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Buchtipp: Ich, Eleanor Oliphant.

(Werbung ohne Auftrag, denn ich bewerbe ein wie ich finde tolles Buch völlig freiwillig, was ich mir selber gekauft und aus meiner eigenen Tasche bezahlt habe)

Der Buchtitel hat mich schon lange gereizt. Dieser seltsame Name ließ mich auf eine seltsame Person schließen und manchmal lese ich gerne Bücher von seltsamen Personen. Zum Beispiel von Don Tillmann und Albert Glück. Schräge und seltsame Typen, die aber unglaublich liebenswert sind. Sie haben eine oder mehrere Macken, tun aber keiner Fliege was zu leide.

Buchtipp: Ich, Eleanor Oliphant von Gail Honeyman | waseigenes.com

Dass Eleanor* eine Macke hat, erkennt der Leser sehr schnell. Sie lebt alleine, ist einsam, denn sie weiß nicht, wie man soziale Kontakte pflegt und sie meint auch, dass sie diese gar nicht verdient hat. Tagsüber erledigt sie gewissenhaft ihren Verwaltungsjob, für den sie eigentlich viel zu intelligent ist; in ihrer Freizeit ist sie in einer Spirale von Ritualen gefangen. Einkaufen, essen, fernsehen… sie spult ihr Leben immer wieder von vorne ab. Was zu dieser intelligenten Frau überhaupt nicht passt: jeden Freitagabend deckt sie sich mit einem Vorrat an Wodka ein und verbringt das Wochenende meist im Delirium.

Als sie eines Abends, völlig ungeplant zu einem Konzert geht, verliebt sie sich Hals über Kopf in den Sänger und beschließt sofort ihr Leben zu ändern. Fortan richtet sie alles auf diese eine Person aus, kauft sich neue Klamotten, geht sogar zum Friseur und merkt dabei gar nicht, dass sie dadurch im richtigen Leben ankommt. Schuld daran ist aber nicht der unbekannte Sänger, sondern ihr Kollege Raymond aus der IT Abteilung.

Eigentlich ist Eleanor von Raymond genervt. Wie er immer rumläuft, diese albernen T’Shirts! Und diese falsche Grammatik! Aber, ohne, dass sie es wirklich merkt, freundet sie sich mit diesem lockeren Typen immer mehr an. Ihr Leben gerät ins Wanken, sie kann ihre Rituale nicht mehr abspulen und lernt immer mehr, mit ihrer Lebensgeschichte klar zu kommen, die durch eine ziemlich schockierende Erfahrung in der Kindheit geprägt wurde. Was da genau passiert ist, erfährt der Leser natürlich erst auf den letzten Seiten.

Das Buch* ist gut. Knackig geschrieben, teilweise sehr lustig. Der Leser merkt ziemlich schnell, dass da irgendwas unter der glatten Oberfläche wabert, dass da früher mal was passiert sein muss. Manchmal hat mich Eleanor genervt, wie sie diesem Sänger hinterher rennt und nicht merkt, dass das doch alles keinen Sinn hat. Dafür ist sie nämlich eigentlich zu intelligent. Aber alles in allem hat mir die Geschichte großen Spass gemacht.

Liebe Grüße, Bine

 

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2 Comment

  1. Reply
    San
    2. Juli 2018 at 17:43

    Ich habe das Buch sehr, sehr kritisch gelesen, weil ich am Anfang vermutet habe, dass es sich hinter der Fassade um etwas handelt, was ich oft in Büchern sehr „oberflächlich“ behandelt finde und dann denke, man sollte das Thema ganz raushalten (ich will hier nix vorwegnehmen, daher schreibe ich nicht genauer, aber vielleicht hattest du beim Lesen des Buches den gleichen Gedanken).
    Letztendlich fand ich das Buch aber dann doch sehr gut und es war auch wirklich fesselnd geschrieben.

  2. Reply
    Katrin
    5. Juli 2018 at 08:41

    Das Buch steht auch schon lange auf meiner Leseliste. Ich glaube dank Deiner Empfehlung rückt es jetzt ein Stückchen nach oben.
    Sonnige Grüße
    Katrin

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