Für mich gehört Kürbis zum Herbst wie Äpfel, buntes Laub und auch die ersten etwas kühleren Tage. Sobald ich die ersten Hokkaidos in den Supermärkten oder den Hofläden erblicke, wandern sie in meinen Einkaufswagen und kommen mit nach Hause. Mit Kürbis koche ich gerne Suppe, aber man kann damit noch so viel mehgr machen: Pasta und Aufläufe, Currys, Ofengerichte und sogar Kuchen oder Muffins.
Hier, auf dieser Seite, findet Ihr die wichtigsten Infos rund um Kürbis, die ich in den letzten Jahren gelernt habe. Wann hat Kürbis Saison und welche Sorten gibt es eigentlich? Muss man in schälen und was kann man tun, wenn die Schale so hart ist, dass man ihn kaum schälen kann? Dazu habe ich einen Haufen toller und ganz einfacher Rezeptideen mit Kürbis. Schön, dass Ihr hier seid!

Wann hat Kürbis Saison?
Die wichtigste Frage vorab, wir wollen schließlich wissen, wann es endlich Kürbis gibt! :-) Die Saison startet im Spätsommer und erreicht im Herbst ihren Höhepunkt. Ab August sieht man schon die ersten Kürbisse, im September geht es dann richtig los, es gibt sie in Hülle und Fülle in den Supermärkten, auf dem Wochenmarkt und in den Hofläden.
Besonders beliebt ist der Speisekürbis Hokkaido. Den gibt es, wie gesagt, ungefähr ab Ende August. Für mich persönlichb beginnt die Saison ab September. Der erste “-ber-Monat”. Spätestens dann habe ich wieder große Lust auf Kürbissuppe, Kürbispaste und Aufläufe mit Kürbis. Kürbisse haben eine gute Lagerfähigeit, deswegen sind sie bis in den Winter erhältlich.
Welche Kürbissorten gibt es?
Es gibt wahnsinnig viele Kürbissorten in den unterschiedlichsten Farben und Formen. Manche sind riesig, andere passen locker in eine Hand. Einige sind nur für die Deko oder zum Schnitzen gezüchtet, andere dürfen und sollen verspeist werden. Für unsere Alltagsküche sind vor allem diese Sorten interessant:
Hokkaido: Mein persönlicher Liebling. Er schmeckt leicht nussig, lässt sich für Suppen, Ofengerichte, Pasta und Aufläufe verwenden und muss nicht geschält werden.
Butternut: Ihr erkennt ihn leicht an seiner länglichen Birnenform. Das Fruchtfleisch ist mild und leicht nussig. Butternut schmeckt wunderbar aus dem Ofen, als Suppe oder Püree.
Muskatkürbis: Ein großer, oft stark gerippter Kürbis mit aromatischem Fruchtfleisch.
Spaghettikürbis: Sein Name ist Programm denn nach dem Garen lässt sich sein Frichtfleisch mit der Gabel in lange Fasern lösen und zupfen. Diese erinnern optisch stark an Spaghetti. Ich möchte an dieser Stelle mein Rezept Spaghettikürbis mit Blattspinat und Feta aus dem Ofen empfehlen.
Wir haben hier in der Nähe einen Hofladen, der unglaublich viele Kürbisse ausstellt und verkauft. Solltet Ihr die Möglichkeit haben, so einen Hofladen mal zu besuchen, werdet Ihr sehen, dass es dort meist noch viel mehr Sorten gibt, als in einem normalen Supermarkt.
Welcher Kürbis eignet sich wofür?
Für meine Alltagsküche halte ich es ganz einfach: Am häufigsten landet der beliebte Hokkaido in meinem Einkaufswagen. Aus ihm koche ich Kürbissuppe, Kürbis Auflauf (z.B. mit Hack und Kartoffeln), Kürbispasta, ect. Spaghettikürbis kaufe ich, wenn ich mein beliebtes Spaghettikürbisrezept kochen möchte.
Für mich ist der Hokkaido einfach die beste Wahl, weil ich ihn nicht schälen muss. Lediglich sehr wurzelige Stellen schneide ich weg.
Muss man Kürbis schälen?
Das kommt auf die Sorte an. Der große Vorteil des Hokkaido-Kürbisses ist, dass Ihr ihn nicht schälen müsst. Die Schale wird beim Kochen und Backen weich und kann einfach mitgegessen werden. Ich wasche den Kürbis gründlich, halbiere ihn, entferne Kerne und Fasern mit einem Löffel und schneide ihn anschließend in Spalten oder Würfel.
Sollte aber das Halbieren so schwierig sein, weil die Schale zu hart ist – Achtung, Verletzungsgefahr, weil man schnell mit dem Messer abrutscht – dann lege ich den Kürbis vorab in den Backofen: Bei ca. 100 – 120 ° Grad Ober/ Unterhitze lasse ich ihn 20 – 30 Minuten vorbacken. Meist ist er dann weich genug, um ihn weiter verarbeitet zu werden: halbieren, vierteln, Kerne entfernen, ect.
Solltet Ihr einen Kürbis verarbeiten wollen, bei dem die Schale nicht genießbar ist oder nicht zum Essen geeignet, könnt Ihr auch diesen Kürbis eine Zeit lang in den Backofen legen, weich backen, halbieren und dann das Fruchtfleisch mit einem Löffel entnehmen. Die Schale könnt Ihr dann im Anschluss entsorgen.
Wie lagert man Kürbis richtig?
Ein ganzer Kürbis, der möglichst unbeschädigt ist, lässt sich erstaunlich lange aufbewahren. Am besten einem kühlen, trockenen und dunklen Ort. Dort hält sich ein Kürbis mehrere Wochen, vielleicht sogar Monate. Sobald Ihr an einem Kürbis eine weiche Stelle entdeckt, solltet Ihr ihn schnell verarbeiten. Er könnte sonst schlecht werden oder gar schimmeln.
Angeschnittene Kürbisse sollten im Kühlschrank gelagert und innerhalb weniger Tage aufgebraucht werden.
Was passt besonders gut zu Kürbis?
Ach, Kürbis ist einfach ein tolle Partner für ganz viele Lebensmittel. Bei milden Zutaten darf er die Hauptrolle spielen, bei würzigen und kräftigen Zutaten nimmt er sich etwas zurück.
Besonders gerne kombiniere ich Kürbis mit:
- Kartoffeln
- Pasta
- Hackfleisch
- Feta
- Spinat
- Kokosmilch
- Ingwer
- Zwiebeln
- Curry
- Muskat
- Salbei
- Thymian
- Chili
Und natürlich habe ich im Herbst auch immer Kürbiskernöl da und sowieso das ganze Jahr über Kürbiskerne. Diese beiden Zutaten gehören auf jeden Fall in meine Kürbissuppe als Topping.

Eine wichtige Frage: Kann man jeden Kürbis essen?
Nein, auf keinen Fall! Achtet beim Kauf von Kürbissen immer auf die Auszeichnung “Speisekürbis” und lasst die Finger weg von Zierkürbissen. Es sei denn, Ihr möchtet damit Eure Tafel dekorieren.
Hier eine kleine Auswahl meiner liebsten Rezepte mit Kürbis:
Dass ich ein großer Kürbis-Fan bin, sollten hier nun alle wissen, die meinen Text gelesen haben. Kürbis wird meist in einem Atemzug mit Suppe genannt, dabei kann man mit Kürbis noch so viel mehr machen. Auf meinem Blog findet Ihr mittlerweile eine ganze Reihe von einfachen Kürbisrezepten. Hier eine kleine Auswahl für Euch:






Einfaches Kürbis Curry Rezept mit Kokosmilch & Reis – herbstlich, cremig & schnell gemacht
Cremiger Kürbis-Cheesecake – der Kuchen-Star im Herbst!
Kürbis-Hack-Auflauf mit Kartoffeln: Einfach, herzhaft & richtig lecker
Cremige Kürbissuppe mit Kokosmilch {schnelles Thermomix Rezept}
Kürbis Lasagne ~ vegetarisch, ohne Hackfleisch, herzhaft-würzig mit Tomatensoße und Mozzarella
Kürbis-Linsen-Suppe mit Kokosmilch, Ingwer & Chili
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