Bevor ich meine 12von12 Postings beginne zu schreiben, schaue ich immer, was vor genau einem Jahr so los war. Jetzt bin ich leicht melancholisch. Im November 2014 war das große Kind noch auf der Grundschule und das kleine noch im Schwimmkurs. Ich erinnere mich an den Tag- jetzt, wo ich es nachgelesen habe- als wäre er gestern gewesen. Dabei sind 12 Monate vergangen.
Wie auch immer- es ist November 2015, die vorletzten 12 von 12 für dieses Jahr. Und wieder ist es nicht leicht, bei diesen Lichtverhältnissen Bilder zu machen. Aber, wie schrieb ich schon vor einem Jahr? Am 12. geht es nicht im Schönheit. So.
Welche darf es denn heute sein? Ich entscheide mich für die Biene- oder BVB-Brille; schwarz gelb.

Um 7 Uhr ist die erste Tasse Kaffee schon lange leer getrunken, die ersten Mails beantwortet, ein Posting geschrieben, zwei angefangen. Tschakka. Jetzt: Kinder wecken, Frühstückstisch decken, Obst schnippeln.

Danach: Schulbrote schmieren. Die eine mag nur dieses Brot, der andere nur jenes. Sie bitte Wurst, aber bitte keine Putenwurst. Er aus keinen Fall Maragine und nur Brot ohne Körner. Und da wundere ich mich manchmal, warum mein Oberstübchen schlapp macht?!

Das große Kind ist schon weg, der kleine Mann macht sich auf den Weg. Nur für den Fall der Fälle- denn es könnte ja ein Schneesturm unterwegs über ihn hereinbrechen- Handschuhe anziehen!

Mollie und ich fahren zum See und laufen einmal rum. Der rosa-blaue-5:30-Uhr-Himmel ist mittlerweile grau, dafür ist es mild.

Bunt, bunter, Badezimmer.

Danach geht’s an den Schreibtisch. Zum Nähen komme ich erstmal nicht. Ich tippe und klicke, bearbeite Bilder und schreibe. Fotos vom Schreibtisch gibt es nicht, denn dann müßte ich mich schämen. Schwuppdiwupp ist es 12.30 Uhr und der Magen knurrt. Das Fleisch ist noch nicht gar, deswegen haben es nur die Erbsen auf’s Bild geschafft.

Zurück im Nähbüro schaffe ich doch noch ein paar Sachen zu nähen und dabei Fotos zu machen.

Am Wochenende bin ich nicht zu Hause. Damit alle genügend Wäsche im Schrank haben, bügel ich schnell einen Korb weg und schon ist es 15 Uhr und die Kinder kommen nach Hause.

Das Tochterkind war mit der Klasse heute im Schulmusem und hat diese Karten dort gekauft. Fahre fort fleissig und folgsam zu sein. Ja, bitte gerne!

Ich bringe den kleinen Mann zum Sport, fahre von da zur Post und kurz ins EKZ, hole ihn wieder ab und lade das Tochterkind ein.

Es wird Zeit, dass sich die Herrschaften für einen Adventskalender entscheiden. Tütchen und Selbstgemachtes wollen sie nicht, Schokolade reicht. Ich mache Jubelsprünge und streiche einen Punkt von der Liste.

Als wir wieder zu Hause sind, ist es stockfinster. Schlafanzug an, Abendbrot auf den Tisch und dann geht’s ab ins Bettchen, denn Mama und Papa wollen- nein müssen Zombies gucken. Ich oute uns als Serienjunkies.
Danke für`s Gucken! Die heutige Mitmacht-Liste führt – wie immer – Frau Kännchen.
Das waren sie, meine 12von12 im November 2015.
