 1.

„Ihr seid also alle im Internet?“ wurden wir am vergangenen Wochenende mehrfach gefragt. Ja, wir haben uns da kennen gelernt, wir treffen uns da fast täglich virtuell, wir sind quasi das Internet. Also ein kleiner Teil davon.

Das letzte Wochenende stand ganz unter dem Motto: Endlich wiedersehen! Ganz viel quatschen, noch mehr essen und dazwischen eine Stadt kennen lernen, die viele von uns noch nie live gesehen haben. Wir waren in Leipzig, eine Stadt, die zu den größten und geschichtsträchtigsten Deutschlands zählt, in der eine der ältesten Universitäten steht und die von Musik und Kunst geprägt ist. Das habe ich gerade nicht alles nachgelesen, das habe ich am letzten Wochenende mit Körper und Geist gesehen und gespürt.

Ein Wochenende in Leipzig | waseigenes.com | Blick vom MDR Turm | Uniriesen
Nachdem wir also am Freitagmittag aus allen Himmelsrichtungen am schönen Hauptbahnhof (welcher ein Kopfbahnhof ist- ich mag Kopfbahnhöfe!) ankamen, wurden nach einem großen „Hallo!“ zunächst die Zimmer bezogen, um gleich danach die erste Erkundungstour anzutreten.

Ein Wochenende in Leipzig | waseigenes.com | Milchbar Pinguin

Ein Wochenende in Leipzig | waseigenes.com | Marktplatz
Über den Marktplatz ging es zu allererst mal ins Café. Klar! Wir mussten uns schliesslich erstmal stärken und Kaffee und Kuchen zu uns nehmen und natürlich quatschen. Neun Frauen- da gibt es eine Meeenge zu reden. Das Kaffeehaus Riquet eignete sich wunderbar dafür.

Ein Wochenende in Leipzig | waseigenes.com | Cafe Riques 1

 

Ein Wochenende in Leipzig | waseigenes.com | Markt | ClownEin Wochenende in Leipzig | waseigenes.com | Kuemmel Apotheke

Ein Wochenende in Leipzig | waseigenes.com | Ned Fisch ned Fleisch Nur fesch

Danach ging es kreuz und quer durch die Stadt. Kleine Gässchen, große Einkaufsstrassen, wunderschöne Passagen mit Cafés, Restaurants und Geschäften. Cooler Beutel, ne`? Hab‘ ich heimlich geknipst. ;-)

Ein Wochenende in Leipzig | waseigenes.com | Auerbachs Keller
Die Thomaskirche schauten wir uns im Vorbeigehen an, dafür gingen wir in die Nikolaikirche, in der aber weder geknipst noch fotografiert werden darf. Warum? Das werde ich nie verstehen. Wie schön es doch wäre, wenn Menschen aus aller Welt einen Blick aus der Ferne durch’s Internet in diese prunkvolle Kirche werfen könnten.

Ein Wochenende in Leipzig | waseigenes.com | J.S. Bach | Thomaskirche

Ein Wochenende in Leipzig | waseigenes.com | Cafe Gloria

Vom Panoramaturm oder MDR-Turm oder wie die Leipziger sagen: vom Uni Riesen hatten wir einen genialen Blick über die ganze Stadt. Seht Ihr das Völkerschlachtdenkmal da hinten?

Ein Wochenende in Leipzig | waseigenes.com | Blick vom Uniriesen | Völkerschlachtdenkmal

 

Ein Wochenende in Leipzig | waseigenes.com | Zentral Messepalast
Ein Wochenende in Leipzig | waseigenes.com | Waesche

Ein Wochenende in Leipzig | waseigenes.com | Trabbi L-EO
Unsere letzte Station an diesem Tag war das Tschau Tschüssi, ein bezauberndes Lädchen voller Unikate und Kleinserien. Leider war die Inhaberin Miriam an dem Tag nicht da, ich hätte sie zu gerne persönlich kennen gelernt.

Der Tag neigte sich dem Ende zu, was bedeutete: Essen. Wir müssen essen! Auf in die L’Osteria.

Ein Wochenende in Leipzig | waseigenes.com | Tschau Tschuessi

Der nächste Morgen startete mit… na, was ?! Natürlich, Frühstück! Als wir im Café Cantona einfielen hatte es noch gar nicht auf. Der freundliche Mitarbeiter hatte aber Erbarmen mit uns und ließ uns schonmal Platz nehmen. Ich durfte die Bestellung für alle aufnehmen, während er Blümchen auf die Tische stellte und die Kaffeemaschine anschmiss.

Ein Wochenende in Leipzig | waseigenes.com | Café Cantona | Frühstück
Freundinnen sind allein deshalb schon Freundinnen, wenn sie mit mir morgens ordentlich frühstücken. Wir sind da alle vor nix fies. Im Gegenteil. Das Bild bedarf keiner weiteren Worte.

Ein Wochenende in Leipzig | waseigenes.com | Fruehstueck Cafe Cantona

Und damit mache ich Schluss für heute und verabschiede mich ins Wochenende. Die weiteren Bilder vom zweiten Tag zeige ich Euch in den nächsten Tagen, sonst wird das hier zu viel und zu lang. Der Samstag war besonders toll, denn da lernten wir zwei Künstler und einen Galeristen kennen und durften hier und da hinter die Kulissen schauen!

Denn machs ma guud!
Liebe Grüße, Bine