Tschüss Grundschule. Traurigschöner Abschied für immer.

Abschied Grundschule | waseigenes.com

Sie werden viel zu schnell groß. Wachsen aus ihren Klamotten raus, wachsen über sich hinaus, wachsen an ihren Aufgaben. Kaum sind sie auf der Welt, geht die Reise los… jeden Tag lernen sie Neues- greifen, lächeln, brabbeln, sitzen, krabbeln, laufen. Es folgen unzählige erste Male und irgendwann auch letzte Male. Zum letzten Mal Babyschwimmkurs, zum letzten Mal Krabbelgruppe. Am Tag, bevor der Sohnemann seinen ersten Kindergartentag haben sollte, traf mich die Erkenntnis, dass ich ab morgen nie wieder ein Kind tagsüber um mich haben würde, wie ein Blitz. Ich wurde plötzlich ganz melancholisch, wollte diesen einen Tag mit ihm genießen, aufsaugen, bewahren. Ich erinnere mich noch, dass ich ihn damals in den Fahrrad-Kindersitz setzte und zum Tulpenfeld radelte. Wir bestaunten die wunderschöne Pracht an bunten Blumen und ich musste ihn immer wieder an mich drücken. Was wir sonst noch an dem Tag taten, weiß ich nicht mehr, aber das ist mir in Erinnerung geblieben.

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Dann ging’s los mit der täglichen Routine. Jeden Morgen wecken, aufstehen, mit mir an der Hand zum Kindergarten laufen- wohlgemerkt mit drei Jahren. U3 Gruppen waren da erst langsam im Kommen. Drei Jahre später Abschied nehmen, zusammen feiern, ein bisschen weinen, nur Gutes für die Zukunt wünschen, weiterziehen. Grundschule. Anfangs begleitete ich ihn da noch am Morgen und freute mich, wenn ich am Schultor andere Mamas traf, mit denen ich noch ein bisschen quatschen konnte. Irgendwann lief er alleine morgens los…

Nun sind auch diese vier Jahre vorbei. Gestern nahmen wir wieder Abschied. Ein endgültiger Abschied, der uns alle sehr bewegt. Mich mit Worten und Taten, ihn ganz in sich gekehrt. Seltsame Gefühle, die in einem hochkommen, wenn man vor Menschen steht, die man schon so lange kennt, die man so oft gesehen hat, die man in die Arme schließt, danke sagt, auf bald, vielleicht, alles Gute!

Klar, das alles habe ich schon beim älteren Tochterkind „durchgemacht“- und doch ist es ganz anders. Bei ihren Verabschiedungen im Kindergarten und in der Grundschule war ich traurig, ergriffen, sentimental, aber ich wusste- in wenigen Wochen sehen wir uns alle wieder. Es ging weiter, eines meiner Kinder, ging ja noch in den Kindergarten, bzw. in die Grundschule.

Endgültige Abschiede fühlen sich anders an. Sie zeigen auch mir, dass ich älter geworden bin, dass eine kleine Ära zu Ende gegangen ist, dass ich nun nicht mehr Grundschulmama bin, keine Laternen mehr basteln muss, keinen Dienst in der Schulbücherei mehr schieben werde, keine Ideen für die Karnevalskostüme mit den anderen Mamas besprechen muss. Es gibt kein Klassentier mehr und beim Sportfest muss ich nun auch nicht mehr in der matschigen Sandgrube Weitsprünge messen. Auf der weiterführenden Schule ist alles anders. Auch toll und gut, aber eben anders. Wir sind dem muckeligen, heimiligen, warmen Raum der Grundschule, dem Klassenzimmer mit den beklebten Fenstern, den links und rechts Schildern neben der Tafel entwachsen.

Kinder wachsen – nicht nur körperlich. Plötzlich muss man sie nicht mehr füttern und nicht mehr an der Hand halten, wenn man über die Straße geht. Auf einmal gehen sie alleine shoppen, braten sich ein Spiegelei, verabreden sich, … werden selbstständig.
Während man sie eine zeitlang rund um die Uhr um sich hatte, ist der Job der Mama irgendwann nur noch ein Teilzeitjob. Hallo und Tschüß- so schnell kannste gar nicht gucken, wie die schon wieder durch die Türe sind.

Das soll so sein, das ist ja das Ziel der Erziehung, des Familienlebens- wir begleiten sie anfangs ganz intensiv und hautnah und irgendwann brauchen sie uns nicht mehr ständig an ihrer Seite.

Ich erinnere mich, dass ich früher oft gedacht habe Ach, wenn sie doch laufen könnte. Ach, wenn er doch alleine ins Auto steigen könnte (und ich den Brummer nicht dauernd auf dem Arm tragen muss, neben Windeltaschen, Maxi Cosi, usw). Ach, wenn sie doch alleine zum Sport fahren könnten (und ich mich nicht immer zweiteilen muss, weil alle zur gleichen Zeit in eine andere Richtung müssen). Ach, wenn sie doch… und dann tun sie es, können sie es, machen sie es einfach… und ich denke Ach, wenn sie doch nochmal so klein wären. Wo ist die Zeit geblieben?

Meine Mama hat früher immer gesagt, „man sieht die Kinder immer schon groß“, man wünscht sich dauernd den nächsten Schritt. Und dann sind sie da, sind sie geschafft, die vielen Schritt bis zur Selbstständigkeit und wir fragen uns: wann ist das denn alles passiert und warum geht das so verdammt schnell?

Lauter Gedanken, die in den letzten Wochen – bei jedem erneuten kleinen Abschied- in mir hochkamen. Das ist ganz normal und geht den meisten Mamas so, heißt aber nicht, dass mich das völlig fertig macht. Es ist der Lauf der Dinge, es ist das Leben – wir Erwachsenen haben das alles schon oft genug miterlebt. Ich freue mich, dass es für ihn weitergeht, dass er bald mit seiner großen Schwester (wieder) morgens zu großen Schule radeln wird.
Als ich die Viertklässler gestern mit ihren Patenkindern aus den ersten Klassen auf der Kirchwiese sah, wie sie ihre blauen Luftballons in den Himmel haben steigen lassen, da war mir schon klar, dass es Zeit ist, dass sie reif sind für den nächsten Schritt. Diese kleinen großen Kinder, die so erwachsen neben den I-Dötzchen stehen und sie in den Arm nehmen und trösten.

Und trotzdem zeigt es mir auch, dass wir die Zeit mit unseren Kindern intensiv genießen sollten. Jede Zeit, jede Phase, die da kommt und wieder geht. Denn die fliegen viel zu schnell an uns vorbei.

Mama-Herzschmerz-Gefühle, die auch kommen und gehen. Kennt Ihr das?

Liebe Grüße, Bine

 

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23 Kommentare
  1. Sonja sagte:

    Ach liebe Sabine, wie schön geschrieben und gleich hab ich wieder Tränchen in den Augen. Den genauso ist es…die Zeit vergeht soooo schnell und sie werden so schnell groß. Meiner hatte dieses Jahr schon seinen Realschulabschluss und da steht er dann so neben Dir….groß gewachsen mit über 2m, gar kein Kind mehr, sondern ein junger heranwachsender selbständiger Mensch, aber trotzdem wird er immer mein „kleiner“ bleiben! Gefühlt haben wir uns doch erst „gestern“ von der Grundschule verabschiedet. Ich bin bei solchen Abschieden, Abschlüssen und Neustarts immer sehr sehr emotional….ein wenig traurig wie schnell sie groß geworden sind, aber gleichzeitig auch voller Stolz und mit Glück erfüllt was für einen tollen guten Menschen ich da vor mir habe. Ich bin vor allem sehr sehr froh das ich damals wirklich den Schritt gewagt habe und mich voll und ganz den Kindern gewidmet habe, jeden Mittag für sie da war und einfach nur „Hausfrau und Mutter“ war, die beste Entscheidung überhaupt. Denn diese Zeit kommt nie zurück und dieses intensive Miteinander einfach unvergesslich.

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    • Bine | was eigenes sagte:

      Ganz genau so, liebe Sonja: traurig und sentimental, aber auch voller Stolz und Glück! So habe ich mich Freitag auch gefühlt. Durch meine Selbstständigkeit bin ich eigentlich auch rund um die Uhr für die beiden da. Nicht immer, aber meistens. Ich bin darüber auch sehr froh :-)

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  2. Renate Zimmer sagte:

    Hallo Bine,
    ja, so habe ich es auch empfunden – ist schon länger her. Bei mir ist die nächste Etappe da – ich habe Enkelkinder und beide ( 3 Jahre das Mädchen und 2 1/2 der Junge) kommen jetzt in den Kindergarten…. Unsere Enkelin sehe ich nicht so häufig, wohnen weiter weg. Sie kommt in einen Waldkindergarten und wir haben zum Geburtstag den besonderen Rucksack schenken dürfen. Der Junge kommt hier in den örtlichen KiGa und ich werde ihn auch dort regelmäßig sehen, da ich dort vorlese. Und da sind sie dann wieder, die Gespräche mit den Erzieherinnen…. ;)
    Ich war damals ein bisschen traurig als die Grundschulzeit beim Jüngsten vorbei war, aber interessanterweise erleichtert und befreit, als er das Abitur in der Tasche hatte. Keine Gedanken mehr an die blöde Schulpolitik für voraussichtlich längere Zeit…. Naja. Solange Pause hab ich dann doch nicht :) :) :)

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    • Bine | was eigenes sagte:

      Das glaube ich gerne, dass Du die Abschiede als traurig empfunden hast, das Abi aber als Erleichterung. So war es bei mir persönlich auch und ich könnte mir vorstellen, dass bei meinen Kindern ebenfalls so sein wird.
      Dann wünsche ich Dir nun viel Freude Deine Enkelkinder bei all diesen Schritten zu begleiten!

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  3. Grit sagte:

    Hallo Bine,

    so ein schöner Beitrag, welcher mich gleich sentimental werden läßt. Ich frage mich dann immer, wo ist die Zeit nur geblieben.
    Auch ich habe beim Abschiednehmen aus dem Kindergarten, der Grundschule einige Tränchen vergossen. Ist es doch endgültig vorbei mit diesen Lebensabschnitt. Ebenso ist man gespannt auf die kommende, neue Zeit. Mein Sohn ist mittlerweile 13 und wir sind jetzt in der Diskutierphase angelangt, was ich eigentlich gar nicht gewöhnt bin von ihm und mich auf diese neue Situation einstellen muß. :) :)

    Eine schöne Sommerzeit und tolle Ferien für Ihre Kinder, wünscht Ihnen, Ihre meist stille Leserin Grit!

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    • Bine | was eigenes sagte:

      Liebe Grit, trotz Traurigkeit bin ich natürlich auch gespannt, auf das was da jetzt alles kommt. Und ich habe hier auch ein 13jäjhriges Exemplar. Ich weiß, wovon Du sprichst! ;-)
      Wünsche Dir ebenfalls einen schönen Sommer und tolle Ferien!

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  4. Andrea sagte:

    Hallo Bine,
    ich bin 52 Jahre jung und mein Sohn 30 Jahre. Zur Zeit pendelt er beruflich von einer Stadt in die andere. Er zieht jetzt mit seiner Freundin von Frankfurt nach Berlin und ich sitze oben in Emden. Er genießt sein Leben und will auch viel rumkommen. Das macht mich glücklich und ich denke an die Momente zurück, die Du oben so schön beschrieben hast. Die schönste Zeit in meinem Leben, trotz Vollzeitjob und auch lange Zeit alleinerziehend.
    Jetzt nach Deinen Worten habe ich wieder Pipi in den Augen :-)
    Hab ein schönes Wochenende ! LG Andrea

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    • Bine | was eigenes sagte:

      Lieben Dank für Deinen Kommentar aus dem hohen Norden! :-)
      Hut ab für Vollzeitjob und alleinerziehend! Ich habe heute schon manchmal Pipi in den Augen, wenn
      ich mir mini Videos von Kids ansehe, wo sie noch ganz klein waren.
      So ist das einfach…

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  5. Anja sagte:

    Liebe Bine, mit so schönen Worten und Gedanken hast du beschrieben was auch ich gerade (mal wieder….) sehr deutlich so empfinde – allerdings sind meine Söhne älter und mit unserem Jüngsten haben wir vor ein paar Tagen sein Abitur gefeiert. Einerseits bin ich froh und erleichtert, dass auch er das so super hin bekommen hat denn die Schulzeit war für ihn und uns nicht immer leicht, andererseits kann ich es nicht fassen dass auch er jetzt bald auszieht und sein Studium beginnt…..da überkommt mich doch oft Wehmut. Die Zeit vergeht einfach viel zu schnell! Ich wünsche dir und deinen liebsten wunderschöne Ferien und sag Danke für deine treffenden Worte!
    Liebe Grüße, Anja

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    • Bine | was eigenes sagte:

      Daran mag ich noch gar nicht denken. Wir reden heute manchmal im Spass darüber, wo die Kinder mal hinziehen werden, wann sie ausziehen werden… aber vorstellen kann ich mir das nicht und ich weiß schon jetzt, auch das wird mir schwer fallen!
      Wünsche Dir ebenfalls einen schönen Sommer!

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  6. Dorthe sagte:

    Liebe Bine,
    da musste ich jetzt schon fast weinen … es ist genau, wie du es beschreibst. Ewig wünscht man sich, dass eine bestimmte Phase vorübergeht und dann -zack!- ziehen sie plötzlich aus … also die Lütte noch nicht, die kommt jetzt in die zweite Klasse … aber gefühlt ist so. Du hast auch völlig recht damit, dass all dieses Wachsen toll und wichtig ist (und ja der Sinn des Ganzen ist) … sollte ich mal noch ein Baby bekommen, versuche ich mich daran zu erinnern und jede „Phase“ mehr zu genießen…
    Einen schönen Sommer für euch … und dann einen tollen Start!
    Liebe Grüße, Dorthe

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  7. Dörte sagte:

    Oh das kenn ich unbedingt.. die Kleine wird nun eingeschult, das Kindergartenabschiedsfest mit Tränen liegt schon hinter uns. Ich bin da hochsentimental, sowieso oft, wenn ich sie mir beide so angucke, wie sie wachsen und wachsen und sich darüber freuen und ich denke immer: aua. Und wir haben mit unserem Waldorfgelände noch das große Glück, dass es nur „innere“ Abschiede sind.. also von Zeiten.. nicht von Leuten, denn hier bleiben ja alle die ganze Zeit zusammen. Die Kleine sogar von der Kleinkindgruppe an mit gut 2 Jahren bis dann zur 13. Klasse mit einer ganze Menge Kinder, die den gleichen Weg gehen. Das finde ich super genial, weil ich auch die Eltern dazu sehr gerne hab. Ist alles etwas kuschlig und familiär. Und weil ich soo traurig war, dass wir mit ihrem Abschied aus dem KiGa selbigen quasi verlassen haben (wenn er auch auf einem Gelände mit der Schule steht), krieg ich in den nächsten Tagen einfach noch ein Kind, was dann in 2-3 Jahren dieselbe „Laufbahn“ einschlagen wird :))
    Genieß den Sommer, liebe Bine. Und vielen Dank für deine immer sehr bewegenden Zeilen zu diesen Themen, die mir sehr aus dem Herzen sprechen!!
    Dörte

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    • Bine | was eigenes sagte:

      Dörte, das machst Du gut, dass Du einfach immer wieder nachlegst! ;-)
      Kleiner Spass. Euer Konzept hört sich interessant und sehr schön an… aber trotzdem müssen die
      Kids (und auch wir) lernen, dass es Zeiten gibt, in denen man Tschüss (für immer) sagen muss.
      Ist nicht einfach, müssen wir aber durch. Danke für Deinen Kommentar!

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  8. Goldengelchen sagte:

    Oh ja, die Mama-Herzschmerz-Gefühle kann ich gerade sehr gut nachvollziehen. Und auch die Wünsche, dass das Kind doch schon bitte dieses und jenes können soll.
    Mein Kleiner ist jetzt 14 Monate alt und nächste Woche starten wir mit der Eingewöhnung in der KiTa. Ab September gehe ich wieder arbeiten, und da die KiTa im August auch noch zu hat, versuche ich die letzten „freien“ Tage mit meinem Knirps so gut es geht zu genießen. Die Zeit vergeht so schnell, da bin ich echt froh, dass ich mir nicht den Stress gemacht habe, pünktlich zum Geburtstag im Mai eine Betreuung haben zu wollen. Jetzt sitzt der Kleine selbstständig, zieht sich überall hoch, isst auch schon mittags bei uns mit, und ist schon ein richtiges Kleinkind und definitiv kein Baby mehr. So habe ich irgendwie ein besseres Gefühl, den kleinen Knirps in fremde Hände „abzugeben“, wenn er nicht mehr so ein hilfloses Baby ist und schon mehr kann.
    Und auch wenn die letzten Wochen in der Entwicklung solche großen Fortschritte mit sich brachten, habe ich erst letzte Tage noch gedacht, dass ich mich freue, wenn er richtig läuft und nicht mehr auf dem Boden rumrobbt/krabbelt. Aber eigentlich sollte man doch jede Phase und jede Zeit so genießen wie sie ist, sie vergeht eh schneller als man gucken kann.
    Danke für den Gedankenanstoß und liebe Grüße
    Denise

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    • Bine | was eigenes sagte:

      Liebe Denise, tu das! Genieß es. Auch, wenn’s manchmal nervt.
      Ich hab mir so oft gewünscht, dass diese oder jene Phase bald zu Ende geht- zum Beispiel, wenn ich mal wieder nass geschwitzt war, weil sie mich so sehr auf Trab gehalten haben. Heute wünsche ich mir manchmal, sie wären noch so klein und „hilflos“ und kuschelig, wie damals ;-)
      Aber und das muss auch gesagt werden: ich finde es jetzt gerade auch super toll!

      Antworten
  9. Plk sagte:

    Liebe Bine,

    Vielen Dank für die schönen Zeilen. Ich fühle es genau. Ich habe auch gerade so ein Abschied. Mein Sohn geht in den nächsten Tagen für ein Auslandsjahr in die USA. Wo ist die Zeit geblieben. Kita, Grundschule und nun Ende der 10 Klasse auf dem Gymnasium..🤔. Lg und einen schönen Sommer
    LG
    Petra

    Antworten
  10. Franziska sagte:

    Hallo! in die Runde!

    Ich kenne es nur aus Sicht der Tochter, aber Mutsch, die hätte bei diesem Bekenntnis ein Jucken verspürt. Wenn sie gekonnt hätte, wäre ich auf ewig 5 Jahre alt geblieben. Meinetwegen 9. Lach. Was schön wäre, wenn noch andere so denken würden wie Sie (oder du?), mich hat es grad mit dem Theater wegen dem Eingang in die 5. Klasse versöhnt, wo ich so ein damisches Kleid in Grün-Hellgrün-Blumenmuster tragen mußte, weil sie es so wollte. Bella figura! (Ja, danke. Und die Lackschühchen haben auch nie gedrückt…) Abschied nehmen von Phasen ist nicht so leicht, von mir kommt ein Merci beaucoup! für diesen sehr ehrlichen Eintrag, wo man auch mal nachvollziehen kann, was in Mamas so vor sich geht. (Nicht, das meine zugeknöpft gewesen wäre, sie hatte ihre Vorstellungen, die mit meinen so gar nicht zusammenpaßte! Lach. Und wir wurden uns nie einig.)
    Von Evelyn Sanders kann ich eines empfehlen: Ein mit Texten versehenes Album zu machen (um es irgendwann dem Sprößling zu schenken, so ging es der fünffachen Mama damals). Die beste Art, in meinen Augen.

    Einen schönen Samstag Abend wünscht

    Franziska

    Antworten
    • Bine | was eigenes sagte:

      Oh, Franziska- durch solche Phasen mussten wir als Kinder alle mal durch.
      Auf meinem Einschulungsfoto ziehe ich’ne Flunsch, weil ich eine rote Knickerbocker tragen musste :-)
      Trag’s mit Fassung! ;-))

      Antworten
  11. Anja sagte:

    Liebe Bine,

    ich erinnere mich……, ich bin 49 Jahre alt (fast 50 😬).
    Unsere Tochter wird nächste Woche 28 Jahre alt 🎉 und hat bereits zwei Kinder ( 4 3/4 und 2 Jahre). Unser Sohn wird im September 26 Jahre alt.
    Viele Sachen dürfen wir gerade wieder erleben.
    Wir dürfen Lotta im Kindergarten abholen, beim Eltern (Oma)-Kindturnen war ich auch schon, auch sitze ich plötzlich wieder im Schwimmbad auf der Tribune und warte darauf, dass der Schwimmkurs zu Ende ist. Und das beste ist, wenn ich von anderen Müttern angesprochen werde, ob wir neu sind und welches Kind ist denn ihres 😉.
    Weiterhin schöne Sommertage 🌞🌞🌞 und genieße die Ferien mit deiner Familie.

    Herzliche Grüße,
    Anja.
    PS: Das ich nicht mehr so viel Wäsche waschen muss, ist nicht verkehrt 😉.

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  12. Milisa sagte:

    Liebe Biene,

    auch ich habe Tränen in den Augen ,wenn ich Deine Zeilen lese. Wir stecken mit der Großen gerade noch in der Grundschulzeit ( 2 Klasse) und die Kleine hat noch ein Jahr im Kindergarten. Aber auch ich habe den Übergang in die Grundschule von der Großen als sehr emotional empfunden. Am liebsten hätte ich auch das Sie immer meine Kleinen bleiben. Wenn ich deine Zeilen lese ,dann macht mir das wieder bewusst wie man jeden Tag mit Ihnen geniessen sollte. Auch wenn man häufig genervt oder gestresst ist, dann lassen mich solch nette Zeilen von Dir innehalten und mich auf das Wesentliche konzentrieren….die Zeit mit meinen Kids zu Nutzen und Spass mit ihnen zu haben… denn wie gesagt sie werden leider viel zu schnell groß…Danke!

    Liebe Grüße
    Milisa

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  13. Martina sagte:

    Liebe Bine,
    ich lese jetzt gerade erst Deinen Artikel. Und ich weiß genau was Du meinst – ich fühle genau so! Schön, dass ich nicht die Einzige bin ;-). Sooo schön geschrieben! Unser Sohn ist letztes Jahr in die Schule gekommen. Der Abschied aus dem Kindergarten fiel mir schwerer als ihm und ich habe so manches Tränchen verdrückt. Keine durchgehende Traurigkeit, eher Melancholie oder Wehmut. Wie Du schreibst: erst wünschen wir uns grösser, dann sind sie es und wir fragen uns: wo ist die Zeit geblieben?
    Dieses erste Schuljahr ist auch nur so an uns vorbei gerast. Und ich habe versucht JEDEN Moment zu genießen. Das habe ich mir fest vorgenommen, denn ich weiß schon jetzt: auch die noch verbleibenden 3 Grundschul-Jahre werden im Flug an uns vorbeirauschen…
    Ich wünsche Dir und euch wunderschöne Ferien! Wir werden sie genießen! Liebe Grüße, Martina

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