Corona Alltag, Rückblick

Das war mein November 2020 | frieren, testen, noch mehr Abstand.

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Ende Oktober wird der Teil-Lock-Down beschlossen. Am Montag, den 2. November soll er in Kraft treten, was bedeutet, dass die Innenstädte am Wochenende voll sind. Komm noch eine letzte Runde. Oh Mann. Ich sag nix dazu.

Am Sonntag, den 1. November müssen die Kinder Messe dienen. Ich sitze alleine in der Bank. Vor mir zwei Leute, davor wieder nur einer. Es ist leer und still, wir alle tragen Maske, es wird nicht gesungen. Traurig irgendwie.

Am Nachmittag besuchen uns Oma und Opa. Mit Jacke und Puschen können wir noch gut draußen sitzen und das bestellte Mittagessen genießen.

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Am Tag darauf fahre ich ins Blumencenter. Ich erwarte langen Schlangen und begrenzte Einkaufswagen – aber es ist recht leer und ich kann ganz schnell meine Besorgungen erledigen und wieder nach Hause düsen.

Die wöchentliche Chor-Probe findet nun wieder zu Hause vor dem Computer statt. Schön, die anderen digital zu sehen, aber irgendwie auch doof. Hach.

Und in den USA wird endlich gewählt. Wie erwartet wird das Ergebnis aber erst Tage später verkündet und wie erwartet stellt der Mann mit den gefärbten Haaren auf stur. Ich komme aus dem Kopf-schütteln gar nicht mehr raus.

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Es ist Herbst, aber es ist gar nicht kalt. Um so mehr genieße ich die Runden mit Mollie durch den Blätterwald.

In der Schule der Kinder ist eine Person an Corona erkrankt und viele, sehr viele hatten laut Warn-App Begegnungen mit hohem Risiko. Auch der Sohnemann wurde gewarnt. Wir gehen auf Nummer sicher und buchen einen Test-Termin. Einmal Drive-Through, Mund auf, fertig. Schon am Abend erhält er das negative Ergebnis. Wir sind erleichtert.

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7. November 2020: 23.399 Neuinfektionen. Von Tag zu Tag breiten sich die roten Flächen auf der Deutschlandkarte weiter aus. Am Abend wird verkündet, dass Trump abgewählt wurde. Ein paar Tage später verkündet Biontech, dass sie einen Impfstoff gefunden haben. Weitere positive Nachrichten folgen.

Der 11.11. ist ein stiller Martinstag und ein noch stilleres Karnevals-Erwachen. Es gibt einen Weckmann zum Frühstück, keinen Laternenumzug, dafür jecke Musik im Radio.

Am Samstag darauf wären wir eigentlich mit der ganzen Mannschaft in der Arena, um dort den 11. im 11. zu feiern. Stattdessen koche ich Heiße Liebe Likör und dann ziehen der Mann und ich mit Karnevalskapp und Bienen-Fühlern durch den Ort und übergeben an den Haustüren unserer Freunde den Sessions-Pin „für`n Arsch“. Wir stoßen an und quatschen ein bisschen. Seelig und leicht angedüddelt kommen wir wieder zu Hause an. Lange nicht mehr so viel Spaß gehabt und so viele Freunde auf Abstand gesehen.

NRW denkt mittlerweile darüber nach, dass die Weihnachtsferien nicht erst am 23. Dezember, sondern schon am 18. Dezember beginnen sollen. Finde ich gut!

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15. November 2020: Österreich macht alles dicht. Ausgangssperre. Was geht es uns doch gut.

Die Bäume sind entweder bunt oder schon leer. Wir besuchen Opa auf dem Friedhof und ich begleite das Töchterchen zum Arzttermin. Ich bin dankbar, dass wir trotz allem doch ganz gut unser Leben weiterleben dürfen.

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Was bleibt ist die ständige Frage: „Sollen wir das wirklich tun?“ – z.B. zum Boesner fahren oder sollten wir das lieber lassen? Wir tun es und ich bin immer ganz froh, dass es überall doch recht leer ist.
Auch zum Blumenladen fahre ich, wie jedes Jahr im Dezember, mit einer Freundin, um dort Zutaten und Material für unseren Adventskranz zu kaufen.

Am Abend des 21. Novembers nehme ich teil an einem Online-Kochworkshop von den BIOSpitzenköchen. Ich drehe zwischendurch eine Insta Story, vergesse aber komplett ein Foto zu machen. Dabei haben wir sowas leckeres gekocht! Die Story habe ich in meinem Highlights gespeichert.

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23. November 2020: Spahn kündigt Einschränkungen für den gesamten Winter an. Bisher reden immer alle nur von bis Weihnachten, aber so langsam wird wohl klar: so schnell werden wir nicht zu einem normalen Leben zurück kehren können.

Am nächsten Tag fahre ich nach Köln. Und wieder hadere ich mit mir… aber ich möchte etwas kaufen, was ich vorher sehen will. Und ich brauche Beratung. An diesem Vormittag ist in der Hohe Straße nicht viel los.

Am Abend stehe ich wieder in der Küche. Diesmal dekoriere ich zusammen mit Jasmin, Coppenrath & Wiese, Dr. Oetker und anderen Foodbloggern dieses wundervolle und wirklich leckere Törtchen. Sowas habe ich vorher noch nie gemacht und gerade deswegen bin ich echt stolz auf der Ergebnis.
Auch hier könnt Ihr Euch gerne nochmal die Story ansehen.

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In der Schule startet die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“. Ich besorge die Geschenke, die in die Kartons kommen, die Kinder sind für`s Bekleben zuständig.

Diesmal hat der Sohnemann einen Arzttermin. Wie gesagt, das meiste ist möglich. Ganz anders, als im Frühjahr.

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Ich dachte ja Ende Oktober, dass der November super ruhig werden wird. War er aber gar nicht. Klar, keine Feiern, keine Herbst- oder Weihnachtsmärkte, keine gemütlichen Verabredungen in geschlossenen Räumen… aber generell lief unser Leben recht normal weiter. Wir haben Freunde gesehen, haben uns draußen getroffen, mit Wolldecken und Handschuhen, haben Erledigungen machen können, haben Essen bestellt.

Manches mal fühlte ich mich gestresst – nicht, weil wir so viel hatten, hatten wir ja nicht – sondern wegen dieser ständigen Entscheidungen, die getroffen werden mussten.

Und was war hier im Blog so los?

Herzhaftes gab es: Frikos {mit Rotkohl} und Kartoffelgratin und leckere Gemüsepuffer.

Aber der Mensch braucht ja auch was Süßes, was für die Seele:
Wärmenden Apfelpunsch, köstliches Orangen Dessert und Schoko-Walnuss-Kekse.

Der Herbstkranz wurde mittlerweile zu einem Adventskranz umgepflanzt – jetzt in rot und weiß – und ich habe Euch meine liebsten Bücher aus dem Jahr 2020 vorgestellt:

Nun schreiben wir also den 1. Dezember 2020. Das Haus ist geschmückt, einen Weihnachtsbaum kaufen wir kommende Woche. Wie genau wir den Heilig Abend verbringen werden – bzw. mit wem – das haben wir familienintern noch nicht abschliessend besprochen. Ich bin einerseits entspannt und blicke positiv in diese Richtung – andererseits macht mich dieses Hin- und Her-Überlegen echt kirre.

Wie ist es bei Euch? Alles schon geregelt, geplant und festgezurrt?

Liebe Grüße
Bine

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1 Comment

  1. Reply
    Ute
    1. Dezember 2020 at 14:46

    Hallo liebe Bine Danke für s Mitnehmen. Hier läuft es ähnlich wie bei dir. Die Angst um alle Lieben lässt jede Entscheidung in Frage stellen. Wir haben das Leben deutlich eingeschränkt und das schlimmste sind die reduzierten Kontakte. Ich arbeite von zuhause und am Nachmittag suche ich zu „normalen“ Zeiten den Ausgleich mit Freunden. Familie ist eh schon so wenig, die hat das Leben schon eingesammelt. Aber die Hoffnung das am Ende alle Lieben noch da sind ist Grund genug jetzt auf vieles zu verzichten. Wir dürfen ja noch soviel:-). In unserer Wohlstandsgesellschaft scheint es schwer sich zurück zu nehmen. Ich persönlich freue mich wenn der Frühling kommt wir alle wieder draußen Treffen können und vielleicht mit genügend Impfungen auch wieder alle Lieben feste zu drücken. Dir eine besinnliche Weihnachtszeit und nochmal Danke für all deine Inspirationen, Lesestoff Bastelideen Rezepte und einen tollen Adventskalender
    Liebe Grüße Ute
    Insta malin.hb

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