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Der Palast von Knossos.

In der 6. Klasse- ich glaube, es war die 6., ganz so sicher bin ich mir nicht, bin ich total auf griechische Mythologie abgefahren. Schuld war damals meine Geschilehrerin Frau H., die zwar eigentlich ein großer Fan von Napoleon war (wahrscheinlich immer noch ist)- ich sag nur Désirée*- aber uns davor schon mit glühenden Wangen von Zeus, Hades, Poseidon, Aphrodite & Co. erzählte.
Bei mir hatte sie es geschafft, der Funke sprang über, Die Feuer von Troja* war damals meine Bibel. An die Handlung erinnere ich mich heute kaum, aber wenn Ihr mich jetzt fragen würdet, ich würde sofort mit voller Inbrunst rufen: Tolles Buch!

Der Palast von Knossos | Kreta | waseigenes.com

Auf jeden Fall war das u.a. der Grund, warum ich während unseres Kreta Urlaubes auch den Palast von Knossos sehen wollte. Pool, Strand, hübsches Chania, wildes Matala, schönstes Rethymno, alles gern gesehen und erlebt, aber so’n bisschen Geschichte und Kultur schadet nicht. Also fuhren wir nach Knossos.

Der Palast von Knossos | Kreta | waseigenes.com
Der Palast von Knossos | Kreta | waseigenes.com

Wir waren natürlich nicht die einzigen, die Schlange vor der Kasse war lang, die Sonne gab alles, die Kinder murrten, aber da mussten sie durch. Gefreut haben sich der Mann und ich, als wir an der Kasse erfuhren, dass Kinder unter 18 Jahren kostenfrei den Palast besichtigen dürfen. Nett, oder?

Der Palast von Knossos | Kreta | waseigenes.com
Der Palast von Knossos | Kreta | waseigenes.com

Kurz danach sprach uns eine deutschsprachige Führerin an. Ich bin bei sowas zunächst ja meist etwas skeptisch, aber sie war nett und so entschieden wir spontan: bei der Führung machen wir mit. Kostenpunkt: 10,- € für Erwachsen, Kinder wieder kostenfrei. Toll!

Der Palast von Knossos | Kreta | waseigenes.com
Der Palast von Knossos | Kreta | waseigenes.com
Es war die beste Entscheidung. Unserer Führerin hüpfte mit uns von Schattenplatz zu Schattenplatz und erzählte. Ausführlich! Spannend! Höchst interessant! Die Kids hingen an ihren Lippen und ich- alte Zeus Kennerin habe auch noch eine Menge gelernt. Es ging natürlich in erster Linie um das Leben der Minoer auf Kreta und in diesem Palast.
Aber am Ende der Führung durften wir Platz nehmen und sie erzählte ein Mythologie-Anekdötchen nach dem anderen.

Der Palast von Knossos | Kreta | waseigenes.com
Ich will das jetzt alles gar nicht wiedergeben… dass die Minoer den Palast bauten, dass es dort schon vier Tausend Jahre vor Christus ein Klo gab, dass diese kleinen Menschen ziemlich clever darin waren, Vorräte zu horten und so weiter und so fort, dass könnt Ihr alles bei Wikipedia nachlesen.

Noch besser wäre es allerdings, Ihr würdet einmal hinfahren. Es lohnt sich. Und wenn Ihr dann noch das Glück habt, dass Euch eine nette Führerin mit entzückendem griechischen Akzent, anspricht, dann denkt nicht lange drüber nach und lasst Euch den Palast von einem Profi zeigen und erklären!

So. Damit endet heute meine kleine Kreta Kolumne. Hach, es war ein richtig richtig toller Urlaub. Wenn ich so nochmal durch meine Artikel blättere und mir dazu meine privaten Fotos anschaue, dann hab ich Fernweh. Wir werden ganz bestimmt eines Tages wieder dahin fliegen, um noch mehr von der Insel zu sehen.

Ich wünsche Euch einen schönen Mittwoch! Liebe Grüße, Bine

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Ein Nachmittag im Hippie Dorf Matala.

Unser dritter und letzter Ausflug auf Kreta war etwas umfangreicher, als die beiden zuvor. Für diesen Tag mieteten wir uns ein kleines Auto und fuhren zunächst nach Knossos. Das zeige ich Euch ein anderes Mal. Danach ging es einmal über die Berge in den Süden Kretas. Auf nach Matala.

Kreta: Hippie Dorf Matala | Flower Poweer Käfer | waseigenes.com
Für ein Appel und ein Ei parkten wir auf dem direkt angrenzenden Camping Platz und liefen ins Dorf.

Kreta: Hippie Dorf Matala | waseigenes.com
In den 60ern und 70ern war Matala die reinste Hippie Kommune. Blumenkinder, Kriegsdienstverweigerer, Freiheitssuchende kamen aus aller Welt in dieses kleine Dorf, schliefen am Strand oder in den Höhlen des riesigen Sandsteinfelsens.

Jedes Jahr im Juni findet in Matala das Hippie Revival Festival statt. Dann werden vom Dorfeingang bis zum Strand alle Straßen bunt bemalt.

Kreta: Hippie Dorf Matala | Today is life... tomorrow never comes | waseigenes.com
Kreta: Hippie Dorf Matala | Mermaid Café | waseigenes.com
Kreta: Hippie Dorf Matala | waseigenes.com

Kreta: Hippie Dorf Matala | hello | waseigenes.com
Nach eine Runde durch’s Dorf und einer Stärkung in einem Restaurant am Strand, war uns nach einer Erfrischung. Wir liefen zurück zum Auto, zogen uns dort fix Badesachen an – was sehr lustig war, weil es den Kindern suuuper peinlich war, sich dort aus- und wieder anzuziehen… aber hey, wir sind im Hippie Dorf Matala, der Parkplatz ist leer und überhaupt, stellt Euch nicht an! ;-)

Kreta: Hippie Dorf Matala | Strand | beach |waseigenes.com

Die rote Fahne wehte und die Wellen sahen zunächst gar nicht sooo hoch aus, aber dann wurden wir eines Besseren belehrt. Der Strand fällt ganz tief ab, nicht wie der Strand bei unserem Hotel im Norden, wo wir ewig lang ins Wasser gehen konnten. Die Kids hatten ein bisschen Bammel, wegen der hohen Wellen und klammerten sich an uns fest. Und dann kam sie, die bestimmt drei Meter hohe Welle, die über uns zusammenbrach, die uns runterzog, auseinander riss und an den Strand schleuderte.

Das habe ich noch nie erlebt und hatte für einen kurzen Moment Angst. Wo sind die Kinder, wo bin ich, wo ist unten und wo ist oben?
Wir krabbelten an den Strand und nach den ersten Schrecksekunden mussten wir lachen, duschten uns ab, liefen zurück zum Auto und sagten, dass wir dieses Urlaubserlebnis, diesen Ausflug nach Matala wohl niemals vergessen werden.

Kreta: Hippie Dorf Matala | Felsen | Wohnhöhlen | waseigenes.com
Kreta: Hippie Dorf Matala | Wohnhöhlen | Grabhöhlen | waseigenes.com
Kreta: Hippie Dorf Matala | Strand | waseigenes.com

Die Höhlen im Sandsteinfelsen dienten schon den Römern als Grabesstätte. In den 60ern lebten dort die Hippies, heute gehören sie zu einer archäologischen Stätte, die besichtigt werden kann. Wir verzichteten darauf, denn es war schon spät und der Schreck der Welle steckte uns noch in den Knochen.

Kreta: Hippie Dorf Matala | Strand | Wohnhöhlen | Grabhöhlen | waseigenes.com
Kreta: Hippie Dorf Matala | waseigenes.com

Kreta: Olivenbäume | waseigenes.com
Wir fuhren zurück durch die Berge, durch unendliche Olivenbaum Felder in den Norden. Traumhaft schön.

Kreta: Olivenbäume | waseigenes.com
Der Tag war ziemlich anstrengend, aber fantastisch! Ich bin froh, dass wir in den Süden nach Matala fuhren und all das gesehen und erlebt haben. Wer bewegte Bilder sehen und ein paar mehr Infos zu Matala haben mag, der schaue mal in die WDR Mediathek. Ungefähr ab Minuten 00:41 geht’s nach Matala.

Ich wünsche Euch einen schönen Freitag!
Liebe Grüße, Bine

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Rethymno {Kreta}.

Bevor wir nach Kreta flogen konnte ich mir den Namen einfach nicht merken. Tage zuvor erzählte ich jedem „… und dann wollen wir noch nach Retimo oder so fahren“. Jetzt, seit ich dort war, seit ich es mit eigenen Augen gesehen und erlebt habe, werde ich den Namen und die Schreibweise sicherlich nie wieder vergessen. Re-thym-no. Eigentlich ganz einfach.

Travel Kreta: Rethymno {Rethymnon} | Griechenland | waseigenes.com
Wir fuhren  mit dem Linienbus nach Rethymno. Erinnert Ihr Euch, an mein heftiges Winken und Auf- und Abhüpfen am Straßenrand, als wir ein paar Tage zuvor mit dem Linienbus nach Chania fuhren?
Genau so ein Tänzchen führte ich auf, als wir wieder am Straßenrand standen, diesmal auf der anderen Seite und nach Rethymno wollten. Es wirkte. Der Bus hielt und nahm uns mit.

Travel Kreta: Rethymno {Rethymnon} | Griechenland | waseigenes.com
40 Minuten später kamen wir am Busbahnhof in Rethymno an und bummelten zielstrebig Richtung Hafen. Kann man zielstrebig bummeln? Oder schließt sich das gegenseitig aus? Ich kann das. Bummelnderweise ein Ziel ansteuern, immer Richtung Wasser.

Travel Kreta: Rethymno {Rethymnon} | Griechenland | waseigenes.com
Travel Kreta: Der Hafen von Rethymno {Rethymnon} | Griechenland | waseigenes.com
Der Hafen von Rethymno ist ganz anders, als der in Chania. In Rethymno stehen die Tische der Restaurants direkt am Wasser. Man spaziert also durch eine schmale Gasse zwischen Restaurant und Bestuhlung und muss aufpassen, dass die Kellner, die aus den Restaurants geschossen kommen, einen nicht über den Haufen laufen. Oder umgekehrt.

Travel Kreta: Der Hafen von Rethymno {Rethymnon} | Griechenland | waseigenes.com
Das hat mich ein bisschen wahnsinnig gemacht, denn der Weg ist wirklich sehr schmal und die Restaurantinhaber immer darauf bedacht, jeden Touristen in das eigene Restaurant zubitten. Man bekommt also beim Slalomlauf alle möglichen Speisekarten und Menüvorschläge zackig runtergerattert. Immer mit einer einladenden Geste, doch bitte Platz zunehmen. Nein danke. Sehr freundlich, aber jetzt nicht.

Travel Kreta: Der Hafen von Rethymno {Rethymnon} | Griechenland | waseigenes.com
Nichtsdestotrotz- der alte Hafen ist schön. Bunte Häuschen, mal blaues, mal grünes Wasser, ein paar Segelboote, die sanft gegen die Hafenmauer schwappen und obwohl sich viele Menschen durch den schmalen Grad zwischen den Restaurants durch kämpften, war es ruhig und gar nicht wuselig.
Südländische Gelassenheit, die sich auf die aus aller Herren Länder anreisenden Touristen überträgt.

Travel Kreta: Der Hafen von Rethymno {Rethymnon} | Griechenland | waseigenes.com
Travel Kreta: Rethymno {Rethymnon} | Griechenland | waseigenes.com
Travel Kreta: Rethymno {Rethymnon} | Griechenland | waseigenes.com
Nachdem wir den Hafen hinter uns gelassen hatten, ließen wir uns treiben. Bogen mal links, mal rechts ab. Warfen einen Blick in das eine Gäßchen und entschieden, in ein anderes abzubiegen.

Travel Kreta: Rethymno {Rethymnon} | Griechenland | waseigenes.com
Travel Kreta: Rethymno {Rethymnon} | Griechenland | waseigenes.com
Travel Kreta: Rethymno {Rethymnon} | Griechenland | waseigenes.com
Travel Kreta: Rethymno {Rethymnon} | Griechenland | waseigenes.com

Travel Kreta: Rethymno {Rethymnon} | Griechenland | waseigenes.com
Travel Kreta: Rethymno {Rethymnon} | Griechenland | waseigenes.com
Schon Wochen vor unserem Urlaub hatte ich mir bei Pinterest ein Kreta-Board angelegt. Dort sammelte ich Fotos die ich einfach nur schön und beeindruckend fand, aber auch welche, die ich gerne genauso in echt sehen wollte.
Da war zum Beispiel dieses Foto hier. Wenn man es anklickt, gelangt man auf eine Flug-Buchungsseite, sehr ärgerlich. Mit der google Bildersuche habe ich versucht den Ursprung des Fotos zu finden. Leider erfolglos.
Wie auch immer, ich hatte das Foto im Kopf als wir durch Rethymno bummelten und freute mich wie Bolle, als wir plötzlich genau an dieser Ecke hier standen:

Travel Kreta: Rethymno {Rethymnon} | Griechenland | waseigenes.com

Travel Kreta: Rethymno {Rethymnon} | Griechenland | waseigenes.com
An diesem Freitag war es auf der Insel brüllendheiß. Nach drei Stunden marschieren, gucken, Fotos machen und einer kleinen Erfrischung, entschieden wir den Bus zurück ins Hotel zu nehmen. Ab an den Strand, abkühlen, planschen, ausruhen.

Uns hat Rethymno ein klitzekleines bißchen besser gefallen, als Chania. Zwar ist der Hafen in Chania für mein Empfinden hübscher, weil weitläufiger, aber dafür gab es in den kleinen Gäßchchen Rethymnos mehr zu sehen. Menschen, Pflanzen, Tavernen, Kunst- und Schmuckgeschäfte.

In jedem Fall kann ich Euch einen Besuch Rethymnos sehr empfehlen!
Ich wünsche Euch einen schönen Freitag und ein schönes Wochenende! Liebe Grüße, Bine

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Das Hafenstädtchen Chania im Norden Kretas.

Chania, nach Herkalion (oder besser: Iraklio), die zweigrößte Siedlung auf Kreta, stand ganz oben auf meiner Ausflugsliste. Am dritten Tag unserers Urlaubes stellten wir uns also am Morgen an die Schnellstraße und warteten auf den Bus. Wir wußten nur, dass der Bus grün oder weiss sein würde. Da an dieser Stelle, gegenüber unseres Hotels, keine offizielle Bushaltestelle ist, mussten wir darauf hoffen, dass der Bus auch wirklich halten und uns mitnehmen würde.

Der venezianische Hafen von Chania | Kreta | waseigenes.com
Ihr müßt Euch das so vorstellen: Meine Familie scheuchte ich unter die Bäume in den Schatten und trug ihnen auf Grillen zu zählen und ich stellte mich an den Straßenrand und winkte jedem heranfahrenden Bus zu, hüpfte auf und ab und machte mich so zum Affen so auf mich aufmerksam. Auf so einer Insel fahren ja unzählige Reisebusse von A nach B und unzählige Reisebusse rauschten an mich vorbei, aber irgendwann blinkte einer auf und gab mir zu verstehen: hör auf zu hüpfen, ich hab Dich gesehen.

Chania | Hafenstadt im Norden Kretas | Griechenland | waseigenes.com

Nach einer 50-minütigen Fahrt kamen wir am Busbahnhof in Chania an und machten uns mit Google Maps auf den Weg Richtung Hafen. Ich finde es ja sehr angenehmen und komfortabel, dass dieser Roaming-Wahnsinn abgeschafft wurde und man nun überall in Europa online gehen kann. Kreta hat übrigens ein super Netz, selbst in den Bergen hatte mein Handy permanent LTE. Zum Surfen für mich nicht relevant, weil Urlaub, aber zum Navigieren perfekt.

Chania | Hafenstadt im Norden Kretas | Griechenland | waseigenes.com
Chania liegt an der Nordküste Kretas und war 1841- 1971 die Hauptstadt der Insel (danke Wikipedia).

Chania | Hafenstadt im Norden Kretas | Griechenland | waseigenes.com
Der kleine venezianische Hafen von Chania ist eine Augenweide. Ich habe ungefähr 700 Fotos nur von den bunten Häusern im Hafen geschossen. Davon präsentiere ich heute 657 Bilder. Kleiner Scherz. Ich habe ordentlich ausgemistet. ;-)

Der venezianische Hafen von Chania | Kreta | waseigenes.com
Der venezianische Hafen von Chania | Kreta | waseigenes.com
Chania | Hafenstadt im Norden Kretas | Griechenland | waseigenes.com
Der venezianische Hafen von Chania | Kreta | waseigenes.com
Zwischendurch machten wir in einem der Hafenrestaurants Pause, aßen eine Kleinigkeit, ruhten uns im Schatten ein wenig aus und marschierten dann weiter kreuz und quer durch das kleine Städtchen.

Chania | Hafenstadt im Norden Kretas | Griechenland | waseigenes.com

Der venezianische Hafen von Chania | Kreta | waseigenes.com

Chania | Hafenstadt im Norden Kretas | waseigenes.com

Chania | Hafenstadt im Norden Kretas | waseigenes.com

Der venezianische Hafen von Chania | Kreta | waseigenes.com

Chania | Hafenstadt im Norden Kretas | waseigenes.com

Chania | Hafenstadt im Norden Kretas | waseigenes.com

Der venezianische Hafen von Chania | Kreta | waseigenes.com

Chania | Hafenstadt im Norden Kretas | waseigenes.com

Chania | Hafenstadt im Norden Kretas | waseigenes.com

Chania ist auf jeden Fall eine Reise wert, jedoch war mein persönlicher Favorit Rethymno. Diese Stadt hatte ich gar nicht so auf dem Schirm, war aber noch ein klitzekleines bißchen mehr begeistert von ihr. Warum, das zeige ich Euch im nächsten Kreta Artikel.

Ich wünsche Euch einen schönen Dienstag!
Herzliche Grüße, Bine

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Zurück von der größten griechischen Insel…
Wir waren auf Kreta und haben uns verliebt!

Status quo: Ich sitze zwischen einem Berg Wäsche und treffe noch nicht alle Tasten. Das eine muss weggearbeitet werden, das andere wiedererarbeitet werden. Der Blick aus dem Fenster ist gestört durch 37 T’Shirts, die auf Bügeln am Leitungsrohr hängen und trocknen sollen. Nicht, dass ich sowieso aus dem Fenster schauen könnte, denn ich hocke ja hier im Keller, aber manchmal schweift mein Blick sehnsüchtig Richtung Fenster und ich stelle mir vor, ich würde den Himmel sehen. Vielleicht sollte ich mal den Fensterschacht mit einer Südsee-Tapete bekleben? Das wäre doch mal ein DIY!
Zurück zum Status quo. Nach dem Urlaub gibt es Dinge, die erledigt werden müssen und Dinge, an die wir uns wieder gewöhnen müssen. Zum Beispiel selber Kaffee kochen. Den Rasen mähen. Die vergessene und vertrocknete Pflanze im Badezimmer kurz bedauern und ihr dann die ewige Ruhe in der braunen Tonne schenken.

Kreta | Crete | Chania | Hafenrestaurant | waseigenes.com

Umgekehrt ist es, wenn ich am Urlaubsort ankomme. Da muss dann selten etwas weggearbeitet werden (ausser den Koffer auszupacken), aber man muss sich erstmal an die neu gewonnene Freiheit und den Ausbruch aus dem Alltag gewöhnen. Ich brauche dazu immer 1- 3 Tage. Ich freue mich zwar sofort über all die neuen Eindrücke- schau mal, der Berg da! Hörst Du das Meer? Was für schöne Wolken! Ob der Pool sehr kalt ist?- hänge aber noch mit meinen Gedanken in Deutschland. Wir müssen uns erstmal aklimatisieren. Lernen, wie man zum Frühstücksrestaurant kommt, lernen, wo man die Pool Handtücher bekommt, lernen, nicht mehr auf’s Handy zu schauen.

Kreta | Crete | Chania | waseigenes.com
In den ersten zwei Tagen klicke ich meist noch auf den Blog. Checke, ob er noch da ist und, ob dämliche Spam Kommentare, wie „Wir bieten Ihnen eine ganz tolle Bausparfinanzierung an!“, den Kommentareingang verstopfen. Spätestens nach zwei Tagen interessiert mich der Blog nicht mehr. Dann bin ich nämlich schon so tief in ein neues Buch versunken und so doll aklimatisiert, dass mich eigentlich nix mehr interessiert, was nicht mit unserem Urlaub zu tun hat. Kopf aus, Handy im Flugmodus, Entspannung an.
Eigentlich hatte ich nicht mal vor, Bilder auf Instagram hochzuladen, aber dann haben wir so viel Schönes gesehen, dass ich nicht anders konnte, als meine Freude über das Erlebte dort zu teilen.

Kreta | Crete | Knossos | waseigenes.com
Dieser Urlaub war etwas anders, als der letzte, denn wir haben die Tage nicht nur am Strand oder am Pool verbracht, wir haben Ausflüge gemacht (letztes Jahr gab es allerdings auch triftige Gründe, warum ich nicht aus der Anlage wollte). Dieses Wort, welches meiner Familie schonmal Schweißperlen auf die Stirn jagt und sie sich Hilfe suchend umschauen läßt, ließ ich schon vor dem Urlaub des öfteren fallen: Ausflug. Ausflug! AUSFLUG! Gewöhnt Euch dran! Der Mann und ich hatten in der Mediathek die WDR Sendung „Wunderschön! Kreta“ angeschaut und dabei Pläne geschmiedet, was wir uns allles ansehen werden.

Wochen zuvor hatte ich schon ein Pinterest Board angelegt, wo ich Ausflugstipps und Ideen sammelte und mir dabei fest vorgenommen, dass wir uns diese Insel näher anschauen werden. Und das taten wir: Mit dem Linienbus fuhren wir nach Chania und Rethymno und für den Ausflug nach Knossos und Matala mieteten wir uns an einem Tag ein Auto. Das Ergebnis: alle waren beeindruckt, glücklich, fasziniert- und bei der Hitze abends nochmal ins Meer springen zu dürfen, absolut versöhnt mit Mamas Ausflugswünschen.

Kreta ist eine tolle Insel mit vielen kleinen Juwelen, hübschen Städtchen, freundlichen Menschen, mit einer unglaublich schönen Natur- Plamen und Olivenbäumen, Feigenbäumen, Diesteln, Orleander in allen Farben (ich glaube, dass das Orleander ist?!). Überhaupt war ich ziemlich geflashed von all den Pflanzen und Blumen auf Kreta. Nicht nur in der feien Natur, nein- vor jedem Haus, auf jeder Fensterbank stehen Blumentöpfe oder alte Dosen, in denen Kakteen und Blumen wachsen. Will ich auch! Ob ich wohl die Kübel vor der Haustüre mit Kakteen bepflanzen darf?

Kreta | Crete | Griechischer Salat | waseigenes.com
Was ich an einem Familienurlaub am Tollsten finde- und da ist es völlig egal, wo man ist- man verbringt ganz intensiv die Zeit miteinander. Alle Mahlzeiten werden gemeinsam eingenommen, Entscheidungen werden gemeinsam getroffen (bis auf Ausflug ;-)), man spielt Phase 10, Rummy, Keltis, Quixx, bis die Augen zufallen und plantscht zusammen.

Ich werde in den nächsten Tagen meine Fotos sichten, sie sortieren und entscheiden, welche ich Euch hier zeigen werde. Und dazwischen komme ich langsam an, wasche Wäsche, räume Spiele, Schuhe, Sonnenhüte zurück in die Schränke und werde versuchen meine Eindrücke und Entspannung zu bewahren. Denn das sollte man tun. Nicht gleich im Alltag ankommen, lieber noch ein bisschen das Urlaubsfeeling im Herzen bewahren!

Ich freue mich trotzdem, dass ich wieder hier bin. Und, dass wir alle gesund und munter von einer Reise zurück gekehrt sind.

Habt einen schönen Freitag, ein schönes Wochenende und vielleicht noch einen schönen Urlaub.
Liebe Grüße, Bine

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