Liebe Leseratten und Bücherwürmer, es geht weiter mit meinem Büchersommer 2025 – Teil 4 von 6. “Die Geschichte der Baltimores” habe ich unter der Sonne Griechenlands verschlungen und das war perfekt! Endlich Zeit, mich voll und ganz meinen Lesefreuden hinzugeben, denn dieser Schinken hat stolze 512 Seiten. In gut zwei oder drei Tagen war ich durch, zu Hause hätte ich dafür schätzungsweise drei Monate oder noch länger gebraucht. Kurz gesagt: Ich war drin, in der Story und zwar komplett! Große Leseempfehlung!

Worum geht’s in “Die Geschichte der Baltimores”?
Sie heißen gar nicht Balitmores, die Baltimores. Sie leben nur dort. Eigentlich heißt die Familie Goldmann. Der eine Zweig der Familie lebt in Montclair, der andere in Baltimore. Besuchen sie zum Beispiel die Großeltern, dann heißt es immer: Die Balitmores kommen. Oder: Die Montclaires schlafen im Wohnzimmer. Ich kenne sowas aus den Erzählungen meiner Freundinnen und Freunde aus Kindertagen. Die hatten auch eine Oma Krefeld oder eine Opa Wiesbaden.
Nathan und Saul sind die Brüder Goldmann. Nathan lebt mit Frau und Sohn Marcus in Montclair, New Jersey. Sie gehören zur Mittelschicht, Marcus geht auf eine staatliche Schule, der Familie geht es soweit ganz gut. Saul lebt mit seiner Frau Anita und mit seinem Sohn Hillel, der genauso alt wie Marcus ist, in Baltimore. Saul ist erfolgreicher und deswegen ein sehr reicher Anwalt, der Familie fehlt es an nichts. Nur Hillel macht ihnen etwas Sorgen. Der hochbegabte Junge ist recht zierlich und absolut unsportlich und damit ein leichtes Ziel die Mobber seiner Schule. Und dann gibt es da noch den Adoptivsohn Woody. Woody ist das Gegenteil von Hillel. Er ist ein starker, kräftiger, super sportlicher und sehr selbstbewusster Junge.
Ich bin der Schriftsteller – so beginnt die Geschichte, die aus der Sicht des erwachsenen Marcus erzählt wird. Der ist mittlerweile tatsächlich ein erfolgreicher Schriftsteller und er erzählt die Familiengeschichte – die, der Balitmores und der Montclairs.
Als Kind ist Marcus total begeistert und fasziniert von seiner Familie in Baltimore, von diesem Reichtum und diesem mondänen Leben. Jede Ferien verbingt er bei seinem Onkel Saul, den er vergöttert und seinen beiden Cousins Hillel und Woody, die seine allerbesten Freunde sind. Zu dritt sind sie ein Team, sind unzertrennlich, machen Quatscht, gehen schwimmen, genießen die Ferien, schwören sich ewige Freundschaft und verknallen sich in das Nachbarmädchen Alexandra.
Joël Dicker beschreibt diese heile Welt, dieses Sommerferien-Feeling, dieses herrlich mondäne Leben, so bildhaft und lebendig- als Leserin hatte ich das Gefühl, mittendrin zu sein. Man könnte meinen, dass diese Familie tatsächlich so existiert hat. Sein Schreibstil ist flüssig und auch mal rasant und dann wieder gemütlich einlullend.
Die heile Welt und die Idylle bröckelt mit dem Beginn des Studiums der drei jungen Männer. Eifersüchtelein, Misstrauen und Geheimnisse nehmen immer mehr Raum ein. Plötzlich sind die Jungs nicht mehr beste Freunde und innige Cousins, sie sind auch Konkurrenten. Das Leben hält Einzug, die endlos wirkenden Sommerferien brechen abrupt ab.
Saul, der für die Familie immer ein Fels in der Brandung war, der immer wahnsinnig viel gearbeitet und trotzdem immer ein Ohr für die Jungs hat, verrennt sich, verliert den Halt. Auch seine Ehe mit Anita verliert ihren Glanz und bekommt Risse. Das Leben geht geradewegs auf eine Katastrophe zu
Da die Geschichte aus Sicht des erwachsenen Marcus erzählt wird, bekommen wir Leser immer mal wieder klitzekleine Hinweisbröckchen vor die Füße geworfen und ahnen schon recht bald, dass da irgendwann der große Knall kommen muss. Alles in allem ist dies also eine gute Familiengeschichte, die zwischen den 1990er und Anfang 2010er spielt, sie ist kein Krimi, aber auf jeden Fall spannend und obendrein einfach gute Unterhaltung.
Und das Ende hat mir übrigens auch gut gefallen.
Jeder ist anders, Markie, und vielleicht besteht darin das Glück: sich anzufreunden mit dem, was man ist.
{Zitat aus “Die Geschichte der Baltimores von Joël Dicker}

Habe ich Euch jetzt Lust auf diese bittersüße Familiengeschichte gemacht? Dann ab in den Buchladen Eures Vertrauens.
Bis zum nächsten Buch!
Sonnige Grüße
Bine
Titel: Die Geschichte der Baltimores
Autor: Joël Dicker
Übersetzer: Andrea Alvermann & Brigitte Große
Verlag: Piper
Seiten: 512
Genre: Familienroman
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In meiner kleinen Buchreihe “Mein Büchersommer 2025” ist bereits erschienden:
Der verschwundene Buchladen von Evie Woods {Mein Büchersommer 3/6}
Hot Mess von Sophie White {Mein Büchersommer 2/6}
Der grosse Sommer von Ewald Arenz {Mein Büchersommer 1/6}



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Letzte Aktualisierung am 2025-08-25 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API
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2 Kommentare
Hallo Bine,
Ich hab das Buch am Anfang des Jahres gelesen. Ich fand es total gut und ich hatte es auch recht schnell durch. Den Joel Dicker lese ich total gerne.
LG Ulrike
Das war mein erstes Buch von Joel Dicker, liebe Ulrike, aber sicherlich nicht das letzte. Mir hat sein Schreibstil richtig gut gefallen.
Liebe Grüße Bine