Eigentlich hatte ich ja nicht vor, mir große Ziele für 2017 zu stecken. Ihr erinnert Euch an meinen Beitrag von letzter Woche {Neues Jahr. Neue Gefühle. Neue Möglichkeiten. Dieselben Träume.}, in dem es mehr darum geht, das zu schätzen, was wir sowieso schon können, leisten und jeden Tag machen? Ich habe mich übrigenes riesig, sehr und dolle über Eure vielen Kommentare dazu gefreut.

Nun denn. Seit dem Wochenende sieht die Sache ein bisschen anders aus. Ich hatte das große Vergnügen, dass ich zum Kick-Off-Event des H.A.P.P.Y.- Programms von Alpro eingeladen wurde. H.A.P.P.Y. (steht für Healthy Adventurous Programm for a promising Year) soll Dir einen Startschuss in ein frisches, gesundes und sportliches neues Jahr geben. Die Teilnahme ist kostenlos, drucke Dir einfach Dein Rezept-Booklet aus und krieg Deinen Hintern hoch! Alle Infos rund um das Programm findest Du auf dieser Facebook Seite.


Samstagmorgen fuhr ich also zum Sister Mag Office, welches in Wirklichkeit noch viel viele toller ist, als auf allen Fotos, die ich bisher gesehen hatte und wurde erstmal mit einem köstlichen Frühstücksbuffet begrüßt.
Frisches Obst und Brot, Säfte, Müsli, Gemüse und natürlich viele Alpro Produkte standen auf den bezaubernd gedeckten Tischen. Wer wollte, durfte sein Frühstück zusammen mit Katharina Külmer– einer begnadeten Foodstylistin und Kochbuchautorin fotografieren. Ich wollte, konnte aber nicht, denn ich hatte keine Ruhe und Muse geschnittene Melonenschiffchen und Himbeeren in meiner Schale hübsch zu drapieren. Ich wollte essen und quatschen. Und das tat ich. Mit Jules und Claudia, mit Anja und Evi, mit Julia und Bea, mit Claudia und Susanne und so vielen anderen Frauen. Und deswegen gab’s auch erst am späten Samstagabend mein erstes Instagram Foto und keine Storie. Singletasking, statt Multitasking. Den Moment genießen, statt mit dem Handy rumfuchteln. Oder ganz einfach: ich kann mich nur auf eine Sache konzentrieren!


Nach einer Begrüßung durch die Sisters Thea und Toni sowie den Mädels von Alpro ging es weiter in die Workshop Räume. Mein erster Workshop lautete: “Dreams for the future” mit Sonja Umstätter. Ach herje! dachte ich zunächst. Ziele. Ziele. Ziele. Ich will doch eigentlich nicht. Ich will mich nicht an einer Liste lauter Wünschen und Zielen entlanghangeln und nachher enttäuscht feststellen, dass ich nicht alles geschafft habe.

Aber, ich lasse mich gerne eines Besseren belehren und will erstmal hören, was sie zu sagen hat. Und sie hatte eine Menge zu sagen, diese kleine Powerfrau. Sonja ist Dipl. Designerin, Filmemacherin, Professorin für Bewegtbild und Motiondesign und Coach. Und obendrein ist sie unglaublich motivierend und inspirierend.
Ihr Job war es, uns in eineinhalb Stunden beizubringen, unsere Ziele richtig zu formulieren. Denn darum geht es. Nicht um das Ziel an sich, sondern darum, zu verstehen, was wir genau wollen, wie wir es erreichen und bis wann wir es erreichen wollen.
Spezifisch, messbar, realistisch und terminiert.

Wenn ich einfach nur ins Blaue sage, ich möchte mehr lesen, dann ist das kein Ziel. Mein Ziel sollte lauten: Bis Juli 2017 lese ich 8 Bücher. So. Nicht mehr und nicht weniger. Ich-Form, Gegenwart, Fakten. Um das zu begreifen sollten wir erstmal ein Moodboard aus Zeitungsschnipseln und Bildern erstellen. Und dann formulieren. Das war teilweise gar nicht so einfach, denn die meisten formulierten doch immer wieder eher vage. Ich will mehr Freizeit. Ich will ein Kind. Ich will hauptberuflich bloggen. Ich will gelassener sein.
Was wir alle wollen sind Haben-Ziele. Freizeit. Kind. Lesen. Job. Wir erhoffen uns aber dadurch Sein-Zustände. Wenn ich mehr Freizeit habe, bin ich gelassener/ enspannter/ glücklicher. Wenn ich mehr Bücher lese, bin ich ausgeglichener/gebildeter/ kreativer. Es geht also nicht nur darum zu sagen, dass ich mehr lesen möchte, sondern auch darum zu verstehen, warum ich das will und wo mich mein Wunsch hinbringen wird.
Der Workshop und die viele Anregungen und Denkanstöße von Susanne haben mir meinen Blick auf mögliche Ziele und Wünsche in ein anderes Licht gerückt. Ja, ich werde nochmals in mich gehen und drüber nachdenken.
Danach motivierte uns Amiena Zylla ein bisschen mehr Bewegung in unseren Alltag einzubauen. Noch so eine Powerfrau!
Ich füchtete ja, dass wir eineinhalb Stunden schwitzen sollten- aber nein, Amiena erzählte uns erstmal ganz viel zum Thema Bewegung, Faszien, Yoga, Alltag, Atmen und so weiter und so fort. Danach zeigte sie uns ein paar eher einfache Übungen, wovon man die meisten im Sitzen auf dem Bürostuhl machen kann. Sehr sympathisch und gerade für Frauen, die viel am Schreibtisch sitzen, einfach perfekt. Schlechte Haltung – ihr kennt bestimmt die Schildkröte: runder Rücken, vorgeschobener Kopf, langer Hals, kurzer Nacken- so oft erwische ich mich in dieser Position und wundere mich dann über einen schmerzenden Nacken, plus stundenlanges Sitzen. Das alles ist nicht gut und sollte hin und wieder mal gelöst werden.
Amiena hat für das H.A.P.P.Y. Programm sechs Videos gedreht. Schaut mal rein, vielleicht findet Ihr auf diesem Wege auch ein bisschen Entspannung.

Auf Workshop Nummer 3 hatte ich mich besonders gefreut, denn da lernte ich endlich die zauberhafte Jeanette Mokosch kennen, deren Instagram Feed und Stories ich schon lange herze und anschaue. Jeanette führte uns in die Kunst und Magie der modernen Kalligrafie ein. Sie hat sich das Schönschreiben mit Feder und Tusche selbst beigebracht und schreibt nun für Kunden oder ihre Workshop-Teilnehmerinnen schönste Karten, Einladungen, Sprüche und Zitate.

Stoßen, drücken und schieben sollten wir unsere Feder und auch wenn ich das nicht das erste Mal machte- ich hatte das Gefühl, überhaupt zum ersten Mal in meinem Leben einen Stift in die Hand zu nehmen.
Wer dann und wann meine Insta-Stories schaut, der weiß, dass ich immer mal wieder das Schönschreiben übe, dann aber mist mit den sog. Brush-Lettering Filzstiften. Selten bis gar nicht mit Feder und Tusche. Ich übe jede Woche schönschreiben. Das ist ein Ziel, welches ich mir (noch) nicht auf Papier notiert habe, sondern in meiner gedankeliche Wunschliste vermerkt habe. Ja, das werde ich. Übung macht hier den Meister und ich darf behaupten, dass meine ersten Schreibübungen immer besser werden.

Zwischen den Workshops wurde gequatscht und gegessen {vegane Törtchen von Inés– unfassbar lecker!), Erfahrungen und Gedanken ausgetauscht, neue Menschen kennen gelernt, Altbekannte wiedergesehen. Es war rundum ein schöner Samstag.

Wäre ich dann nicht noch mit zwei Stunden Verspätung, mitten in der Nacht, bei Blitzeis in Köln gelandet, wäre er perfekt gewesen. Aber dafür kann niemand etwas, außer Petrus und der wollte wohl am Wochenende seinen Schabernack mit uns treiben.
Ich bedanke mich von Herzen bei Thea und Toni, bei den Damen von Alpro und allen anderen Frauen, die uns einen so schönen Tag im Sister Mag Office beschert haben.

Das H.A.P.P.Y.-Programm startet übrigens heute. Ist gerade schlecht? Egal. Um anzufangen ist immer jetzt der richtige Zeitpunkt. Und jetzt kann auch morgen sein. Mein Rezept Booklet liegt neben mir auf dem Schreibtisch. Ich habe schon ein wenig geblättert und werde definitiv das ein oder andere Rezept nachmachen. Auch werde ich weiterhin stramm mit Mollie meine Morgenrunden drehen, einmal, vielleicht sogar zweimal die Woche joggen und bestimmt auch mal eine Yoga Session mit Amiena einlegen.

Alles ohne Stress und ohne Druck, aber eines ist gewiss: ich möchte gesund sein und bleiben und das geht eben nur mit einer ordentlichen Portion gesunder Ernährung, Bewegung, Ruhe, Entspannung, Selbstliebe und Nächstenliebe und hin und wieder einer Tüte Chips!
Diesen Mix aus Haben-Ziele und Sein-Zustände möchte ich erreichen oder beibehalten, denn wir wissen schon: Ziele zu haben ist gut, aber sich darüber bewusst zu sein, was wir sowieso schon alles tun, leisten, machen, geben und schenken, ist mindestens genauso wichtig.
In diesem Sinne: Habt einen schönen Tag und #starthappy!
Liebe Grüße, Bine
