Rückblick

Das war mein April 2022 | Monatsrückblick. Schnee und Sonnenschein, Köln und Wien und das normale Leben.

Ich heiße Euch herzlich willkommen zu meiner Kolumne “Monatsrückblick”, die hier immer am letzten oder ersten Tag eines Monats veröffentlicht wird.

Monatsrückblick - Das war mein April 2022 | waseigenes.com | Kirschblüten

Dieser April war ein bisschen verrückt.

Einerseits total normal; haben wir jetzt eigentlich noch Corona oder nicht? – andererseits total wuselig. Das eine Kind war auf Klassenfahrt, dann waren Osterferien, wir vier waren in Wien und bei meiner Familie am Niederrhein waren ein paar Schnelltests positiv. Ich sag Euch: Stress im Kopp.

Abgesehen von alledem, vom Alltag, vom normalen Leben, herrscht hier in Europa immer noch Krieg. Die Ölpreise stigen rasant, Mr Biden zapfte die strategischen Erdölreserven der USA an, die Politik forderte härtere Sanktionen gegen Putin, ein Energie-Embargo wurde diskutiert,….

Das war mein April 2022

So schön das Wetter im April war, ganz am Anfang haben wir für einen Tag Winter. Es hat tatsächlich geschneit. Crazy. Am ersten Wochenende sind wir Gäste bei einem runden Geburtstag. Die erste größere Party seit… ach, keine Ahnung. Oktober 2021? Egal. Es war jedenfalls toll. Lecker essen und ein bisschen tanzen.

An diesem Wochenende schätzt das RKI übrigens, dass wir auf dem Höhepunkt der aktuellen Corona-Welle sein. Abwarten.

Am nächsten Tag machen wir vier einen Ausflug nach Köln. Nur ein bisschen bummeln, Eis essen, Leute gucken.

Es ist Sonntag, das Wetter ist schön und es sind nicht viele Leute unterwegs. Auf dem Ring werden die Fahrradwege zurück gebaut. Die sollen demnächst auf die Straße verlegt werden. Dafür haben dann die Autofahrer weniger Platz, die Fußgänger mehr Platz, die Radfahrer neuen Platz.

Kulinarisch lassen wir es uns gut gehen, erst asiatisch, dann italienisch.

Am 4. April liegt die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei 1.424,6. Diese Info muss man in der Tagespresse fast schon suchen.

Die Preise steigen.

Stattdessen geht es eher hier rum: Aldi, Rewe und Co. verkünden, dass wir uns auf steigende Lebensmittelpreise einrichten sollen. Alles wird deutlich teurer, da insbesondere die Kosten für Rohstoffe, Energie und Logistik massiv steigen und schon gestiegen sind.

In der Woche darauf geht es für den Sohnemann auf Klassenfahrt nach Belgien. In den Tagen zuvor bibbern und bangen wir, ob wirklich alle Kinder mitfahren können oder, ob noch ein Coronafall dazwischen kommt. Aber es klappt. Und das Beste ist, er kommt gesund wieder.

Der April macht, was er will. An einem Tag heftiger Regen, dann wieder schönster blauer Himmel. Dazwischen sitze ich in der Stadtbücherei zur Einweisung der Lesementoren. Ihr wisst ja schon längst, dass ich einen Teil der Einnahmen aus dem Verkauf meines Adventskalender der guten Gedanken an MENTOR gespendet habe. Die Übergabe des Spendenschecks fand dann ja im März statt und im Zuge dessen habe ich mich selbst beworben, als Lesementorin zu unterstützen.

Keine Maskenpflicht in Innenräumen mehr.

Ach, was auch noch neu in dieser ersten April Woche ist: Die Maskenpflicht in Innenräumen wurde aufgehoben. Nur im ÖPNV und in medizinischen Bereichen muss man nun noch eine Maske tragen.

Finde ich schräg und fühle mich damit überhaupt nicht wohl. Im Supermarkt trage ich sie weiterhin und auch sonst habe ich im April immer eine Maske dabei und trage sie, wenn ich es für angebracht halte.

Ein Sonntag im Museum.

An Palmsonntag machen wir vier wieder einen Ausflug nach Köln. Es ist das erste Osterferienwochenende. Wir besuchen die 40-Jahre-Laif-Austellung im Museum für angewandte Kunst. Kann ich Euch wärmstens empfehlen. Hier gibt’s weitere Infos -> klick {Werbung ohne Auftrag! Rein privates Vergnügen}

Danach bummeln wir noch einmal – oder schon wieder – durch Köln. Immer wenn ich an dem Maus-Laden vorbei komme, dann geht mir das Herz auf und wenn ich von irgendwo die Domspitzen sehe, dann auch.

Auf dem Straßenschild da oben, da fehlt doch ein L! ;-)

Und dann sind Osterferien.

Keine Schule. Einmal durchatmen. Wieder einen Gang runter schalten. Die Kinder färben Ostereier {früher habe ich das heimlich gemacht, mittlerweile machen sie das selbst :-)}, der Mann und ich gehen mit Freunden ins artheater in Ehrenfeld zu Kunst gegen Bares.

Kennt Ihr dieses tolle Konzept? Künstlerinnen und Künstler präsentieren jeden Montagabend eine Darbietung auf der Bühne. Sie singen, sie tanzen, sie jonglieren mit Eiern oder tragen Gedichte vor. Am Ende des Abends entscheidet das Publikum selbst, wieviel Bares die jeweilige Kunst wert ist und schmeißen eben Geld in das jeweilige Sparschwein der Künstler. Es war jedenfalls ein toller Abend!

Die erste Ferienwoche ist ein bisschen wuselig. Die Kinder machen zwei Tage Urlaub bei Oma und Opa. Ich treffe Freundinnen, gehe mit dem Mann lecker essen.

Als wir unsere Kinder an Karfreitag am Niederrhein abholen wollen, werden wir gleich mit einem positiven Schnelltest begrüßt. Meinen Papa hat es erwischt. Einen der Menschen, der kaum unter Menschen ist, aber so ist das nun mal. Zum Glück sind meine Eltern bereits das vierte Mal geimpft, so dass er überhaupt keine Symptome hat.

Verrückt – genau vor einem Jahr, im April 2021 haben meine Eltern ihre erste Impfung bekommen. Überhaupt: April 2021. Erinnert Ihr Euch noch an Bundesnotbremse, an Ausgangsperre und Distanzunterricht? All das waren letztes Jahr im April aktuelle Themen. Heute nix dergleichen.

Frohe Ostern!

Jedenfalls packen wir die Kinder ein und machen uns schnell vom Acker. Am Osterwochennde sind wir weitestgehend zu Hause, testen uns jeden Tag, bauen das Klettergerüst im Garten ab, bringen Mollie-Maus in die Pension.

Ostersonntag starten wir mit der Eiersuche im Garten, dann gibt es ein leckeres Frühstück, danach geht es in die Kirche – die Kinder haben sich zum Messe-dienen gemeldet – und am Nachmittag bestaunen wir Kirschblüten in Köln.

Vier Tage Wien

An Ostermontag geht es dann tatsächlich für vier Tage nach Wien. Ich bin sowas von erleichtert, dass sich die Kinder nicht bei Oma und Opa angesteckt haben.

Und wir reisen einfach so. Ohne Einschränkungen. Wir tragen zwar Maske, aber wir brauchen nicht mal eine negativen Test für die Einreise. Vor Ort sagen uns Kellnerinnen und Kellner dauernd, dass wir keine Masken mehr tragen müssen. Ja danke, wissen wir.

Wien ist einfach toll! Wir haben eine coole Wohnung im 1. Bezirk und wir haben nach vier Tagen platte Füße. Der Mann und ich waren ja schon ein paar Mal in Wien, aber für die Kinder ist es das erste Mal und so rattern wir das komplette Touri-Programm runter: Hop on-Bus, Stadtführung, Schönbrunn, Gloriette, Kapuzinergruft, Stephansdom und und und. Von der Karlskirche und dem Panoramalift habe ich ja schon berichtet, weitere Impressionen werde ich demnächst bloggen.

Es werden dringend Blutspenden benötigt!

In der letzten Aprilwoche bekomme ich eine Mail von der Uniklinik Köln, dass meine Blutgruppe dringend benötigt wird. Generell werden dringend Blutspenden benötigt, das wurde gerade eben noch im Radio gesagt!

Da meine Freundin und ich sowieso “wieder dran” sind, machen wir schnell einen Termin, begeben uns in die Hände der freundlichen Damen in der Blutspendezentrale und spenden flott rund 500 ml Blut. Mir macht das ja nix aus. Mir wird nicht schlecht und es tut (kaum) weh. Solltet Ihr ebenfalls keine Angst haben, dann gebt Euch einen Ruck und geht Blut spenden!!

Was mich in dieser Woche ausserdem noch extrem freut: Macron bleibt französischer Präsident! Ich bin so erleichtert, das Frankreich sich gegen rechts entschieden hat.

Das war also mein April. Oder zumindest ein Teil davon. Das normale Leben oder sagen wir besser: Das Leben, wie es vor Corona war, ist wieder zurück. Passend dazu wurde jetzt auch festgelegt, dass sie Quarantäne-Dauer generell auf fünf
Tage verkürzt werden und auch nicht mehr so streng gehandhabt werden soll.

Einerseits genieße ich das neue alte Leben sehr. Freue mich, dass wir bei Freunden im Garten um die Feuerschale stehen und anstoßen, dass wir in Wien in Straßencafés sitzen und Leute gucken – und vor allem Sacher Torte genießen konnten!, dass wir heute Abend wieder in den Mai tanzen dürfen,…. andererseits macht es mich noch etwas nervös.

Aber so war es in den letzten Jahren immer. Lockerungen und strenge Maßnahmen wechselten sich ab und immer brauchte ich ein bisschen, um mich daran zu gewöhnen.

Und was war im Blog im April los?

Diese Frage stelle ich am Ende eines jeden Monatsrückblick-Artikels. Diesen Monat ist es recht mau. Die Tage sind so dahin geflogen, durch die Osterferien habe ich weniger für den Blog gemacht, als sonst. Fünf Artikel habe ich im April 2022 veröffentlicht… so wenig, wie noch nie. Das soll und das wird sich im Mai auf jeden Fall ändern!

Es gab zwei süße Rzepte zu Ostern. Zum einen die Quarkhasen {Rezept für süße Hasen aus Quark-Öl-Teig}, zum anderen Osterkekse mit Aprikosenmarmelade.

Dann habe ich Euch natürlich am 12. April mit durch den Tag genommen und wir haben einen Blick in die Karlskirche in Wien geworfen.

Und zu guter letzt gab es ein wirklich leckeres herzhaftes Gericht: Schweinefilet Toskana in einer fruchtig-würzigen Tomatensoße mit Mozzarella und Knöpfle. Einfach lecker.

Hier geht’ zum Rezept

Rezept: Schweinefilet Toskana - Schweinemedaillons im Speckmantel in köstlicher Tomaten-Sahne-Soße | Schnell und einfach | Was koche ich heute? | Ofengericht | waseigenes.com

Ich wünsche Euch einen schönen Samstag, ein schönes Wochenende… und solltet Ihr heute Abend in den Mai tanzen, dann habt Freude und Spaß und passt trotzdem auf Euch auf. :-)

Liebe Grüße
Bine

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