Glück. Ein schönes Wort, oder? Glück! Glücklich. Glücksgefühle. Glücksmoment. Glückssträhne. Glücklich sein. Was genau ist Glück? Was macht einen Menschen glücklich? Was bedeutet Glück für Dich?
Ein fünf-Gänge-Menü mit Freunden auf der Dachterrasse eines Nobelrestaurants? Das neue Auto mit den wieviel-auch-immer-Zoll Reifen? Der Lottogewinn, auf den man sooo lange gehofft hatte und für den man in den letzten Jahren schon ein Vermögen ausgegeben hat? Der Sitzplatz in der ersten Reihe? Eine fette Pizza? Das zufällige Treffen einer Freundin beim Einkaufen?
Oder macht es Dich vielleicht eher glücklich zu wissen, dass es Dir gut geht? Dass Du die Möglichkeit hast, Dein Leben selbst zu gestalten? Dass Du ein Dach über dem Kopf hast? Dass Du gesund bist? Dass Du eine Familie hast, die Dich unterstützt, wenn es brenzlig wird? Dass Du Freunde hast, denen Du vertrauen kannst?
Es gibt verschiedene Arten des Glücks.
Das Zufallsglück:
Mensch, da habe ich aber Glück gehabt! Wir sehen es nicht kommen. Plötzlich ist es da und erfüllt uns mit Freude, Genuss und Japadapadu!
Ich habe meinen Schlüssel wieder gefunden! Juhu! Yes, der Parkplatz da ganz vorne, der ist meiner! Die Sommerparty ist doch nicht, wie angesagt, ins Wasser gefallen! Welch ein Glück! Es fällt uns in den Schoß. Es macht uns glücklich. Aber es ist auch ganz schnell wieder weg, diese Glücksgefühl. Es hält nicht lange an.
Das geplante Glück:
Dieses tragen wir in unsere Terminkalender ein. Wir wollen nicht, dass es uns einfach zufliegt, wir wissen, dass es kommen wird. Wir sorgen dafür, dass es statt findet!
Der Sommerurlaub in knapp vier Wochen. Das wird auf jeden Fall eine glückliche Zeit! Die Hochzeitsfeier am Wochenende. Der Familienausflug. Das neue Fahrrad. Die Pfanne Putengeschnetzeltes in Sahnesoße, die auf dem Herd brutzelt. Wenn ich die weggeputzt habe, werde ich definitiv glücklich sein. Oder noch besser: die Cupcakes mit dem süßen Frosting. Yes, die machen mich glücklich!
Dem geplanten Glück jagen wir hinterher, um immer eine möglichst große Portion davon abzubekommen. Wir wollen uns daran berauschen, wollen es in vollen Zügen genießen. Her mit dem schönen Leben! Aber auch dieses Glück schwindet langsam. Wenn wir am nächsten Morgen mit Kopfweh wach werden. Wenn die Jeans kneift. Wenn der Alltag wieder über uns hereinbricht. Trotzdem brauchen wir dieses geplante Glück.
Glück fällt einem nicht zu. Man kann nicht darauf bestehen oder es einfordern. Es kommt und geht. Der “Glückliche” oder “Beglückte” braucht kein spezielles Talent, um es zu erlangen.
Das langfristige Glück. Die Erfüllung:
Die beiden o.g. Arten des Glücks gefallen mir. Sie steigern mein Wohlbefinden. Sie berauschen mich. Aber mir ist eine dritte Art des Glückes noch wichtiger: Das langfristiges Glück, welches ich eher mit den Worten Lebensfreude und Erfüllung beschreiben würde. Ein Lebensgefühl (oder Lebensglück), welches mich trägt, welches mir eine innere Ruhe und Zufriedenheit gibt. Manchmal. Meistens.
Das Zufallsglück und das geplante Glück sind “nice to have” und wichtiges Futter für das langfristige Glück. Lauter Glücksmomente, die zum großen und ganzen beitragen, die den Glückszustand festigen und stärken.
Glückliche Momente, die uns zufällig in den Schoß fallen oder von langer Hand geplant sind, sind ein Ausgleich für magere Zeiten.
Wenn an einem Tag alles schief läuft. Der gecancelte Flug. Der platte Reifen. Die ausgelaufene Waschmaschine. Der Mensch in meinem Leben, der es mir hin und wieder schwer macht. Der volle Terminkalender.
Diese Situationen kann man vielleicht besser meistern, wenn man sie annimmt, hinnimmt und davor und danach glückliche Momente zu schätzen weiss. Soll heißen: Das Leben annehmen mit all seinen Hochs und Tiefs, die negativen Seiten hinnehmen, bzw. möglichst unbeschadet darüber hinwegkommen und weitermachen. Nicht dem Zufallsglück und geplantem Glück hinterher jagen, sondern viel mehr das langfristige Glück, Lebensfreude, Zufriedenheit und Erfüllung suchen und in sich bewahren. Gar nicht so leicht. Gerade dann, wenn es einem nicht gut geht.
Wenn Sorgen und Nöte, Krankheiten und Streit, Eifersucht und Wut, als dicke fette graue Wolke über Dir schweben. Wenn Du an nichts anderes mehr denken kannst. Wenn Du wie gelähmt bist, weil Du Dich schlecht fühlst. Gerade dann ist es wichtig, dass Du viele positive Gefühle in Dir trägst. Dass Du ein Leben im Einklang mit Deinen guten und schlechten Gefühlen führst. Dass Du nicht nur auf Vergnügen und schnellem Glück aus bist. Dass Du Deine Ziele und Träume verwirklichst. Dass Du Dein Leben einfach magst und sinnvoll gestaltest. Dass Du Dinge aktiv änderst, mit denen Du unzufrieden bist und Entscheidungen triffst. Dass Du herausfindest, was Du wirklich willst. Es geht um die individuelle Einstellung und der Selbstbejahung in jeder Situation. Ganz gleich ob sie eine glückliche oder eine unglückliche Situation ist.
Leichter gesagt, bzw. geschrieben, als getan. Ich mag mein Leben und ich finde, dass ich es bisher sinnvoll und gut gestaltet habe. Ich habe Dinge geändert, die mir nicht gut taten. Ich habe Ereignisse geplant, die mir definitiv gut taten und tun werden. Ich habe Entscheidungen getroffen, mit denen ich lange gerungen habe. Es fällt nicht immer leicht zu entscheiden, wann man ja! und wann man nein! sagen sollte. Aber es sollte Dein Bestreben sein!
Was bedeutet für Dich Glück? Hast Du schon einmal darüber nachgedacht? Glaubst Du, dass jeder seines Glückes Schmied ist? Oder meinst Du, dass das Glück nur von Zufällen abhängig ist? Was brauchst Du für ein glücklich erfülltes Leben? Wenn Du magst, dann schreibe Deine Gedanken auf und teil sie mit uns.
Liebe Grüße
Bine
Edit / Oktober 2019: Ihr Lieben, auf Grund des neuen Cookie-Datenschutz-Regelung-Dingsbums habe ich das Link-Tool vorerst aus diesem Beitrag gelöscht – und damit auch leider alle Links zu Euren Beiträgen. Ich bedaure dies sehr, kann es aber leider nicht ändern.

