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Aus Alt mach Neu: Alte Blogbeiträge optimieren und aufwärmen {BlogLiebe #3}

Bisher dachte ich ja immer, es wäre Verrat an meiner ganz persönlichen Blog-Entwicklung und Blog-Vergangenheit! Einen alten Beitrag überarbeiten? Textpassagen ändern? Vielleicht sogar neue Fotos einfügen? Geht gar nicht.

Erfahrungen zahlt man teuer, obwohl sie gebraucht viel billiger wären | #blogliebe Aus Alt mach Neu, waseigenes.com

Mittlerweile sehe ich das ein bisschen anders. Ich bin ja auch lernfähig. Es gibt hier zwar keinen älteren Beitrag, den ich so richtig doll überarbeitet habe- aber hier und da habe ich Tippfehler korrigiert, kaputte Links entfernt und ein oder zwei neue Bilder hinzugefügt. Die alten aber nie gelöscht. Das bringe ich einfach nicht über’s Herz!

Tipp: Ältere Beiträge nochmal auf den Markt werfen.

Was ich jedoch neuerdings ganz gerne mache, ist: ältere Beiträge nochmal auf meinen social media Kanälen verteilen, verlinken und verlängern. Mit den Jahren habe ich schliesslich einen enormen Artikelberg hier angehäuft und die Vorstellung, dass alle Artikel, alle Rezepte, Gedanken, Ideen immer von allen gesehen oder gelesen werden, ist schlichtweg falsch.
Früher dachte ich immer, ich würde meine Follower mit dem Aufwärmen alter Beiträge nerven. Dass sie denken würden: Ach, den Kuchen hat die doch schon gezeigt! Oder: Die genähte Tasche kenne ich schon, hat die nix Neues?

Blödsinn ist das. Im Laufe der letzten Jahre kamen neue Leser, gingen alte Leser.
Ich hab’s ausprobiert und festgestellt: das Foto eines knapp elf Monate alten Likör Rezeptes kann nochmal ordentlich für Wirbel sorgen.

Wir machen uns zu viele Gedanken, was unsere Leser und Follower denken könnten. Wer scrollt schon durch einen ganzen Insta Feed bis nach unten?

In den letzten zwei Wochen war ich durch Karneval, einer heftigen Erkältung und einer kleinen Zahn-OP ziemlich ausgebremst. Ich habe nicht genäht, nichts Besonderes gekocht und erst recht nicht fotografiert.

Früher hat mich so eine Situation gestresst, heute sehe ich das alles viel gelassener. So what, die (Insta-)Welt geht nicht unter, wenn man mal eine Zeit lang nicht online ist. Aber, wenn ich trotzdem mal das Gefühl habe, dass ich doch mal wieder was zeigen oder posten sollte, dann wühle ich mich durch mein Blogarchiv und krame alte Beiträge hervor.

Dann erstelle ich neue Pinterest Collagen, lade ein Foto auf Instagram hoch und manchmal verlinke ich einen älteren Beitrag auch auf meiner Facebook Fanpage.

Was kann ein alter optimierter Blogbeitrag für Dich tun?

Er kann Deinem Blog frischen traffic bringen.
Er kann die social media shares nochmal pushen.
Er kann die Absprungrate verbessern, in dem Du in den alten Artikel neue interne Verlinkungen einbaust. Vielleicht gibt es mittlerweile einen ergänzenden, neueren Beitrag auf Deinem Blog, der zu dem alten Beitrag wie die Faust auf’s Auge passt?

Artikel aus Deinem Blogarchiv schenken Dir Zeit zum Luft holen.

Aber das Beste ist: So ein älterer Beitrag gibt Dir Zeit Luft zu holen und etwas zu entspannen!
Gerade in stressigen Zeiten, in denen Du es nicht schaffst, neue Inhalte zu erstellen, kannst Du Deine Leser mit älteren Artikeln bedienen. Orangenkuchen kommt schliesslich niemals aus der Mode.

Hast Du das schon mal gemacht? Einen älteren Beitrag überarbeitet, aufgewärmt, neu angerichtet und Deinen Lesern oder Followern aufgetischt? Hier und da den Text neu formuliert und vielleicht sogar neue Fotos eingefügt?
Ich bin gespannt zu lesen, wie Ihr zu diesem Thema steht!
Liebe Grüße, Bine


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7 Comment

  1. Reply
    Ines
    12. März 2019 at 11:36

    Schönes Thema. Da bin ich gerne dabei.

  2. Reply
    Manuela Gaden
    12. März 2019 at 12:47

    Sehr gut geschrieben! Ich bin kein Blogger, aber Leser und das seit Jahren. Und ich würde mich als aufmerksamen Leser bezeichnen, aber trotzdem erfreue ich mich auch über den Hinweis auf ältere Beiträge. Den die sind ja nicht schlechter, schon gar nicht wenn sie sogar überarbeitet sind. Manches kommt nie aus der Mode, stimmt! Und wer dir oder anderen folgt, der weiß und sieht schnell ob sich jemand auf einmaligen Ideen/Beiträgen ausruht oder eben mal Luft holt und sich trotzdem noch die Mühe macht neue Fotos einzufügen. Bewährtes neu angerichtet bringt mitunter weitere neue Ideen. Danke für deinen schönen Blog und deine Bilder und Storys auf Insta. Viele Grüße
    Manu…

  3. Reply
    Paula
    12. März 2019 at 15:41

    Liebe Bine
    Ich musste grad schmunzeln bei deinem Beitrag, denn die gleichen Überlegungen habe ich mir neulich auch gemacht und mir dann einige meiner Lieblingsbeiträge überarbeitet und zusammen einen Neuen daraus erstellt. Das kam richtig gut an. :-)
    Liebe Grüsse
    Paula

  4. Reply
    Ani Lorak
    13. März 2019 at 06:22

    ICh lese schon jahrelang Deinen Blog, aber blättern wir nicht mal gern in alten Zeitschriften und Neues überlagert altes. Warum nicht, wenn es thematisch passt. Gerne den Hinweis auf Altes, denn in der Tat, als Leser scrolle ich bei neuen Blogs durch die Vergangenheit, aber freue mich auch ÜBER Hinweise auf ‚Altes‘. Rezepte wie auch anderes unterlieegen Schwankungen. Ich finde es vollkommen legitim und bin davon nicht genervt, eher freut es mich.

  5. Reply
    Tischlein deck dich
    13. März 2019 at 22:31

    Hallo Bine. Alte Beiträge überarbeitet und bei Pinterest gepusht, das habe ich schon oft gemacht. Und ich muss sagen, es macht sogar Spaß altes Schönes noch schöner zu machen ;-). Du hast mit allem Recht, was du schreibst. LG Birgit

  6. Reply
    San
    14. März 2019 at 01:17

    Ich habe früher genauso gedacht wie du: so nach dem Motto, das Thema habe ich schonmal verbloggt… aber du hast vollkommen recht, die Leserschaft hat sich über die Jahre verändert und im Zweifelsfall liest halt jemand mal was, was er vor Jahren schonmal gesehen hat… na und? Meistens aber freuen sich die neuen Leser über einen alten Beitrag, den sie vielleicht anderenfalls im Archiv nie gefunden hätten. Daumen hoch zu der Einstellung!

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