Heute geht es um social media & marketing! Aufgepasst: Ich habe kein hübsches Ladengeschäft in Köln-Sülz (hach, das wäre schön) mit einem bunten und schön gestaltetem Schaufenster, an dem sich Kunden die Nase platt drücken können (hach, das wäre noch schöner!). Ich stehe nicht hinter einem großen antiken Tisch mit einer alten Kasse, einem Bonbonglas für die jüngsten Kunden und einem Strauß frischer Blumen darauf (hach,… Ihr wisst schon!).
Das alles habe ich nicht. Ich arbeite, nähe und verkaufe aus meiner Kellerwerkstatt heraus. Mein Schaufenster ist mein Dawandashop, hin und wieder mein Blog, meine Facebook-Fanpage, mein Twitter, mein Pinterest.
Als ich meinen Shop eröffnete gab es all diese Schaufenster noch nicht. Nicht mal diesen Blog. Ich war auf die sog. Dawanda-Laufkundschaft angewiesen, konnte höchstens dort Logenplätze buchen oder bei diversen Aktionen mitmachen, um auf meinen Shop aufmerksam zu machen.
Peu á peu kam ein neues Schaufenster hinzu und ich habe auch erst peu á peu kapiert, dass ich genau diese Schaufenster nutzen sollte. Und so zeigte ich also dann und wann genähte Artikel hier im Blog. Gerade die Resonanz und Kommentare darauf sind für den Start eines Shops großartig und sehr wertvoll, denn so lernte ich schnell, was gut ankommt und was vielleicht nicht so sehr auf Zustimmung trifft.
Mittlerweile nutze ich auch andere Schaufenster: Sobald ich neue Täschchen in den Shop stelle, zeige ich eines davon auf meiner Facebook Fanseite. Das mag für den ein oder anderen Fan vielleicht nervig sein, aber ‘was eigenes’ ist eben nicht nur der Blog sondern auch mein Shop. Ich versuche die Nerven meiner Fans dort nicht über zustrapazieren… alle paar Tage mal ein Täschchen zeigen ist das Höchstmass (für mich).
Twitter ist bei mir ein eher vernachlässigtes Schaufenster. Ich lese dort selten und poste dort noch viel seltener. Meine Blogposts werden automtisch auf Twitter veröffentlicht, jedoch versäume ich es meist, auch dort mal ein Täschchen zu zeigen.
Ähnliches gilt für Pinterest. Ich pinne zwar immer mal wieder gerne und mache mich dort auf die Suche nach Inspirationen, aber meinen Account dort als eines meiner Schaufenster zu nutzen, dass habe ich erst neulich angefangen (und muss mich selbst immer wieder daran erinnern, es zu tun.) Ich habe schon einige mega Erfolgsstories gelesen, wie dort auf Menschen und deren Kreationen aufmerksam gemacht wurde. Also: nutzen! Pinnen! Kürzlich habe ich ein Pinboard erstellt, welches da heißt “orginal was eigenes Täschchen“. Dorthin pinne ich manchmal ein Täschchen aus meinem Shop.
Instagram ist ebenfalls eine Plattform, die ich sehr gerne nutze. Zwar zeige ich auch dort selten Täschchen, aber auch hier geht es ums Teilen und Liken, Verbinden, Netzwerken, alte und neue Freunde und Fans finden.
Das Herstellen meiner Täschchen, also das Betreiben eines Shops, geht für mich Hand in Hand mit social media, denn wenn jemand auf ein Instagram-Bild von mir stößt, darüber Interesse an meinem Account im allgemeinen findet, dann sieht sie/er auch, dass ich eben Täschchen nähe und verkaufe. Es könnte ein neuer Kunde sein.
Trommeln gehört zum Handwerk. Man muss sich schon Gehör verschaffen, um gehört zu werden… wenn man denn gehört, bzw gesehen werden will.
Ich versuche dieses Trommeln wohl dosiert zu praktizieren, schliesslich möchte ich nicht spammen und niemandem auf den Wecker gehen. Aber so hin und wieder sollte man diese Plattformen ernsthaft nutzen, um ein bisschen Werbung in eigener Sache zu machen. Schliesslich haben die wenigsten unter Euch/ unter uns, die einen Onlineshop betreiben, gleichzeitig ein hübsches Ladengeschäft mit einer alten Kasse und vollen Regalen und… .
Wie Ihr seht, es gibt für Online-Shopbetreiber eine Menge Möglichkeiten übers Netz auf sich aufmerksam zu machen. Ich nutze diese Plattformen in erster Linie, weil es mir Spass macht.
Ich fotografiere einfach gerne (Instagram), ich pinne gerne (Pinterest), ich trete gerne mit Freunden aus der Ferne in Kontakt (Facebook), … ich weiss aber auch, dass man all diese Möglichkeiten nutzen sollte oder könnte, um auf sich, bzw. den Shop aufmerksam zu machen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass jede Shopbetreiberin oder Bloggerin, die Dinge herstellt oder Artikel schreibt, gesehen, gelesen und gehört werden möchte und natürlich ihre Artikel verkaufen möchte. Darum sind wir hier, oder nicht?
Ich weiss, dass einige unter Euch allergisch auf Facebook und Co. reagieren und ich kann dies (auch) verstehen. Man sollte all diese Seiten und Plattformen mit Vorsicht und Obacht führen und füttern. Jedoch meine ich auch: im Zeitalter digitaler Medien und in einer Welt, in der solche Plattformen einfach nicht mehr wegzudenken sind, sollte man sich eher damit befassen und ggf. auskennen, als sich einfach davor zu verschliessen. Wenn ich von einer Freundin einen Restaurant Tipp bekomme und später nach der Adresse im Netz suche, werde ich ganz verrückt, wenn ich nichts finde. Keine Adresse, keine Rufnummer, nix. Wer ein Geschäft (egal ob online oder offline) führt, sollte m.E. im Netz vertreten sein.
social media ist heutzutage, wenn man etwas verkaufen oder zeigen möchte, das A und O.
Wie handhabt Ihr den Bereich social media und marketing für Euer business, Eure Shops und Unternehmen? Seid Ihr aktiv, oder (noch) nicht?
So, und nun verlinke ich diesen Beitrag auf Facebook und wünsche Euch einen schönen Tag und ein noch schöneres Wochenende! ;-)
Liebe Grüße, Bine
Übrigens tausend DANK für Eure Kommentare zu den letzten beiden Postings aus dieser Reihe (Teil 1 [wie alles begann], Teil 2: [Fokus]). Hier findet Ihr alle Artikel zu meiner kleinen Kolumne auf einen Blick -> klick.




