Erlebtes, Kreta

Das Kloster Agia Triada auf Kreta.

An diesem Tag hatten wir doch nochmal ein kleines Auto gemietet. Zuerst hatten wir überlegt, ob wir mit dem Linienbus nach Chania fahren, wollten dann aber lieber unabhängig sein. Und ausserdem habe ich mich bei dem Gedanken – mit vielen Menschen in einem öffentlichen Bus zu fahren – nicht so wohl gefühlt. Abgesehen davon hatten wir mit dem Mieten eines Autos die Chance weiter zum Kloster Agia Triada zu fahren.

Ich erinnere mich da an unseren Ausflug nach Lindos auf Rhodos. So voll, wie damals der Bus war, wäre er dieses Jahr mit Sicherheit nicht gewesen… aber egal. Ein kleines Auto, nur wir vier, eine Strandtasche und genügend Wasserflaschen, das klang eindeutig verlockender.

Das Kloster Agia Triada auf Kreta | Halbinsel Akrotiri | Famlienurlaub | waseigenes.com
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Und so fuhren wir zunächst nach Chania {Bericht folgt ;-)}, bummelten dort durch den Hafen und fuhren dann weiter auf die Halbinsel Akrotiri. Im Reiseführer hatte ich von dem Kloster Agia Triada gelesen und dies als weiteres Ziel für uns vier auserkoren.

Eigentlich wollten wir von da zum Strand von Katholiko. Dieses Vorhaben mussten wir aber leider streichen, denn erst beim Weg-Googlen habe ich gesehen, dass man da nicht so einfach mit dem Auto hinfahren kann. Wir hätten da noch einen ordentlich Fußmarsch zurück legen müssen und dafür hatten wir weder die Zeit noch das Schuhwerk.

Das Kloster Agia Triada, was so viel wie Heilige Dreifaltigkeit heißt, wurde im 17. Jahrhundert auf einem Gelände gebaut, wo einst eine Kirche stand. Auf dem großen Parkplatz vor dem Haupteingang stand ein weiteres Auto, im Kloster selbst liefen uns zwei drei Menschen über dem Weg.

Ruhig und still war es im Inneren. Ruhig, still und wunderschön. Am Eingang saß ein älterer Mann, bei dem wir den Eintritt zahlten – ein paar Euro, nicht viel. Er sagte uns, dass im Kloster derzeit noch sieben oder neun Mönche leben würden. Ich erinnere mich nicht genau.

Das Kloster Agia Triada auf Kreta | Halbinsel Akrotiri | Famlienurlaub | waseigenes.com
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Im Jahr 1821 wurde das Kloster in der Revolution gegen die türkischen Besatzer niedergebrannt, war dann einige Jahre verlassen, wurde ab 1830 aber wieder aufgebaut und restauriert. Seit Ende des 19. Jahrhunderts ist das Kloster wieder bewohnt und Ausbildungsplatz für Geistliche und Lehrer.

In dem kleinen Museum können Besucher einige wenige Kostbarkeiten, die während des Brandes gerettet werden konnten, bewundern. Alte Bücher, Urkunden, Messgewänder.

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Die heute dort lebenden Mönche produzieren Olivenöl, Seife, Trester und Schnaps. Leider habe ich keinen Verkaufsraum innerhalb des Klosters gesehen, sonst hätte ich dort etwas gekauft.

Also liefen wir treppauf, treppab, besichtigen die Kirche, das Museum und die bewunderten die Aussicht hinter den Klostermauern.

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In normalen Zeiten, hätte ich sicherlich im Inneren des Klosters kaum fotografieren können, weil mir dauernd Touristen vor die Kamera gelaufen wären. Aber so konnte ich nach Herzenslust schauen, staunen und knipsen.

Dabei erinnere ich mich an unseren Ausflug in die Zeus Höhle Psychro vor einem Jahr, wo wir auch ganz allein und für uns waren. Kein Menschen, keine Touristen.

Ein traurig-schönes Nebenprodukt dieser Zeit.

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Das Kloster ist nicht mit einer eigenen Webseite im Netz vertreten. Es gibt jedoch einige Seiten, die über das Kloster erzählen, u.a. ein englischer Wikipedia Eintrag. {Werbung ohne Auftrag}

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Solltet Ihr einmal Urlaub im Norden Kretas machen, dann kann ich Euch einen Besuch des Klosters wärmstens empfehlen.

Aktuell blicke ich eher mit Besorgnis Richtung Kreta, Griechenland und die Türkei. Schrecklich, wie die Waldbrände und die Hitze dort wüten. Anfang Juli war’s schon heiß dort, aber nicht sooo heiß, wie jetzt gerade. :-/

Ich wünsche Euch einen schönen Mittwoch!

Liebe Grüße
Bine

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6 Comment

  1. Reply
    Claudia
    4. August 2021 at 11:17

    Toller Beitrag – vielen Dank, dass du mich jedesmal mit deinen Berichten auf die Reise mitnimmst.

    1. Reply
      Bine | was eigenes
      4. August 2021 at 13:47

      Sehr gerne, liebe Claudia und herzlichen Dank für Deinen Kommentar!
      Liebe Grüße Bine

  2. Reply
    Ilsebilse
    4. August 2021 at 19:48

    Oh, Bine!! Sooo schön!!
    Ich muß leider sagen, daß ich fast gar kein Auslandsfahrer bin. Ich liebe die Ostsee. Da bin ich mit dem Auto in paar Stunden hingerutscht. Deine Beiträge sind nach wie vor interessant und ich freue mich immer, wenn ich Dich wieder „begleiten“ darf!!
    Hab noch ne schöne Woche!

    1. Reply
      Bine | was eigenes
      5. August 2021 at 07:07

      Liebe Ilsebilse,
      das freut mich sehr, dass Du mich hin und wieder auf meinen Urlaubsreisen begleitest. Die Ostsee ist für mich leider ganz schön weit weg. Zuletzt war ich als Kind in Grömitz ;-) Wir fahren dafür super gerne nach Holland… aber da waren wir nun auch schon lange nicht mehr.
      Liebe Grüße Bine

  3. Reply
    Grit
    4. August 2021 at 20:03

    Guten Abend Bine,
    sehr gern habe ich Dich virtuell auf Deine Reise ins Kloster Agia Triada begleitet. Danke für die schönen Bilder.
    Schlimm, was so an Naturkatastrophen die Menschheit bedroht. Die eine Bevölkerung flieht vor dem Hochwasser, die Andere vor dem Feuer und man ist diesen Gewalten willenlos ausgeliefert.
    Viele liebe Grüße, Grit.

    1. Reply
      Bine | was eigenes
      5. August 2021 at 07:08

      Liebe Grit,
      genau diese Gedanken habe ich aktuell auch… auf der einen Seite Hitze, auf der anderen zu viel Wasser. Da wage ich es kaum, mich über diesen aktuell eher schlechten Sommer zu beschweren.
      Danke für das schöne Kompliment zu meinen Kloster-Bildern. :-)
      Liebe Grüße Bine

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