Manchmal rattert das Gedankenkarussell, dann muss ich aufschreiben, was mir im Kopf herumschwirrt. Unter “Gedachtes” sammel ich alle Gedankenschnipsel-Artikel. Es geht ums Leben, um den Alltag, um Wünsche und meine Meinung. Ich freue mich auf den Austausch mit Euch!
Da sind wir nun. Am Ende des Monats, am Ende des Jahres und ich ganz unten, am Ende meines Blogplaners. Seit sechs Jahren führe ich dieses Tabellen-Dokument, in welches ich jede Woche die geplanten und geschriebenen Artikel notiere. Auch Ideen für die kommenden Wochen trage ich dort ein. Gestern habe ich ein neues Dokument für 2021 erstellt, hab die Daten geändert, die Kalenderwochen runtergetippt und sogar schon ein paar Ideen eingetragen.

Nun ist also der Dezember vorbei und wenn ich mir den Rückblick vom Dezember 2019 durchlese, dann habe ich das Gefühl, dass ich letztes Jahr in einer komplett anderen Welt verbracht habe. In diesem Monat gibt’s keine Fotos von geschmückten Städten, von Weihnachtsfeiern und Restaurantbesuchen. Wir waren zu Hause, weitestgehend.
Das war mein Dezember 2020
Anfang des Monats hänge ich einen grünen Kranz an die Haustüre. Wieder mit der Kugel vom letzten Jahr. D’r Zoch kütt… hach, das wäre schön, aber das wird er im Februar nicht tun. Wir sind jeck im Herzen, das muss für 2021 genügen.
Kontaktbeschränkungen nehmen wir ernst, treffen nur die, die wir das ganze Jahr über immer mal wieder gesehen haben, treffen uns draußen, schmeißen die Heizstrahler an. Eierlikör versüßt uns den Abend oder wie Helga sagen würde: Ich habe soviel Eierlikör in’meinem Körper, da traut sich kein Virus rein.
Am 3. Dezember heißt es, dass der Teil-Lockdown bis zum 10. Januar verlängert werden soll. Von sinkenden Zahlen sind wir weit entfernt. Selbsttests für Lehrer und Erzieher werden diskutiert, Impfzentren werden aus dem Boden gestampft, der Nikolaus kommt.
In der Woche darauf wären der Mann und ich eigentlich bei Sascha Grammel. Is’ nich’. Nix ist. Der Sohnemann muss nochmal zur Blutabnahme, die Werte sind gut.
Mitte Dezember immer noch keine Besserung in Sicht.
Mutti plädiert für stärkere und strengere Maßnahmen, ich habe das Gefühl, dass das niemand hören möchte. In einigen Bundesländern werden die Maßnahmen verschärft, Sachsen z.B. geht in den harten Lockdown, andere warten noch ab. In Großbritannien werden die ersten Menschen geimpft.
Wir kaufen derweil einen Weihnachtsbaum und bestellen Gans. Zu Hause, zu viert, ist’s schön und lecker und gemütlich, trotzdem sind wir wehmütig, dass das alljährliche Gans-Essen nicht mit der buckeligen Verwandtschaft im Restaurant statt findet.
Am Wochenende überschlagen sich dann die Nachrichten. Kommt der hart Lockdown? Bleiben die Schulen geöffnet? Müssen alle Geschäfte schließen? Und wenn ja, ab wann? Schon Montag? Die Städte sind am Samstag brechend voll.
Licht am Ende des Tunnels ist noch nicht zusehen. Dafür ein Regenbogen. Und Mollie tut das, was wir jetzt alle am besten tun sollten: Zu Hause bleiben und schlafen.
Harter Lock-Down ab 16. Dezember 2020
Am Sonntag, den 13. Dezember wird es dann amtlich: Ab Montag bleiben die Kinder wieder zu Hause vor dem Rechner. Der Einzehandel schließt ab Mittwoch, den 16. Dezember. Nur Supermärkte, Drogerien und Zooläden dürfen noch geöffnet bleiben. In der WDR Lokalzeit wird von pfiffigen Unternehmern berichtet, die Abhol-Services für ihre Kunden anbieten. Parfümerien, Geschenkeläden, … Friseure arbeiten den ganzen Sonntag und Montag durch, die Städte sind voll, weil alle Spätzünder noch schnell Weihnachtsgeschenke kaufen. Hinzukommt: die eigentlichen Lockerungen zu Weihnachten werden wieder aufgehoben.
Ich telefoniere mit der Familie und wir entscheiden: In diesem Jahr kommt nur meine Schwägerin an Heilig Abend zu uns.
Ich schwanke zwischen Dankbarkeit, dass es nun eine klare Ansage gibt, und leichter Panik. Welch Glück, dass ich meinen Friseur-Termin für den Dezember auf Dienstag, den 15.12. gelegt hatte. ;-)
Am Abend vor dem harten Lockdown fahre ich mit dem Toichterkind noch ins EKZ. Wohl ist mir nicht dabei, aber zwei, drei Dinge müssen noch schnell besorgt werden. Wir springen in die Geschäfte und düsen schnell wieder heim. Das war es nun. Feierabend.
Wir sind zu Hause. Ich verlasse das Haus nur noch für das Notwendigste. Im Zooladen kaufe ich ein neues Halsband und ein paar Leckerchen für Mollie. Auch sie soll ein Weihnachtsgeschenk bekommen und ausserdem wird unsere Jüngste am 24.12. schon sieben Jahre alt.










