Was sagt Ihr zu Käsespätzle? Ich würde sagen: Oh ja! :-) Für dieses Rezept greife ich zu fertigen Spätzle aus dem Kühlregal. Das spart enorm Zeit und macht das Ganze wunderbar unkompliziert und vor allem alltagstauglich. Ein paar gute Zutaten, eine große Pfanne und in kurzer Zeit steht ein echtes Wohlfühlessen auf dem Tisch. Das i-Tüpfelchen sind die Röstzwiebeln. Alles in allem ein wunderbar cremiges, würziges und sättigendes Essen.

Käsespätzle mit fertigen Spätzle
Die besten Käsespätzle hat meine Schwiegermutter gemacht und zwar richtig gemacht, also auch die Spätzle. Diese im Supermarkt zu kaufen, wäre für sie undenkbar gewesen. Später dann, als sie selbst nicht mehr gerne gekocht hat, haben wir Spätzle im Lieblingsrestaurant, im Bären, genossen. Ihre Spätzlemaschine hat sie mir damals sogar vermacht, aber ich gebe zu: ich habe sie noch nie benutzt, halte sie aber in Ehren. Immerhin. :-)

Warum Ihr dies Käsespätzle lieben werdet:
- Käsespätzle sind ein absoluter Klassiker und in dieser schnelle Variante super unkopmpliziert.
- Sie sind fix gemacht, also perfekt für die Feierabendküche.
- Ihr beötigt nur ganz wenige Zutaten, die Ihr überall bekommt.
- Es ist ein irre cremiges und würziges Gericht – lieben wir.
- Ich verspreche Euch: Es gelingt immer! Ihr benötigt wirklich keine Küchenerfahung.

Es gibt doch nicht Besseres, als Essen, dass mit Käse überbacken wird, findet Ihr nicht auch? Ich denke da sofort an den Brokkoli-Nudel-Auflauf oder noch besser: Macaroni and Cheese (bester Nudel-Käse-Auflauf) Herrlich. Geraspelten Gouda habe ich immer im Kühlschrank auf Vorrat da. Für bestimmte Gerichte greife ich aber lieber zu würzigeren Käsesorten. So auch hier. Für Käsespätzle solltet Ihr eine würzige Sorte auswählen.
Welcher Käse passt am besten zu Käsespätzle?
In meine Käsespätzle kommt Bergkäse. Den mag ich am liebsten. Er lässt sich einfach reiben und schmilzt ganz hervorragend. Alternativ könnt Ihr auch Appenzeller oder Greyerzer einkaufen.
Wir werden Käsespätzle schön cremig?
Die Spätzle werden zunächst in etwas Sahne sanft gekocht, nicht zu heiß, denn die Sahne soll nicht verkochen. Dann kommt schon der geriebene Käse zu, alles wird einmal verrührt und dann legen wir einen Deckel auf die Pfanne. Der Käse kann nun langsam schmilzen und die Spätzle bleiben schön cremig-weich und trocknen nicht aus. Sollten sie Euch dennoch nicht cremig genug sein, hilft ein weiterer Schluck Sahne oder Milch.

Solltet Ihr Käsespätzle zum Mittagessen kochen und noch eine Portion für`s Abendessen übrig bleiben, dann könnt Ihr hier den gleichen Trick wie oben erwähnt anwenden: Die Pfanne nochmal erhitzen und einen Schluck Sahne oder Milch hinzufügen. Das peppt die Spätzle noch einmal auf. Das gilt natürlich auch für den nächsten Tag.
Und was peppt dieses Gericht noch auf? Richtig die Röstzwiebeln. Sie bringen noch mehr Würze und Schwung hinein. Ob Ihr sie selber macht oder kauft, das ist Eure Sache. Das Anbraten der Zwiebeln ist kein Hexenwerk, aber mir tränen beim Zwiebelschneiden und -anbraten immer enorm die Augen. Von daher habe ich großes Verständnis, wenn jemand lieber fertige Röstzwiebeln im Supermarkt kauft.
Das i-Tüpfelchen: Röstzwiebeln
Die Zwiebeln werden in halbe Ringe geschnitten, dann in Mehl kurz gewälzt oder durchgeschüttelt und danach in etwas Butterschmalz in einer Pfanne angebraten. Wichtig ist, dass die Hitze nicht zu hoch ist, denn dann verbrennen sie schnell. Lieber mittlere Hitze und dafür Zeit lassen. In dieser Zeit könnt Ihr schonmal den Bergkäse raspeln.
Meine Tipps für leckere Röstzwiebeln:
- Gebt nicht zu viele Zwiebeln in die Pfanne, sonst werden sie eher matschig.
- Behaltet die Hitze im Blick, lieber wenige Temperatur und dafür mehr Zeit einplanen
- Am Ende auf Küchenpapier abtropfen lassen.
- Solltet Ihr kein Butterschmalz da haben: Butter funktioniert auch, allerdings werden die Zwiebeln dann möglicherweise nicht ganz so knusprig.
Und dann kommen in diese Pfanne, ohne, dass wir die ausspülen, die Sahne, die Spätzle und der Käse. Himmlisch!
Und ganz zum Schluss: Frisch gehackter Schnittlauch. Bringt etwas Farbe und Frische auf den Teller.

Käsespätzle sind für mich eigentlich ein Draußen-kalt-drinnen-gemütlich-Essen. Da Petrus uns dieser Tage aber nicht sonderlich wohl gesonnen ist und ich bei der morgendliche Emmy-Runde immer noch meine Winterjacke trage und auf der Vespa einen dicken Schal benötige, hatte ich neulich Lust auf genau dieses Wohlfühlessen. Laut Vorghersage sollen die Temperaturen ja auch erstmal so bleiben, deswegen sag ich schonmal: Lasst es Euch schmecken. Mit Spargel starte ich dann kommende Woche. ;-)
Noch mehr Rezepte mit Spätzle:
Spätzle sind einfach lecker und alle Gerichte, die es hier auf dem Blog mit Spätzle gibt, sind im Handumdrehen fertig. Kennt Ihr schon diese Rezepte hier:
Champignon-Spätzle-Pfanne mit Mozzarella und Frühlingszwiebeln
Spätzleauflauf mit Rosenkohl und Kasseler
Hähnchengeschnetzeltes mit Champignon-Spinat-Soße und Spätzle
Spätzleauflauf mit Blattspinat und Kirschtomaten

Ich wünsche Euch viel Freude beim Kochen und dann beim Genießen. Und wenn es geschmeckt hat, dann kommt doch nochmal zurück hierhin und schreibt mir eine kurze Nachricht, einen Kommentar. Und wenn Ihr das tut, dann hinterlasst gerne auch eine Sterne-Bewertung. Das unterstützt nicht nur meine Arbeit, es hilft anderen LeserInnen auch bei der Entscheidung. Ich sag schonmal: Lieben DANK!
Und nun wünsche ich Euch noch einen schönen Tag und sage: Bis zum nächsten Mal!
Liebe Grüße Bine
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Und hier nun für Euch: Die Rezeptkarte zum Abspeichern oder Ausdrucken:

Käsespätzle mit Röstzwiebeln – schnell & einfach
Zutaten
- 1000 g Spätzle, fertig aus dem Kühlregal
- 250 g Zwiebeln
- 3 EL Mehl
- 250 g Bergkäse
- 200 ml Sahne
- 50 g Butterschmalz
- ½ Bund Schnittlauch
- Salz, Pfeffer & Muskatnuss
Anleitungen
- Die Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Halbringe schneiden. In einer Schüssel mit dem Mehl vermengen.
- Butterschmalz in einer tiefen Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin langsam und bei mittlerer Hitze goldbraun rundherum anbraten. Das braucht etwas Geduld. Zwischendurch wenden, aber nicht ständig rühren. Danach auf Küchenpapier abtropfen lassen.
- In dieser Zeit den Bergkäse raspeln und den Schnittlauch in kleine Röllchen schneiden.
- Nun die Spätzle direkt in die Pfanne geben und bei mittlerer Hitze 2–3 Minuten erwärmen, bis sie weich und heiß sind.
- Die Sahne hinzugeben, leicht aufköcheln lassen, den geriebenen Käse unterrühren, einen Deckel auf die Pfanne legen und die Spätzle bei schwacher Hitze ziehen lassen, bis der Käse geschmolzen und alles schön cremig verbunden ist.
- Mit Salz und Pfeffer und etwas frisch geriebener Muskatnuss würzen und abschmecken. Mit Röstzwiebeln und Schnittlauch servieren.
Notizen
Liebe Grüße Bine
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2 Kommentare
Also ich muss jetzt mal eine Lanze für selbstgemachte Spätzle brechen. Immer heißt es, das wäre viel Arbeit aber das stimmt einfach nicht. Spätzle gehen ratzfatz und machen überhaupt keine Mühe. Man gibt Mehl, Eier, eine Prise Salz und einen Schluck Wasser nach Bedarf, in eine Schüssel, nimmt eine Kochlöffel zur Hand und schlägt den Teig ein, zwei Minütchen. Es braucht keine Küchenmaschine und keinen Mixer. In der Zwischenzeit bringt man Wasser zum Kochen. Dann füllt man den Teig portionsweise ins Spätzlesieb, in die Spätzlepresse oder wenn man geübt ist schabt man sie ins kochende Wasser. Fertig! Dauert keine Viertelstunde und schmeckt soviel besser!
Gib der “Spätzlemaschine” eine Chance 😉
Liebe Grüße
Caroline
Tue ich, Caroline! Eines Tages werde ich die Maschine aus dem Schrank holen und werde feierlich Spätzle machen. Ich weiß auch, dass das eigentlich nicht viel Arbeit ist… aber ich bin halt nicht so nah an Spätzöe aufgewachsen. Für mich war das immer ein “Urlaubsgericht”. :-)
Liebe Grüße Bine