Corona Alltag, Rückblick

Das war mein April 2020 – ist das die neue Normalität? | Monatsrückblick.

Ich wusste ja schon Ende März, dass der April nicht viel anders sein würde. Abstand halten. Kontaktsperre. Keine Ausgangssperre (was geht es uns doch gut!)! Wir waren zu Hause.

Nur zum Lebensmittel einkaufen und für die morgendlichen Mollie-Runden haben wir das Haus verlassen. Hin und wieder habe ich die Kinder genötigt morgens mit mir und Mollie durch den Wald zu laufen. Böse Mama.
„Ganz Deutschland blickt auf ein Dorf“ titelt der Kölner Stadtanzeiger. Die Uni Bonn nimmt Heinsberg unter die Lupe. Eine Mund-Nase-Masken-Pflicht gab’s Anfang April noch nicht, aber, dass es so kommen würde, das bahnte sich langsam an. Also weiter nähen.

Mittlerweile sind Osterferien. Eigentlich wären wir vier in der ersten Woche nach Wien gereist. Städtetour. So, wie wir im letzten Jahr in Zürich und im Jahr davor in Paris waren. Jetzt sind wir zu Hause.
Ein paar Tage später ist dann Ostern. Das Wetter ist bombastisch. Familientreffen sind gestrichen. Wir färben Eier, spielen Tischtennis, hängen die meiste Zeit im Garten ab.

Das alljährliche Traditionsfoto des geschmückten Ostereier-Baumes knipse ich zum ersten Mal aus einer anderen Perspektive. Der Hof hat geschlossen, nur der Hofladen ist geöffnet, an den Baum kommt man nicht mehr so nah ran. So sah der Baum in den vergangenen Jahren aus:
201920182017

Meine Familie ist im Zauberwürfel-Fieber. Die brachte dieses Jahr der Osterhase. Algorithmen werden gelernt und dann wird die Zeit gestoppt. Überhaupt wird gespielt – am liebsten Rommé und Sky-Jo. Und dazu gibt’s auch was Leckeres zu trinken. Für die Erwachsenen mit, für die Kids natürlich ohne Alkohol.
Bitte nicht schimpfen, erst lesen: Wir haben noch ein kleines Depot an Plastikstrohhalmen, die wir noch nutzen. Nicht gut für die Umwelt, ich weiß, aber das Paket jetzt einfach so wegzuschmeißen, dass wäre auch bescheuert.

Auch wenn sich ein Tag wie der andere anfühlt, täglich werden neue Entscheidungen getroffen, neue Maßnahmen bekannt geben. Der Parkplatz am See ist jetzt gesperrt. An jeder Ladentüre hängen mittlerweile Verhaltensregeln, ich stehe 20 Minuten in einer Schlange vor dem DM. Verrückte Welt.

Bloß nicht bekloppt machen lassen. Weitermachen, unser Leben leben. Mit Einschränkungen, die uns doch eigentlich nicht weh tun. Das Wetter ist schön, wir dürfen uns draußen bewegen, wir kochen, backen, freuen uns über die ersten Erdbeeren und leckeren Spargel und bestellen hin und wieder bei Restaurants unserer Stadt, die vor dieser Krise kein to-go-Essen angeboten haben.
Meine Tochter backt an Ostern alleine Mamas Käsekuchen. Überhaupt – und das hatte ich schon im März erwähnt – lernen die Kinder gerade ganz andere, ganz neue Dinge. Backen, Kochen, Spülmaschine anstellen, Emails formulieren,…

Sie lernen für`s Leben,
um mal die positive Seite dieser Situation zu erwähnen.

Am letzten Osterferien-Wochenende müssen wir dann doch mal unsere vier Wände verlassen. Wir fahren in den Schwarzwald zur Beerdigung meiner Schwiegermama. Verrückt, schräg, traurig, aber auch lustig.
Wir fahren über leere Autobahnen, halten an verlassenen Tankstellen mit abgesperrten Restaurants, übernachten mit Sondergenehmigung in einem sonst leeren Hotel, nehmen unser eigenen Speisen und Getränke, Geschirr und Besteck mit.

Die Beerdigung im Friedwald ist – wenn man das so sagen darf – wunderschön, fast schon magisch und das anschließende Picknick mit der engsten Familie dann auch lustig und schön.

Es war toll einen kleinen Teil der Familie zu sehen und Zeit miteinander zu verbringen. Auch, wenn wir uns nicht gedrückt, nicht geküßt und immer versucht haben, möglichst viel Abstand zwischen uns zu halten.

Die lange Autofahrt tat meinem Rücken nicht gut. Am Montag kann ich mich kaum bewegen. Am Dienstag muss ich zum Arzt. Der Mann fährt mich und holt Schmerzmittel in der Apotheke.
Mama liegt flach, deswegen radelt der Sohnemann zum Rewe und kauft Zutaten für ein leckeres Club Sandwich ein. Meine Kinder sind Club Sandwich-Master. Hier gibt es das Rezept für Euch.

In der Woche startet dann auch wieder das Home Schooling. Die ersten Test-Videokonferenzen finden statt. Die Abiturienten können wieder zum Unterricht in die Schule gehen. Die Politiker diskutieren Lockerungen und warnen vor Leichtsinn.
Am nächsten Tag habe ich einen Frauenarzt Termin. Zum ersten Mal sitze ich mit einer Maske im Wartezimmer. Noch ist es keine Pflicht, aber es ist gewünscht. Ich komme mir doof vor, denn andere Patientinnen tragen keine Maske.
Petrus beschert uns immer noch schönstes Wetter – das nutzen wir mit dem Rad aus.

Mollie ist diese ganze Situation völlig egal.
Die Maskenpflicht wird immer mehr disktutiert. Mittlerweile heißen diese selbst genähte oder gebastelte Masken Community Masken. Immer mehr Freunde und Verwandte fragen mich, ob ich ihnen eine Maske nähen könnte. Es fühlt sich ein bisschen nach 2016-15-14-13-… an, als ich noch für meinen damaligen Dawanda Shop genäht habe und jeden Tag zum Briefkasten gelaufen bin.
Ich probiere ein neues Schnittmuster aus. Anja hat auf ihrerm Insta Account eine Video-Anleitung eingestellt und bietet das Schnittmuster zum kostenlosen Download an.

Wir essen häufig draußen und schmeißen den Grill an und ich habe dafür eine leckere Tomatenbutter gemacht. Und dann drehen wir eine Runde über’s Feld, vorbei an den Bienenstöcken. Ich freue mich schon auf den hiesigen Honig.

Und dann, am Montag, den 27. April ist es offiziell: Maskenpflicht in allen Geschäften. Verwandte, Freunde und wir vier sind versorgt, deswegen nähe ich eine Wimpelkette für den Garten. Die zeige ich Euch demnächst nochmal ausführlicher.

In der letzten April Woche ticken die Uhren dann etwas anders als zuvor. Die Kinder haben einen straffen Arbeitsplan, jeden Vormittag Video Konferenzen mit unterschiedlichen Fachlehrern und Abgabetermine. Der Mann konferiert mit den Kollegen per Video und auch ich habe mittlerweile feste Termine mit verschiedenen Freundinnen-Kreisen und meiner Chor Gruppe. Aus allen Zimmern hört man dauernd Gespräche, Geplapper, Gelächter.
Wenn ich die Bude saugen möchte, muss ich vorher fragen, wer wann eine Konferenz hat ;-)

Wir haben uns eingegroovt, haben einen neuen Tagsrythmus und im Kalender stehen ganz andere Termine, als noch vor acht Wochen. Aber das ist okay. Uns geht gut, wir kommen damit klar und wenn ich ehrlich bin, dann mag ich dieses Leben gerade. Zumindest einen Teil davon.

Zu Essen gab es im April u.a. leckere Lasagne und Frankfurter Grüne Soße mit Kartoffeln und Eiern. Die Kräuter für die Soße brachte mir meine Schwägerin mit in den Schwarzwald. Lecker!

Und was war auf dem Blog so los? was eigenes entwickelt sich zum food Blog, aber auch das ist okay, spiegelt gerade unser Leben und unseren Alltag wieder. Es gab:

Ich habe viel gelesen im April und Euch davon berichtet:

Und dann habe ich mich noch wahnsinnig gefreut, dass mein Pinterest Account wieder da ist! Ich habe ihn fast zwei Wochen aufgeräumt und ausgemistet und auch gleich ein paar Gruppen-Boards für deutsche Bloggerinnen und Blogger erstellt. Wer mitpinnen möchte – z.B. auf meinem Pasta Board oder auf dem Nachtisch Board, der schreibe mir eine Email.

Und ich habe daraufhin noch ein Plädoyer für Blogs geschrieben. Denn unsere Blogs gehören uns. Social Media Plattformen liegen nicht in unserer Hand und wenn uns die Inhaber den Saft abdrehen, dann gucken wir dumm aus der Wäsche.

Nun haben wir also den 1. Mai 2020. Ich vermute, dass dieser Monat so weitergeht, wie die vorherigen. Hier und da wird es Lockerungen geben, aber Abstand halten wird nach wie vor wichtig sein. Auch glaube ich, dass die Kinder wohl keinen regulären Unterricht mehr vor den Ferien haben werden. Wie lange wir wohl Community Masken tragen müssen, das weiß ich natürlich nicht, aber ich denke, dass es lange so bleiben wird.

Alle fragen sich, wann es wieder wie vorher sein wird? Ich glaube, es wird nie wieder so sein, wie vorher. Wahrscheinlich ist das die neue Normalität. Ricarda hat dazu kürzlich einen, wie ich finde, sehr schönen Text veröffentlicht.

Ihr Lieben, haltet durch und lasst Euch nicht unterkriegen.

Liebe Grüße
Bine

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18 Comment

  1. Reply
    Ani Lorak
    2. Mai 2020 at 08:42

    Ja. Irgendwie ist das Leben wie im Film. Ich bin irgendwie verwundert, dass wenig dagegen aufbegehrt wird. Ich war bis auf 2 Wochen durchgängig im Büro, eine von wenigen Kollegen. Mehr Zeit habe ich dort verbracht, Überstunden waren angesagt, mein Thema ist Liquidität. Der Mann auch im Büro als einer von ganz wenigen und die Kinder allein daheim. Der Abend war dann länger, ein anderer Rhythmus. Hier läuft wenig Online-Unterricht. Die Tochter kommt gut zurecht, wenig Aufgaben, 5. Klasse. Der Sohn in der EF, also alt 10. Klasse und noch 2 Jahre bis zum Abitur, hat reichlich zu tun, aber online fand bislang 1x was statt. Wann er zur Schule muss, steht noch nicht fest – Land NRW… WIR meistern es ganz gut, auch wenn das Reisen fehlt, der Kontakt zu Freunden, keine Wettkämpfe der Kinder, Schwimmen fällt schon vor der Schulschliessung flach… Ich freue mich über Picnic und dass ich nicht Einkaufen muss. Werde gleich zum Markt fahren und hoffe, dass did Menschen Abstand halten. Das klappt nur bedingt… Gut, heute ist es nicht sonnig, daher wahrscheinlich leerer… Ein schönes Wochenende.

    1. Reply
      Bine | was eigenes
      6. Mai 2020 at 07:35

      Liebe Ani,
      danke für Deinen laaangen Kommentar.
      Unsere Kinder haben jeden Morgen ein, zwei, manchmal sogar drei Videokonferenzen. Da sind die Schulen
      alle noch sehr unterschiedlich aufgestellt. Sowas wurde bisher ja auch nicht gebraucht.
      Wir meistern die Situation auch recht gut; Ja, es geht uns einfach gut.
      Trotzdem vermisse ich natürlich so einiges. Aber bald – heute? morgen? – wird es ja Neuigkeiten und wohl auch
      neue Lockerungen geben.
      Halte durch!
      Liebe Grüße
      Bine

  2. Reply
    Lunacy
    2. Mai 2020 at 19:04

    Hallo Bine, leider kann ich auf meinem iPad diesen Blogeintrag gar nicht lesen, die Bilder überlagern leider den Text. Woran kann das liegen? Bei deinem vorherigen Eintrag ist das nicht so. LG Anja aka Lunacy, die nach langer Zeit mal wieder Blogs liest.

    1. Reply
      Bine | was eigenes
      3. Mai 2020 at 12:45

      Liebe Lunacy,
      ich vermute – aber ich weiß es nicht – es liegt daran, dass ich die Bilder nebeneinander
      als Galerie hochgeladen habe. Das kann ich nun leider nicht mehr ändern… aber ich werde
      beim nächsten Monatsrückblick dran denken. Danke für Deinen Hinweis.
      Liebe Grüße
      Bine

  3. Reply
    Mila
    3. Mai 2020 at 10:23

    Hallo Bine,

    ich verfolge deinen tollen Blog regelmäßig seit 2012. Damals habe ich in Neuseeland gelebt, und wenn mich das Heimweh damals gepackt hat, haben deine Beiträge mich ein wenig getröstet. Dafür ein dickes DANKE!!
    2017 hat mich auch die Lachende Kölnarena angefixt und mich seither nicht mehr losgelassen..:)

    Du schreibst über unser momentanes Leben,

    „Bloß nicht bekloppt machen lassen. Weitermachen, unser Leben leben. Mit Einschränkungen, die uns doch eigentlich nicht weh tun..“

    Noch nicht..

    Am Mittwoch wurde eine Gesetzesentwurf für einen Immunitätsnachweis beschlossen, am 14. Mai wird darüber abgestimmt. Ein weiterer Entwurf sieht vor, Impfstoffe schneller zuzulassen..

    Es ist für mich kein Problem, in der Grippezeit strengere Hygieneregeln einzuhalten, mehr Abstand zu halten, mehr Hände zu waschen, das mache ich schon immer so. Aber das, was momentan abgeht entbehrt jeglicher Grundlage und ist völlig unverhältnismäßig. Und wenn wir uns jetzt nicht dagegen wehren und sagen, dass wir die Einschränkungen nicht wollen, dass wir unsere Grundrecht zurück haben möchten, wird das Erwachen in ein paar Monaten sehr unangenehm werden, aber dann ist es zu spät.

    @Ani Lorak: du schreibst, dass es dich wundert, dass so wenige sich wehren..das wundert mich auch…

    Deshalb: Leute, informiert euch! Lasst euch nicht einfach vorschreiben, was zu tun ist. Denkt selber nach! Diskutiert mit euren Freunden! Schreibt euren Bundestagsbegeordneten an und sagt ihm, wenn er für solche Gesetze stimmt, wählt ihr ihn nicht mehr! Verteidigt das fantastisch Leben, das ihr habt!

    Liebe Grüße, Mila

    1. Reply
      Bine | was eigenes
      6. Mai 2020 at 07:40

      Liebe Mila,
      auch Dir danke ich für Deinen langen Kommentar.
      Ich freue mich, dass ich Dich mit der Lachenden KölnArena angefixt habe ;-) …. und es macht mich sehr traurig, dass wir
      dieses Jahr wohl nicht zum 11. im 11. in die Arena dürfen. Aber das ist auch okay und nicht zu ändern.
      Was die politische Seite betrifft, da informiere ich mich regelmäßig und spreche auch mit Freunden drüber.
      Ich habe mich bisher ganz gut „betreut“ gefühlt und fand die meisten Entscheidungen richtig.
      Was noch kommt… bleibt abzuwarten. Es wird derzeit ja viel nach vorne geprescht und dann wieder zurück gerudert.
      Liebe Grüße
      Bine

  4. Reply
    Ute.textilewerke
    3. Mai 2020 at 11:56

    Hallo Bine. Ich lese deinen Blog schon sehr lange. Ich mag deinen Humor und deine Art die Dinge zu beschreiben. Auch ich habe manchmal Heimweh nach dem Rheinland und hole mir dann eine Portion bei dir ab.
    Zu Corona schließe ich mich Mila an. In mir regt sich mehr und mehr der Widerstsndsgedanke. Es wird wird immer absurder und ich hoffe, es tut dich bald was tut.

    1. Reply
      Bine | was eigenes
      6. Mai 2020 at 07:41

      Lieben DANK, liebe Ute! Ich freue mich sehr, dass Du gerne hier liest!
      Ich bin sehr gespannt, was heute oder morgen für Entscheidungen verkündet werden.
      Liebe Grüße
      Bine

  5. Reply
    nina. aka wippsteerts.
    4. Mai 2020 at 05:49

    Tja, bis wir wieder zu geregeltem Leben, wie wir es vor Corona kannten, zurückkehren können, wird dauern. Aber je mehr die Wissenschaft herausfindet, um so mehr verändert sich das auch wieder, bis es einen Impfstoff gibt. Einen verträglichen. Aber genug davon, denn es war ja trotzdem ein schöner Monat bei Dir. Immer das, was man draus macht ☺. Und so wird es sicher wieder leckere Sachen (Rhabarberkuchen wird probiert!) und kreative Beiträge oder einfach etwas Gutes zu lesen bei Dir geben, darauf freue ich mich.
    Liebe Grüße
    Nina

    1. Reply
      Bine | was eigenes
      6. Mai 2020 at 07:42

      Danke, liebe Nina!
      Ja, es ist eine schräge Zeit, durch die wir alle durch müssen.
      Und ja, es war dennoch ein schöner Monat. Der neue Alltag muss ja auch irgendwie weitergehen
      und da machen wir das Beste draus. ;-)
      Liebe Grüße
      Bine

  6. Reply
    Kathrin
    4. Mai 2020 at 09:47

    Auch hier klappt es erstaunlich gut, man traut sich das fast nicht zu sagen. Mein Mann muss kein homeoffice machen, auf seiner Firma hat jeder ein eigenes Büro, kann genug Abstand halten. Mein Sohn (14) war es auch vorher schon gewohnt sich nit Freunden virtuell zu verabreden, meist zu online Spielen, die anderen Zeiten heutzutage kommen uns da zugute, ich weis nicht was wir Ende der 80er in dem Alter gemacht hätten. Das Homeschooling ist ziemlich viel, er brauch (wenn es gut werden soll) doch ziemlich viel Hilfe, dafür hab ich ja mehr Zeit, alle Ausstellugen bis Mai sind erst mal abgesagt oder verschoben. Wie es im Juni weitergeht ist noch unklar. Im moment bin ich, wie ihr, froh über unseren Garten und das ich meine Fototouren (bei der Lost Place Fotografie begegnet man selten einem) auch momentan machen kann (nur eben leider nicht im Ausland). Was fehlt ist bei mir auch am meisten das Reisen (aber auch nur mir, die Männer lieben es zu Hause zu bleiben) und der Kontakt zu Freunden. Trotzdem wäre es schön wieder zur Normalität zurückzufinden, Ziele zu haben für die man arbeitet oder auf die man sich freuen kann.
    Ich wünsch dir eine schöne Woche.
    LG Kathrin

    1. Reply
      Bine | was eigenes
      6. Mai 2020 at 07:48

      Liebe Kathrin,
      ich danke Dir für Deinen Kommentar!
      Bei uns ist es recht ähnlich… ich frage mich auch manchmal, wie hätten wir das vor 20 Jahren gemacht?
      Wahrscheinlich auch gut – irgendwie; passend zur damaligen Zeit.
      Aber heute ist heute.
      Das Reisen vermisse ich nicht, wir reisen sowieso nicht so viel, aber ich bin natürlich traurig, dass unser geplanter
      Sommerurlaub wohl abgesagt werden muss. Auch wäre ich im Mai und Juni gerne zu einem Konzert, oder zu Geburtstagsfeiern
      gegangen… aber gut, nicht zu ändern. Es wird irgendwann wieder normal sein, bzw. eine neue Normalität kommen, aber bis
      dahin brauchen wir wohl noch einen langen Atem.
      Liebe Grüße
      Bine

  7. Reply
    Kathrin
    4. Mai 2020 at 09:58

    Wenn wir uns jetzt nicht einschränken haben wir bald gar kein phantastisches Leben mehr, ich finde es erschreckend das viele das immer noch nicht verstanden haben, das wir es hier mit was ganz anderem zu tun haben als der Grippe.

    1. Reply
      Bine | was eigenes
      6. Mai 2020 at 07:50

      Danke für Deinen Kommentar, Kathrin.
      Es stimmt, Kathrin, wir müssen uns einschränken und das tun wir ja schon seit Wochen.
      Es scheint auch so, als dass es geholfen hat. Nun hoffe ich, dass die neuen Lockerungen nicht
      wieder alles zu Nichte machen.
      Liebe Grüße
      Bine

  8. Reply
    Iris
    8. Mai 2020 at 06:44

    Liebe Bine,
    vielen Dank für diese wunderbare Monatsansicht. Schön, dass Du nicht in das übliche Klagelied zu den Beschränkungen einstimmst, sondern dass Ihr die Änderungen annehmt und das Beste daraus macht. Das Gejammere nervt mich nämlich derzeit ziemlich. Das Virus muss erst noch erforscht werden, hoffentlich so frühzeitig, dass es sich noch nicht verändert hat. Und die Beschränkungen dienen der Gesundheit aller – nicht nur der Älteren oder Vorerkrankten, denn anstecken kann auch, wer keine Symptome hat.
    Auch für uns bedeutet dies Einschränkungen: wir haben unsere Enkelzwergin (nunmehr 9 Monate alt) seit Mitte Februar nicht mehr gesehen. Lediglich unsere Whatsapp-Telefonate zeigen ihre Entwicklungsschritte. Wahrscheinlich würde sie bei unserem nächsten Treffen fragen: Wer sind diese Leute? (wenn sie sprechen könnte :-)). In meinem Betrieb ist Kurzarbeit angesagt, ich habe aber das Glück, dass ich halbtags in unserem Klinikum Masken nähen kann, so dass der finanzielle Schaden bei mir ausbleibt. Der Gatte kann weiterhin mit unserer Räubertochter (Hund) seine Runden ziehen. Wir haben unser Leben runtergefahren, ich sehe darin aber auch eine Möglichkeit zur Entschleunigung und zum bewussteren Wahrnehmen. Seit gestern sind bei uns die Spielplätze wieder offen – Folge: eng wie die Ölsardinen in der Dose saßen gestern Eltern und Kinder dort – die Warnhinweise wurde schlichtweg ignoriert. Ich befürchte, dass uns daraus der nächste Shutdown drohen wird und der wird schlimmer werden als der erste. Auch wenn ich verstehe, dass Kinder mit ihren Freunden spielen wollen und sollen, die Eltern kann ich nicht verstehen. Sie gehören wahrscheinlich zu der Generation, die sich Kinder anschaffen, damit sie dann in Kitas, Schulen und Vereinen aufwachsen können, weil die Eltern zum Teil einfach keine Lust haben, sich mit ihren eigenen Kindern zu beschäftigen. Das gilt nicht für Eltern, die darauf angewiesen sind, zu arbeiten. Davon gibt es sehr viele. Aber es gibt zunehmend Eltern, die keine Elternarbeit leisten wollen. Und das nervt mich schon. Das große Tochterkind arbeitet in einer KiTa und kann ein Lied davon singen.
    Bleibt gesund und behaltet die Nerven.
    LG Iris

    1. Reply
      Bine | was eigenes
      8. Mai 2020 at 07:11

      Liebe Iris,
      ich danke Dir sehr für Deinen langen Kommentar, Deine Meinung und Deine Geschichte.
      Ja, uns – mir und meiner Familie – geht es gut. Ich kann nicht klagen. Und wenn, dann wäre es jammern auf hohem
      Niveau. Wir vier haben und ganz gut „eingegroovt“ ;-) Und wenn ich ehrlich bin, dann empfinde ich es ebenfalls
      gerade als Entschleunigung, Familienzeit, Quality Time.
      Ich weiß und ich verstehe, dass es vielen anderen nicht so geht. Ich habe höchsten Respekt vor allen, die in den letzten Wochen non-stop gearbeitet haben, sich nicht zurück ziehen konnten oder durften. Und ich leide mit denjenigen, die ihre Enkelkinder nicht sehen durften.
      Ich drücke Euch alle Daumen, dass Ihr bald Eure Enkelin wiedersehen werdet.
      Es ist nicht einfach, aber es ist auch nicht zu ändern. Wir machen das Beste daraus.
      Ich bin gespannt, wie es weitergeht. Jetzt mit und durch die ganzen Lockerungen.
      Bleib auch Du gesund! Und froh und munter!
      Liebe Grüße
      Bine

  9. Reply
    San
    9. Mai 2020 at 00:56

    Was für ein verrückter Monat. Ich habe versucht zu genießen, was es zu genießen gibt, nicht zu meckern und mich vor allem auch nicht verrückt machen zu lassen… obwohl auch hier bei uns irgendwie tagtäglich neue Informationen rausgegeben werden.
    Unser Gouverneur hier in CA hat wenigstens noch ein bisschen Verstand und geht „überlegt“ an die Sache ran….

    1. Reply
      Bine | was eigenes
      10. Mai 2020 at 09:52

      Ich denke ganz oft an Dich, an die USA, an all das… liebe San!
      Wie schön, dass Du das genießen konntest, was genießbar war.
      Ich hoffe weiterhin, dass die Zahlen bei Euch runtergehen.
      Alles Gute weiterhin!
      Bine

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