Erlebtes, New York

7 Tage New York! Sightseeing ohne Reiseführer, dafür mit verschiedenen Apps und dem New York Pass.

(Werbung, ohne Auftrag, denn heute gibt’s einige Link-Tipps)

Was ich in den letzten Tagen auf meine Insta-Stories hin immer wieder gefragt wurde: wie habt Ihr Euren New York Sightseeing-Trip geplant, welchen Stadtführer hattet Ihr dabei, wie habt Ihr Euch organisiert und wie habt Ihr das geschafft, alles in diese eine Woche zu packen (das frage ich mich rückblickend auch). Die Stories aus New York könnt Ihr übrigens noch in den Highlights anschauen.

Deswegen gibt’s heut einen Artikel mit allgemeinen Infos zu unserer Sightseeing Tour durch den Big Apple. Eines vorab: Einen Reiseführer hatten wir nicht dabei. Ich habe noch zwei uralte Reiseführer im Bücherregal stehen, die ich eigentlich mitnehmen wollte, hab ich aber vergessen und das war auch nicht schlimm.

Schon Wochen vor unserem Abflug, habe ich mir eine Excel-Liste erstellt, in die ich nicht nur wichtige To Do’s, wie Einreisegenehmigung (Esta) ausfüllen und beantragen, Steckdosen-Adapter bestellen, Nackenhörnchen für den Flug kaufen, usw. eingetragen hatte, sondern auch alle Sehenswürdigkeiten, die ich unbedingt sehen wollte.

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Sehenswürdigkeiten, die man eben so kennt. Aus Filmen, aus dem Netz, aus Erzählungen… Empire State Building, 9/11 Memorial, Grand Central Station, Littel Italy, Brooklyn Bridge, Public Library, High Line, und so weiter und so fort. Ich habe mir dazu auch immer gleich die Adressen notiert und die U-Bahn Stationen. Google Maps sei Dank. Was ich nicht gemacht habe: ich habe vorher kaum bis gar nicht (auf Pinterest oder anderen Blogs) nach diesen Must-see-placs gesucht. Ich wollte keinen Bildern im Kopf hinterher rennen, sondern lieber die typische Touritour mit meiner Familie machen und auf den vielen Wegen durch die Stadt schöne Plätze und aussergewöhnliche Gebäude entdecken.

Bei meiner Recherche stieß ich auf den New York Pass, bzw. die New York Pässe, denn es gibt mehrere. Mit dem Buchen dieses Passes, hat man bei vielen Sehenswürdigkeiten freien Eintritt. Klar, man zahlt im Vorfeld dafür, aber unterm Strich ist es günstiger. Bei der Entscheidung, welchen Pass wir kaufen sollen, half uns Katrin von viel unterwegs, die einen sehr informativen Artikel dazu veröffentlicht hat.

Recht spontan entschieden sich der Mann und ich für den New York Pass und zwar gleich für vier Tage. Beim Klicken auf „mit Paypal zahlen“ wurde uns zwar kurz schlecht, aber wat willste machen? Es war klar, dass wir das alles sehen wollen, also zahlen wir eben vorher dafür – und hoffen, dass es sich am Ende rechnet.

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Rückblickend können sehr feststellen: Ja, der Pass für vier Tage kostet eine Stange Geld, aber wir haben damit rund 400,00- 500,00 Dollar gespart. Nachdem wir den Pass gebucht hatten, habe ich beim Scrollen durch die angebotenen Attraktionen meine Liste der Dinge, die wir sehen und besichtigen wollen, überarbeitet, denn ich wollte so viel wie möglich aus diesem Pass rausholen.

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Ganz oben auf der Liste stand der Hop-on-hop-off-Bus. Das ist bei uns ein ungeschriebenes Gesetz: am ersten Tag einer Städtereise lassen wir uns mit dem Bus durch die Stadt kutschieren, um uns erstmal einen Überblick zu verschaffen. Zwei Touren haben wir mit dem Big Bus an einem Tag geschafft. Die rote und blaue Linie. Das allein hätte uns schon ca. 180 Dollar gekostet. Dazwischen stiegen wir einmal kurz an der Wall Street aus und aßen später im Hard Rock Café zu Mittag. Da wollten die Kids unbedingt hin, denn – oh Wunder! Hard Rock ist ja wieder richtig in. Ich musste schmunzeln, denn als ich 1993 das erste Mal in den USA war, damals in Chicago, fand ich es dort ja sooo cool. In den 90ern hatten wir ja alle Hard Rock Café (fake) Shirts, nicht wahr?

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Am späten Nachmittag stiegen wir am Broadway aus und standen direkt vor Madame Tussaud. Ich war mal in einem dieser Wachsfiguren Kabinetts mit 13 oder 14 Jahren in London und eigentlich interessiert mich das heute nicht mehr so sehr – aber hey, mit dem New York Pass haben wir kostenfreien Eintritt, also rein da.

Und genau das fand ich am Pass super: wir haben einiges gemacht, was wir ohne Pass niemals gemacht hätten, weil ich dafür eigentlich kein Geld ausgeben wollen würde. Jetzt habe ich sogar ein Foto mit der Queen.

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Einige Attraktionen muss man vorab fest buchen. Zum Beispiel Stadtführungen durch einzelne Districts oder The Ride. Das ist eine Comedy Bustour, bei der man in einem Reisebus durch die Stadt fährt. Das Besondere: man sitzt nicht in Richtung Fahrer, sondern zum Fenster hin und die Fahrt wird von zwei Komödianten begleitet, die ihre Stadt ganz witzig erklären. Während der Tour tauchten auf den Straßen plötzlich Schauspieler und Künstler auf, die sangen und tanzten. Die vorbeigehenden Leute schauten dann immer etwas verwundert, aber wir hatten unseren Spaß, denn nur wir konnten die Sänger und Tänzer richtig laut im Bus hören. Am Columbus Circle tanzte ein Paar z.B. für uns Ballett. Das war schon toll. Eigentlich kostet die Tour ca. 50- 70 Dollar. Hätte ich ohne Pass nicht gebucht.

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Ich hätte noch gerne viele andere Attraktionen vorab gebucht, aber da unsere Kinder (noch) nicht gut englisch sprechen, war das leider nicht möglich. Schon bei The Ride war es ein bisschen blöd für sie, dass sie die Komödianten nicht verstanden. Die beiden finden Stadtführungen eigentlich toll und hören auch immer gerne zu – aber bei den District-Führungen, z.B. durch Greenwich Village oder Brooklyn und Dumbo hätten der Mann und ich ja die ganze Zeit übersetzen müssen. Durch diese Stadtteile sind wir dann alleine gelaufen.

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An einem Tag waren wir natürlich auch am World Trade Center. Gleich neben den beiden Wasserbecken, wo früher die Twin Tower standen, befindet sich das 9/11 Memorial Museum. Auch dieses Museum ist im New York Pass enthalten und deswegen gingen wir auch rein. Es war sehr beeindruckend –  davon berichte ich nochmal in einem separaten Beitrag.

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Was wir ebenfalls gemacht haben – eine Boots Tour rund um die Insel Manhattan. Die Circle Line „Best of New York Tour“ dauert ca. 2 Stunden. Man sieht die Stadt einmal rundum vom Wasser aus, man fährt ganz nah an der Freiheitsstatue vorbei, unter der Brooklyn Bridge durch und sieht Teile von New York, die man so nicht sehen würde. Mein ursprünglicher Plan war eigentlich, mit der kostenfreien Staten Island Ferry der Freiheitsstatue ganz nah zu kommen. Diese Tour konnten wir dann aber knicken, denn mit der im NY Pass enthaltene Circle Line Tour fuhren wir ganz nah Lady Liberty vorbei.

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Ein komplett kostenfreies Vergnügen ist der Time Square – was für ein Gewusel, ein Lärm und auch ein bisschen Stress. So viele Menschen, blinkende, riesige Werbeflächen, ein Gehupe und Gedröhne… einfach nur krass!

Das letzte Mal war ich Silvester 1995/ 1996 dort. Da stand ich mit meinen Freundinnen auf der Straße, in der Hand eine Sektflasche, die natürlich in eine Papiertüte eingepackt war und wartete darauf, dass dieser Ball endlich fällt. Ich fand’s damals total langweilig, denn meine Vorstellung von Silvester am Time Square mit vielen Menschen auf der Straße war ja eher so karnavalsmäßig. Weit gefehlt! Keine Musik und weit und breit keine schunkelnden Menschen.

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Alles in allem war der New York Pass für uns also eine gute Investition. Jeden Morgen, beim Frühstück, scrollten wir durch die Attraktionen und überlegten, wo wie an dem Tag hinfahren sollen und was nah beieinander liegt. Jeder äusserte seine Wünsche und zusammen entschieden wir, was wir Schönes machen werden. Die ersten vier Tage waren also eher voll mit typischem Sightseeing. Dafür haben wir es denn an den letzten drei Tagen ruhiger angehen lassen, sind später am Morgen aufgebrochen und von District zu District gebummelt.

Welcher Pass der Richtige oder Beste ist, das muss jeder für sich alleine entscheiden. Auch, wieviele Tage man so einen Pass bucht. Es gibt auch hier immer mal wieder Angebote, aktuell ist der Pass zum Beispiel teurer, als noch vor drei Wochen. Da hatten wir einfach Glück, also immer mal wieder auf die Seite klicken und schauen, ob’s gute Angebote gibt.

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Eine Seite, die mir bei meiner vorab-Recherche zum Thema Sightseeing ebenfalls super gut geholfen hat, ist: Loving New York. Mit deren Hilfe haben wir z.B. auch die ESTA Formular Anmeldung gemacht und auch dort gibt’s eine New York Pass Beratung. Die Seite bietet auch eine App an.

Und noch ein Tipp: Google Maps haben wir ja alle auf unseren Smartphones, ich rate ausserdem noch dazu, sich eine Subway App vorher runterzuladen. Die brauchten wir ständig. Und weil es heutzutage alle möglichen Apps für Städtereisen gibt, braucht man auch eigentlich keinen Stadtführer in Buchform mehr mit sich rumschleppen… auch, wenn es schön ist, darin zu blättern und zu lesen.

Damit schließe ich Teil 2 unserer 7 Tage New York Reise. Demnächst gibt’s hier auch mal wieder was anderes zu lesen, aber so lange die ganzen Infos und Erlebnisse noch frisch sind, fällt es mir leichter, sie runterzutippen ;-)

Ich wünsche Euch einen wunderbaren Freitag, ich freue mich auf’s Wochenende! Ihr auch? Denkt an die Zeitumstellung!

Liebe Grüße, Bine

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6 Comment

  1. Reply
    Franzi
    26. Oktober 2018 at 13:41

    Wunderschöne Impressionen, das mit dem Pass ist eine tolle Idee, wenn man damit sparen kann ;). Wobei ich bei Apps eher die Schwierigkeit schon hier in Deutschland hatte, dass diese meistens Internetzugang wollten und das Netz dementsprechend schlecht war, dass ich froh war einen anfassbaren Reiseführer aus Papier dabei gehabt zu haben. Da ich auch viel fotografiere und ins Handy schaue, habe ich immer die Befürchtung es geht dann nichts mehr mit dem Handy… :( Bin schon sehr auf den 911-Beitrag gespannt, da denke ich es war ein tolles Erlebnis!
    Wünsche dir ein schönes Wochenende ;)
    Liebe Grüße
    Franzi

  2. Reply
    Sandra B.
    26. Oktober 2018 at 13:44

    Hallo Bine! Ich finde deinen USA Reise-Rückblick richtig gut und total interessant.
    Wir waren als Familie in den Herbstferien auch in den USA unterwegs, eine Woche in Texas (Dallas + Austin) und eine Woche von San Francisco (da haben wir auch eine Hop-on-Hop-off-Bustour mitgemacht)/Sacramento über den HW1 nach LA. Da wir „zwischendurch“ entfernte Verwandte getroffen haben, blieb uns gar nicht so richtig Zeit um uns an den einzelnen Orten (Zwischenstopps) mal genauer umzusehen. Das ist im Nachhinein total schade, aber 2 Wochen sind für so eine Tour einfach zu knapp. Dafür wissen wir jetzt, sollten wir nochmal an die Westküste fahren, welche Gegenden noch mal besucht werden könnten/sollten.
    New York steht auf jeden Fall auch noch auf unserem Reiseplan, da leben nämlich auch noch Verwandte :-) die wir gern mal kennenlernen möchten. Da ist dein Bericht sicher sehr hilfreich und ich werden dann gerne auf deine Tipps zurückgreifen. Hach, ich könnt´wohl schon wieder….
    Ein schönes Wochenende wünscht
    Sandra

  3. Reply
    Julius
    26. Oktober 2018 at 20:31

    Ach krass, ich hatte mich schon gefragt bei deinen Insta Stories, was das alles gekostet haben mag. Ich war geizig im Mai und habe gar nix gebucht außer Top of the Rocks. Und das fand ich schon echt krass teuer.

    Was übrigens super geht ist das Markieren und Speichern von Zielen per Google Maps, dann kann man einfach auf die Fähnchen klicken und Google leitet einen zu Fuß und per U-Bahn zum Ziel. Hat einwandfrei geklappt bei uns. So war das U-Bahn-Fahren wie man es von Navis kennt. Man braucht halt nur eine amerikanische SIM, da es nicht überall W-lan gibt. Aber die Karte kann man Deutschland relativ günstig vorab kaufen.

    Liene Grüße, bin gespannt auf weitere Beiträge 😀

  4. Reply
    Andrea
    26. Oktober 2018 at 21:51

    Spannend und soviel nützliche Tipps, da bekommt man gleich doppelt Sehnsucht nach NY. Wir waren als Studenten 1994 war und irgendwann möchte ich nochmal hin.
    Deine Fotos sind auch toll, hattest wohl einen super Platz im Bus:))
    Danke und liebe Grüße Andrea

  5. Reply
    Franzi
    27. Oktober 2018 at 17:14

    Zu Madame Tussauds, da muss ich mal online schauen, wer da alles drin steht. Dazu muss ich sagen, dass ich erstmals im Panoptikum in Hamburg vor Jahren war und ich es schaurig und uhrig fand, immerhin standen da Hamburger Persönlichkeiten. Als es dann irgendwann diesen Hype um Madame Tussauds gab und ich in Berlin mit meiner Nichte zum ersten Mal drin war, hat es mich dann auch nicht mehr so gepackt, da ja schon fast jeder in Wachs gegossen ist…. Später habe ich es mit einem günstigen Ticket 2 für 1 nochmal mit meiner Freundin besucht und wäre da wahrscheinlich auch nicht nochmal reingegangen… aber hey, wenn das so günstig ist. und jeder nur 9 € statt 18 € zahlt, war es vollkommen ok. ;) Deshalb kann ich sowas auch nur mit Kombitickets empfehlen… und am Besten war ohnehin der Merchandise-Shop!

  6. Reply
    Sigrun
    27. Oktober 2018 at 22:33

    Deine Berichte verschlinge ich regelrecht, denn ich finde sie toll, informativ und die Bilder sind wunderbar. Wir wollen nächstes Jahr auch mit der Familie nach NY und ich bin für deine Erfahrungen sehr dankbar. Von mir aus kannst du noch ein paar schreiben :-)))

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