Gedachtes, Rund ums Bloggen

Ich bin Blogger. Kein Influencer.

Neulich waren die Mädels zu Besuch. Alle paar Monate schaffen wir es uns in einer mal kleineren, mal größeren Runde zu treffen. Ist nicht so einfach, die eine lebt nämlich in Hamburg, die andere in Berlin. Eine arbeitet und lebt in Bonn, eine in London, andere am Niederrhein. Wir kennen uns seit … ach, lieber nicht zurück rechnen… wir kennen uns seit vielen, vielen Jahren, haben nie den Kontakt verloren. An Weihnachten ist’s immer am schönsten, denn dann sitzen fast immer alle neun Mädels um den Tisch herum und schnattern bis tief in die Nacht.

Als die Mädels bei mir also neulich am Esszimmertisch saßen und Salat und Pizza futterten, kamen wir auf mein Blogbusiness zu sprechen. Alle kennen meinen Blog, nur wenige lesen ihn, aber sie wissen, was ich so tue. Ich erzählte von einer bevorstehenden Kooperation und das Gespräch kam auf’s Bloggen und diese Influencer im allgemeinen. Ich bin kein Influencer, ich bin Blogger sagte ich. Nein, bist Du nicht, antworte eine meiner Freundinnen. Du veröffentlichst Werbeposts, also bist Du Influencer!

Momentchen mal! Was bin ich? Was tue ich? Und warum mache ich das alles?

Ich bin Blogger, kein Influencer. | Gedankenschnipsel | waseigenes.com

Ich schreibe einen Blog. Und das schon seit knapp 11 Jahren. Dort, also hier, veröffentliche alles, was ich so mache und mit der Welt teilen möchte. Das kann die Rezension zu einem gelesenen Buch sein, ein Rezept für einen leckeren Kichererbsensalat, ein genähter Einkaufsbeutel, eine herbstliche DIY Deko … hier gibt’s ja von allem etwas und von jedem ein bisschen. Immer abwechslungsreich und immer voll aus meinem Kopf und meinem Herzen durch die Tastatur auf den Blog hinaus in die Internetwelt. Hach, schön gesagt, ne`? Aber genauso ist es.

Hin und wieder erhalte ich Emails von Unternehmen oder Agenturen, die mich fragen, ob ich ein bestimmtes Produkt auf meinem Blog bewerben möchte. Meine erste Überlegung ist dann immer: finde ich das Produkt gut? Und wenn ja, welche Story aus meinem Leben fällt mir dazu ein. Finde ich das Produkt gut, aber es fällt mir nix weiter dazu ein, dann lehne ich ab. Kann ich mit dem Produkt nix anfangen, lehne ich sowieso ab.

Seit Anfang dieses Jahre habe ich rund 62 Artikel hier veröffentlicht. Von diesen 62 Blogposts sind 10 Artikel, die in Zusammenarbeit mit einem Unternehmen entstanden sind. Alle Artikel, alle Blogposts – auch die, die ich quasi in Auftrag geschrieben habe- entstammen meiner Feder und enthalten mein Gedankengut, meine Schaffenskraft, meine Ideen und meine Worte. Die Anzahl der Kooperationspostings finde ich übrigens nicht wichtig. Ich schreibe diese nicht anders, als alle anderen Artikel. Sie sind mein. Wenn sich mehr Kooperationen ergeben würde, würde ich auch mehr hier veröffentlichen. Ich meine, dass die Leser mittlerweile der Werbung sehr viel offener gegenüberstehen, als noch vor einigen Jahren.

Warum wehre ich mich also dagegen als Influencer bezeichnet zu werden?

Na, da ist ja erstmal der Ruf. Der ist nach meinem Empfinden in den letzten Jahren immer mehr in Verruf geraten. Spricht man mit irgendwem über das Thema Influencer, wird das Wort ja meist schon leicht ins Lächerliche gezogen – Biste Influääänzaaa, oder was? Es mag ein Klischee sein, aber denke ich an Influencer, dann denke ich erstmal an Instagram und sehe vor meinem inneren Auge junge Frauen, die sich gerne persönlich zeigen. Warum? Vielleicht, weil gerade über Instagram diese jungen Frauen mega bekannt geworden sind. Sie haben sich dort selbst erfunden, sind eine Ich-Marke und ziehen eine große Followerschar hinter sich her, die kreischend zusammenbricht, wenn ihre Influencerin sich ordentlich in Pose schmeißt. Du Schööööne! Mega schaust Du aus! 
Davon bin ich weit entfernt. Nicht nur Followerzahlen-mäßig, sondern auch Kommentar- und Charakter-mäßig. Soll nicht heißen, ich wäre was Besseres- nein, auf keinen Fall! Es ist einfach nicht meine Welt. Klar, ich zeige mich (mittlerweile) auch hin und wieder, meistens in den Stories, aber damit vermarkte ich nicht mich, sondern meine genähten Sofakissen (zeige ich Euch morgen) oder meinen köstlichen Karamell-Apfelkuchen. Ich mache Werbung für das, was ich tue. Und manchmal mache ich Werbung für Unternehmen, denn damit verdiene ich einen Teil unseres Familieneinkommens.

Blogger finden Befriedigung in dem, was sie tun. Influencer mit dem, was sie damit erreichen.

Schauen wir uns das Thema ganz neutral, ohne persönliche Empfindungen oder Klischees an, dann bin ich auch ein Influencer, denn dieses Wort heißt ja nix anderes als jemanden zu beeinflussen. Ich beeinflusse Euch, wenn ich ein genähtes Kleid zeige, denn damit inspiriere ich Euch, es mir nachzumachen oder zumindest den gleichen Stoff zu kaufen. Ich beinflusse Euch, wenn ich leckere Blätterteigschnecken (mit Salami und Schinken oder mit Lachs) backe und zeige, denn mit Sicherheit machen mir das einige von meinen Lesern bei der nächsten Party nach.

Und trotzdem bin ich kein Influencer, sondern Blogger. Weil ich alles möglich einfach aus Spaß an der Freude teile, weil ich mehr Gemachtes und Gebackenes, Gekochtes, Gelesenes und Gedachtes teile, als mich persönlich. Weil ich (meist ungeschönte) Geschichten aus dem Leben erzähle und teile und weil mein Blog für mich immer noch wichtiger ist, als alle anderen social media Kanäle zusammen.

Es ist schwer in Worte zu fassen, ganz besonders auch, weil ich niemandem zu nahe treten möchte und die Influencer nicht abwertend über einen Kamm scheren mag. Es gibt richtig coole Internet-Stars da draußen, denen ich gerne folge. Insta-Stars, die sehr nahbar und authentisch rüber kommen. Nicht alle nutzen ihren Fame aus, um ausschliesslich Produkte zu bewerben! Schuld ist meine Freundin, die mir so knallhart ins Gesicht gesagt hat, ich wäre ein Influencer. Das hat in mir was bewegt, ich musste noch Tage danach darüber nachdenken. Und dies ist mein Schluss: Jeder soll nach seiner Façon glücklich werden, jeder soll tun und lassen, was er will. Aber ein Influencer, so wie er bei Wikipedia beschrieben wird, bin ich trotzdem nicht.

Ich habe gestern übrigens gelernt, dass man heutzutage sagt, man sei Content Creator. Mag stimmen, gefällt mir aber auch nicht. Wie soll ich denn diesen Jobtitel meinen Eltern erklären?

Liebe Grüße und happy Tag der Deutschen Einheit, Bine

PS.: Im Januar letzten Jahres habe ich übrigens schon einmal über das Thema geschrieben. Da ging’s aber mehr um unterschiedliche Blogs: „Mein Blog ist ja eher WDR. Weniger Big Brother“.

 

 

 

 

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26 Comment

  1. Reply
    Susi
    3. Oktober 2018 at 10:45

    Mein Lieblingssatz liebe Biene: Blogger finden Befriedigung in dem, was sie tun.

    Uns Blogger gab es schon lange, bevor es die Influencer gab. Ich blogge jetzt im 18ten Jahr auf unterschiedlichen Domains. Und ja, wir promoten auch mal etwas. Meistens sogar unentgeltlich, denn die wenigsten bekommen derartig gute Angebote, um davon leben zu können.

    Andere Blogger, so wie ich, wollen Firmen einfach keine Werbeplattform bieten. Ich bewerbe/zeige auch nur das, was mich anspricht, was ich selbst erworben habe. Ich finde diesen „Ich muss mit dem Blog Geld verdienen“ Hype eh gruselig.

    Natürlich muss das jeder selbst für sich entscheiden. Es gab Zeiten, da hatten Lieblingsblogs von mir ständig irgendwelche Werbepostings drin. Es ging mir der persönliche Touch verloren. Man hat am Schreibstil gemerkt, dass es dafür Geld gab und dass mit aller Gewalt etwas angepriesen wurde. Die Blogs sind irgendwann aus meiner Blogroll verschwunden.

    Ich bleibe dann lieber authentisch.

    Liebe Feiertagsgrüsse
    Susi

    1. Reply
      Bine | was eigenes
      3. Oktober 2018 at 14:09

      Danke für Deinen Kommentar, Susi. Ich sehe ein bisschen anders, denn ich bin auch in meinen Werbeposts authentisch.
      Aber das liegt wahrscheinlich auch im Auge des Betrachters und gerade auch dann, wenn man sich persönlich ja
      gar nicht kennt. :-)
      Liebe Grüße Bine

      1. Reply
        Susi
        4. Oktober 2018 at 13:36

        Wäre dem nicht so, würde ich gar nicht mehr hier mitlesen 😊

  2. Reply
    Petra | pedilu.com
    3. Oktober 2018 at 11:05

    Liebe Bine,
    das hast du schön geschrieben – wieder mal!
    Gerade diejenigen von uns, die schon zu Zeiten gebloggt haben, als man hierzulande das Wort »Influenzer« überhaupt noch nicht kannte, wehren sich gegen solche Begriffe. Denn so ein Blog, der komplett ohne Gewinnabsichten gestartet wurde, ist einfach ein natürlich gewachsenes Konstrukt, dem man Unrecht täte, ihn als reine Werbemaschinerie zu bezeichnen. Vor allem im DIY-Bereich, wo so unendlich viel Arbeit und Herzblut in jedem einzelnen (meist unbezahlten) Beitrag steckt. Aber klar, offiziell sind wir das dann wohl … Zum Glück entscheiden aber unsere Leser, warum sie uns folgen und ob sie unserem Urteil vertrauen können.
    Ganz liebe Grüße, Petra

    1. Reply
      Bine | was eigenes
      3. Oktober 2018 at 14:11

      Stimmt, liebe Petra, es liegt sicherlich auch daran, dass es „uns Blogger“ schon gab, bevor der Job oder die Bezeichnung
      des Influencers geboren wurde. Das ist auch ein Punkt warum ich nicht so gerne alle in einen
      Topf schmeißen mag, sondern sehe, dass es da Unterschiede gibt.
      Danke für Deinen Kommentar! :-)
      Liebe Grüße Bine

  3. Reply
    Andrea
    3. Oktober 2018 at 11:23

    Liebe Bine, ich bin Spätzünder in Sachen Blogs, lese erst seit knapp zwei Jahren Blogs. Ich interessiere mich vor allem für DIY und Wohndesign. Aber hängen geblieben bin ich an Blogs, die sehr, sehr gut geschrieben werden, so wie deiner. Das ist für mich wie ein gutes Buch lesen. Am Anfang war ich total begeistert, was es auf diversen Blogs so alles zu entdecken gab und ich habe mir einiges abgeschaut aber inzwischen nervt es mich schon wieder immer und überall die gleichen, durchgestylten Wohnungsfotos zu sehen. Naja und dann die Werbung, ich habe den Eindruck, dass es immer mehr wird. Manchmal denke ich mir, dass manche Blogger, deren Blogs erfolgreich sind, diesen nur noch dafür her nehmen um Werbung zu platzieren. Ich habe überhaupt nichts gegen Werbung, wenn es in Maßen ist und wenn es zum Inhalt de Blogs passt. Klar interessiert es mich auch, wo man z.B. die tolle Lampe XY kaufen kann. Ich kann natürlich verstehen, dass man als Blogger auch für seine Arbeit bezahlt werden möchte, ich würde mir ehrlich gesagt niemals so viel Arbeit machen, wenn es ganz für umme ist. Aber wenn dann für jeden Mist, wie z.B. ungesunde Chips oder eine Automarke geworben wird, weil man das Auto gesponsert bekommen hat, dann fühle ich mich schon etwas veräppelt und solche Blogs mag ich dann nicht mehr lesen. Wenn ich eine Bloggerin mag, dann habe ich schon mal auf ihren Instagram-Account geschaut aber irgendwie ist das nichts für mich, wenn ich dann solche Kommentare lese „oh wow, du siehst soo gut aus“ – nä, also aus dem Alter bin ich raus. Es klingt zwar komisch, weil ich ja selbst Blogs lese, aber ich finde es schon seltsam, dass manche so einen Drang haben, sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Was ich ganz schlimm finde, wenn die Kinder öffentlich im Netz präsentiert werden, oft werden sie auch für Werbezwecke hergenommen und bei Instagram haben schon die neugeborenen Babys einen eigenen Account…..
    Bine, ich finde du machst es einfach toll mit deinem Blog, du erzählst ein bisschen was von dir und deinem Leben aber ohne dein ganz Privates preis zu geben. Mir gefällt besonders deine Schreibweise und ich freue mich über jeden neuen Beitrag auf deinem Blog. Ich fühle mich von dir nicht beeinflusst, sondern ich fühle mich wohl mit dem, was ich auf deinem Blog zu lesen bekomme, so wie mit einem guten Buch eben. Hier ist WDR und nicht Big Brother und du bist keine Influencerin sondern Bloggerin!
    Ich wünsche dir einen schönen Feiertag!
    Liebe Grüße Andrea

    1. Reply
      Bine | was eigenes
      3. Oktober 2018 at 14:16

      Vielen lieben DANK für Deinen Kommentar und die netten Komplimente, Andrea!
      Leser-Meinungen, die nicht selbst einen Blog schreiben, finde ich immer besonders interessant ;-)
      Das öffentliche Präsentieren ist heute keine Seltenheit mehr, das sehe ich schon bei der Generation meiner
      Tochter. Die Mädels gehen mit social media ganz anders um, als meine Altersklasse. Wobei- hier wie da gibt es
      natürlich auch Unterschiede.
      Ich finde es wichtig, dass ein Blog oder ein anderer Kanal persönlich geführt wird, mag es aber nicht mehr, wenn
      es all zu privat wird.
      Unterm Strich kann man es sowieso nie einer breiten Masse recht machen.
      Freue mich sehr, dass es Dir hier gefällt! Liebe Grüße Bine

  4. Reply
    Ani Lorak
    3. Oktober 2018 at 13:13

    Ach. Gut geschrieben. Und trifft mein Verständnis Deines Blogs. Ich mag authentische Blogs und natürlich beeinflusst Du und gibst Impulse, die ich annehme oder nicht. Und klar will ich wissen, wo Du es her hast. Influencer verfolge per meiner Definition einen anderen Zweck, den des Beeinflzssens
    Bei Dir empfinde ich eher den Spass an der Freud und dass Du teilst, aber das kann jeder für sich entscheiden. Schwarz und weiss gibt es selten eher due vielen Nuancen von Creme über Grau… Ich lese viele Blogs und ja wir bleiben nicht stehen. Mal fällt ein Blog für mich hinten über, was aber nicht immer eine Wertung beinhaltet sondern die Themen nicht die meinen sind… Schönen Feiertag!

    1. Reply
      Bine | was eigenes
      3. Oktober 2018 at 14:20

      Da hast Du absolut Recht, es gibt kein schwarz und weiß – es ist eine bunte Mischung, dieses Internetangebot.
      Freue mich, dass Du meinen Blog so liest und verstehst, wie ich es gerne hätte ;-) Denn auch das liegt
      ja im Auge des Betrachters. Der eine findet es nett, persönlich, authentisch, der andere langweilig, nichts-sagend
      oder einfach am persönlichen Interesse vorbei. :-)
      Liebe Grüße Bine

  5. Reply
    Anja
    3. Oktober 2018 at 18:07

    Liebe Bine,
    Ich bin momentan recht zwiegespalten was das Thema angeht. Zum einen lese ich schon lange lange Blogs. Zunächst englischsprachige, dann vermehrt europäische. Ich weiß aus beruflicher Sicht wie viel Arbeit hinter einem Blog steckt, wenn dort regelmäßig Posts stehen sollen. Deshalb kann ich den Gedanken sich dafür bezahlen zu lassen auch gut nachvollziehen.
    Habe aber dennoch ein Problem damit. Ich habe allein in diesem Jahr mehrere Blogs aus meiner Blog roll geschmissen, weil ich den Werbeanteil zu hoch fand. Je nach dem zu welchem Thema man bloggt ist das sicher unterschiedlich. Stoffe und Schnitte zu nennen ist etwas anderes als sie zu verlinken. Und das Kochen mit einer Zutat des Herstellers X oder Topf von Z etwas anderes als Werbung für einen Wasserhahn mit Wasserkocherfunktion oder eine Weichwasseranlage/Matratze/hochpreisige Bettwäsche/Fahrräder/Handys/Dörrautomaten. Denn diese Dinge sind definitiv nicht mehr im Rahmen des Normalverbrauchers.
    Da meine Leserichtung das Thema Nähen,DIY,Kochen angeht werde ich hellhörig wenn jeder 3-5te Post Werbung enthält. Zumal Businessbloger viel umfassender vernetzt Bloggen, z.B. in Sachen Backlinks und Co. Im Moment habe ich jedoch den Eindruck das die DSGVO und die Klagewelle die nicht kommerziellen Blogs aussterben lässt. In meiner Anfangszeit waren Blogs eine Nische. Man zeigte was man werkelte, was auch mal schief ging oder womit man ein Problem in den Begriff bekommen hat. Das wird leider immer weniger, ich habe diese unter-Gleichgesinnten-Berichte sehr geschätzt. Gleichzeitig ist das Design und Bildkonzept viel professioneller geworden.
    Für mich bleibt es eine Bauchentscheidung, aber je höher die Anzahl der Werbepost ist, desto weniger lese ich.
    Viele Grüße Anja

    1. Reply
      Bine | was eigenes
      5. Oktober 2018 at 05:40

      Liebe Anja, ich verstehe Deinen Unmut gegenüber Werbung… andererseits: es ist eben eine neue Möglichkeit für
      Blogger Geld zu verdienen. Die Nennung von Schnitten und Schnittmuster sind freundlich gemeinte Tipps, aber
      daran verdient die Hobbybloggerin ja nix.
      Was den Rahmen des Normalverbrauchs angeht, gebe ich Dir recht- muss aber auch hier sagen, dass die meisten von
      Dir genannten Dinge von vielen im Leben genutzt und gebraucht werden. Auch ich habe schon Werbung für einen Dörrautomaten
      gemacht und damit gestern noch Apfelringe hergestellt. Ich finde das Gerät super!
      Liebe Grüße Bine

  6. Reply
    Vera
    3. Oktober 2018 at 21:07

    Liebe Bine,
    in einem deiner Sätze hast du es glasklar auf den Punkt gebracht: Influencer vermarkten ihre Person, Blogger vermarkten Inhalte. Seien es Rezepte, Nähanleitungen oder Einrichtungs-Inspirationen.
    Mir persönlich ist das ja immer etwas suspekt, wenn Menschen um ihre Person so ein Geschiss machen. Nichts gegen gesundes Selbstbewusstsein, aber Menschen, die immer um sich selbst kreisen und x Fotos am Tag nur von sich machen, sind mir einfach nicht sympathisch. Interessiert mich auch nicht die Bohne.
    Dagegen ist es toll, wenn man wie bei dir immer tolle Anregungen kriegt, wie deinen Buchtipp zu „Altes Land“ oder deine Grillage-Torte! Und die Bine, die so ganz natürlich und ohne übersteigerte Selbstdarstellung immer dahinter durchschimmert, mag ich viel mehr als alle spinnenbeinigen Sechzehnjährigen mit Schmollmund.

    1. Reply
      Bine | was eigenes
      5. Oktober 2018 at 05:42

      Liebe Vera, wir verstehen uns und ich danke Dir für das nette Kompliment!
      Du bist für mich das beste Beispiel, dass ein Blog mit recht vielen Werbebeiträgen unglaublich erfolgreich
      sein kann! Ich lese jeden Artikel, mag Deinen schwarzen Humor und grüße von Bloggerin zu Bloggerin. :-)

  7. Reply
    ina whatinaloves.com
    3. Oktober 2018 at 21:10

    kann das so so so unterschreiben was du sagst! ich bin auch ein blogger und kein Influääänzaaa….
    vielleicht liegt es aber auch dran, dass wir noch „vom alten schlag“ sind. wo man gebloggt hat ohne dass die aussicht bestand dafür was zu bekommen….wo man einfacham spaß des teilens angefangen hat zu bloggen… wo es noch kommentare gab und nicht nur likes und herzchen!
    liebe grüe und mach so weiter!

    1. Reply
      Bine | was eigenes
      5. Oktober 2018 at 05:45

      Danke, liebe Ina! Du bist ja auch schon ein uuuralter Hase :-) Es stimmt, wir sind vom alten Schlag. Ein Schlag der
      es aber geschafft hat, seinen Leidenschaften und gesunden Einstellungen zum Bloggen treu zu bleiben und
      trotzdem in diesem neuen blogbusiness mitzumischen!

  8. Reply
    Monika
    4. Oktober 2018 at 08:32

    Hallo Bine,
    vielen Dank für Deinen Post. Ich frage mich schon lange, warum in der letzten Zeit der Blogger/ die Bloggerin (welche es ja schon so lange gibt) dem Influencer/in gleichgestellt wird. Ich zucke schon bei dem Wort zusammen.
    Als ich vor fast 6 Jahren mit dem Bloggen angefangen habe, gab es dieses Wort, zumindest in meinem Wortschatz, noch gar nicht. Ich habe damals angefangen, weil ich den Austausch mit anderen Bloggern einfach genial fand – und immer noch finde. In meiner näheren Umgebung hätte nie einer freiwillig zugegeben etwas zu „selber“ zu machen – das war ja total out und spießig. So hat auch kein Austausch darüber stattgefunden. Meist gab es nur ein leichtes Belächeln. Gleichgesinnte fand ich unter den Blogs!
    Ich blogge weil ich Spaß daran habe, andere zu inspirieren, schöne Dinge mitzuteilen oder einfach nur zu schreiben wie das „normale“ Leben so ist. Oft sauge ich von andren Bloggern die Ideen, Buchvorschläge, Rezepte, Erfahrungen u.s.w. wie ein Schwamm auf – und nur weil es mir gefällt! Einen kommerziellen Hintergrund hatte ich nie!

    Vielen Dank, dass Du für uns (auch kleine) Blogger in die Breche springst!

    Liebe Grüße und einen schönen Mittwoch

    Monika

    1. Reply
      Bine | was eigenes
      5. Oktober 2018 at 05:49

      Liebe Monika, ich springe gerne in die Breche und ich danke Dir herzlich für Deinen Kommentar.
      Genauso war es bei mir auch: anfangs wollte ich einfach nur zu dieser verrückten, bastelfreudigen und offenen
      Community dazugehören. Dass es sich zu einem kleinen business entwickelt hat, damit war nicht zu rechnen.
      Aber: ich finde es trotzdem wichtig, dass Blogger eben Blogger sind und Influencer sind Influencer.
      Bei manchen vermischt es sich ein bisschen, aber die meisten Blogger, die ich kenne, sind für mich immer noch
      Blogger.
      Liebe Grüße Bine

  9. Reply
    Nadine
    4. Oktober 2018 at 10:40

    Danke, für diesen Post, liebe Bine! Sehe ich ganz genauso. Ich bin Bloggerin und schreibe seit Jahr und Tag (genauer gesagt seit 2007) so vor mich hin. Aus Spaß und Freude, aber mittlerweile auch, weil ich damit Geld verdiene. Trotzdem sehe ich mich null als Influencerin und will es auch gar nicht sein. Vielleicht bin ich auch einfach zu alt für dieses Influencer-Ding, aber das Feld überlasse ich dann auch gerne denen die mind. 15 jünger sind als ich. LG, Nadine

    1. Reply
      Bine | was eigenes
      5. Oktober 2018 at 05:50

      Liebe Nadine, ich unterschreibe alles. Ganz genau so, wunderbar zusammengefasst, Du alter Bloghase! :-)

  10. Reply
    Annelen
    4. Oktober 2018 at 13:08

    Hallo Bine!
    Ich kann nur zustimmen. Wobei ich finde, dass es insgesamt gesehen bescheuert ist, dass es so etwas wie einen Beruf „Influencer“ geben soll bzw. gibt. So jemand ist meiner Definition nach jemand, der sein Tun einzig und allein deshalb ausübt, um andere dazu zu bringen, etwas Bestimmtes zu tun oder zu kaufen. Das ist doch überhaupt nicht vergleichbar mit Personen, die etwas bekannt geben, was sie tun, weil es ihnen Spaß macht, darüber zu berichten. Dass bei höherem Bekanntheitsgrad dann auch eine gewisse Beeinflussung stattfindet, lässt sich nicht vermeiden. Warum sollte man das auch verhindern?
    Ich glaube, dass dieses Thema erst richtig durch die DSGVO hochgekocht ist. Seitdem müssen alle Blogger (und Istagramer) jeden Post mit dem Wort „Werbung“ versehen, wenn sie etwas oder jemanden verlinken und vorher jemals irgendeine Kooperation eingegangen waren. Dadurch hat das ganze Thema „Beeinflussung“ doch diesen furchtbaren Beigeschmack bekommen.
    Wie dem auch sei: ich denke, dass ich mündig genug bin, zu erkennen, ob mir jemand etwas andrehen will, oder ob er/sie mir nur etwas nahebringen will, was selbst gefällt. Wie du. Mach‘ bitte genau so weiter wie bisher!
    Liebe Grüße, Annelen

    1. Reply
      Bine | was eigenes
      5. Oktober 2018 at 05:52

      Liebe Annelen, schön beschrieben und erklärt- genau so ist es. Ja, die DSGVO hat so manches durcheinander gebracht
      und das Wort Werbung, welches ja sowieso schon eher negativ behaftet ist, noch schlimmer gemacht.
      Danke für Dein nettes Kompliment. Ich mache weiter so :-)
      Liebe Grüße Bine

  11. Reply
    Stephanie
    4. Oktober 2018 at 13:46

    Liebe Bone, du sprichst mir aus der Seele und die meisten Kommentare hier ebenso.
    Es ist sicherlich wichtig, die Gesellschaft für Werbung zu sensibilisieren, aber Blogger pauschal als Beeinflusser zu bezeichnen halte ich schon fast für eine Beleidigung.
    Deinen Blog lese ich nach wie vor sehr gerne und lasse mich auch gerne von deinen Ideen inspirieren.
    Liebe Grüße aus Düsseldorf,
    Steffi

    1. Reply
      Bine | was eigenes
      5. Oktober 2018 at 05:53

      Herzlichen Dank, Steffi! Die Beleidigung lassen wir nicht auf uns sitzen! :-)

  12. Reply
    Kathrin
    6. Oktober 2018 at 00:37

    Du hättest den Unterschied nicht besser beschreiben können, ist genau so wie du sagst und ich verstehe dich vollkommen. Aber wie du schreibst (so ist es bei mir übrigens auch) die Freunde wissen was man tut aber die wenigsten besuchen den Blog (ich weis doch was du machst, ich kenn doch deine Bilder…) deshalb darf man sich wohl auch nicht wundern wenn gerade Nichtleser einen dann in eine falsche Schublade stecken, vielleicht kennen sie den Unterschied einfach wirklich nicht, weil sie sich mit beiden Sparten nicht beschäftigen, da kann man es einfach nur versuchen es zu erklären.
    Viele Grüße Kathrin

  13. Reply
    Inka Chall
    14. Oktober 2018 at 09:42

    „Blogger finden Befriedigung in dem, was sie tun. Influencer mit dem, was sie damit erreichen.“
    Das ist ein toller Satz, der so viel Wahres beinhaltet, den merke ich mir. Danke!
    Lg /inka

  14. Reply
    San
    16. Oktober 2018 at 23:40

    „Blogger finden Befriedigung in dem, was sie tun. Influencer mit dem, was sie damit erreichen.“

    Das fasst es für mich perfekt zusammen. Mein Blog ist auch nach wie vor mein „liebster“Social Media Kanal und ich mache dort, worauf ist Lust habe. Wenn sich daraus für dich z.B. Kooperationen ergeben, umso schöner, aber du machst es nicht der Kooperationen wegen… DAS ist der Unterschied!

    „Content Creator“ finde ich übrigens auch ganz schlimm. Was ist falsch am ganz gewöhnlichen Wort Blogger?

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