Werbung Fahre ich mit meinen Kindern ins nahegelegene Einkaufszentrum, sagen sie “Wir gehen shoppen!”. Einkaufen, egal ob Klamottten, nützliche Gegenstände oder Lebensmittel ist international, wir kaufen nicht, wir shoppen. Zum Beispiel hübsche Kerzenständer aus Schweden, Staubsauger aus England, saftige Ananas aus Südamerika. Wir machen Urlaub in fernen Ländern, lesen amerikanische Blogs, gruseln uns bei skandinavischen Krimis.
Ich bin mit dabei. Ich kaufe Ananas und Bananen, folge amerikanischen Influencern (furchtbares Wort- ich muss da immer an Grippe denken), tippe gerade auf einer Tastatur, die in China gefertigt wurde und fliege bald mit meiner Familie nach Griechenland. Ich kaufe im Internet Bücher und shoppe online Klamotten. Und doch ist mir Regionalität sehr wichtig. Nicht immer global denken, sondern auch mal lokal.

Dorf- und Hofmärkte, der Buchhändler an der Ecke, die Erdbeeren aus dem Rhein-Erft-Kreis, der Eier-Hof auf der anderen Seite der Straße, das Blumenlädchen im Dorf. Sie alle bieten uns eigentlich alles, was wir benötigen. Die Versuchung doch online mit wenigen Klicks das Gewünschte zu bestellen, ist zwar groß und läßt mich oft auch genau diese Handlung ausführen, aber wenn ich kann, dann kaufe ich lokal und regional.
Rewe schenkt seit einigen Jahren regionalen Lebensmitteln eine ganz besondere Aufmerksamkeit. An den Obst- und Gemüsekörben hängen Schilder mit Fotos von Bauern, mit deren Namen und dem Logo “REWE Regional” oder “Wir aus der Region”. Für mich immer gute Wegweiser, welche Lebensmittel in den Einkaufswagen kommen.
Im Rahmen einer, wie ich finde, guten Kampagne, fragte mich REWE, ob ich mich den Vorzügen in meiner Region widmen sowie ein Rezept mit regionalen Lebensmittel entwickeln kann. Da kam mir die Ideen, in nahgelegenen Geschäften- hier, in meinem Ort, vorbei zu sehen. Heute geht’s um die Geschäfte, kommende Woche um’s Essen.

Ich musste nicht lange überlegen, welche Geschäfte ich hier vorstellen werde. Beide Geschäfte- wobei das eine eher ein Kreativ Atelier ist- befinden sich hier in meinem Ort, beide Inhaberinnen kenne ich schon seit Jahren.
Anette hat eigentlich Bürokauffrau gelernt und auch lange im Marketing verschiedener Firmen im Kölner Umland gearbeitet. In ihrer freien Zeit widmete sie sich ganz der Töpferei, der Keramik und deren Verkauf auf Märkten, bis sie sich eines Tages selbstständig mit ihrem Atelier am See machte. Ich habe Anette kennen gelernt, als meine Kinder noch ganz klein waren; mit den Freundinnen und Freunden meiner Tochter haben wir schon zwei Kindergeburtstage im Atelier gefeiert.


Hinter dem Werkstatt-Raum, in dem ein großer Arbeitstisch, die Rohlinge und eine kleine Küche stehen, befindet sich der Ausstellungsraum. Ihre Liebe zu Köln und besonders zum Kölner Dom ist nicht zu übersehen. In meinem Küchenschrank stehen vier Eierbecher mit Kölner Dom aus dem Atelier am See. Ein Muss, wie ich finde! ;-)

Neben Schmuckstücken gibt es gerahmte Keramik Mini-Dome oder Karnevalskappen, die alle von Hand gefertigt und teilweise mit Echtgold und echtem Platin veredelt wurden. An den Wänden hängen Keramikbilder mit den Abrücken kleiner Kinderfüße; ein Angebot welches gerne von frisch gebackenen Eltern angenommen wird.

Anette bietet DIY-Workshops an, bei denen ihre Kundinnen- erwachsene Frauen und Kinder- selbst töpfern oder fertige Rohlinge glasieren können. Online kann man ihre schönen Arbeiten nicht erwerben. Der Versand der Keramik-Schöpfungen ist zu aufwendig, denn sie müssen gut verpackt werden, damit sie auf der Reise nicht zerbrechen. Dafür trifft man Anette und ihre Arbeiten auf hiesigen Dorf- oder Handwerkermärkten an. Atelier Verkäufe können telefonisch vereinbart werden.


Ich liebe solche Geschäfte- oder wie hier Ateliers- in denen man Handgemachtes erwerben kann. Noch besser, wenn man sich selbst an den großen Tisch setzen und einen Mini Dom aus Ton mit den Händen formen kann.
Kommen wir zum zweiten Laden in unserem Dorf: Der Blumenhof. Ja, ich gebe zu: ich bin auch Supermarkt Blumen Käuferin. Oft bringe ich ein Sträußchen vom Wocheneinkauf mit, aber wenn ich Blumen verschenken möchte oder ein besonders schönes Sträußchen für meinen Küchentisch haben mag, dann fahre ich zu Frau Fratini.

Am 1. August hat sie 50-jähriges Arbeitsjubiläum. Seit 50 Jahren wählt sie einzelne Blumen und Gräser aus den vielen Vasen aus, trägt sie zum Tisch, nimmt eine nach der anderen auf, läßt mit ihren Händen einen Strauß entstehen, bindet diesen mit grünem Blumenband zusammen und wickelt den Strauß dann in Papier ein.

Gebürtig kommt sie hier aus der Gegend, von einem Bauernhof am Kloster Burbach, wo ich jeden Morgen mit Mollie meine Runden drehe. Ihre Ausbildung absolvierte sie in Köln Sülz, arbeitete dann einige Jahre als Ausbilderin im Berufsbildungswerk und anderen Blumenläden und machte sich vor rund 20 Jahren mit ihrem eigenen Lädchen im Dorf selbstständig.
Ihr kleiner Blumenhof war früher ein Schuppen, in dem Schweine und eine Kuh gehalten wurden. Nachdem sie mit ihrem Mann und den zwei Kindern das Häuschen samt Schuppen gekauft hatte, bauten sie diesen in einen Blumenladen um.

Dreimal die Woche fährt sie nach Köln zum Blumen Großmarkt und kauft dort frische Blumen für ihr Lädchen und ihre Kunden. Abfahrt 5.00 Uhr Richtung Köln Riehl. Früher wäre das ja für mich unvorstellbar, ja fast schon unmenschlich gewesen- heute würde ich gerne selbst mal zu einem Blumen Großmarkt fahren und zuschauen, wie das da so ist.

In den letzten Wochen habe ich in einigen Instagram Stories gesehen, dass Blumen und Pflanzen im Internet bestellt werden. Das ist wirklich eine coole und sehr zeitsparende Sache, wenn man davon absieht, dass man auf einigen Shoppingseiten ja auch erstmal das Gewünschte suchen und finden muss. Ich meine jedoch: wenn man in der Nähe einen Blumenladen hat, dann sollte man sich ruhig mal die Mühe machen und nachfragen, ob der ortsansässige Händler nicht auch den gewünschten Eukalyptus, die Pfingstrose, die Chrysantheme, besorgen kann.

Ich kaufe im Internet. Alles möglich. Stifte, Kleidung, Bücher, Stoffe,… aber ich erhebe dennoch meinen Mama-Zeigefinger und sage (Euch und mir): wir müssen uns darüber bewusst sein, dass durch das online Shoppen immer mehr Läden schließen müssen.
Was machen wir dann? Durch leere Strassen bummeln? Fotos von 1-Euro-Shops und Matratzen Läden auf Instagram posten, statt kleine hübsche Läden, die doch eigentlich unser Herz höher schlagen lassen und uns natürlich auch zum Einkaufen verführen? Der Hashtag #supportlocal würde dann wohl irgendwann im Nirvana verschwinden.

Und dann muss ich Euch noch eine wirklich lustige und in diesem Fall treffende Geschichte erzählen. Vor einiger Zeit sah ich diesen hübschen Blumenständer im Internet und dachte- muss ich haben. Ich brauchte aber sonst nix aus dem Shop, klickte mich wieder weg, klickte ein paar Tage später wieder drauf. Schlussendlich habe ich ihn nicht gekauft. Als ich dann bei Frau Fratini im Laden stand, sah ich ein paar dieser Ständer im in einer Kiste am Boden. Ohhhh… einen davon muss ich haben! sagte ich ihr. Was kosten die? 10,- Euro! antwortete sie und ich dachte nur: Bingo! Fünf Euro günstiger als im Netz, keine Versandkosten.
Oft ist es umgekehrt, die Produkte im Internet sind günstiger – aber in diesem Fall war ich der Glückspilz!
Nun kommen wir zum Gewinnspiel. Ich freue mich, dass ich heute hier 5 x 50 Euro REWE Gutscheine verlosen darf. Lasst mich in Eurem Kommentar doch wissen, wir ihr zum Thema regional und lokal einkaufen- oder meinetwegen shoppen steht, wir Ihr Eure Region erlebt und was Ihr Eurer Region zurück gebt, in dem Ihr sie unterstützt? Macht Ihr Urlaub in Eurer Region? Kauft Ihr Kleidung, Deko, Lebensmittel lieber aus der Region oder aus fernen Ländern?
Hinterlasst unter dieses Posting einen Kommentar bis Sonntag, den 16. Juli 2017 (24 Uhr)! Bitte schreibt auch Eure Emailadresse in das dafür vorgesehene Feld (die sehe nur ich), damit ich Euch im Falle des Gewinns schreiben kann. Ihr solltet 18 Jahre alt sein und eine Lieferadresse innerhalb Deutschlands haben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen und der Gewinn wird nicht in bar ausgezahlt. Mit dem 50 Euro Gutschein könnt Ihr in Eurem REWE einkaufen. Am liebsten natürlich regionale Produkte, aber da mache ich Euch keine Vorschriften.
Liebe Grüße, Bine
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