Dass ich die Farbe gelb sehr mag, dass habe ich Euch schon oft erzählt und gezeigt. Zum Beispiel hier, hier und hier. Vor einigen Jahren habe ich einen Schwung gelbe und graue Sofakissen genäht und seitdem kam mir keine Vase, kein Kerzenständer, kein Blumentopf in dieses Zimmer, wenn sie nicht gelb, weiss, grau oder schwarz waren.
Nur einmal im Jahr gibt es eine Ausnahme: In der Weihnachtszeit werden die gelben Kissenbezüge durch rote ersetzt. Als ich im Januar den ganzen Weihnachtskrempel wieder in die Kisten verstaute, die roten Bezüge abzog und die gelben aufzog, gefiel mir das alles nicht mehr so. Kurz darauf las ich den Beitrag von Nora, die auf ihrem Blog SeelenSachen {Anmerk.: Blog existiert nicht mehr} ihr Wohnzimmer in kupfer und rosé präsentierte. Oh, wie schön! Soll ich? Soll ich nicht? Ich fragte meine Insta-Follower, welchen neuen Farbtupfer ich in unser Wohnzimmer einziehen lassen sollte – mint oder rosa? Die meisten waren für mint. Und was mache ich? Rosa! ;-)

In den Wochen darauf fuhr ich mit einer Freundin in den noch neuen Stoff und Stil Laden nach Köln, shoppte rosa und graue Stoffe ein und setze mich gleich an die Maschine, um neue Kissenbezüge zu nähen. Ich habe alle Bezüge mit Hotelverschluss genäht. Das geht so rasend schnell! Rosa Deko wurde auch gleich eingekauft, wobei ich mich da noch zurück gehalten habe. Eine Vase, eine unechte Blume und eine Kerze wanderten in den Einkaufskorb.

Der schwierigste Teil war die Neudekoration der Bilderleiste. Bisher standen dort gerahmte Fotos von mir- also nicht von mir, sondern von mir fotografiert! Meist gelbe Blumen oder sowas. Ich hatte aber keine Lust mein Fotoarchiv nach rosa Motiven zu durchforsten und so musste ich anders kreativ werden.

Oben, von links nach rechts: YES Poster von Juniqe {Werbung ohne Auftrag}. Rosa Deko-irgendwas-Bild aus einer Zeitschrift rausgerissen, inlovewithlife steht schon seit einer gefühlten Ewigkeit da und durfte bleiben, ebenso die alte Wunderwaffel Flasche mit den Ästen und Pompoms, die ich vor 2 Jahren bastelte.
Unten, von links nach rechts: Never regret anything that made you smile – ein wundervolles Geschenk meiner Freundin zum Geburtstag. LOVE habe ich in Holland bei Xenos {Werbung ohne Auftrag} eingekauft, das Löffelbild ist eigentlich eine Tapete von der Tapeten Agentur (hier habe ich schonmal über die Agentur berichtet), “Theoretisch kann ich praktisch alles!” habe ich selbst flott am Laptop erstellt und ausgedruckt und ganz rechts Geschenkpapier von Ikea.
Ein Weihnachtsüberbleibsel – die Sternenlichterkette darf bleiben. Was mir erst nach dem Shooting aufgefallen war: der goldene Pompom, der da auch schon fast zwei Jahr hängt, passt so gar nicht mehr dahin. Den habe ich mittlerweile abgenommen. Beim Knipsen ist er mir überhaupt nicht aufgefallen.


Die Kissenbezüge habe ich teilweise ganz schlicht aus nur einem Stoff (oder vorne Muster, hinten uni) genäht. Einige habe ich etwas gepimpt. Zum Beispiel habe ich in den grauen Stoff Kreise geschnitten und ihn dann auf einen rosa uni Stoff genäht. Um die Kreise habe ich wild drumherum genäht und später noch diese hübsche zweifarbige Paspel eingenäht.


Und dann kam Mollie und legte sich ins Bild.

Alles in allem gefällt es mir richtig gut und auch der Mann findet es nicht zuuu rosa. Geht gerade noch so.
Ich habe ziemlich lange überlegt, ob und wie ich Euch diesen Teil unseres Wohnzimmers zeige. Es ist ein Stück Privatsphäre. Ich finde es immer etwas komisch, Bilder unsere vier Wände hier zu zeigen. Man zeigt, wie man sich einrichtet und damit auch ein bisschen wer man ist und was man hat. Und dann schwirrte diese Frage in meinem Kopf herum: “Kann ich das wirklich posten? Sind die Fotos (die Einrichtung) cool?- eine Frage, die sich Annette von Blick7 im November letzten Jahres stellte.
Bilder von anderen (Interieur)-Bloggern empfinde ich meist als cooler, schöner, stylisher. Da sieht man z.B. keine Heizung neben dem Sofa. Oder, wie Pepper von Heimatbaum {Anmerk. Blog existiert nicht mehr} im Dezember letzten Jahres schrieb: “Aber wenn ich im Netz sehe, was andere für tolle Häuser haben, wie hell ihre Lofts sind und wie hoch die Decken ihrer Altbauwohnungen, dann kommt mir mein Haus so klein, dunkel und vollgestopft vor.”
Und dann hab ich mir gedacht: Na und? – Mut zur Realität. So sieht es hier nun mal aus. Und ich mag das.
Wie gefällt es Euch?
Liebe Grüße, Bine
