,

Pfingstferien, Paris, ein gestohlenes Portemonnaie und der letzte Newsletter.

Paris Sacré-Cœur de Montmartre | waseigenes.com

Kaum sind die Ferien vorbei, schon freut man sich wieder auf eine kurze Woche. Ist das nicht herrlich? Wobei – Pfingstferien gibt es ja nicht in allen Bundesländern. Hattet Ihr Ferien letzte Woche? Wir in NRW hatten zum ersten Mal nach 50 Jahren eine Woche Pfingstferien. Eigentlich gibt’s hier nur Oster-, Sommer-, Herbst- und Weihnachtsferien. Da dieses Jahr die Feiertage aber so günstig liegen, blieben einige Ferientage übrig und so beschloss man in Düsseldorf, dass die NRW-Kinder dieses Jahr Pfingstferien haben sollten.

Paris Sacré-Cœur de Montmartre | waseigenes.com

Für mich – selbstständig, freiberuflich tätig- kein Problem, für viele arbeitenden Mamas und Papas eine echte Herausforderung diese ganzen freien Tage. Ich hatte mich, seit ich von den bevorstehenden Pfingstferien gehört hatte, auf die freie Zeit im Mai gefreut, kam aber doch nicht so richtig aus dem Quark, was die Planung betraf. Kurz vor Weihnachten suchte ich nach Ferienunterkünften in Holland und fand: nix. Alles restlos ausgebucht, ganz NRW war wohl in der vergangenen Woche im Lande unserer Nachbarn.

Leicht frustriert ließ ich Planung erstmal Planung sein, um dann im April völlig panisch darüber nachzudenken, was wir denn Schönes machen könnten? Kurzerhand entschieden der Mann und ich: wir fahren alle Mann drei Tage nach Paris. Da wollten die Kinder ja schon letztes Jahr hin, was ich aber erstmal ablehnte. Bevor wir uns europäische Städte ansehen, fahren wir erstmal in die eigene Hauptstadt. Howgh, Mama hat gesprochen.

Also fuhren in diesem Jahr nach Paris und das war sooo schön! 2004 waren der Mann und ich schon einmal dort, allerdings bei eher schlechtem Wetter im Februar.
Wir fanden eine schöne Unterkunft in Montmartre – sagt man in Montmartre oder auf Montmartre? Es ist doch ein Stadtteil und gleichzeitig ein Berg, oder nicht? Auf jeden Fall nächtigten wir über den Dächern Paris‘, mussten nur zweimal um die Ecke laufen und standen direkt vor Sacré-Cœur. Am ersten Tag schüttete es am Nachmittag wie aus Eimern, aber an den zwei darauffolgenden Tagen war das Wetter traumhaft.

Paris Montmartre Chez Eugène | waseigenes.com

Ich würde sagen, es war ein perfekter Familytripp, wenn nicht dieses eine assoziale Arschloch (keine Entschuldigung an dieser Stelle für meine Wortwahl) das Portemonnaie meines Mannes geklaut hätte! Ich bin immer noch wütend auf diese Person, wünsche ihr die Pest und andere fiese Krankheiten an den Hals. Habt Ihr sowas schonmal erlebt? Wurdet Ihr schon einmal beklaut? In einer fremden Stadt? Im Ausland?

Das war ein Schockmoment, den ich niemandem wünsche. Wir saßen in einem kleinen Restaurant in der Nähe des Eiffelturmes, der Kellner hatte uns gerade das bestellte Essen gebracht, als mein Mann in seine Jackentasche griff… und ihm alles aus dem Gesicht fiel. Den Gesichtsausdruck werde ich nicht vergessen. Ich hatte mein Portemonnaie im Hotel gelassen und so saßen wir da am gedeckten Tisch und konnten nicht zahlen. An essen war nicht mehr zu denken, der Mann musste erstmal Bank- und Kreditkarteninstitute abtelefonieren und alles sperren lassen, ich beruhigte die Kinder, der Kellner beruhigte mich.

Er lieh uns 20 Euro, damit mein Mann mit einem Taxi zum Hotel fahren konnte, um dort mein Portemonnaie zu holen. So nett! Und der Taxifahrer wollte auch erstmal kein Geld von ihm. Das könne er ihm überweisen, wenn wir wieder in Deutschland sind. Unglaublich! Hilfsbereit! Gutherzig! Einfach toll! Mit meinem Portemonnaie und Geld konnte der Mann den Taxifahrer und das Restaurant bezahlen und dem Kellner die geliehenen 20 Euro zurück geben.

Paris Montmartre Eiffelturm | waseigenes.com

In der Zeit besichtigten die Kinder und ich Eiffelturm; leider ohne Papa, aber das war ja geplant, gebucht und schon vorab bezahlt und dann trafen wir uns später alle wieder im Park Champ de Mars, setzten uns auf eine Bank, atmeten einmal tief durch und entschieden dann: wir lassen uns unseren Tripp von diesem bescheuerten Idioten, der mit unserem Portemonnaie abgehauen ist, nicht versauen!

Zum Glück sind wir mit dem Zug nach Paris gefahren und nicht geflogen… denn im Portemonnaie war natürlich auch der Ausweis meines Mannes. Und das Ticket für die Tiefgarage in Köln. Und der Beleg vom Schneider. Und überhaupt!

Ich habe mir noch nicht alle Bilder aus Paris angesehen, muss sie noch bearbeiten und werde dann demnächst ausführlich über unseren Paris Tripp berichten….

Und sonst so? Drei Tage DSGVO- wer ist denn noch alles da? Ich habe am Wochenende auf Facebook gelesen, dass viele Blogs ihre Türen geschlossen haben. Sehr traurig und sehr schade!

Ich habe gestern meinen allerletzten Newsletter an meine Abonnenten versendet. Im Juni 2015 hatte ich ja die Idee regelmäßig einen Newsletter zu versenden und bot damals die Möglichgkeit hier auf dem Blog an, sich für den Newsletter einzutragen. Seitdem habe ich aber nur sieben oder acht mal einen Newsletter verschickt – ich bin damit nie richtig warm geworden. Und deswegen habe ich entschieden, dass ich mein Mailchimp Konto einstampfen werde. Statt alle Abonennten zu fragen, ob sie weiterhin mit ihren Mailadressen gespeichert sein wollen (habt Ihr auch in den letzten Tagen sooo viele Emails erhalten?), habe ich ‚tschüss‘ gesagt, einen letzten Newsletter verschickt und danach alle Email Adressen gelöscht. Haken dran.

Ich wünsche euch nun erstmal einen schönen Montag und eine sonnige kurze Woche. Wir lesen uns in den nächsten Tagen bestimmt nochmal!

Liebe Grüße, Bine

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

15 Kommentare
  1. Nicole van Rheinberg sagte:

    Liebe Bine ,
    das mit der Geldbörse ist ja mal mal assozial.
    Mir passierte das vor 19 Jahren mit meiner Tochter beim einkaufen.Ich war mit 4 Kindern allein erziehend und hatte noch 80,- Mark für 1,5 Wochen und wir waren einkaufen.Portemonnaie im Stoffbeutel unterm Wagen und nur einen Joghurt aus dem Regal geholt und schwupps Börse weg….
    Das war auch megaschlimm.Gut das wir bei meinen Eltern essen konnten den restlichen Monat.
    Ich hab draus gelernt😔Aber sei sicher Karma schlägt zurück😉❤

    Antworten
  2. Arlette sagte:

    Mir ist das Portemonnaie in Hamburg in der Apotheke geklaut worden, da war ich 21 und noch ziemlich neu in der großen Stadt, und ich war megaangefressen, es war alles drin… lange her, aber ich glaube, ich kann nachfühlen, wie dein Mann sich gefühlt hat. Wobei das im Ausland sicher nochmal einen Zacken schärfer ist. Wie gut, dass ihr so hilfsbereite Menschen um euch hattet.

    Ich bin umgezogen, mit meinem Blog, von blogspot/blogger zu WordPress, und habe ansonsten beschlossen, ich hab nach bestem Wissen und Gewissen alles konform gestaltet. Ich warte jetzt ab, was passiert. Aber ich habe genau gar keine Lust, das bloggen komplett nachzulassen, und ich hoffe sehr, es kommen viele von denen, die zunächst nur die Tür zugemacht und auf privat geschaltet haben, zurück.

    Antworten
  3. Mareike sagte:

    Das ist ja ein Mist mit dem Portemonnaie. Du schreibst so konkret von dem Dieb als wenn Du es zeitlich eingrenzen kannst. Ich umklammer meine Tasche ja immer im Getümmel und zum Glück ist mir noch nichts passiert. Aber es ist wie ein kleines, permanentes Kribbeln im Hinterkopf, dass ich nie ganz abstellen kann. Daher bin ich ständig auf ser Hut und auch ständig angespannt. Auch nicht schön.
    Ich freue mich aber für Dich, daß ihr es trotzdem noch genießen konntet.
    LG Mareike

    Antworten
  4. Sandra sagte:

    Ach du meine Güte!! Portemonnaie geklaut in Frankreich – Das wäre mein schlimmster Albtraum! Ich gehe mal davon aus, dass du/ihr der französischen Sprache mächtig seid, – denn alleine DAS wäre schon mein Problem. Ich hätte mich dem Kellner gar nicht das Problem verständlich machen können und säße jetzt wahrscheinlich im Knast.. ;-) Meine 4 Jahre Schulfranzösisch sind lange, lange her und hängen geblieben ist da leider so gut wie nix :-(
    Dabei möchte ich auch mal so gern nach Paris aber ich habe da echt Hemmungen, was die Sprache angeht…
    Wie gut, dass es bei euch alles so glimpflich abgelaufen ist, von dem Diebstahl mal abgesehen!

    Ich muss gestehen, als ich die Benachrichtigung (ich glaub, es war auf Insta ?) bekommen habe, letztes Mal und so, habe ich doch im ersten Moment gedacht, du machst deinen Block zu… uuaaah!! Was für ein Schreckmoment! Zum Glück habe dann bemerkt, dass es „nur“ der Newsletter ist,… puuuh!
    Ich wünsche eine schöne, sonnige Woche!

    Antworten
  5. Simona sagte:

    Liebe Bine,
    don’t worry – es ist ja keinem was passiert und es ist nur Geld!
    Auch mir ist schon mehrmals die Börse gestohlen worden, aber am schlimmsten war es in Rom, da wurde ich Opfer eines Handtaschenräubers. Und beim Nachstellen (wie doof von mir – der Dieb war bestimmt halb so alt und halb so schwer wie ich) bin ich gestürzt und habe mir alle Bänder im Knie gerissen! Das war dann echt unangenehm.
    Trotzdem fahre ich immer wieder gerne nach Rom!!
    LG Simona

    Antworten
  6. Ani Lorak sagte:

    Ohje. Wie blöd. Aber dann ist ja alles gut ausgegangen. In Montmatre im Hotel. Welches war es denn? Ich bin gespannt. Da haben wir uns Ja knapp verpasst… Ich hoffe, Ihr habt trotz allem eine schöne Zeit verlebt. Wie schade, dass Dein Mann auf den Eiffelturm verzichten musste.

    Antworten
  7. Nina sagte:

    Liebe Bine, das kann einem schon die Stimmung versauen – mal ganz abgesehen von dem ganzen Ärger, den man jetzt im Nachhinein mit Behördengängen und sonst was für Rennereien hat. Ein echt blödes Gefühl. Ich hab nur mal meine EC-Karte irgendwo stecken lassen, da hat sich jemand ein paar schöne Weihnachtsgeschenke bei Karstadt besorgt – hab ich aber alles wieder bekommen. Auf Sizilien ist uns gleich in der ersten Nacht jemand in den parkenden Mietwagen gerauscht, da ist man auch erstmal den Rest der Zeit bedient. Aber wie du siehst: auf jedes blöde Arschloch kommt ein herzensguter Mensch! Was für eine rührende Geschichte!!
    Ich bin im September in Paris, meine Schwester und ich haben das meiner Mutter zum 70. geschenkt, freue mich schon sehr, war ewig nicht mehr dort! Bitte mehr von den inspirierenden Fotos!! :-)
    Liebe Grüße, flickr-Nina

    Antworten
  8. Uschi aus Aachen sagte:

    Mir ist es auch mal in Paris passiert – glücklicherweise waren wir zu zweit unterwegs und daher nicht plötzlich mittellos. Doch Deinen berechtigten Zorn kann ich bestens nachvollziehen!
    Und mein Blog ist noch da… Ich habe 25 Kundenseiten DSGVO-fit machen müssen, war t-o-t-a-l angenervt, gestresst und schlecht gelaunt und natürlich habe ich meine eigenen Sachen als letztes bearbeitet. Uff, was für eine idiotische Maßnahme. Fühlt Ihr Euch denn datenmäßig besser geschützt? Ich keine Spur, es ist nur alles etwas umständlicher und klickintensiver geworden. Und „die Großen“ lachen sich derweil ins Fäustchen… Danke, EU.

    Antworten
  9. nicole sagte:

    Ach du Sch….. Das braucht man im Urlaub nicht und auch sonst ist es über wie Fußpilz…aber in einem fremden Land ist das ja nochmal schlimmer. Zum Glück hattet ihr einen netten Kellner und einen netten Taxifahrer. Tja, die Rennerei, die Papiere zu ersetzen bleibt allerdings leider.
    Ich hoffe, ihr hattet trotz Allem noch einen schönen Urlaub.

    Ich wünsche dir einen sonnigen Tag.
    liebe Grüße
    Nicole

    Antworten
  10. Doris sagte:

    Klar, is kacke … seh es aber mal so, da gab es plötzlich wildfremde Menschen, die Euch unterstützt und geholfen haben. Heutzutage nicht selbstverständlich und wer Frankreich kennt, weiß auch um gewisse Vorurteile und Vorbehalte vieler Franzosen gegenüber uns Deutschen.
    Von daher finde ich es fast eine gute Erfahrung.
    Was die DSGVO betrifft, ich mußte 5 Seiten fit machen. Den Waschkuechenblog habe ich allerdings geschlossen, weil ich da nicht den Zugriff auf die Datenbanken hatte. Meinen neuen Blog lasse ich offen, wobei er derzeit LEIDER etwas verwaist. Das analoge Leben. Ich habe die Umstellung als nicht so schlimm empfunden weil ich immer schon darauf geachtet habe so wenig Daten wie möglich zu erheben.
    Ich bleib dabei, hoffe auch in der 2. Hälfte des Jahres wieder aktiver zu werden – ich vermisse das Bloggen. Ich denke, dass sich der Sturm im Wasserglas auch wieder legt: rgendwann wurde der Motor hinter vielen Artikeln nämlich offensichtlich: Panikmache um Geld zu machen.
    Liebe Grüsse
    Doris

    Antworten
  11. Ilka sagte:

    Liebe Bine,
    ich bin ja schwer beeindruck, wie ihr das trotzdem hingekriegt habt. Mich hätte man wahrscheinlich als heulendes Häufchen aufkehren können – so was wirft einen schwer aus der Bahn.
    Liebe Grüße
    Ilka
    (auch ja, Blog noch da – hoffe ich mal, dass ich nix übersehen habe. Und die Gravatarbildchen an den Kommentaren fehlen wir schon irgendwie)

    Antworten
  12. Jezzy sagte:

    Vor zwei Jahren in Lissabon. Koffer im Hotel abgegeben und los. Sachen kann man ja später in Safe tun.. Pustekuchen… abends Geldbörse weg mit Kreditkarten, Ausweis und gesamter Urlaubskasse. Abends alles sperren lassen, nächsten Tag Polizei & Konsulat …. yeah…. vieles wurde ersetzt, allerdings hatte ich noch einen Talisman mit großer emotionaler Bedeutung dabei.. da blutet mir immer noch das Herz.

    Antworten
  13. Chantal sagte:

    Ich bin dann sehr auf deine Paris-Bilder gespannt. Eigentlich wollte ich über die Pfingsttage auch nach Paris-es war alles bereits gebucht. Und dann streikten die Franzosen!! Mann war ich enttäuscht! :-( Aber ich verbrachte trotzdem schöne freie Tage bei meiner Schwester in den Bergen und Paris läuft mir ja nicht davon :-)

    Liebe Grüsse Chantal

    Antworten
  14. Regina sagte:

    Pfingsten 2010 war ich mit meiner Freundin zum ersten Mal für ein Wochenende in Paris. Nach der Ankunft am Flughafen fuhren wir mit dem Bus zur Metro, dort „half“ ein netter junger Mann meiner Freundin, den schweren Koffer durch die Sperre zu wuchten und auf dem Bahnsteig stellte ich dann fest, dass meine Brieftasche mit allem Inhalt weg war. Super, kein Wort französich, kein Cent mehr in der Tasche, drei Stunden bei der Polizei, wo man weder deutsch noch englisch verstand (?). Am nächsten Vormittag stundenlang auf dem dt. Konsulat für einen provisorischen Ausweis für die Heimreise. Es blieben zwei halbe Tage und ein riesiger Groll. Zuhause dann alles neu beantragen – Ausweis, Führerschein, Geldkarten – was man halt so hat. Und dann – Monate später die große Überraschung, es kam ein Brief von einer netten Französin, die erklärte, Ausweis, Führerschein usw. in einem Abfalleimer gefunden zu haben. Ein sehr netter Abschluss des ganzen Desasters!
    Liebe Grüße
    Regina

    Antworten
  15. Tinka sagte:

    Mir wurde schon ein paar Mal das Portemonnaie geklaut, 3x in Berlin und einmal in…tja, rate mal, ja, in Paris. In Paris wurde mir mein ganzer Rucksack geklaut, samt Fotoapparat mit allen Urlaubsaufnahmen, dem gesamten Urlaubsgeld und einem Buch, das eine Freundin selbst geschrieben hatte – das war richtig schlimm. Seitdem bin ich nicht mehr so gut auf die Stadt zu sprechen, obwohl ich danach schon nochmal dort war und es wirklich schön war.
    LG
    Tinka

    Antworten

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.