Heute nehme ich Euch mit nach Antwerpen, wenn Ihr mögt! Es erwarten Euch hübsche Altstatdtgassen, prächtige Giebelhäuser, eine wunderschöne Kathedrale und ein weiter Blick über die Schelde. Anfang Oktober habe ich dort ein Wochenende mit Freundinnen verbracht. Wir haben uns durch die Stadt führen lassen, haben zwischen Heiligenfiguren zu Abend gegessen, vom Dach des MAS die Aussicht genossen und ein Museum besucht.

Ich nehme Euch heut mit nach Belgien, genauer nach Antwerpen. Die Stadt an der Schelde war einst eine große Handelsmetropole und wurde u.a. berühmt durch durch sein Diamentenviertel, wo sich unzählige Diamantenhändler angesiedelt haben. Leider gab es für unser Wochenende keine freien Führungen durch dieses Viertel. Deswegen bleibt dieser Teil der Stadtgeschichte heute aussen vor.


Mit einer Stadtführung durch Antwerpens Altstadt
Am Tag nach unserer Anreise hatten wir eine Stadtführung gebucht. Innerhalb dieser zwei Stunden habe ich die meisten Fotos geschossen, schnell, schnell, damit die Gruppe nicht auf mich warten muss.
Wir starteten bei Het Steen, der Burg Steen, die das älteste erhalten Gebäude der Stadt ist. Sie war einst eine Residenz, ein Gefängnis, ein Sägewerk und heute beherbergt sie u.a. das Besucherzentrum.




Von dort ging es dann kreuz und quer durch die Altstadt. Oben links seht Ihr z.B. das Vleeshuis, das ehemalige Zunfthaus der Fleischer und Metzger. Heute befindet sich darin ein Musikmuseum, das allerdings wegen Renovierungsarbeiten derzeit geschlossen ist. Auf dem dem rechten Bild seht Ihr noch einen Teil der ehemaligen Stadtmauer zwischen den einzelnen Gebäuden.



Wenn Ihr durch die Stadt lauft, dann lohnt sich ein immer mal wieder ein Blick nach oben. An den Häusern, insbesondere an Häuserecken seht Ihr immer mal wieder Marienfiguren, oft mit dem Jesuskind auf dem Arm. Laut unserer Stadtführerin brachten die Antwerpener die Figuren an den Ecken ihrer Häuser an, um das Haus vor Gefahren zu schützen.
Für den nächsten Besuch vorgemerkt: der Nottebohmzaal
Leider konnten wir an diesem Morgen den Nottebohmzaal der Kulturerbe-Bibliothek Hendrik Conscience (Erfgoedbibliotheek Hendrik Conscience) nicht besuchen. Der historische Nottebohmsaal erinnert mit seinen hohen Bücherregalen an die Welt von Harry Potter. Unsere Führerin erzählte uns davon, ich habe mir im Nachhinein Fotos im Netz angesehen. Bei meinem nächsten Antwerpenbesuch muss ich da unbedingt rein. Wenn Ihr das auch möchtet, dann informiert Euch vorher über die Öffnungszeiten, denn der Saal ist nicht durchgehend zugänglich.




Die Liebfrauenkathedrale: Antwerpens Wahrzeichen
Das wohl berühmteste und bekannteste Gebäude in Antwerpen ist wohl die Liebfrauenkathedrale, die Onze-Lieve-Vrouwekathedraal. Ihr 123 Meter hoher Turm ist von vielen Plätzen und Orten in der Stadt zu sehen.
Ich habe sie auch vom Handschoenmarkt aus fotografiert, aber da waren so unglaublich viele Menschen auf den Bildern, dass ich diese hier lieber weglasse. Hineingeschafft haben wir es ebenfalls nicht. Die Führung sah dies nicht vor und danach kamen wir nicht mehr an der Kathedrale vorbei. Also noch ein Punkt für die “Beim nächsten Mal Liste”. :-)





Unsere Stadtführerin führte uns durch schmale Gassen und versteckte Häuserdurchgänge und dann wieder auf wunderschöne Plätze.




Grote Markt, Rathaus und Brabo-Brunnen
Die Führung endete auf dem Grote Markt, dem großen Platz vor dem Antwerpener Ratdhaus, dem Stadhuis. Hier steht auch der berühmte Brabo-Brunnen. Oben auf dem Brunnen, seht Ihr die Statue von Silvius Brabo, der der Legende nach einen grausamen Riesen besiegte, dessen Hand abhackte und diese in den die Schelde warf. Aus diesem “Handwerfen”, auf Niederländisch “hand werpen” soll der Stadtname Antwerpen entstanden sein. Diese Hand begegnet Euch in Antwerpen immer mal wieder. Zum Beispiel im Stadtwappen.
Um den Grote Markt herum stehen viele wunderschöne ehemalige Gilde- und Zunfthäuser. Hat mich sehr an den Grote Markt in Brüssel erinnern.




Abendessen im Elfde Gebod
Am ersten Abend haben wir im Restaurant Elfde Gebod gegessen. Dieses Restaurant ist bis unters Dach mit Heiligenfiguren und Engeln gefüllt. Ich fand diese ungewöhnliche Einrichtung absolut sehenswert, man hat zumindest die ganze Zeit etwas zu gucken. Im unteren Teil des Restaurants war den diesem Abend Lifemusik, wir haben oben gesessen. Das Elfde Gebod hat zwei Standorte in Antwerpen. Eines direkt neben der Kathedrale und eines am Wasser. Wir waren neben der Kathedrale. Das Essen war gut und solide, ich habe Muscheln gegessen.





Nach der Stadtführung liefen wir auf eigene Faust weiter. Durch das Universitätenviertel (Universiteitsbuurt) und auch durch das Schipperskwartier, dem Rotlichtviertel von Antwerpen.



Beste Aussicht über Antwerpen vom Dach des MAS.
Zunächst sind wir ins MAS (Museum aan de Stroom), bzw. rauf aufs Dach. Dahin kommt man kostenlos über unzählige Rolltreppen. Von der Dachterrasse hat man einen fantastischen Blick über die ganze Stadt in alle Richtungen.
Im MAS sieht man u.a. die Stadtgeschichte Antwerpens.


WOLF Sharing Food Market im Felix Pakhuis
Und danach sind wir rüber zum Wolf Sharing Food Market im historischen Felix Pakhuis. In diesem ehemaligen Lagerhaus befindet sich heute das Antwerpener Stadtarchiv und dieser coole Streetfood Markt. An zehn Streetfood Ständen und Bars gibt es für jeden etwas Leckeres: Burger und Pommes, indische Gerichte, asiatische Spezialitäten, mexinakisches Essen oder Pizza und Pasta.





So groß die Auwahl auch war, wir hatten keinen großen Hunger und haben uns nur eine Portion Pommes geholt.




Red Star Line Museum
Am zweiten Tag haben wir einen Ausflug zum Red Star Line Muesum gemacht. Absolut sehenswert, aber auch schwere Kost. Das Museum befindet sich in den ehemaligen Lagerhallen der belgischen Reederei Red Star Line. Von hier aus wanderten viele Europäer nach Amerika aus, wurden medizinisch untersucht, ihre Unterlagen kontrolliert. Die ganze Ausstellung ist sehr anschaulich, mit vielen Fotos, Briefen, O-Tönen und auch Filmaufnahmen.
Fotos habe ich dort kaum gemacht, einen HInweis darauf möchte ich aber trotzdem dalassen: Das Museum ist einen Beusch wert.


Und damit bin ich am Ende mit einem Antwerpenberichts. Was bleibt zu sagen? Ich muss da dringend nochmal hin! Für den ersten Überblick war das Wochenende richtig toll. Für den den nächsten Besuch stehen nun die Kathedrale und der Nottebohmzaal auf meiner Liste. Und noch ein bisschen mehr Zeit für kleine Geschäfte und Cafés darf auch gerne sein. Zum Glück haben wir es vorn hier ja nicht all zu weit bis nach Antwerpen. Was
Wart Ihr schon einmal in Antwerpen? Dann verratet mir gerne noch Eure Tipps. Was sollte ich beim nächsten Mal noch unbedingt besuchen.
Liebe Grüße
Bine
Auch wunderschön und immer eine Reise wert:
Alkmaar | Brüssel | Leiden | Utrecht
