Fotografisches Gedachtes Instagram

Mut zur Lücke.

28. Januar 2016

Ich freue mich immer, wenn ich mit einem Posting eine Diskussion anrege. Wenn Ihr meine Texte lest und mir dann Eure Meinung mitteilt! So geschehen bei meiner Frage, welche Serien Ihr empfehlen könnt (innerhalb meines 12 von 12 Postings) und vor zwei Tagen bei meinem Hanuta Dessert Posting. Da hatte ich nämlich von meiner Unlust zu Fotografieren und die daraus resultierende Unzufriedenheit über das schlechte Ergebnis erzählt.

Ich beschwere mich nicht. Ich hab’s gut, denn im Gegensatz zu manch anderer Bloggerin arbeite ich von zu Hause aus und kann in der Regel fotografieren, wenn Tageslicht zur Verfügung steht. Das heißt aber nicht automatisch, dass ich mit dem Ergebnis immer zufrieden bin. Dafür gibt es verschiedene Gründe:

* Ich habe keine Lust das zu fotografierende Objekt samt Requisiten aka Krempel aus der Küche oder aus meinem Kellerbüro ins Wohnzimmer vor die Terrassentür zu schleppen!

* Ich besitze gar nicht den benötigten Krempel (Schalen, Schüsseln, angelaufene Silberlöffel, Unmengen von Leinentüchern, Fotohintergründe, Fotountergründe,…), um das Bild spannend und lebendiger zu machen.

* Tageslicht ist da, aber die Fotos haben dennoch einen Gelb- oder Blaustich. Ich verstelle und drehe alle Rädchen an der Kamera und schaffe es dennoch nicht, das gewünschte Ergebnis zu erzielen, welches ich vor meinem inneren Auge sehe.

* Ich habe Rücken. Wenn ich auf allen Vieren auf dem Boden liege und versuche ein Motiv aus einem anderen Blickwinkel zu knipsen, fühle ich mich danach, als hätte ich eine Stunde Sport gemacht! Pfff!

* Ich sehe Fotos auf anderen Blogs und finde die grundsätzlich viiiiiel schöner, als meine eigenen. Das motiviert mich einerseits, mich zu verbessern und an meinen Bildern zu arbeiten. Andererseits gibt es aber auch den entgegengesetzten Effekt: ich bin gelähmt und denke, so bekommst Du das nie hin.

Mut zur Lücke | Blogfotografie | Fotos auf Instagram | waseigenes.com

Gute Fotos, ansprechende, appetitanregende, verführerische Fotos finde ich fantastisch. Ich bewundere die Frau oder den Mann, der sie geschossen und bearbeitet hat. Bewundere die Art und Weise, wie diese Person es schafft, mich mit dem Bild anzusprechen. Das will ich auch!  Ich gebe mir Mühe, versuche Bilder nachzustellen- nicht um sie nachzumachen, sondern um zu üben. Ich pinne Bilder, nicht weil mich das Rezept oder die DIY Idee interessiert, sondern weil mich die Bildkomposition begeistert.

Und dann sehe ich Bilder, die die Realität wieder geben. Bilder, die nicht perfekt sind, die vielleicht etwas zu dunkel, etwas unscharf sind. Bilder von Räumen, in denen kein weisses Sofa und kein stylischer Couchtisch zu sehen sind, sondern Eiche rustikal, Kinderspielzeug, herumfliegende Schuhe. Wo der Blick aus dem Fenster keinen 100 qm Garten mit altem Baumbestand zeigt, sondern das gegenüber liegende Mietshaus. Bilder, wo eine Küche zu sehen ist, in der ganz normale Oberschränke (mit Tupperschüsseln und zig zusammengewürfelten Werbetassen) hängen und keine Regale, auf denen hübsch drapiert schwarz-weisse Tässchen und Väschen und andere Nippeskram stehen.

Diese Bilder mag ich auch. Sehr sogar. Denn sie zaubern mir ein Lächeln auf die Lippen und ich denke: überall das gleiche! Da wohnt jemand, da lebt jemand, das ist Realität.

Also, was will ich nun? Das eine oder das andere? Was ich will ist beides. Durchgestylte Fotos, in die die Bloggerin eine Menge Arbeit gesteckt hat und mit denen sie eine Geschichte erzählen will. Bilder, die mich in eine andere Welt mitnehmen. Die mich inspirieren und anspornen. Ästhetische Bilder, aufgeräumte Bilder, stimmungsvolle Bilder!

Aber ich will auch Realität!

In letzter Zeit lese ich im Netz, dass man von zu schicken Fotos auf Instagram genervt ist. Dass doch gerade Instagram- diese App, die dazu einlädt spontan ein Bild hohzuladen und das Hier und Jetzt erzählen soll, zu professionell genutzt wird. Aus den o.g. Gründen kann ich das nur teilweise unterschreiben. Ich folge Insta-Menschen, die einen aufgeräumten, geradlinigen, gestylten Stream haben genauso gerne, wie Menschen, die einen Schnappschuss aus dem Leben zeigen. Da interessiert mich mehr der Mensch, den ich durch seinen Alltag begleite, als die Designer Tasse, aus der dieser Mensch einen Kaffee trinkt.

Mut zur Lücke | Blogfotografie | Fotos auf Instagram | waseigenes.com

Wir erliegen einem Ästhetik Druck. Alles, was wir mit einem Knopfdruck der Welt zeigen, soll perfekt aussehen. Die Kaffeetasse neben der Zeitschrift, der Smoothie, in dem noch dekorativ ein grünes Blatt steckt, das aufgeschlagene Sonntagsei mit dem Designer-Salzstreuer.

Und was ist, wenn man ein Bild von einem offenem Backofen zeigt, der komplett mit Backofenspray eingesprüht ist?  Wenn man das richtige Leben präsentiert? Dann bekommt man vielleicht nicht soooo viele Herzen, dafür aber einen Haufen Kommentare. Weil jede Frau, die einen Backofen besitzt, diesen auch mal putzen muss. Auch die Frau, die einen aufgeräumten Instagram Account führt! Ja, auch die muss mal ihren Bachofen putzen.

#fürmehrRealitätaufInstagram-  ein Hashtag, den eine meiner Abonnenten mal unter eines meiner Bilder gesetzt hat. Ich musste lachen, nicken und dachte dann: wenn es jetzt schon einen Hashtag gibt, mit dem man die Realität verschlagwortet, gibt es dann auch einen Hashtag, der da heißt #dassiehtallesnursoausalsob oder #ichhabedasnurfürsFotogemacht?

Eines der meist angeklickten Postings auf diesem Blog ist das beste Waffelrezept ever, welches ich im November 2014 hier veröffentlichte. Es war Sonntagnachmittag, draussen schon dunkel und usselig. Ohne Deckenbeleuchtung hätten wir die Waffeln auf dem Tisch nicht sehen können. Also Licht an. Foto gemacht. Nicht gut geworden.

Ich habe noch versucht, mit Photoshop mehr aus den Bildern rauzukitzeln und sie dann veröffentlicht. Seitdem denke ich immer mal wieder: Wenn Du nochmal Waffeln backst, dann machste mal zwei anständige Bilder und lädst die ins Posting hoch. Was sollen denn die Leute denken?

Wisst Ihr was? Es ist mir schnurzpiepegal, was die Leute denken. Die Leute klicken nämlich auf das Posting, weil sie das beste Waffelrezept ever haben wollen. Wie Waffeln bei Tageslicht aussehen, das weiss jedes Kind. Das bleibt so. Basta!

Und doch verwerfe ich – gerade auf Instagram- ganz oft ein Bild, weil ich denke: Das ist zu dunkel. Das sieht nicht gut aus. Unser Eßzimmertisch ist nicht stylisch genug. Nä! Da sieht man ja im Hintergrund den Bücherstapel, der vom Boden bis zur Decke reicht! Eine Heizung! Ich kann doch keine Heizung zeigen!?! Ein Foto von meinem Schreibtisch? Um Himmels Willen- da muss ich aber erstmal 2- 8 Stunden aufräumen!

Ist das nicht bescheuert?

Mein neues Motto lautet also: Mut zur Lücke. Mach und zeig, was Dir gefällt. Gib Dir Mühe und bleibe am Ball, lass Dich durch andere motivieren und inspirieren,  aber mach Dich nicht verrückt, wenn es nicht so hinhaut!

Morgen gibt es übrigens ein Rezept für karnevalistisch verzierte Amerikaner. Die Fotos dazu sind gestylt, bei bestem Tageslicht geknipst, hell und freundlich. Das finde ich zumindest. Und dann wird es auch wieder Fotos geben, die eben nicht perfekt sind.

Liebe Grüße, Bine

45 Comments

  • Reply martina 28. Januar 2016 at 15:00

    :-D sehr gelacht liebe Bine! Genau so sieht es aus!!! Ich will ja eigentlich auch eine Küche OHNE Oberschränke, eine mit dollen Designermöbeln, eine mit so ner richtig coolen Oberfläche… IS NICHT… wird wohl auch nix mehr! Macht aber nix!! Und mal ganz ehrlich, so richtig schlimme Bilder gibt es bei dir doch nie, niemals nie! So ein bisschen gelb im Bild passt zum CI und ein Bild vom Backofen mit Schaum, da muss man erstmal drauf kommen :-)
    In diesem Sinne!
    Mehr Mut zur Wirklichkeit! Da geb ich dir vollkommen Recht! ;-)
    Liebe Grüße, ich lach immer noch über deine Sätze!!
    Martina.

  • Reply Miriam 28. Januar 2016 at 15:09

    Yeah! So gefällt mir das :) Die meisten Bilder vom Blog meines Vaters und mir entstehen daheim, weil meine Studentenbude mehr oder weniger nichts bietet und die Küche so klein ist, dass kaum mehr als eine Person Platz hat – aber hey, that’s life! Ihc kann mich viel eher mit dir identifizieren als mit den High-Class-Lifestyle-Bloggern, die den Appelcomputer neben der Kitchenaid in ihrer puristischen Wohnung stehen haben. Das ist auch schön, würde ich vielleicht auch nehmen, aber ich bin auch so glücklich mit minikleiner Küche, nem Großteil der Küchengeräte vom Discounter und unperfekten Bildern. Lg und mach weiter so! Miriam

  • Reply merlanne 28. Januar 2016 at 15:12

    Nach der Lektüre deines heutigen Beitrags weiß ich, warum ich immer wieder gerne bei „… was eigenes“ vorbeischaue: weil es hier immer noch nach „authentisch“ ausschaut, trotz der tollen Entwicklung, die dein Blog in den letzten Jahren gemacht hat. Genauso, wie du dein „Bloggerleben“ beschrieben hast, ist es und ich muss schmunzeln, wenn ich das Bild mit der Szenerie vor deiner Terrassentür anschaue. Es erinnert mich an all meine „Aufbauten“, die ich so in den letzten Monaten vor unserer Terrassentür veranstaltet habe um „gutes“ Licht für akzeptable Bilder zu bekommen. Das nennt man Bloggen „von Hand“. Ich denke, es ist deine Authentizität und dein Mut zur Wirklichkeit, die dir so viele begeisterte Leser beschert hat und man merkt dir bei jedem Beitrag deine Leidenschaft fürs Bloggen an.
    Herzliche Grüsse,
    Claudine

  • Reply Jana 28. Januar 2016 at 15:16

    Toller Text! Ich stimme dir absolut zu!
    Ich erinnere mich, dass ich früher auch viel mehr nicht so gute Fotos auf Instagram und meinem Blog gepostet habe – und nun ärgere ich mich oft, dass ich das nicht mehr tue, obwohl es mir eigentlich viel mehr Spaß gemacht hat.

  • Reply zaubersterne 28. Januar 2016 at 15:17

    Liebe Bine, du schreibst soooo toll und mir direkt aus dem Herzen – ich mit meinem braunen Sofa und dem Eichentisch mit braunen Büffellederstühlen – ich denke jedesmal wenn ich ein weisses, durchgestyltes Zuhause sehe – hilfe mein Wohnzimmer ist nicht Blogger- oder Instatauglich – auch fehlen bei mir all die stylischen weissen Becher mit Buchstaben drauf, und, und……..ja da schleppt man dann halt mit der weissen Holzfotomatte alles vor`s Fenster und knipst dort…..ist wirklich bescheuert!!!Aber auf dem Eichentisch gibt es halt nicht die Fotos. Ich wünsche mir, dass ich den Mut zur Lücke habe…….gar nicht so einfach ;-) vielen Dank für deinen Text.
    Herzliche Grüsse
    Mirjam

  • Reply Heidi 28. Januar 2016 at 15:20

    Ich soll dir von meinem knurrenden Magen ausrichten, dass das Bild, das es nicht auf Insta geschafft hat, super lecker aussieht! Er würde gerne wissen, damit er das auch bekommt. Was ist das, Gulasch?

  • Reply Susanne H. 28. Januar 2016 at 15:22

    Hallo Bine, ein sehr ehrlicher Blockbeitrag, und auch ich als Nicht-Bloggerin, sondern nur Blogleserin, weiß sofort was gemeint ist! Ich glaube das optimale ist ein bisschen von Allem, denn nur normales Leben und Chaos will auch keiner sehen, aber wenn alles zu perfekt ist, dann frustriert es die Leser auch nur. Diese gute Mischung findet man bei dir, vielen Dank dafür. Viele Grüße, Susanne

  • Reply Holunderbluetchen 28. Januar 2016 at 15:40

    Ha…das kommt mir doch alles sehr bekannt vor, liebe Bine :-))
    Das Bemühen, tolle Fotos hinzubekommen, auch wenn das Licht nicht stimmt, und man eigentlich auch gerade keine Lust zum Fotografieren hat.
    Dann habe ich Lampen und Co wieder „abgebaut“ und plötzlich erscheint die gnädige Sonne, ich aber habe keine Zeit mehr….
    Ich schaue selbst gerne schöne Fotos an und deshalb möchte ich auch ansprechende Fotos zeigen, was aber nicht dazu führen soll, dass ich irgendwelchen Krimskrams kaufe, nur der Fotos wegen.
    Obwohl…ich muss zugeben, das eine oder andere kleine Accessoire musste dann doch mal sein ;-)
    Und natürlich ist die Anzahl an Vasen wegen des „Flowerdays“ gestiegen, aber auch da versuche ich Maß zu halten.
    Ich denke , die Mischung muss stimmen :-)
    GlG helga
    P.S. Ich finde, deine Waffeln sehen sehr lecker aus, !!!

  • Reply Gabi 28. Januar 2016 at 15:56

    Hallo Bine, einfach nur klasse!
    Dein Beitrag spricht mir aus dem Herzen!
    Ist das *normale* Leben nicht einfach herrlich, denn es ist NICHT perfekt und das macht seinen Reiz aus….finde ich.
    Schöne Worte hast du gefunden und ich freue mich auf deine wundertolle Fotos (denn ich bin eine, die DEINE Fotos immer bewundert!) und weiter unperfekte Beiträge!
    Liebe, immer noch grinsende Grüße
    Gabi

  • Reply Maybritt 28. Januar 2016 at 15:56

    Wie interessant die Bilder sind! Ich bekomme es auch nicht wirklich hin, meine Vorstellung immer im Foto umzusetzen – aber warum auch? So entsteht was ganz eigenes „perfekt unperfektes“. Und so muss es sein!

    Liebe Grüße, Maybritt

  • Reply Indina 28. Januar 2016 at 16:03

    Sehr wohltuend! Was mich gleich zu der Frage führt: Was macht (für mich) einen guten Blog aus? Da muss jemand schreiben können, gerne mit Witz, Sinn für’s alltägliche Chaos und gerne auch mit Ironie. Schöne Bilder seh ich immer gerne, aber diese allseits herrschende Diktatur des „super-perfekt-alles-Weiß-vor-leerem-Hintergrund-mit-stylischen-Tüdeldü“ kann auch schon mal ganz schön nerven. Langsam aber sicher werden dann nämlich alle DIY-, Back-, Lifestyle-, Kreativ-Blogs austauschbar. Nix mehr mit „ist alles so schön bunt hier, kann mich gar nicht entscheiden“!
    In diesem Sinne: liebe Bine, gerne mehr Reality, gerne mehr Backofen im Badeschaum und weiterhin dicht am Leben — das macht für mich nämlich die absolute Qualität Deines Blogs aus!
    LG Indina

  • Reply Yvette [engel + banditen] 28. Januar 2016 at 16:35

    Hach Biene, Du bist herrlich. Wäre ich eine Amerikanerin, würde ich wahrscheinlich sagen: Love you, honey! Kisses from Charleston, Yvette

  • Reply Ute Heinelt 28. Januar 2016 at 16:37

    Du sprichst mir aus dem Herzen 😘Ich finde deinen Kommentar so herzerfrischend. Bleib so!

  • Reply Missi 28. Januar 2016 at 16:40

    Finde ich ganz ganz großartig, mir gehts oft genauso :D Ich sehe dann bei den „großen“ Blogs die tollen Food-Fotos und denke mir „Hm, der Kuchen war irre lecker, aber wie bekomme ich das jetzt hübsch fotografiert?“. Dabei sollte es doch in erste Linie darum gehen, dass es schmeckt :D
    Alles Liebe,
    Missi

  • Reply Sandra Bachfeld 28. Januar 2016 at 16:45

    Ach liebe Biene,
    ist das wieder köstlich hier zu lesen. Musste mich für die Antwort an den PC setzten, denn was sollen denn die Leute von mir denken, wenn die Rechtschreibprüfung meines Handys jedes zweite Wort verhunzt *g*. Jeder Fehler hier drin ist selbst produziert..

    Du hast ja soooo Recht – ich mag auch schöne Fotos anschauen und bin dann anderseits wieder deprimiert, weil ich das *vermeintlich* so nie hinbekommen würde.

    Leute mit Küchenzeilen auf denen sich kein Krümelchen befindet und rein gar nichts persönliches rumsteht, sind mir oft gleich mal unsympathisch. Ein richtiges Setting dauert ja meistens auch ewig..dafür fehlt mir die Zeit.

    Dann denkt man oft…boah hat die tolle Bilder…meistens von sich selbst..und was stellt sich raus? Der Freund, Mann, Mitbewohner, Freundin oder was weiß ich, ist Fotograf…na dann :-).

    Außerdem wird ja fleißig gefotoshopt.. ich war mal bei einem Fotokurs, da hat der Kursleiter aus einem grottigen total dunklen Bild ein super Foto gemacht…in 2 Minuten. Einzige Voraussetzung es muss ein scharfes Foto sein, überbelichtet ist aber schlecht und es sollte RAW Format sein. Mit einem RAW Konverter kriegt man alles hin.

    Letztens hab ich einen tollen Fotografen auf You Tube gefunden „Pavel Kaplun“ den musst Du mal googeln. Da gibt es tolle Anleitungsvideos..der Mann fotografiert ein Abfallrohr mit dem Handy und wenn er mit dem Foto fertig ist, dann denkst Du das ist Kunst.

    Übrigens, mein meist geklickter Post ist eine Faltanleitung für einen Weinachtsstern…und jetzt rate mal wie die Fotos sind…ja genau..Waffelfotos..obwohl die kenne ich noch gar nicht..schaue gleich mal nach..allerdings interessiert mich auch eher das Rezept.

    LG
    Decofine

  • Reply Martina 28. Januar 2016 at 16:48

    Das könnte ich geschrieben habe, die, die auch Oberschränke hat, weil in meiner Küche gekocht wird und ich keinen Bock habe ständig das Fett von den Sachen auf den Regalen zu wischen – mist, in solchen Küchen wird ja nicht mit Fett gebraten, tztztz
    Ich liebe deinen Blog, mir die würde ich auch zum Kaffee gehen, mit manchen Tussen aus den hochpolierten Blogs sicher nicht
    LG
    Martina

    • Reply Sandra Bachfeld 28. Januar 2016 at 17:26

      Martina, die haben ja gar keine Zeit zum Kochen, die sind mit den Fotos beschäftigt und wenn dann doch mal gekocht wird ist nach dem Shooting das Essen kalt ..arme Familie :-))))))))))))))))))

  • Reply Tina 28. Januar 2016 at 17:27

    Super Beitrag! Ich kann das voll und ganz nachvollziehen! ich verzweifel auch ständig und bin neidisch auf diese wunderschönen hellen Fotos, mit ganz viel weiß und wo einfach alles zusammen passt. Und dann fange ich auch an bei mir wieder alles ändern zu wollen, weil es bei anderen so viel schöner aussieht. Aber du hast so recht, es muss nicht perfekt sein und bei mir sieht es nunmal so aus, wie es mir gefällt und was halt so möglich war. Ich finde deinen Blog super und bin begeistert, dass du das hier geschrieben hast!
    Viele liebe Grüße
    Tina

  • Reply die.waschkueche 28. Januar 2016 at 17:48

    Danke, dafür könnte ich Dich knutschen. Mittlerweile geht mir die ewige „Torte“ tierisch auf die Nerven ich möchte auch mal wieder „Leberwurstschnittchen“ sehen. Nein, neidisch bin ich nicht … nicht mehr, denn mittlerweile langweilen mich diese gestylten Fotos, weil sie sich alle ähneln. Sie überraschen mich nicht mehr. Sie sind nichts Besonderes mehr. Sie sind glatt gezogen, makellos und allgegenwärtig. Mainstream eben. Waffeln im Dämmerlicht haben doch was, davon ab, sind die Waffel-Bilder vollkommen i.O.
    LG Doris

    P:S. Haste wieder umgebaut? :D

  • Reply Uschi aus Aachen 28. Januar 2016 at 18:27

    Ich bin so ein großer Fan Deiner stets schönen und anschauenswerten Fotos! Mach weiter genau so – und Dir nicht so viele Gedanken…

  • Reply San 28. Januar 2016 at 18:36

    Ich fühle mich von dir so verstanden und ich empfinde das mit dem Fotos genauso… (liegt auch daran, dass ich einen hohen Anspruch an mich selbst habe.)… aber der Satz hier spricht mir aus der Seele: “ Ich folge Insta-Menschen, die einen aufgeräumten, geradlinigen, gestylten Stream haben genauso gerne, wie Menschen, die einen Schnappschuss aus dem Leben zeigen. “

    Genauso ist es!

  • Reply Kathrin 28. Januar 2016 at 18:37

    Toll! Hinter den für mich stets perfekten Bine-Fotos steckt eine Frau, deren Backofen nicht wie neu gekauft aussieht ;) Also nicht, dass ich mir das noch nicht dachte, doch dein Mut zur Lücke macht anderen Blogerinnen sicher Mut, sich mehr zu trauen, mehr zu zeigen. Danke für den Beitrag und ich beneide dich nicht, für Terrassenfotos erst soviel wegräumen zu müssen.
    Aber es ist einfach so: man kann noch so schöne Texte schreiben, erst ein Foto lädt dazu ein, überhaupt einen Beitrag zu lesen. Und dann muss das Foto was hergeben, sonst wird einfach wieder weggeklickt. Das sag ich aus Erfahrung ;)
    Das ist wie mit den Gesichtern: ein lachendes Gesicht möchte man lieber kennen lernen als einen Grummelpeter…

    Liebe Grüsse

    Kathrin

  • Reply Mareike 28. Januar 2016 at 18:38

    Sehr schön geschrieben, Bine und voll aus dem Leben. Ich hab Dein Hanuta Desert Posting schon mit Freude gelesen und das hier spricht mir auch aus dem Herzen. Mach bitte weiter so – vor allem so ehrlich.
    So, ich geh jetzt den Backofen putzen…

    LG Mareike

  • Reply Leah 28. Januar 2016 at 19:32

    Ich musste gerade doch noch einmal zu diesem Post zurückkehren, weil ich auch mal meinen Senf dazu geben wollte.
    Du triffst den Nagel mal wieder auf den Kopf, liebe Bine. Genau deshalb gehörst du auch zu den Blogs, die ich immer lesen werde. Ganz egal ob du das für deine Bilder ein extra Setting aufbaust oder es einfach live vom Esstisch hier landet. Ich mag deinen Schreibstil und deine Ehrlichkeit, die Dinge aufzuschreiben.
    Ich muss zugeben, ich mag dieses „gefakte Leben“ manchmal schon ganz gerne. (Man muss dazu sagen, dass ich mit all dem groß werde;))
    Wenn ich manche instagram-Feeds sehe, dann denke ich mir schon „So willst du später Leben!“ oder „Wenn du nur zu Hause auch so einen Esstisch hättest, dann könntest du viel besser dein Mittagessen in Szene setzten!“, aber dann sehe ich auch wieder Bilder oder mache sie selbst, die nicht hochglanzmagazinreif sind und trotzdem den Moment erfassen und ich sie genau deshalb schön finde. Das geht mir gerade bei deinen 12 von 12 Bilder so.
    Da bin ich dann glücklich über unseren Familien-Esstisch, weil er eben schon so viele Dinge miterlebt hat.
    Man muss seine eigene Balance kennen und finden, was diese „Realität“ angeht.
    Auf das Rezept für deine Waffeln bin ich jedenfalls auch ohne extra stylische Bilder gestoßen und sie schmecken wirklich grandios.
    Liebste Grüße,
    Leah

  • Reply Rahel | HIMMELSSTÜCK 28. Januar 2016 at 19:33

    Genau so und nicht anders! Finde ich auch gut und mache ich auch so. Manchmal klappen die Bilder besser, beim nächsten Mal war zuviel oder zuwenig Sonne. So what! Ist ja auch ein Stück authentisch, ne!
    Liebe Grüße, Rahel

  • Reply Pamy 28. Januar 2016 at 19:41

    Ich verstehe, was Du meinst. Genauso geht es mir eigentlich auch… ich liebe hübsche Fotos, es ist wundervoll anzuschauen, wenn alles so schön schick ist und ich frag mich immer WIE machen die das alles eigentlich? Es kann doch nicht immer so aufgeräumt sein. Oder ist das dann nur ein Ausstellungsraum und gewohnt wird wo anders? Also bei mir ist es nicht so clean und das ist auch gut so, denn ich lebe auch noch. Dennoch mag ich wie gesagt schön arrangierte Fotos. Sind es aber nur solche, dann langweilt mich das, weil es so unecht ist bzw. wirkt und auch einfach nicht authentisch ist. Keiner lebt perfekt und das muss man auch mal sagen und zeigen dürfen. Toll dass Du genau dazu den Mut aufbringst, aber genau das macht Dich so sympathisch.

    Ganz liebe Grüße,
    Pamy

  • Reply Anja 28. Januar 2016 at 19:59

    Mach einfach so, wie es dir gefällt. Dein Blog-Zuhause, dein Ding – und ich finde es genau so wunderbar wie es ist! Danke!

  • Reply KreaMino 28. Januar 2016 at 20:33

    Wahre Worte :-)
    Ich frage mich häufig: Wohnt da jemand? Oder ist das ein Möbelhaus? Nicht umsonst hängt hier ein Schild: Wir LEBEN hier :-)
    Die Mischung macht es letztendlich und die hält mich auch. Diese Waage zwischen Perfektionismus und Leben.
    GLG Dominique

  • Reply Heike von The Tastemonials 28. Januar 2016 at 20:47

    Mich nerven zu perfekte Fotos auch!! Und trotzdem versuche ich, an meine eigene Perfektion heranzukommen, so dass ICH zufrieden mit meinen Bildern bin. Wenn dem so ist, ist es egal, was andere darüber sagen/denken. Ansonsten heisst es sowieso: Üben,üben,üben ;-) GLG, Heike

  • Reply Su-shi 28. Januar 2016 at 21:42

    Wie immer: toll geschrieben, liebe Biene. Du bist total authentisch und das mag ich sehr an dir! Bleib so!

  • Reply Nadja 28. Januar 2016 at 22:28

    Oh ein wunderbarer, unterhaltender Post! :D :)
    Und so wahr.. ich poste meistens Bilder, ohne zu überlegen, ob es gefallen könnte, mach mir vorher aber schon Gedanken, was zu sehen ist.. ein Zauberhaufen Klamotten im Hintergrund? Neee.. Die Toilette in der Snapchat-Story, weil man zeigen möchte wie man das Bad geputzt hat? Bloß nicht.. Der vollgestellte Küchentisch mit den Original-Verpackungen von Wurst und Käse, weil man einen Sonntag-Post vorbereitet? Undenkbar..
    Bei Instagram war es bei mir sogar eine zeitlang so, dass ich die Bilder etc. wieder gelöscht hab, wenn ich fand es gibt zu wenig Rückmeldung.. dies ist mir nun aber auch relativ egal geworden.. :D
    Ganz liebe Grüße aus dem Norden,
    Nadja

  • Reply die Chrissy 29. Januar 2016 at 07:19

    Danke für den Blick hinter die Kulissen! Ich hab mich auch schon oft dabei erwischt wie ich Fotoideen auf Grund von doofem Untergrund oder Licht einfach verworfen habe. Auch habe ich immer einen ganz großen Respekt davor, wenn ich sehe wie viel Mühe sich Blogger mit den Fotos und der passenden Dekoration geben. Dafür bin ich zu spontan :-)

  • Reply Janine 29. Januar 2016 at 08:29

    Danke :-)

  • Reply Anja von schoenesleben.net 29. Januar 2016 at 10:03

    Nach Deinem Hanuta-Post hatte ich total Lust, zu bloggen, obwohl es hier aussah wie Bombe: im Haus, aufm Schreibtisch und das Tochterkind krank war. Ich habe dann einfach nebenbei Fotos gemacht und hatte dabei diesen Satz im Kopf „Einfach nur fix paar Fotos machen ohne das ganze Bohei drumherum“. Und es hat geklappt = für mich waren sie schön genung! Ich finde, perfekt und clean sollen die Fotos auf meinem Blog nicht sein, sondern ästhetisch. So, dass das Anschauen Freude macht. Ich orientiere mich da an meinem eigenen Leseverhalten. Und ehrlich: verwackelte Eiche-rustikal-Fotos schaue ich mir einfach nicht so gerne an.
    LG aus Leipzig!

  • Reply Schneiderherz 29. Januar 2016 at 10:05

    Oh wie wunderbar! Du sprichst mir aus der Seele.
    Ich ertappe mich auch, dass ich zwischendurch mit meinen Blogbildern hadere. Foodbeiträge nehme ich meist gar nicht in Angriff, weil ich zwar sehr gerne koche und esse- aber die Zusatzarbeit mit den Fotos und dem Stylen scheue. Die Selbstbilder für meine Klamottenbeiträge lassen mich auch immer wieder verzweifeln: Schlechtes Licht- Selbtsauslösergehampel. Doch mittlerweile sag ich mir dann irgendwann: GENUG! Da sind sie eben mal zu dunkel oder etwas zu unscharf. Hauptsache immer mit Liebe!

    Hübsch auf Instagram zu knipsen finde ich übrigens relativ einfach- kurz mal die Perspektive gewechselt und der Bügelberg ist nicht mit auf dem Foto (wobei auch der schon mal Motiv war- genau wie ein Foto, dass meinen völlig übergequollenen Hefeteig im Backofen zeigte)
    Ich muss gestehen, dass ich bei Insta lieber „hübsche“ Fotos mag. Die müssen ja nicht immer das gleiche „tote“ Zimmer zeigen. Auch Pannen, Alltag, Ehrlichkeiten können nämlich hübsch abgelichtet sein…

    So- und jetzt gehe ich fix mal nach dem Waffelrezept gucken. Da suche ich nämlich noch ein gutes!

    Liebe Grüße aus Flensburg
    Ute

  • Reply Nika 29. Januar 2016 at 11:24

    Hallo liebe Bine,

    Ach, ich mag deine Ehrlichkeit und Realitätspost so gerne. Das macht dich noch sympathischer als du eh schon bist. :) Danke dafür! Ich finde das so toll und dein Blick hinter die Kulissen ist sehr interessant.
    Jeder hat ja auch seinen eigenen Stil, was Fotos angeht. Manche haben da eben mehr ein Händchen für, andere (wie ich, hahaha!) eben nicht so sehr. Das ist ja genau so wie mit den Texten, dem Design und so weiter.
    Für mich ist nur wichtig: Ich mag deinen Blog, ich mag deine Fotos und ganz besonders mag ich dich. :)

    Liebe Grüße
    Nika

  • Reply Martina 29. Januar 2016 at 11:46

    Liebe Bine,
    ich finde auch das nur durchgestylte Fotos, zwar super anzuschauen sind, aber eben keine Authentizität zeigen. Es ist doch viel schöner zu sehen, dass auch ein Blogger ganz normal lebt und nicht direkt aus dem Hochglanzmagazin entsprungen ist. Denn schließlich wird doch aus dem Leben berichtet. Mir gefällt dein Blog so wie er ist.

  • Reply Yvonne 30. Januar 2016 at 02:06

    ich find’s spitze! Vor allem den Punkt mit den 2-8 Stunden Schreibtisch aufräumen 😉 sehr aus dem Leben gegriffen!

  • Reply Anne 30. Januar 2016 at 14:25

    Jajajaja!

  • Reply Mona 30. Januar 2016 at 17:46

    Liebe Bine, was für ein herrlich lustiger Beitrag. Mir erging es ähnlich mit meiner Tasse ohne Henkel. Alle Instas trinken daraus und keiner schreibt das man sich daran die Finger verbrennt. Da fällt mir ein Werbeslogan von einem großen skandinavischen Möbelgeschäft ein. Etwas die Worte gedreht würde er dann heißen ‚wohnst du nur oder lebst du auch‘ 😉
    LG Mona

  • Reply Steph 31. Januar 2016 at 10:57

    Danke Bine! Hat mich dazu animiert mal wieder was Gebackenes zu bloggen! Heute gibt es bei mir Sesamringe…
    Ich lese deinen Blog sehr gerne. Hast Du mal wieder daran gedacht eine Fotoaktion zu starten?
    Grüße
    Steph

  • Reply Angie 31. Januar 2016 at 13:28

    Liebe Biene,
    zum Satz gelb- oder blaustichige Fotos kann ich Dir nur den Tipp geben, beschäftige Dich mal mit dem Thema manueller Weißabgleich. Dann ist es nämlich egal was Du für eine Beleuchtung hast ob Kunstlicht oder Tageslicht.
    Lieben Gruß
    Angie

  • Reply Küstenmami 1. Februar 2016 at 13:11

    Liebe Bine,

    ich danke Dir ganz herzlich für Deinen inspirierenden Artikel, der mit meinen Überlegungen zum Thema „Was ist eigentlich ein „gutes“ Foto? Und was heißt das für mich?“ zusammentrifft. Ich habe meine Gedanken in meinem Monatsmotto zusammengestellt – natürlich nicht ohne auf Dich zu verweisen :) (http://kuestenkidsunterwegs.blogspot.de/2016/02/kursbestimmung-meine-bilder-zwischen.html). Übrigens: Wäre diese Frage nicht ein tolles Thema für Deine „Schreibzeit“? Oder für eine Blogparade? Wie wärs?!

    Viele liebe Grüße von der winterlichen Ostsee

    Küstenmami

  • Reply Kindderachtziger 3. Februar 2016 at 16:02

    Einfach wunderbar. Punkt und Danke.

    Ich versuche das auch so zu sehen und bisher komme ich ganz gut damit klar, trotzdem geht so manche Stunde mit Bild bearbeiten oder Foto machen drauf, weil mich der Perfektionismus wieder packt. Gemeinsam werden wir da sicher besser.

    Viele ‚Grüße, Silke

  • Reply Annegret 20. Mai 2016 at 10:08

    Liebe Bine,
    mit diesem Beitrag hast du eine weitere Leserin neu gewonnen.

    Da hast du mit allem wirklich recht und so geht es den meisten Frauen, die alles unter einen Hut bekommen wollen. Arbeit/Kind(er)/Mann/Haushalt/Hobby.
    Irgendwas kommt immer zu kurz, aber alles soll doch perfekt sein und auch nach außen hin so wirken. Alles Unsinn.

    Aber irgendwie wird man immer wieder in diese Schiene gedrängt. Alles muss klinisch rein sein, es darf nirgends eine benutzte Kaffee/Teetasse umherstehen, sonst ist unsere Wohnung/Haus nicht mehr perfekt und gleicht nicht mehr dieser aus dem Ikea-Katalog.

    Also ein großes DAUMEN HOCH für deinen Mut zur Lücke!
    LG, Annegret

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