BlogLiebe, Gedachtes, Rund ums Bloggen

Was sagt eigentlich Deine Familie dazu, dass Du bloggst? Was sind Deine Ziele? Und hast Du Angst, dass Dir die Themen ausgehen? {BlogLiebe #5}

Heute gibt’s Teil 5 der BlogLiebe Reihe! Drei knackige Fragen rund ums Bloggen, die ich hier beantworte. Und wenn Ihr Lust habt, dann beantwortet Ihr sie auch:

BlogLiebe #5: Was sagt eigentlich Deine Familie dazu, dass Du bloggst? Hast Du Angst, dass Dir die Themen ausgehen? Was sind Deine Blogziele? | waseigenes.com

BlogLiebe: Die Mitmach-Schreib-Aktion rund ums Bloggen.

Was sagt eigentlich Deine Familie dazu, dass Du bloggst?

Anfangs hielten sie mich wahrscheinlich für verrückt, heute haben sie sich an meine seltsame Leidenschaft gewöhnt und finden sie sogar toll.
Das mag auch daran liegen, dass das Bloggen schon lange salonfähig ist und nicht mehr nur von Nerds betrieben wird.

Meine ersten Blogposts hielt ich streng geheim. Vor Freunden und auch vor der Familie. Mein Mann wusste natürlich Bescheid. Er war der erste Fan und Kritiker meines Blogs. Zuerst verstand er meinen Wunsch nach einem Blog nicht, aber schon bald ermutigte er mich, mein Licht nicht unter den Scheffel zu stellen und anderen von meinem Blog zu erzählen.

Meine Eltern konnten mit meinem Blog erst nix anfangen. Sie hörten mir zu, wenn ich davon erzählte, verstanden aber nicht, was ich da tue. Irgendwann fingen sie an, hier regelmäßig zu lesen und seitdem sind sie wohl die zweitgrößten Fans. Einige Tanten und Onkle lesen hier mittlerweile auch mit.

Meine Kinder haben in den ersten Jahren natürlich überhaupt nicht verstanden, was Mama da macht. Klaro, das Töchterchen war damals schliesslich erst zwei Jahr alt, der Sohnemann da sogar noch im Bauch. Dass Mama Täschchen näht und diese verkauft, dass haben sie früh kapiert, aber dieses Bloggen natürlich nicht. Heute wissen sie ganz genau Bescheid; fragen mich, ob sie den Kuchen, der in der Küche steht gegessen werden darf oder, ob ich ihn erst noch fotografieren muss und diskutieren mit mir über Anfragen von Kooperationspartnern.

Mit den Jahren gewann ich immer mehr Freunde als Leser und wenn ich ehrlich bin, dann gibt und gab es Zeiten, da fand ich das überhaupt nicht lustig. Ich war gehemmt bestimmte Themen hier anzusprechen und ausserdem fand ich es doof, dass sie etwas von mir erfahren, was ich vielleicht lieber erzählen würde. Heute sind meine Mädels wichtige Beraterinnen für mich. Sie leihen mir Foto-Props, helfen mir bei der Ideenfindung, stehen immer parat, wenn ich Rezepte suche und haben ein offenes Ohr bei (für mich) schwierigen Entscheidungen.

Was sind Deine Blogziele?

Ich könnte jetzt „Leidenschaft und Spaß am Schreiben und Fotografieren“ antworten. Das stimmt auch. Zu 100%. Aber mit den Jahren ist ein weiteres Ziel dazu gekommen, denn ich blogge mittlerweile beruflich.

Deswegen schreibe ich zwar keinen Forecast und auch keinen business plan – aber ich versuche diesen Blog hier einigermaßen professionell zu führen.

Mein Blog hat sich dadurch zwar nicht in ein Hochglanzmagazin verwandelt und ich schreibe immer noch, wie mir der Schnabel gewachsen ist – aber hin und wieder schreibe ich Artikel in Zusammenarbeit mit Unternehmen.

Meine Ziele – und ich würde behaupten, das sind Ziele, die jede Bloggerin hat – sind: Ich möchte, dass mein Blog gelesen wird. Dass meine Rezepte nachgemacht und meine Nähanleitungen gefallen. Ich möchte meinen Leserinnen und Lesern Spass und Freude bereiten, hin und wieder mal eine Lösung anbieten und einfach gut unterhalten.

Dass ich obendrein gerne schreibe und fotografiere, das macht die Sache rund. Und wenn ich dann noch herzerwärmende Kommentare, Emails oder sogar richtige Post von Leserinnen bekomme, dann macht mich das echt happy. Ziel erreicht!

Hast Du Angst, dass Dir die Themen ausgehen?

Ja, manchmal schon. Es gibt Wochen, da fallen mir eine Menge Themen ein, über die ich schreiben könnte. Einige davon finden dann hier auch tatsächlich statt, andere Themen schlummern seit Jahren als Entwurf in meinem Back-End oder als Notiz auf meinem Handy.

Manchmal würde ich gerne über ein Thema schreiben, traue mich aber nicht und manchmal habe ich so viele Themen im Kopf, dann komme ich mit der Umsetzung nicht hinterher.

Es gibt aber auch Zeiten, da fühle ich mich leer und denke ganz oft: ach, das gibt’s ja schon auf anderen Blogs. Gerade bei DIY- und Nähideen. Genauso ist es mit Rezepten.
Früher meinte ich immer, ich müßte mir was Brandneues ausdenken – sowas, wie das Leseherz. Heute weiß ich, ich kann (und will) das Rad nicht neu erfinden. Und auch wenn es schon sieben Millionen Käsekuchenrezepte gibt – es gibt immer Leserinnen, die sich freuen, wenn es auch ein Käsekuchenrezept bei Bine gibt. Oder, die hier einfach gerne lesen. Oder mir schreiben, dass ich sie inspiriere.

Deswegen mache ich mir selten einen Kopf über das, was ich hier veröffentliche. Ich tue einfach das, was mir Spaß macht. Und manchmal schreibe ich darüber. Und wenn ich keine Ideen oder keinen Antrieb habe, dann ist hier einfach Ruhe im Karton!

Was sagt eigentlich Deine Familie dazu, dass Du bloggst? Was sind Deine Ziele? Und hast Du Angst, dass Dir manchmal die Themen ausgehen?

Wenn Ihr grad nix anderes vor habt, dann würde ich mich freuen, wenn Ihr bei der Mai BlogLiebe mitmachen würdet und auch diese drei Fragen beantwortet.

Liebe Grüße, Bine

Edit / Oktober 2019: Ihr Lieben, auf Grund des neuen Cookie-Datenschutz-Regelung-Dingsbums habe ich das Link-Tool vorerst aus diesem Beitrag gelöscht. Ich bedaure dies sehr, kann es aber leider nicht ändern.

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15 Comment

  1. Reply
    Claudia
    3. Mai 2019 at 10:30

    Hallo Bine.

    So ein schöner und wie immer ehrlicher Text :) Ich schau hier gerne vorbei, lasse mich gerne inspirieren und schau mir gerne deine schönen Fotos an. Mach weiter so, denn so ist es authentisch :)

    LG Claudia

    1. Reply
      Bine | was eigenes
      20. Mai 2019 at 13:20

      Vielen lieben DANK, Claudia!

  2. Reply
    Mandy
    3. Mai 2019 at 18:52

    Ach schön. Das hast Du toll geschrieben, ich erkenne mich hier und da wieder…
    Meine Familie und Freunde können zum größten Teil nichts mit meiner Bloggerei anfangen. Mein Lebenspartner uist natürlich mein Fan und meist auch dabei bzw beim Fotos machen oft mit in Aktion. Ich liebe das Bloggen einfach wie verrückt und kann es nicht lassen… Am 19. Mai sind es 6 Jahre. Irre wie die Zeit vergeht. Nun stöbere ich noch ein bisschen bei Dir.
    Hab ein schlnes Wochenende.
    Liebe Grüße von der Insel Rügen, Mandy

    1. Reply
      Bine | was eigenes
      20. Mai 2019 at 13:21

      Ja, das denke ich auch ganz oft – irre, wie die Zeit vergeht! Gerade am eigenen Blog sieht man das ganz deutlich.
      Ich danke Dir für Deinen Kommentar!

  3. Reply
    Ines
    4. Mai 2019 at 19:38

    Hallo Bine,

    Ich lese Deinen Blog seit ca. 1 Jahr mässig-regelmässig. Stöbere auch in vergangenen Artikeln und vor allem in den Reiseberichten, gerne mal rum. Das Leseherz ist Weltklasse, hab schon diverse davon gebastelt!

    Gerne mehr Ideen in dieser Richtung :-)

    Ich mag Deine Art, bleib dran! Gruss Ines

    1. Reply
      Bine | was eigenes
      20. Mai 2019 at 13:21

      Lieben DANK für das schöne Feedback. Auch zum Leseherz. Ich hätte da schon wieder eine neue Idee… kommt bald :-)

  4. Reply
    kuestensocke
    6. Mai 2019 at 14:17

    Was für ein schöner und interessanter Post! Ich blogge seit fast 9 Jahren (nicht so regelmäßig wie Du), konnte mich in einigen Aussagen von Dir wieder erkennen. Am Anfang erzählte ich nur der engen Familie davon, Fotos waren ohne Kopf usw. Das sehe ich heute lockere, Kollegen wissen von meinem Blog, Fotos gibt es mit Gesicht usw. Ich finde es sehr bewunderswert, dass Du von Anfang an eine tolle Qualität bei Deinen Fotos hattest und Deine Texte immer „so echt“ rüberkommen. LG Kuestensocke

    1. Reply
      Bine | was eigenes
      20. Mai 2019 at 13:23

      Ach, findest Du? :-)) Ich finde meine allerersten Bilder, die ich hier hochgeladen habe fast schon grottig – aber ich schaue sie mir
      dennoch gerne an. Sie gehören eben zu meinem Blog und auch zu meiner Entwicklung.
      Ich danke Dir für Deinen Kommentar!

  5. Reply
    ines@meyrose
    7. Mai 2019 at 11:57

    Danke für die schönen Fragen. Ich bin gerne im Lauf des Monats wieder dabei.

  6. […] Biene von was eigenes fragt in ihrer Blogliebe Schreibakion: „Was sagt eigentlich Deine Familie dazu, dass Du bloggst? Was sind Deine Ziele? Und hast Du Angst, dass Dir manchmal die Themen ausgehen?“ […]

  7. Reply
    Kathrin
    13. Mai 2019 at 13:28

    Ich liebe deinen Blog auch, gerade weil er so lebensnah und autentisch ist, das alles drin vorkommt , das Reisen, das Nähen, die Rezepte, das normele Leben (12 von 12) und gerade diese Mischung macht es aus. Ich finde es toll das deine Familie so hinter dir steht.
    VG Kathrin

    1. Reply
      Bine | was eigenes
      20. Mai 2019 at 13:29

      Vielen lieben DANK Kathrin!!! Das freut mich wirklich sehr – ganz besonders, wenn ich einen Hänger habe und mir gar nichts
      so leicht von der Hand geht. Dann denke ich an Kommentare, wie Deinen! :-)

  8. Reply
    Elke
    15. Mai 2019 at 08:34

    Liebe Bine,

    meine Familie. Ok, ob meine Cousine in Amerika meinen Blog liest, das weiss ich gar nicht. Aber soviel mehr an Familie habe ich gar nicht nicht (mehr). Die Familie meines Mannes interessiert es nicht und bei uns am Ort, da tun alle so hochmodern, aber wenn es darauf ankommt, dann sind alle so kusch Dich. Eine Leserin von uns am Ort habe ich, die kann aber nur lästern. „Komischer Blog und so…. “ bekomme ich immer als Antwort. Ich weiss gar nicht, warum die dann bei mir lesen. Sollen Sie es doch lassen. Mein Mann winkt ab und sagt. Laß Sie reden. Die Kollegen meines Mannes lesen viel und sind begeistert. Also mit Familie und Freundeskreis ist nichts bei mir. Aber ich habe durch Instagram, Facebook die Blogst, andere liebe nette Menschen und Leser kennengelernt.

    Liebe Grüße
    Elke von Elke.Works

  9. Reply
    A.N.
    16. Mai 2019 at 21:17

    Liebe Bine,
    ich lese Deinen Blog seit ca. 7 Monaten und bin immer begeistert wie du das professionell machst!

  10. […] es 15 Fragen rund ums Bloggen. Im Mai habe ichs irgendwie vergessen, daher fasse ich jetzt einfach Mai und Juni zusammen und stelle mich den Fragen, die Bine sich ausgedacht hat. […]

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