Herzhaftes, Kulinarisches

Rezept für Frikadellen {mit Kartoffelgratin & Rotkohl} | Erst in der Pfanne braten, dann im Backofen weitergaren.

Früher war mein Papa immer der Friko-Beauftragte bei uns zu Hause. Papa musste auch kleine Frikadellen für mich braten, wenn ich eine Party geschmissen habe. Ich habe es immer gehasst nicht gemocht, Frikadellen zu braten. Da haste doch immer eine Sauerei auf dem Herd und vor dem Herd und musst danach die ganze Küche putzen.

Rezept: Frikadellen - Hausmannskoste vom Feinsten. Erst in der Pfanne braten, dann im Backofen weitergaren | waseigenes.com

Super Sache: Frikadellen im Backofen garen.

Mittlerweile sehe ich das nicht mehr so eng, bzw. ich habe einen kleinen Trick, damit die Küche nicht all zu sehr vor Fett trieft. Ich brate die Frikadellen wirklich nur ganz kurz von beiden Seiten in der Pfanne an und schichte ich sie dann in eine Auflaufform oder in ein tiefes Blech um. Das kommt dann in den Backofen und dort dürfen die Frikadellen dann weiter- und fertiggaren.

Man könnte sie auch ausschließlich im Ofen backen – aber nein, meine Frikadellen sollten außen schon leicht knusprig und ein paar Röstaromen haben.

Rezept: Frikadellen - Hausmannskoste vom Feinsten. Erst in der Pfanne braten, dann im Backofen weitergaren | waseigenes.com

Durch dieses Frikadellen-Braten-Backen hält sich nicht nur die Sauerei in Grenzen, sie kommen obendrein recht locker und fluffig auf den Tisch, was ich sehr mag.

Ich musste neulich schmunzeln, als ich Mones Blogpost und Rezept las. Sie bevorzugt ihre Frikadellen nämlich mit Biss. Ich nicht.

Rezept: Frikadellen mit Kartoffelgratin und Rotkohl | Rezepte für die Familie | Was koche ich heute? | Rezepte für jeden Tag | waseigenes.com

Da langt man noch einmal zu.

Letzte Woche Sonntag gab es Frikadellen mit Kartoffelgratin und Rotkohl. Zum Niederknien oder Reinsetzen, wie es Euch beliebt. Das ist eine Mahlzeit, da langt man nochmal zu, die macht richtig satt und glücklich. Das Rezept für’s Kartoffelgratin habe ich schon geteilt, zum Rotkohl kann ich nichts weiter sagen, ausser, dass er aus dem Glas in den Topf und von dort auf meinen Teller wanderte.

Ich habe noch nie Rotkohl selber gemacht. Könnte ich mal machen, muss ich aber nicht. Nach Frikadellen formen und braten und Kartoffeln schälen, schneiden, schichten und backen, hatte ich keine Lust mehr, noch eine Beilage selber herzustellen.

Rezept: Frikadellen mit Kartoffelgratin und Rotkohl. Dazu eine mit Nelken gespickte Zwiebel | Rezepte für die Familie | Was koche ich heute? | Rezepte für jeden Tag | waseigenes.com

Was aber keineswegs fehlen darf, ist eine mit Nelken gespickte Zwiebel. So kenne ich das von zu Hause. Ich war und bin schon immer die gewesen, die die weiche Zwiebel dann auch isst. Natürlich ohne Nelken.

Rezept: Frikadellen mit Kartoffelgratin und Rotkohl | Rezepte für die Familie | Was koche ich heute? | Rezepte für jeden Tag | waseigenes.com

Wie man das cremige und würzige Kartoffelgratin zubereitet, das wisst Ihr schon und wo der Rotkohl herkommt, auch. Kommen wir nun also zu den Frikadellen:

Von der Pfanne in den Backofen
Rezept: Frikadellen

  • 800 g Hack halb & halb
  • 1 Zwiebel
  • 2 EL Semmelbrösel (oder ein altes Brötchen)
  • 1 Ei
  • 1 gehäufter TL Salz
  • 2 -3 Prisen Pfeffer
  • 2 TL Paprika edelsüß
  • 1 TL Senf
  • 1 – 2 TL Tomatenmark
  • Bratenfett

Wenn Ihr es richtig gut machen wollt, dann bratet Ihr die Zwiebelwürfel vorab kurz in einer kleinen Pfanne mit ein bisschen Fett an. Wenn Ihr dazu keine Zeit oder Lust habt, dann kommen rohe Zwiebelwürfelchen in die Fricko-Masse.

  1. Die Zwiebel schälen und in Würfel schneiden.
  2. Alle Zutaten in eine große Schüssel geben und mit den Händen zu einem glatten und homogenen Frikadellen-Teig mischen.
  3. Mit angefeuchteten Händen ungefähr 12 – 15 Frikadellen aus der Masse formen. Kommt darauf an, ob Ihr lieber große oder kleine Friakdellen mögt.
    Ich forme immer erst alle Frikadellen, bevor ich sie in der Pfanne anbrate. Sie warten so lange auf einem großen Holzbrett, dass ich mit Semmelbrösel bestäube.
  4. Sobald das Fett in der Pfanne ordentlich heiß ist, die Frikadellen peu á peu darin von beiden Seiten kurz anbraten; nur so lange, bis sich eine leichte Kruste gebildet hat.
  5. Sind die ersten Frikadellen fertig, werden sie in eine Auflaufform oder auf ein tiefes Blech umgebettet. Dann die nächste Frikadellen-Charge in der Pfanne anbraten … und zum Schluss kommen alle für ca. 10 – 15 Minuten bei 170° Grad in den vorgeheizten Backofen.

Dort brutzelt dann schon auf der Schiene weiter oben das Kartoffelgratin, welches wir ca. 50 – 60 Minuten zuvor in den Ofen geschoben haben.

Jetzt nur noch schnell die Zwiebel spicken und zusammen mit dem Rotkohl auf dem Herd kochen… und schon ist das Mittagessen fertig.

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Rezept: Frikadellen - Hausmannskoste vom Feinsten. Erst in der Pfanne braten, dann im Backofen weitergaren | waseigenes.com

Was gibt es heut bei Euch zu Mittag? Die Kinder haben sich für`s Wochenende Club Sandwich gewünscht, was wir sonst noch kochen, haben wir noch nicht festgelegt. Vielleicht eine leckere Quiche

Ich wünsche Euch einen schönen Samstag!

Liebe Grüße
Bine

Frikadellen – erst in der Pfanne, dann im Backofen

Gericht: Abendessen, Mittagessen, Sonntagsessen
Keyword: #waseigenesrezept, Frickos, Frikadellen, Grundrezept, schnell und einfach, Schnelle Küche, Was koche ich heute?
Portionen: 15 Stück
Autor: Bine | was eigenes

Equipment

  • Pfanne
  • Auflaufform

Zutaten

  • 800 g Hack {halb & halb}
  • 1 Zwiebel
  • 2 EL Semmelbrösel
  • 1 Ei
  • 1 gehäufter TL Salz
  • 2 -3 Prisen Pfeffer
  • 2 TL Paprika edelsüß
  • 1 TL Senf
  • 1 -2 TL Tomatenmark
  • Fett zum Braten

Anleitungen

  • Die Zwiebel schälen und in Würfel schneiden.
  • Alle Zutaten in eine große Schüssel geben und mit den Händen zu einem glatten und homogenen Frikadellen-Teig mischen.
  • Mit angefeuchteten Händen ungefähr 12 – 15 Frikadellen aus der Masse formen. Kommt darauf an, ob Ihr lieber große oder kleine Friakdellen mögt (Ich forme immer erst alle Frikadellen, bevor ich sie in der Pfanne anbrate. Sie warten so lange auf einem großen Holzbrett, dass ich mit Semmelbrösel bestäube)
  • Sobald das Fett in der Pfanne ordentlich heiß ist, die Frikadellen peu á peu darin von beiden Seiten kurz anbraten; nur so lange, bis sich eine leichte Kruste gebildet hat.
  • Sind die ersten Frikadellen fertig, werden sie in eine Auflaufform oder auf ein tiefes Blech umgebettet. Dann die nächste Frikadellen-Charge in der Pfanne anbraten … und zum Schluss kommen alle für ca. 10 – 15 Minuten bei 170° Grad in den vorgeheizten Backofen.

Notizen

Wenn Du es richtig gut machen willst, dann brätst Du die Zwiebelwürfel vorab kurz in einer kleinen Pfanne mit ein bisschen Fett an. Wenn Du dazu keine Zeit oder Lust hast, dann kommen rohe Zwiebelwürfelchen in die Frikadellen-Masse.
Viel Freude beim Kochen und Genießen wünscht Bine von https://www.waseigenes.com ♡ Hast Du das Rezept ausprobiert? Schreib mir gerne in den Kommentaren, wie es Dir gefällt. Und wenn Du magst, dann zeig es mir auf Instagram und markiere mich dort mit @waseigenes ♡
 
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4 Comment

  1. Reply
    Mella
    21. November 2020 at 13:04

    Hallo Bine,
    ich bin ganz deiner Meinung. Frikos ( ich schreib sie ohne “ C“) müssen aussen kross und innen saftig/ fluffig sein. Bei mir kommt nach dem Anbraten oft die Heißluftfritteuse zum Einsatz.
    Und als Tipp: Vor dem Anbraten in Mehl wälzen. Macht sie aussen noch mal etwas krosser.

    LG und ein tolles Wochenende

    Mella

    1. Reply
      Bine | was eigenes
      21. November 2020 at 14:05

      Okay, ich schreibe sie dann auch nur mit „k“ ;-)
      Und ich wälze sie immer kurz in Semmelbrösel – bzw. lege sie darauf ab.
      Liebe Grüße, Bine

  2. Reply
    Birgit Ralle
    22. November 2020 at 06:58

    Meine Frikadellen sind ganz ähnlich, nur benutze ich Rinderhack und anstatt Semmelbrösel nehme ich Haferkleie! Meine sind immer super saftig und fluffig. Allerdings sind wir ja seit einiger Zeit Flexitarier und seit dem gab es keine Frikadellen mehr. Muss ich mal wieder machen! Und dann probiere ich die Ofen Variante. Denn die Sauerei und der Geruch (!) haben mich wirklich davon abgehalten. Danke für den Tipp!

  3. Reply
    Birgit Bunk
    23. November 2020 at 13:04

    Ein Ei lässt sich ersetzen duch
    einen Esslöffel Tomatenmark.
    Oder auch durch
    2 Esslöffel Leinensamen und drei Esslöffel Wasser.
    (Das geht übrigens auch bei Keksen oder Muffins, genau wie 75 ml Apfelmus)

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