Werbung Leidet Ihr auch unter kalten Füßen? Das ist ja irgendwie so ein Frauen-Ding. Frauen haben immer kalte Füße. Männer nie. Das ist sogar schon bei meinen Kindern so. Er ist immer muckelig warm, sie immer eine Frostbeule. Deswegen muss er auch abends bei ihr immer mindestens ein halbes Hörspiel-lang kuscheln, damit ihr warm wird.

Morgens ist mir nie kalt. Da reiße ich, zum Leid meiner Familie, immer alle Fenster auf. Auch bei Minusgraden. Da muss frische Luft ins Haus! Wenn ich, bei offenem Fenster, in der Küche wirbel, Kaffee koche, den Tisch decke und Brotdosen aus den Schulranzen hole, um sie schnell durchzuspülen, trudeln der Reihe nach Familienmitglieder leicht motzig ein und brummen: ich solle sofort das Fenster zu machen!

Am Abend ist es bei ganz anders. Da mutiere ich zur Frostbeule und wenn ich einmal kalte Füße habe, dann ist es eine echte Herausforderung, sie wieder auf Normaltemperatur zu bekommen. Deswegen habe ich mir jetzt ein großes Rapskernkissen genäht. Kleinere Varianten habe ich schon vor Jahren für den Shop genäht. Als dann aber diverse EU-Bestimmung für den Verkauf von Kinder-Artikeln raus kamen, habe ich die Produktion schleunigst eingestellt. Mir war das damals einfach zu heikel. Was, wenn so ein kleines Kissen mal kaputt geht und ein Kleinkind an den Rapskernen erstickt? Horrorvostellung.
Aber zurück zu meinem Rapskernkissen. Genäht habe ich diese aus weißer Baumwolle und aufgehübscht habe ich sie wiederum mit Fotomotiven von verschiedenen Kissenbezügen. Die Bezüge habe ich alle bei Schneider* bestellt und nach Herzenslust zerschnitten. Ich wollte gerne Wärmekissen haben, die mind. 40 cm lang sind, damit sie nicht nur meine Füße optimal wärmen, sondern ich sie mir auch auf die Schulter legen kann, wenn ich mal wieder Nacken habe.
Die Fotomotive habe ich dann auf eine Seite mit einem Zickzack-Stich festgenäht. Danach gibt es zwei Möglichkeiten, wie Ihr weitermacht.

Entweder: Ihr legt die beiden Stoffseiten rechts auf rechts (die schöne Seite liegt nach innen) und steppt einmal drumherum ab. Vergesst die Wendeöffnung nicht. Danach wird das Kissen mit Rapskernen befüllt. Warum ich Rapskerne verwendet habe? Die sind so schön klein und schmiegen sich meinen Füßen oder der Schulter gut an. Man kann sich gut drauflegen und hat keine großen, groben, kugeligen Kerne im Rücken. Wenn genügend Kerne im Kissen sind, wird die Wendeöffnung geschlossen und danach wird ein Freestyle Muster über das Kissen genäht. Der Grund: durch die kleinen Kammern rutschen Euch die Kerne nicht dauernd auf eine Seite, sondern das Kissen bleibt gleichmäßig gut befüllt. Wem das zu heikel ist, mit der Maschine über die Kerne zu nähen, der macht es anders.
Nämlich so: Stoffteile wieder rechts auf rechts aufeinander legen und nun beim ringsherum zusammen nähen, mehrere kleine Öffnungen lassen! Dann wendet Ihr das Kissen durch die größte Öffnung, drückt die Ecken gut raus und näht nun mehrere kleine Kammern. Dabei solltet Ihr darauf achten, dass jede Kammer auch eine Öffnung hat, durch die Ihr später die Kerne füllen könnt. Nicht, dass mir das passiert wäre… neeee! *vordieStirnklatsch* Dann werden die Kammern mit Kernen befüllt und anschließend werden alle kleinen Öffnungen einmal herum mit der Nähmaschine geschlossen. Et voilá – jetzt kann der echte, der wirkliche, der Profiwinter kommen. Kalte Füße, ihr habt keine Chance mehr!

Diese Bezüge habe ich bestellt: Pinguin, SchneeEule und Baum.

So. Und jetzt hoffe ich, dass bestimmte Verwandte, Bekannte, whatever keine Zeit haben meinen Blog zu lesen. Und ich werde nun die 2 Mio. Rapskerne, die auf hier auf dem Fußboden liegen, gießen. Vielleicht kann ich ja nächstes Jahr ernten! ;-)
Ich wünsche Euch ein wundervolles Wochenende!
Liebe Grüße, Bine
*Bei diesem Posting wurde ich freundlicherweise von der Firma Schneider unterstützt.
