Immer mal wieder erhalte ich Emails von frischgebackenen Bloggerinnen, die wissen wollen, wie das geht mit dem Bloggen. Wie oft sie bloggen sollten? Worüber sie bloggen könten? Wie ich es geschafft habe, ‘was eigenes’ zu dem zu machen, was es heute ist. Ein recht geht besuchter Blog, der hier und dort schon erwähnt wurde und beinahe täglich neue Leser hinzugewinnt (eine Tatsache, die mich immer wieder verblüfft und über die ich mich wirklich wirklich wirklich sehr freue!) Momentan habe ich das Gefühl, dass ich selbst Rat und Tat benötige, um aus meinem kleinen Bloggertief wieder raus zu kommen. Meine perfekte Planung ist seit einigen Wochen in Schräglage geraten. Gründe dafür gibt es einige: Mein Auftragsbuch mit bestellten Täschchen ist z.B. ziemlich voll, ein Großauftrag für ein Ladengeschäft von über 50 Täschchen läßt meine Stickmaschine im Dauereinsatz Wörter sticken, ein kleiner Welpe, der mich immer wieder aus der Arbeit reißt und an die frische Luft zieht, ein Kommunionkind, durch das ich in den letzten Monaten unzählige Elternabende besuchte, wöchentlichen Kommunionunterricht gegeben habe, diverse Geburtstage im Familien- und Freundeskreis,…
Meine Gedanken kreisen aktuell eher um solche Fragen: Wie soll die Tischdeko aussehen? Was schenken wir den anderen Kommunionkindern? Was ziehe ich nur an? Was bringt der Osterhase dieses Jahr überhaupt meinen Kindern? Oder: Wann willst Du eigentlich die ganzen Emails in Deinem Posteingang endlich beantworten?
Dazu gesellen sich: Frühjahrsmüdigkeit. Blogmüdigkeit. Generelle Müdigkeit. Ich könnte zur Zeit oft im Stehen einschlafen.
Regelmäßiges Bloggen (und damit meine ich nicht tägliches Bloggen) hilft einem Blogger dabei im sog. Flow zu bleiben. Das ist bekannt! Mein Flow wurde jedoch vor einiger Zeit unterbrochen. In meinem Blogplaner stehen Postingideen, wie das Rezept köstlicher Partybrötchen oder eines himmlischen Schokokuss-Desserts, wie ein Artikel zu Blogs und Büchern, wie eine DIY-Anleitung zu einer Kindle-Hülle, wie die liebsten Hörspiele und Bücher meiner Kids oder meine liebsten Apps…. Und dann sitze ich vor meinem geöffneten WordPress-Dashboard, klicke auf “Neuen Beitrag erstellen” und weiß nicht, wie und wo ich anfangen soll. Mir fehlen die Worte, die Taten, der nötige Tritt in den Allerwertesten!
Ich traue mich schon gar nicht mehr meinen Feedreader zu öffnen. Über 700 ungelesene Postings von Blogs, die ich mag und gerne lese. Wenn ich da jetzt reinschaue, dann bleibe ich hängen, lese und staune über schöne und vielleicht kreative Postings. Das kann inspirieren, kann aber auch zum Gegenteil führen. Anstatt selbst aktiv zu werden, bewundert man nur anderes. Kennt Ihr diese Text-Pins “Stop pinning- do something!”. Wahre Worte.
Damit ich überhaupt mal wieder ans Tippen komme, sitze ich hier also und schreibe diese Zeilen. Geht ja doch noch. Aber meine Gedanken sind nicht zu 100% hier, sondern an diversen anderen Orten… siehe oben. Trotzdem wollte ich mich heute gerne mal wieder bei Euch melden, Euch eine gute Woche wünschen und Euch wissen lassen: auch, wenn es hier gerade nicht all zu oft etwas zu lesen gibt, ich freue mich, dass Ihr immer mal wieder vorbei kommt!
Liebe Grüße von Bine, die jetzt erst mal den Trockner ausräumt und mit Mollie eine Runde dreht, danach Haarschmuck für das Kommunionkind bestellt und anschliessend die Nähmaschine anschmeißt. Und dann… vielleicht, wenn ich heute Abend noch fit bin, schreibe ich ein Posting über das leckere Schokokuss-Dessert! ;-)
