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Buchtipp: Mein bester letzter Sommer {traurig schön!}

Lesen Männer eigentlich auch Bücher, die sie zum Weinen bringen? Weinen Männer beim Lesen? Mein Mann fragt mich immer, wieso ich sowas lese, wenn ich schluchzend die Nase ins Buch stecke und meine Antwort lautet immer „Lass mich!“. Allen Freundinnen, denen ich dieses Buch empfohlen haben, haben mir genau dasselbe erzählt. Ihr Männer verstehen nicht, warum sie etwas lesen, wenn sie davon traurig werden. Auch traurige Geschichten können schön sein!

Mein bester letzter Sommer* hat mich nicht nur zum Weinen gebracht, sondern auch zum Schmunzeln und manchmal zum Lachen. Es ist ein traurig schönes Buch, denn es erzählt eine traurig schöne Geschichte.

Buchtipp: Mein bester letzter Sommer von Anne Freytag, waseigenes.com

Tessa ist ein sehr diszipliniertes Mädchen, dass lieber die Nase in ein Buch steckt, als das Leben zu leben. Sie will sich lieber Zeit lassen, alles richtig machen… und dann ist es zu spät. Als sie 17 ist erfährt sie, dass sie bald sterben wird. Ihr Herz schafft es nicht mehr, es ist schwach und krank.

Tessa ist wütend und verzweifelt. Sie schließt sich zu Hause ein, zankt sich mit ihrer jüngeren Schwester, weil die ein so volles, ein so lebendiges Leben hat und fechtet böse Auseinandersetzungen mit ihrer Mama aus, weil die schon lange weiß, dass Tessa ein schwaches Herz hat.

Ich dachte, sterben ist einfach. Ich dachte, es geht schnell. Wie geboren werden, nur rückwärts. Aber die Wahrheit ist, ich hatte keine Ahnung.

Eines Tages trifft Tessa Oskar. Sie verliebt sich auf der Stelle in den jungen Kerl, traut sich aber nicht, ihre Gefühle zu zeigen. Auch nicht ihre Angst vor dem Tod. Oskar schafft es, sie aus ihrem Schneckenhaus herauszuholen und als er dann noch vorschlägt gemeinsam nach Italien zu reisen, schafft er es tatsächlich sie auch mal zum Lachen zu bringen. Manchmal. Nicht immer, denn Tessa geht es nicht gut. Weder körperlich noch emotional. Es ist der Beginn einer Liebe, von der beide wissen, dass diese Liebe keine Zukunft hat.

Der Sprachstil hat mir gut gefallen und auch die beiden Protagonisten wurden von Anne Freytag gut gezeichnet. Ich habe anfangs fast mehr mit der Mutter gelitten, konnte ich mich doch eher in die hineinversetzen. Sie weiß zwar nicht, wie es ist zu sterben, aber sie weiß, wie es sich anfühlt, ein Kind zu verlieren. Ich war und werde hoffentlich nie in dieser Situation stecken- allein der Gedanken daran, treibt mir die Tränen in die Augen.

Solltet Ihr keine Angst vor traurigen Geschichten haben, dann kann ich Euch Mein bester letzter Sommer* sehr empfehlen.

Die Wetterkarte zeigt heute wieder überall kleinen Sonnen! Deswegen wünsche ich Euch einen wunderschönen Sonntag! Geht raus, esst Eis oder schnappt Euch ein schönes Buch und setzt Euch damit auf den Balkon oder in den Garten!

Liebe Grüße, Bine

Werbung -> *Affilate Link zu Amazon. Kauft Ihr über diesen Link das Buch, so erhalte ich eine kleine Provision. Das ändert nichts am Preis, den Ihr zahlt. Ich empfehle aber: Kauft das Buch lieber bei einem unabhängigen Buchhändler!

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2 Comment

  1. Reply
    Linda
    22. April 2018 at 12:52

    „Ich empfehle aber: Kauft das Buch lieber bei einem unabhängigen Buchhändler!“

    bis zu diesem Moment habe ich gern bei dir gelesen, aber diese Doppelmoral ist schon lachhaft für eine erwachsene Frau.

    Nimm mal den Affiliate-Link raus, wenn du Rückgrat hast, Frau.

    1. Reply
      Bine | was eigenes
      24. April 2018 at 06:26

      Liebe Linda, mit dem Affiliate Link und den damit verbundenen Einnahmen, finanziere ich meine Arbeit
      und diesen Blog. Generell bin ich aber immer dafür, dass unabhängige Buchhändler unterstützt
      werden sollten und wenn ich die Möglichkeit habe, ein Buch bei einem Buchhändler zu kaufen- weil
      ich z.B. gerade in der Stadt bin, dann tue ich das.
      Das hat nichts mit Doppelmoral zu tun.
      Viele Grüße, Bine

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