Gelesenes

Müßt Ihr lesen! Meine Buchtipps für den Gabentisch.

Lasst uns über Bücher sprechen! Schreckliche Phrase, aber absolut wahr: ohne Bücher kann ich nicht leben. Wenn ich ein gutes Buch lese, dann ist das dauernd in meinem Kopf. Im Laufe des Tages kreuzt diese fiktive Geschichte, in der ich gerade stecke, meine Gedanken. Ist ein bisschen so, als würde ich an Freunde oder Bekannte denken. Könnt Ihr das nachvollziehen? Bei guten Serien geht es mir übrigens genauso.

Zur Zeit denke ich zum Beispiel ganz oft an einen fremden Mann. Mein Mann nimmt mir das nicht übel, denn Robin existiert nur auf Papier. Er ist einfach toll. So großzügig und hilfsbereit, witzig und natürlich stark. Bestimmt sieht er auch gut aus, aber das verrät mir Rebecca Gablé nicht. Muss sie auch nicht. In meiner Phantasie sieht Robin gut aus.

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Aber fangen wir von vorne an und wenn ich sage „von vorne“, dann meine ich das, denn ich habe heute Morgen festgestellt, dass es hier 2016 und 2017 keinen Jahres-Bücherrückblick gab. Deswegen werde ich Euch heute nicht nur ein paar gelesene Bücher aus dem Jahr 2018 ans Herz legen, sondern auch noch ein paar Schätzchen aus den Jahren zuvor.

Historische Romane – meine wiederentdeckte Leidenschaft!

Ich bleibe gleich bei Rebecca Gablé. Zu allererst habe ich ihren historischen Roman Das Haupt der Welt gelesen. Das war für mich der Einstieg in die Welt der letzten Jahrhunderte. Als Teenie habe ich mit Vorliebe historische Romane gelesen, diese Leidenschaft verebbte irgendwann. Nun bin ich wieder ganz verrückt nach Geschichten aus einer anderen Zeit. Das Haupt der Welt hat mich total geflasht! Deutsche Geschichte auf wundervolle Art erzählt. Rebecca Gablé schafft es ihre Figuren so toll zu skizzieren, Du hast das Gefühl, Du bist dabei, kennst Heinrich, Otto und alle anderen. Als Band Nr. 2 „Die fremde Königin“ raus kam, musste ich es mir sofort kaufen. Aktuell begleite ich Gablé nach England und lese Band 1 der Waringham Saga. Wie gesagt… ich freue mich jeden Abend mit Robin ins Bett zu gehen. (Kaufen? Verschenken? Selber lesen? Da: Das Haupt der Welt*, Die fremde Königin*, Das Lächeln der Fortuna*)

Frauenromane – können auch durchaus von Männern gelesen werden, finde ich.

Sollte ich Euch mit historischen Romanen nicht hinter dem Ofen her holen können; solltet Ihr auf Geschichten aus dem Hier und Heute stehen; und sollten diese Geschichten lustig und locker geschrieben sein und definitiv ein Happy End haben, dann kann ich Euch Petra Hülsmann ans Herz legen. Kennengelernt habe ich sie bei „Glück ist, wenn man trotzdem liebt„. Ich war so begeistert, dass ich mir gleich darauf „Hummeln im Herzen“ und in diesem Jahr „Das Leben fällt, wohin es will“ (habe ich hier nicht besprochen) kaufte. Die Geschichten sind einfach Entspannung pur, die Protagonisten meist lustig, ein bisschen verrückt, aber auf jeden Fall liebenswert. Zwischendurch brauche ich so einen herzerfrischenden Frauenroman. (-> Glück ist, wenn man trotzdem liebt*, Hummeln im Herzen*, Das Leben fällt, wohin es will*)

Das Leben – wundervoll und genial erzählt und beschrieben.

Anders ist es bei „Altes Land“ , eine Geschichte, die sich nicht so einfach runter lesen läßt. Dörte Hansens Schreibstil hat mich umgehauen. So unaufgeregt, so bissig und kräftig. Mit einem einzigen Satz beschreibt sie eine Atmosphäre, die es Dir eiskalt den Rücken runterlaufen läßt. Es ist eine Geschichte, die lange nachklingt. Sie spielt im Alten Land und beschreibt das Leben dieser knorrigen Menschen, ihren Bezug zu ihrer Heimat, ihren Alltag. Gerade habe ich gesehen, dass Dörte Hansen vor einem Monat ein neues Buch raus gebracht hat. Ich weiß schon, was auf meiner Wunschliste stehen wird! (-> Altes Land*)

Diese irre gute Art eine Geschichte zu erzählen, hat auch Juli Zeh drauf. Sie ist eine Sprachkünstlerin. Ihr „Unterleuten“ hat mich sehr fasziniert: Diese kleine Gesellschaftsblase, in der es vor Intrigen und Fehden, Machtgeschachere und Verletzungen nur so wimmelt. Du liest es und schüttelst angewiedert den Kopf. Wie können Menschen nur so sein? Was ist das für ein Arsch fieser Möpp? Einfach wunderbar. (Unterleuten*)

Auch fabehalft erzählt, aber viel leiser: „Was man von hier aus sehen kann“ von Mariana Leky. Es passieren schreckliche Dinge in diesem kleinen Dorf im Westerwald und doch ist die Geschichte heiter. Und melancholisch, aber auch witzig und dann wieder skurril. Auf jeden Fall ist sie klug, einfühlsam, faszinierend und ein bisschen poetisch. Anfangs dachte ich noch, wieso finden alle das Buch so toll? – aber dann, ganz plötzlich war ich drin und konnte es nicht mehr weglegen. Ich hätte mich so gerne zu Selma an den Küchentsisch gesetzt und den Gesprächen gelauscht. (Was man von hier aus sehen kann*)

Für die Adventszeit! Da dürfen wir nochmal Kind sein.

Und ganz zum Schluss möchte ich Euch mein all-time-favorite Adventskalenderbuch noch einmal vorstellen: „Das Weihnachtsgeheimnis„. Ich habe es mit Anfang 20 das erste Mal gelesen, habe es vor drei Jahren jeden Abend im Advent meinen Kindern vorgelesen und habe es mir gerade letzte Woche wieder auf den Nachtisch gelegt. Vielleicht schaffe ich es, es im Dezember noch einmal zu lesen. Es ist eine magische Geschichte – die mich ein bisschen träumen und wundern läßt. Genau das Richtige im Advent. (Das Weihnachtsgeheimnis*)

Und dann noch, und dann noch, und dann auch noch…

Blackout! Im Sommer gelesen, seither immer noch in meinem Kopf. Was wäre wenn? Was würde ich tun? Geniale Geschichte (hier). Oder Das Café am Rande der Welt; muss ich unbedingt noch ein zweites, vielleicht auch drittes Mal lesen. Eine kleine Geschichte über den den Sinn des Lebens; jeder Satz ein Bäm! (hier).

Schluss jetzt! Sonst tippe ich morgen noch. Alle weiteren Bücher, die ich gelesen und hier besprochen haben, findet Ihr in der Kategorie: Gelesenes.

Wo ich Bücher kaufe und warum ich zu Amazon verlinke:

Bei uns in Hürth gibt es nur einen Buchladen, der zu einer größeren Kette gehört. Immer wenn ich im EKZ bin, gehe ich rein, lasse meinen Blick über die Bücherstapel schweifen, lasse mich inspirieren und manchmal nehme ich ein Buch mit nach Hause. Am liebsten würde ich viel mehr kaufen, aber seit ein paar Jahren lautet mein persönliches Gesetzt: immer nur ein Buch. Es stresst mich nämlich, wenn ich einen Stapel ungelesener Bücher neben meinem Bett liegen habe. Habe ich natürlich trotzdem.
Wenn ich mal in der großen nahegelegenen Stadt bin, über die Ehrenstraße oder im Belgischen Viertel bummel, dann springe ich immer in kleinere, unabhängige Buchhandlungen rein. Und immer gehe ich mit einem Buch unterm Arm wieder raus, denn meine Muss-ich-mal-Lesen-Liste hört nie auf.
Wenn ich es ganz eilig habe, wenn sich ein Roman dem Ende nähert und ich schon weiß, dass ich es nicht in die Buchhandlung schaffe und auch nicht nach Köln, dann bestelle ich bei Amazon. Auch lese ich hin und wieder Bücher auf meinem Kindle.
Meine Buchempfehlungen habe ich zu Amazon verlinkt. Es sind Affiliate-Links. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Käufen. Wenn Ihr darüber einkauft, erhalte ich von Amazon eine kleine Provision. Euch entstehen dadurch keine extra Kosten, aber Ihr unterstützt mich dadurch bei meiner Arbeit an meinem Blog. Dafür danke ich Euch!

Und nun wünsche ich Euch einen schönen Freitag, ein super Wochenende und viel Spaß beim Schmökern!
Liebe Grüße, Bine

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10 Comment

  1. Reply
    Co
    23. November 2018 at 09:03

    Hallo Bine,

    die Waringham Saga liebe ich auch. Damit bist du eine Weile mit beschäftigt, denn Rebecca Gablé hat zum Glück 5 dicke Bücher über Robins Familiengeschichte geschrieben. Auch die beiden früheren Bücher zur englischen Geschichte: „Das zweite Königreich“ und „Der König der purpurnen Stadt“ kann ich dir empfehlen.

    Viele Spaß beim Schmökern.
    Liebe Grüße
    Co

    1. Reply
      Bine | was eigenes
      23. November 2018 at 09:26

      Ha, das stimmt. Da habe ich jetzt eine Weile mit zu tun. Allerdings brauche ich zwischendurch manchmal was anderes.
      Einen fiesen Krimi oder einen leichten Frauenroman; was Lustiges.
      Aber Waringham ist schon ganz großes Kino und ich freue mich sehr auf alles, was da noch so kommt. :-)
      Liebe Grüße Bine

  2. Reply
    Sabine Keller
    23. November 2018 at 09:20

    Hallo Bine,

    Witzig…ich sollte Maria Leky dann doch noch ne Chance geben. Hab zweimal begonnen, bin aber nicht so richtig rein gekommen. Danke für deine tollen Tipps. Mir geht’s mit guten Büchern genauso. Hab gerade zum ersten Mal „Stolz und Vorturteil“ gelesen, obwohl ich die Filme schon jahrelang liebe. Bin grad wieder verknallt in Mr. Darcy…

    Liebe Grüße von
    Sabine

    1. Reply
      Bine | was eigenes
      23. November 2018 at 09:27

      Ich glaube, ich habe nicht mal den Film gesehen, geschweige denn das Buch gelesen… wobei ich habe da so eine
      Erinnerung an ein Buch im Kopf, das ich vor über 20 Jahren mal auf englisch gelesen habe. Vielleicht war es das?
      Ich muss mal meinen Buchschrank durchforsten :-)
      Gib Maria Leky eine Chance. Ehrlich. Der Anfang ist seltsam, aber es wird richtig gut!
      Liebe Grüße Bine

  3. Reply
    greenfietsen
    23. November 2018 at 11:34

    Hallo Bine,
    dein Buchgeschmack ähnelt sehr meinem. An der Bühlerhöhe bin ich gerade dran. Davor hat mich „Gestorben wird immer“ tief beeindruckt. Falls du noch etwas für deinen Wunschzettel suchst: „Marlenes Geheimnis“ von Brigitte Riebe und „Bella Germania“ von Daniel Speck kann ich sehr empfehlen.
    Liebe Grüße & eine schöne Advents-Lesezeit
    Katharina

    1. Reply
      Bine | was eigenes
      24. November 2018 at 06:46

      Oh ja, „Gestorben wird immer“ fand ich auch super und hab’s einmal durch die ganze
      Nachbarschaft verliehen. Danke für Deine Tipps. Brigitte Riebe kenne ich. Von ihr habe ich mal vor langer Zeit
      „Feuer und Glas“ gelesen. Bella Germania sagt mir nix. Hab mir mal beide Bücher auf die Liste geschrieben ;-)
      Liebe Grüße Bin

  4. Reply
    Ilka
    24. November 2018 at 10:59

    Danke dir, da werd ich mal meine Bücherliste ergänzen. Unterleuten fand ich richtig gruslig, da ich „aus der Gegend“ komme. Und ich hatte echte Figuren dazu im Sinn und habe noch dazu ergänzt. Huuuu. Ansonsten ja, Carmen Korn – ich warte, dass Zeitenwende in der Bibliothek ist.
    Und immer wieder Anna Gavalda (Zusammen ist man weniger allein), von Keyserling (Wellen) und natürlich Fontane (Effi Briest).
    Lieben Gruß
    Ilka

  5. Reply
    Jutta von Kreativfieber
    26. November 2018 at 10:27

    Von Rebecca Gable habe ich auch alles gelesen – die finde ich super zum Abtauchen und Entspannen! Ich muss nur immer eine Pause zwischen den Büchern machen, sonst sind es mir einfach zu viel die gleichen Muster. So zum ganz leicht weglesen finde ich auch die Seven Sisters von Lucinda Riley gut!

  6. […] fand ich im November die selbst gezeichnete Marauders Map von Lara und Bine teilt mit uns die Buchtipps ihres […]

  7. Reply
    Myriam
    7. Dezember 2018 at 06:43

    Die Waringham-Saga liebe ich! Ich habe fast alle Bücher von Rebecca Gable! Und die Bücher von Petra Hülsmann sind auch toll! Und du kennst Animant Crumb auch – eine zauberhafte Geschichte!
    Ich merke, wir lesen recht ähnlich und freue mich auf noch mehr Buchtipps von dir!
    Hab eine schöne Adventszeit, Myriam

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