GELESENES: Ein Raum ohne Bücher ist ein Körper ohne Seele! Ich liebe Bücher. Romane, Krimis, Liebesgeschichten, Historische Schmöker- gib mir ein Buch und Du hast Deine Ruhe. Hier findest Du alle Buchbesprechungen. Ich würde mich freuen, wenn Dir eine meiner Empfehlungen gefallen würde!

So funktioniert Germanys next Topmodel im Märchen: Die vierte Braut.

So funktioniert Germanys next Topmodel im Märchen: der König ist schwer krank und wünscht sich pronto Ehefrauen für seine vier Söhne, die alle im heiratsfähigen Alter sind, sich bisher aber nicht die Bohne dafür interessiert haben.
Es gibt einen Aufruf im Land, dass sich alle jungen, bestenfalls hübschen, allerbestenfalls adligen Mädchen zur Brautschau einfinden sollen, damit die Herren auswählen können.

Buchtipp: Die vierte Braut von Julianna Grohe | waseigenes.com

Maryin Barnaby hat dies nicht vor. In ihr fließt zwar adliges Blut, aber nach dem Tod ihrer Eltern hat sie eine Stelle als Gouvernante angenommen, um sich um ihre zwei jüngeren Geschwister zu kümmern und ist deswegen nicht für eine Vermählung mit einem Prinzen geeignet. Sie begleitet lediglich ihre beste Freundin Tionne zum ersten Brautschautermin.
Durch eine Verkettung blöder Zufälle und wirdriger Umstände gelangt sie dennoch ins Schloss. Einmal dort, beschließt sie, das Theater mitzuspielen. Nicht zuletzt, weil Tionne sie immer wieder überredet, bloß nicht abzuberechen und sie alleine zu lassen.

Maryin bleibt, aber eigentlich nur, weil den ausscheidenden Damen nach jeder Runde eine hübsche Abfindung winkt. Je weiter sie kommt, um so mehr klingelt das Geldsäckchen. Ihr Ziel ist es, am Ende möglichst viel Geld mit nach Hause zunehmen, damit sie damit ihre Geschwister versorgen kann.

Unter den hübschen heiratsfähigen Damen präsentiert uns Julianne Grohe so ziemlich jeden Charakter, genau wie bei Germanys next Topmodel (was ich im übrigen in den letzten drei, vier Jahren gar nicht mehr gesehen habe- ich bin da wohl rausgewachsen): von freundlich und wohlgesonnen bis zickig und hinterhältig ist alles dabei. Eben ein Haufen Weiber, die alle einen Prinzen abbekommen wollen.
Die Mädels werden auf Herz und Nieren geprüft, müssen immer wieder Tests durchlaufen, versuchen sich aber meist nur gegenseitig ein Bein zu stellen. Maryin hält sich, so gut es geht, aus alledem raus und freundet sich nebenbei mit dem gut aussehendem (natürlich!) Hauptmann an, der offensichtlich ein Auge auf sie geworfen hat. Er hilft ihr immer wieder aus der Patsche und bringt Maryins Geschwister in der Nähe des Schlosses unter. Ein echter Gentelman, den irgendein Geheimnis umgibt… wohooo.

Die Geschichte liest sich leicht und locker. An manchen Stellen hätte man ruhig etwas kürzen können… aber das ist meine persönliche Empfindung. Ich bin da einfach etwas zu ungeduldig, wenn bestimmte Handlungen und Ereignisse absehbar sind. Alles in allem wurde ich aber sehr gut unterhalten.

–> Die vierte Braut (Amazon Link | Werbung) ist im Drachenmond-Verlag erschienen. Viel Freude beim Lesen!

Liebe Grüße, Bine

 

 

 

Buchtipp: Mein bester letzter Sommer {traurig schön!}

Lesen Männer eigentlich auch Bücher, die sie zum Weinen bringen? Weinen Männer beim Lesen? Mein Mann fragt mich immer, wieso ich sowas lese, wenn ich schluchzend die Nase ins Buch stecke und meine Antwort lautet immer „Lass mich!“. Allen Freundinnen, denen ich dieses Buch empfohlen haben, haben mir genau dasselbe erzählt. Ihr Männer verstehen nicht, warum sie etwas lesen, wenn sie davon traurig werden. Auch traurige Geschichten können schön sein!

Mein bester letzter Sommer* hat mich nicht nur zum Weinen gebracht, sondern auch zum Schmunzeln und manchmal zum Lachen. Es ist ein traurig schönes Buch, denn es erzählt eine traurig schöne Geschichte.

Buchtipp: Mein bester letzter Sommer von Anne Freytag, waseigenes.com

Tessa ist ein sehr diszipliniertes Mädchen, dass lieber die Nase in ein Buch steckt, als das Leben zu leben. Sie will sich lieber Zeit lassen, alles richtig machen… und dann ist es zu spät. Als sie 17 ist erfährt sie, dass sie bald sterben wird. Ihr Herz schafft es nicht mehr, es ist schwach und krank.

Tessa ist wütend und verzweifelt. Sie schließt sich zu Hause ein, zankt sich mit ihrer jüngeren Schwester, weil die ein so volles, ein so lebendiges Leben hat und fechtet böse Auseinandersetzungen mit ihrer Mama aus, weil die schon lange weiß, dass Tessa ein schwaches Herz hat.

Ich dachte, sterben ist einfach. Ich dachte, es geht schnell. Wie geboren werden, nur rückwärts. Aber die Wahrheit ist, ich hatte keine Ahnung.

Eines Tages trifft Tessa Oskar. Sie verliebt sich auf der Stelle in den jungen Kerl, traut sich aber nicht, ihre Gefühle zu zeigen. Auch nicht ihre Angst vor dem Tod. Oskar schafft es, sie aus ihrem Schneckenhaus herauszuholen und als er dann noch vorschlägt gemeinsam nach Italien zu reisen, schafft er es tatsächlich sie auch mal zum Lachen zu bringen. Manchmal. Nicht immer, denn Tessa geht es nicht gut. Weder körperlich noch emotional. Es ist der Beginn einer Liebe, von der beide wissen, dass diese Liebe keine Zukunft hat.

Der Sprachstil hat mir gut gefallen und auch die beiden Protagonisten wurden von Anne Freytag gut gezeichnet. Ich habe anfangs fast mehr mit der Mutter gelitten, konnte ich mich doch eher in die hineinversetzen. Sie weiß zwar nicht, wie es ist zu sterben, aber sie weiß, wie es sich anfühlt, ein Kind zu verlieren. Ich war und werde hoffentlich nie in dieser Situation stecken- allein der Gedanken daran, treibt mir die Tränen in die Augen.

Solltet Ihr keine Angst vor traurigen Geschichten haben, dann kann ich Euch Mein bester letzter Sommer* sehr empfehlen.

Die Wetterkarte zeigt heute wieder überall kleinen Sonnen! Deswegen wünsche ich Euch einen wunderschönen Sonntag! Geht raus, esst Eis oder schnappt Euch ein schönes Buch und setzt Euch damit auf den Balkon oder in den Garten!

Liebe Grüße, Bine

Werbung -> *Affilate Link zu Amazon. Kauft Ihr über diesen Link das Buch, so erhalte ich eine kleine Provision. Das ändert nichts am Preis, den Ihr zahlt. Ich empfehle aber: Kauft das Buch lieber bei einem unabhängigen Buchhändler!

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Buchtipp: In der Liebe ist die Hölle los.

Schon wieder ein später Post von mir. Spät, weil ich doch sonst immer morgens ganz früh meine Beiträge veröffentliche. Aber heute morgen konnte ich mich nicht konzentrieren. Da war ich zu sehr aufgeregt. Um 11:45 Uhr sollte nämlich mein Handy, genauer die App Skype, bimmeln, die ich mir extra dafür runter geladen hatte. Angerufen hat mich die quirlige Powerfrau Johanna, die mich für ihren genialen Skizzenbuch- und Marketing Podcast interviewt hat. Bis 11.45 Uhr habe ich aufgeräumt, Wäsche gemacht, Podcasts gehört und zu viel Kaffee getrunken… nur, um mich abzulenken. Bescheuert, oder? Dabei kenne ich Johanna schon seit einer halben Ewigkeit und ein Interview am Telefon ist ja lange nicht so aufregend, wie einen Vortrag vor 200 Leuten zu halten. Und trotzdem habe ich am Anfang Stuss geredet… aber dann lief’s irgendwann wie am Schnürchen. Wahrscheinlich habe ich mal wieder viel zu viel geredet.

Egal. Das wollte ich heute eigentlich gar nicht alles schreiben, sondern ich möchte Euch ein Buch empfehlen. Das Buch heißt „In der Liebe ist die Hölle los“.

Buchtipp- In der Liebe ist die Hölle los von Benne Schröder | waseigenes.com

Als ich mir dieses Buch gekauft habe, wusste ich nichts über dessen Inhalt. Ich habe es mir nur gekauft, weil ich den Autor, der dieses Buch geschrieben hat, verfolge. Also nicht in echt, sondern nur auf Instagram. Eigentlich verfolge ich mehr seinen süßen schwarzen Labbi Matti, aber sein Herrchen ist auch okay. Er ist sogar berühmt, hat mal bei Eins Live gearbeitet, arbeitet jetzt bei YOU FM, schreibt nebenbei Bücher und hat sogar zwei Wohnsitze.

Hin und wieder zeigt er seine Bücher in seinem Insta Feed und da war ich einfach neugierig, klickte kurzer Hand rüber zu Amazon und bestellte: In der Liebe ist die Hölle los* (Amazon Link). Ja, so heißt das Buch und ja, der Autor ist tatsächlich männlich. Na, da wollen wir doch mal sehen.

Bei Büchern und Geschichten, die kein reales Leben beschreiben, sondern in denen Elfen und Teufel und sowas vor kommen, denke ich beim Lesen der ersten Seiten immer- wat soll dat? Versteh ich nicht. Doofes Buch. Dem hätte ich natürlich aus dem Weg gehen können, wenn ich den Klappentext gelesen hätte, aber das ist eben so ein Spleen von mir. Ich lese selten den Klappentext. Ich lasse mich überraschen. Die Überraschung gelang- mir hat’s gut gefallen und nach den ersten verwirrenden Seiten, war ich ganz schnell drin in der Geschichte.

Diese spielt in der Unterwelt, genauer: sie handelt vom Teufel und seiner Firma. Die Hölle heißt nämlich heute nicht mehr Hölle, sondern Firma. Catalea ist des Teufels Tochter und das findet sie ziemlich scheiße doof. Sie hat eine menschliche Mama, der Teufel hatte also ein Tête-à-Tête mit einer menschlichen Frau- wohooo!- und deswegen ist Catalea nur ein Halbblut. Sie hasst es wirklich sehr, dass sie teuflisches Blut hat, will mit den Geschäften und Machenschaften ihres Vaters nichts zu tun haben und weigert sich lange und recht erfolgreich, da mitzumachen. Sie ist ein Mensch und damit basta.

Natürlich hat sie die Rechnung nicht mit dem Teufel gemacht, denn der zwingt sie eines Tages in seinem Betrieb zu arbeiten. Als Tochter des mächtigsten Mannes hat sie natürlich auch Feinde, was sie völlig bescheuert findet, aber so ist das eben. Und diese Feinde versuchen ihr was anzuhängen. Catalea wird beschuldigt, muss fliehen und lernt dabei Timur kennen.

Ahhhh ja- jetzt kommen wir zum Thema Liebe. Ach, Timur ist genau so, wie Ihr ihn Euch vorstellt. Er sieht umwerfend gut aus, hat die Gabe sich in null komma nix umzuziehen – Zauberkräft oder was- fährt nur die ganz fetten und teueren Schlitten und stark ist er natürlich auch noch. Super stark. Catalea meint allerdings, er sei Arschloch (O-Ton!) und so nimmt das Spielchen seinen Lauf.

Timur hilft bei Cataleas Flucht und bringt sie auch dazu, ihr teuflisches Blut nicht zu verleugnen, sondern es gegen die bösen Dunklen zu nutzen. Sie ist natürlich stur und weigert sich zunächst, aber… Ihr ahnt es… zum Schluss wendet sich alles zum Guten und das Halbblut-Mädchen mausert sich.

Es ist eine wirklich amüsante, leicht abgedrehte Liebesgeschichte zwischen der störrischen Catalea und dem ewig maulendem Timur. Dass die beiden sich verlieben ist klar wie Kloßbrühe, aber bis sie das endlich wahr haben wollen, müssen wir einige Seiten lesen und viele Kämpfe überstehen und sie muss endlich lernen, dass sie zu mehr fähig ist.

Ich mag solche Geschichten. Nicht dauernd und nicht immer, aber zwischendurch lese ich gerne solch modernen Märchen. Es gibt mittlerweile übrigens auch schon einen zweiten Teil, der da heißt Zum Teufel mit der Liebe. Werde ich lesen.

Liebe Grüße, Bine

Werbung -> *AmazonLink. Bestellt Ihr das Buch über den o.g. Link, so erhalte ich eine kleine Provision. Ich rate dennoch: kauft das Buch bei einem unabhängigen Buchhändler! 

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